Rezital des Capell-Virtuosen Antoine Tamestit

Antoine Tamestit Viola
Cédric Tiberghien Klavier

Johann Sebastian Bach

  • Sonate für Viola da gamba und Klavier BWV 1028

Johannes Brahms

  • Sonate für Viola und Klavier f-Moll op. 120 Nr. 1

Gabriel Fauré

  • Berceuse op. 16
  • »Sicilienne« op. 78
  • »Après un rêve« op. 7 Nr. 1

Rebecca Clarke

  • Sonate für Viola und Klavier

Facetten der Viola

Traditionell ergänzt ein Rezital die Konzerte des Capell-Virtuosen der Staatskapelle. An den Anfang seiner Solomatinee stellt Antoine Tamestit Bachs D-Dur-Sonate. Von seiner Sonate op. 120 Nr. 1, von dem Klarinettisten der Meininger Hofkapelle Richard Mühlfeld inspiriert und ihm zugedacht, fertigte Brahms selbst eine Version für Viola, um die Frankfurter Uraufführung 1894 für alle Fälle abzusichern. Nach farbenreichen Miniaturen von Fauré erklingt abschließend die große Violasonate von Rebecca Clarke, die 1919 bei einem Kompositionswettbewerb den zweiten Preis erzielte. Nach Ansicht der gebürtigen Britin war dies der »einzige Hauch von Erfolg, den ich in meinem Leben hatte«.

Verkaufsstart wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

  • 15.05.2022
    11:00 Uhr
    Semperoper

Antoine Tamestit

Bekannt für seine Musikalität und seine reichhaltige Klangfülle, seine ausgewiesene Technik und die vielgerühmte Schönheit seines Bratschentons gilt Antoine Tamestit als einer der wichtigsten Botschafter seines Instruments. Ob als Konzertsolist, Kammermusiker oder Professor für Bratsche – Tamestit ist weltweit gefragt und geschätzt. Mit seiner Stradivari von 1672, eine Leihgabe der Habisreutinger-Stiftung, deren warmer Klang ihn an den »eines italienischen Opernsängers « erinnert, ist er stets auf der Suche nach einem originären Zugang zur Musik. Im Trio Zimmermann spielt er seit 2007 regelmäßig mit seinen Musikerkollegen Christian Poltéra und Frank Peter Zimmermann – letzterer lud ihn 2019 für Mozarts Sinfonia concertante KV 364 zu seinem Sonderkonzert in der Semperoper ein, für Tamestit sein Debüt bei der Staatskapelle.

In der Saison 2021/2022 präsentiert er sich gleich mehrfach in Dresden, wirkt mit Kapellmitgliedern in einem Kammermusikprogramm bei den Osterfestspielen Salzburg 2022 mit und zieht in seinem Virtuosen-Rezital den Bogen von Bach über Fauré bis zu Rebecca Clarke.

Geboren 1979 in Paris, lernte der Sohn eines Geigenlehrers und Komponisten bei Jean Sulem, Jesse Levine und Tabea Zimmermann. Er erhielt mehrere renommierte Preise, darunter den ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb. Einspielungen seines breiten Repertoires erscheinen beim Label Harmonia Mundi. Seine Begeisterung für die Musik der Gegenwart zeigt sich an einer Vielzahl von Werken, die er aus der Taufe hob.

Cédric Tiberghien

Cedric Tiberghien ist ein französischer Pianist mit internationaler Karriere. Insbesondere ist er gelobt worden für seine Vielseitigkeit, die durch sein breit gefächertes Repertoire aufgezeigt wird, ebenso durch seine interessante Programmgestaltung, seine Offenheit neue Konzertformate auszuprobieren und durch seine dynamischen Kammermusik Partnerschaften.

Konzerte der Saison umfassen Konzerte mit den London und Houston Symphony Orchestras sowie Vorführungen der Messiah Turangalîla mit dem Orchestre de Paris. Tiberghien hat eine starke Verbindung zur Wigmore Hall in London. Neben mehreren Kammerkonzerten wird er dort einen kompletten Beethoven Zyklus über die kommenden Saisons aufführen. Andere Solorezitals werden in den Philharmonie Halls in Paris und Berlin stattfinden, außerdem wird er die Violinistin Alina Ibragimova und das Doric Quartet für ein Kammermusikprojekt nach Wien, Hamburg, London, Amsterdam und Paris begleiten. 2019 präsentierte das Théâtre des Bouffes du Nord (Paris) die Premiere von Zauberland, an welchem er zusammen mit der Sopranistin Julia Bollock arbeitete.  Weitere Engagements führten ihn nach New York, Moskau, London und Brüssel.

Vergangene Saison gab Tiberghien sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern, der San Francisco Symphony, dem Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und der NDR Elbphilharmonie Orchestra. Weitere Zusammenarbeit fand mit der Boston Symphony, Cleveland, der Tschechischen Philharmonie, der BBC Scottish Symphony, den Tokyo Philharmonic Orchestras und an den BBC Proms mit Les Siècles statt. Er arbeitete zusammen mit Dirigenten wie Karina Canellakis, Nicholas Collon, Stéphane Denève, Edward Gardner, Enrique Mazzola, Ludovic Morlot, Matthias Pintscher, François-Xavier Roth und Simone Young.

Tiberghien nahm kürzlich Bartoks Solo Werke für Hyperion auf, es folgten viele positive Kritiken. Seine Solo Diskographie schließt Chopin, Liszt, Szymanowksi, Franck’s Symphonische Variationen und Les Djinns (Liège Philharmonic/François-Xavier Roth), Brahms’ Erstes Klavierkonzert (BBC Symphony/Bělohlávek) ein sowie viele Rezitalaufnahmen mit Repertoire von Bach, Beethoven, Brahms und Debussy. Er wurde mit fünf Diapason d’Or ausgezeichnet, für seine Solo und Duo Aufnahmen bei Hyperion.