7. Kammerabend

Julia Fischer Violine
Robert Lis Violine
Franz Schubert
Ludovica Nardone Violine
Florian Richter Viola
アニヤ・ダンベック ヴィオラ
ミヒャエル・ホルヴァート ヴィオラ
Friedrich Thiele Violoncello
アンケ・ハイン チェロ
Viktor Osokin Kontrabass
Marie-Luise Kahle Horn
Chiaveri Quartett
Anett Baumann Violine
Ami Yumoto Violine
Juliane Preiß Viola
ティトゥス・マーク チェロ

Corrado Maria Saglietti

  • Suite für Horn und Streichquartett

ジュゼッペ・ヴェルディ

  • 弦楽四重奏曲ホ短調

ボフスラフ・マルティヌー

  • Duo Nr. 1 für Violine und Violoncello

ピョートル・イリイチ・チャイコフスキー

  • Streichsextett d-Moll op. 70 »Souvenir de Florence«

Konzertdauer: ca. 105 Minuten, einschließlich 20 Minuten Pause

  • 27.04.2023
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    チケット価格:
    10.00 €

Julia Fischer

Julia Fischer gehört seit schon 20 Jahren zur Spitze der Geigenelite weltweit. Ihre künstlerische Vielfältigkeit bringt sie außerdem als Pianistin, Kammermusikerin und Professorin zum Ausdruck. Gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden war Julia Fischer zuletzt im Juni 2012 mit Mendelssohn Bartholdys e-Moll-Violinkonzert in der Semperoper zu erleben. 

Mit drei Jahren erhielt die in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern den ersten Unterricht zunächst auf der Geige, kurz darauf begann ihre Mutter Viera Fischer mit dem ersten Klavierunterricht. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen. 2011 übernahm Julia Fischer deren Nachfolge.

Höhepunkte der vergangenen Zeit beinhalten Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra (Vladimir Jurowski), dem New York Philharmonic (Philippe Jordan), dem Orchestre National de France (Emmanuel Krivine), mit dem Bayerischen Staatsorchester (Kirill Petrenko), dem Chicago Symphony Orchestra (Riccardo Muti), dem Cleveland Orchestra (Franz Welser-Möst), den Wiener Philharmonikern (Esa-Pekka Salonen) oder dem Tonhalle Orchester Zürich (Herbert Blomstedt). Regelmäßig leitet Julia Fischer die ihr seit langem verbundene Academy of St. Martin in the Fields, zuletzt Anfang 2019 auf einer großen Deutschlandtour mit einer Uraufführung von Andrey Rubtsov. Eine Uraufführung wird sie auch in der Saison 2020/2021 spielen, ein Werk des Komponisten Pascal Zavaro mit dem Orchestre National de France unter Cristian Măcelaru im Januar in

Paris. 

Julia Fischer ist eine enthusiastische Kammermusikerin. Im Herbst 2020 geht sie zusammen mit Daniel Müller-Schott auf eine Rezitaltour nach Asien, im Februar 2021 gibt sie erneut mit Daniel Müller-Schott und Nils Mönkemeyer Trio-Konzerte im Wiener Musikverein und im Amsterdamer Concertgebouw. Das von ihr 2011 gegründete Quartett mit ihren langjährigen Kammermusikpartnern Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger ist im Januar 2022 wieder auf Reisen.

2017 gründete Julia Fischer den JF CLUB, ihre eigene Musikplattform, auf der ihre neuen Aufnahmen exklusiv zu hören sind und in dem sie mit eigenen Artikeln, Videos oder auch bei persönlichen Treffen Einblicke in ihre Arbeit gibt. Als Limited Edition erscheinen ab der aktuellen Saison erste Werke des Clubs in einer exklusiven JF CLUB Edition bei Hänssler Classic auf Vinyl. Zuvor brachte Julia Fischer zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen zunächst bei dem Label Pentatone und dann bei Decca heraus. Ihre Einspielungen stießen auf Lob bei den international wegweisenden Medien und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, darunter der BBC Music Magazine Award, der Choc der Monde de la Musique, der Diapason d’Or de l’Année oder der Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Viele Auszeichnungen ehren die Künstlerin, so erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und Preise wie den Gramophone Award oder den Deutschen Kulturpreis. Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer neuen Violine von Philipp Augustin (2018).

Robert Lis

2. Konzertmeister

Robert Lis, geboren in Dabrowa Gornicza, Polen, begann mit 6 Jahren Geige zu spielen. Er ist einer der talentiertesten polnischen Geiger seiner Generation und Preisträger vieler nationaler und internationaler Geigenwettbewerbe. 2011 schloss er die Ignacy Paderewski Musikakademie in Poznan als Student von Prof. Dr. Marcin Baranowski mit Auszeichnung ab. 2012 erwarb er als Schüler von Ilya Grubert seinen zweiten Master-Abschluss am

Conservatorium van Amsterdam. In den Jahren 2010 bis 2012 war er assistierender Leiter der 2. Violinen in der Radio Kamer Filharmonie und von 2012 bis 2018 Zweiter Konzertmeister im Nederlands Philharmonisch Orkest und seit 2018 Zweiter Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Robert Lis spielt eine Pietro-Floriani-Violine von 1835.

Florian Richter

Solobratscher

Florian Richter erhielt seinen ersten Unterricht im Fach Violine an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig bei Prof. Klaus Hertel. Im Jahr 2000 wechselte er zur Viola, 2001 an das Musikgymnasium »Schloss Belvedere« Weimar in die Klasse von Prof. Erich Krüger.

Von 2004 bis 2014 studierte der mehrfache Bundespreisträger bei »Jugend musiziert« an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Ditte Leser/Prof. Erich Krüger und schloss seine Ausbildung mit dem Konzertexamen ab. Wichtige musikalische Impulse erhielt er darüber hinaus bei Meisterkursen unter anderem bei Prof. Alfred Lipka, Prof. Dietmar Hallmann, Prof. Hartmut Rohde, Prof. Martin Spangenberg und Prof. Norbert Brainin.

Florian Richter war Stipendiat der Hans und Eugenia Jütting Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Carl Flesch Akademie. Als Solist spielte er unter anderem unter der Leitung von Johannes Klumpp, Helmuth Rilling, Stefan Solyom, Michael Sanderling und Marek Janowski. Von 2010 bis 2012 war Florian Richter Solobratscher der Staatskapelle Weimar, von 2012 bis 2017 in gleicher Position beim Staatsorchester Stuttgart tätig. Bis 2017 engagierte er sich zudem am Musikgymnasium »Schloss Belvedere« in Weimar für den Nachwuchs im Fach Viola.

Seit Oktober 2017 ist Florian Richter Professor für Viola an der Hochschule für Musik in Nürnberg und seit August 2017 Solobratscher der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

アニヤ・ダンベック

ソロ・ヴィオラ代理

Die kanadische Bratschistin Anya Muminovich ist seit der Spielezeit 2010/2011  stellvertretende Solobratscherin der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Ihren ersten Musikunterricht erhielt sie im Alter von fünf Jahren auf der Geige. Erste Auszeichnungen erhielt sie beim Kiwanis Music Festival in Ottawa, Kanada. Im Jahr 2004 gewann sie National Arts Centre Orchestra Bursary Competition. Nach ihrer Ausbildung in Kanada setzte sie ihr Studium bei Wolfram Christ auf der Bratsche und bei Rainer Kußmaul auf der Geige an der Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau fort.

Noch während ihres Studiums in Deutschland musizierte sie mehrfach im Orchester des Schleswig-Holstein Musik Festival als Solobratschistin sowie als Stimmführerin der zweiten Geigen. Darüber hinaus war sie Praktikantin als Geigerin im SWR Sinfonieorchester Freiburg und Baden-Baden. Sie spielte mehrmals als Gast-Bratschistin im Orchestra Ensemble Kanazawa in Japan und wirkte als Solobratscherin im Budapest Festival Orchestra mit. Ihr Studium an der Hochschule für Musik Freiburg hat sie als Bratschistin und Geigerin jeweils mit Auszeichnung abgeschlossen.

ミヒャエル・ホルヴァート

ヴィオラ副首席奏者

Friedrich Thiele

Konzertmeister

Friedrich Thiele, Jahrgang 1996, gewann zahlreiche renommierte nationale und internationale Preise, wie den 2. Preis, Publikumspreis und Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2019 und den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2019. Er startete durch aktuelle Erfolge beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen 2019 (2. Preis, Publikumspreis, Orchesterpreis), beim Wettbewerb Ton & Erklärung in München 2017 (1. Preis), sowie beim TONALi-Wettbewerb 2015 in Hamburg (3. Preis und Publikumspreis) eine internationale Karriere.
Sein Bachelor of Music erhielt Friedrich Thiele 2021 an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und studiert nun an der Kronberg Academy in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt. Zuvor wurde er fünf Jahre von Peter Bruns im Jungstudium der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig ausgebildet.
Seit 2021 ist er 1. Konzertmeister der Violoncelli in der Sächsischen Staatskapelle Dresden.
 

Als Solist gastierte er bereits bei vielen renommierten Orchestern, wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchester des Nationaltheaters Brasília, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Münchner Rundfunkorchester, den Nürnberger Sinfonikern, dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar in Caracas und der Dresdner Philharmonie. Friedrich Thiele spielte solistisch u. a. im Mariinsky-Theater Sankt Petersburg, in der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle Hamburg und im Herkulessaal und Gasteig in München.
Als leidenschaftlicher Kammermusiker durfte er schon beim Heidelberger Frühling, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Molyvos International Music Festival und dem Vadim Repin Trans-Siberian Art Festival auftreten. Dort spielte er u. a. mit Igor Levit, Julia Fischer, Patricia Kopatchinskaja, Benjamin Beilman, Volker Jacobsen, Viviane Hagner und Marc-André Hamelin.
Bereits seit 2010 wird Friedrich Thiele von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert und spielt ein französisches Cello aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds.

Viktor Osokin

Solokontrabassist

Viktor Osokin wurde 1992 in der Ukraine geboren. Im Alter von zwölf  Jahren erhielt er seinen ersten Kontrabassunterricht an der Musikschule in Odessa. Von 2010 bis 2015 studierte er ebenfalls in Odessa an der Hochschule für Musik Antonina Nezhdanova in der Klasse von Professor Vladimir Chekalyuk. Bereits während seiner Studienzeit errang er Preise bei zahlreichen Musikwettbewerben in der Ukraine und Moldova; beim Internationalen Instrumentalwettbewerb in  Markneukirchen 2015 wurde er mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Mit neunzehn Jahren erhielt er eine Festanstellung als Kontrabassist im Opernhaus Odessa. 2016 wurde er in die Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden aufgenommen. Seit 2017 ist er Solokontrabassist des Orchesters.

Marie-Luise Kahle

4. Hornistin

Marie-Luise Kahle wurde 1992 im Erzgebirge geboren und erhielt dort ihren ersten Hornunterricht. Sie besuchte das Sächsische Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber und studiert an  der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, bei Herrn Prof. Robert Langbein, Horn. Ihr Studium absolvierte sie erfolgreich mit einem Master 2018.  Noch während ihres Bachelorstudiums war sie Giuseppe-Sinopoli-Akademistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden und gewann 2014 das Probespiel für das 2./4. Horn in der Staatsoperette Dresden.

Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie 4. Hornistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Marie-Luise Kahle besuchte während ihres Studiums mehrere Meisterkurse, unter anderem bei  Herrn Prof. Christian-Friedrich Dallmann und Herrn Prof. Raimund Zell. Darüber hinaus wirkte Marie-Luise Kahle als Solistin bei verschiedenen Solokonzerten, wie zum Beispiel  mit dem MDR Sinfonieorchester und der Elblandphilharmonie, mit.

Anett Baumann

Ami Yumoto

2. Konzertmeisterin

Ami Yumoto absolvierte ihren Bachelor an der Universität der Künste Tokio bei Prof. Kazuki Sawa, Gerard Poulet und Oleh Krysa. 2011 wechselte sie an die Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin. Dort studierte sie zuerst bei Prof. Saschko Gawriloff. Unter Prof. Mark Gothoni schloss sie ihren Instrumentalsolist Master und Konzertexamen ab.

2011 gewann sie beim Internationalen Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine den 1. Preis. 2015 wurde sie Semifinalistin bei der 54. International Paganini Competition und erhielt bei dem Violinwettbewerb der Ibolyka-Gyarfas-Stiftung den 3. Preis.

Im Rahmen der Carl- Flesch-Akademie in Baden-Baden wurde sie mit dem Preis des Fördervereins der Carl-Flesch-Akademie e.V. und mit dem Brahms Preis ausgezeichnet.

Als Solistin spielte sie u.a. mit dem Tokyo Symphony Orchestra, der Philharmonie Baden-Baden und den Salzburger Solisten.

Seit 2017 ist sie Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden und seit 2021 2. Konzertmeisterin der 1. Violinen.