Yefim Bronfman mit Beethoven-Konzerten

Yefim Bronfman setzt seine Auseinandersetzung mit Beethovens Konzerten fort. Für den erkrankten Christian Thielemann dirigieren David Robertson bzw. Manfred Honeck.
11.04.2016

Bereits zu Beginn der aktuellen Spielzeit hatte sich Yefim Bronfman mit Beethovens c-Moll-Klavierkonzert dem Dresdner Publikum als neuer Capell-Virtuos der Sächsischen Staatskapelle Dresden präsentiert. Nun setzt er seine Auseinandersetzung mit Beethovens Klavierkonzerten fort und interpretiert im 9. Symphoniekonzert am 16. und 17. April die Klavierkonzerte Nr. 2 und 5, am 20. und 21. April im Sonderkonzert »Der Capell-Virtuos & Freunde« die Konzerte Nr. 1 und 4 in Kombination mit dem Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester in C-Dur, dem sogenannten »Tripelkonzert«, zu dem Yefim Bronfman seine musikalischen Freunde und Partner Anne-Sophie Mutter und Lynn Harrell eingeladen hat.

Christian Thielemann musste krankheitsbedingt die Leitung beider Konzertphasen absagen. Für ihn übernimmt David Robertson die Leitung des 9. Symphoniekonzerts, Manfred Honeck dirigiert wenige Tage später das Sonderkonzert »Der Capell-Virtuos & Freunde«.  

Beide Dirigenten haben in der Vergangenheit mehrfach mit der Staatskapelle musiziert. David Robertson zuletzt in der Spielzeit 2013/2014, als er Werke von Wolfgang Rihm, Sergej Rachmaninow und Sergej Prokofjew dirigierte; Manfred Honeck in der Saison 2011/2012 mit Werken von Alfred Schnittke, Wolfgang Amadeus Mozart und Antonín Dvořák.

David Robertson übernimmt im 9. Symphoniekonzert auch die Uraufführung des neuen Werkes von Peter Ruzicka mit dem Titel »Elegie. Erinnerung für Orchester«. Damit bezieht sich Ruzicka auf eine späte Klavierskizze von Richard Wagner, die dieser am Vorabend seines Todes in Venedig Freunden vorspielte. Diese Skizze »erscheint wie eine musikalische Selbstbeobachtung, die wie von Ferne auf den ›Tristan‹ und die Geschehnisse seiner Entstehung verweist. Wagners Klavierskizze beschäftigte mich schon seit langer Zeit. Ihre Offenheit und Unbestimmtheit veranlasste mich zu einem ›Fortdenken‹, zu einer sehr persönlichen musikalischen Annäherung und Entfernung. Ich wählte hierfür das klangliche Potential eines Streichorchesters, dem Impulse und ›Schattenklänge‹ dreier Flöten und des Schlagzeugs zugefügt sind. Wagners Frage bleibt bestehen. Und sie erscheint auch heute unbeantwortbar…« (Peter Ruzicka)

MDR Figaro zeichnet das 9. Symphoniekonzert in der Semperoper auf, Sendetermin ist der 26. April 2016 ab 20.05 Uhr.


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