ABGESAGT: 2. Kammerabend

Federico Kasik Violine
Holger Grohs Viola
Norbert Anger Violoncello
Viktor Osokin Kontrabass
Robert Oberaigner Klarinette
Philipp Zeller Fagott
Zoltán Mácsai Horn

Ludwig van Beethoven

  • Septett für Klarinette, Fagott, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass Es-Dur op. 20

Simone Fontanelli

  • Neue Musik zu Beethovens Septett
  • 04.10.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper

Federico Kasik

Stellv. 1. Konzertmeister

Federico Kasik wurde 1984 in Bad Nauheim geboren und erhielt ab seinem sechsten Lebensjahr Violinunterricht. Seine Ausbildung erhielt er ab 2001 in Lviv (Ukraine) bei Igor Pylatjuk. 2007 schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab und wechselte ein Jahr später in die Meisterklasse von Ivan Ženáty an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber. Hierfür erhielt er ein Meisterklassen-Stipendium des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. 

Seit dem Jahr 2000 konzertierte er als Solist in Deutschland, Polen, Österreich, der Ukraine und der Schweiz und musizierte mit zahlreichen Symphonieorchestern. Federico Kasik ist Preisträger des Internationalen Lyssenko-Wettbewerbs 2002 und des Carl-Flesch-Wettbewerbs 2003. Seit 2011 hat Federico Kasik die Position des stellvertretenden 1. Konzertmeisters der Sächsischen Staatskapelle Dresden inne. 2016 beendete er als Solist zusammen mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden die Konzertsaison mit Werken von Constantin Silvestri und Wolfgang Amadeus Mozart.

Holger Grohs

Holger Grohs wurde 1972 in Erlangen geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren. Erste Erfahrungen im Orchesterspiel erwarb er als Konzertmeister des Bayerischen Landesjugendorchesters. Sein Musikstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Walter Forchert und an der Hochschule für Musik Würzburg bei Herwig Zack. Prägenden Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatte Franco Gulli, bei dem Holger Grohs zwei Jahre an der Indiana University Bloomington in den USA studierte. Weitere Anregungen erhielt er bei zahlreichen Meisterkursen und Festivals wie z.B. als Stipendiat der Carl Flesch Akademie in Baden-Baden bei Saschko Gawriloff, bei der Accademia Musicale Chigiana in Siena und dem Pacific Music Festival in Sapporo.

Seit 2001 ist Holger Grohs Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden, 2013 wurde er stellvertretender Konzertmeister der Zweiten Violinen, im Dezember 2015 wurde er zum Konzertmeister der Zweiten Violinen ernannt. er widmet sich neben seiner Tätigkeit im Orchester auch intensiv der Kammermusik – und wechselt dabei häufig von der Geige zur Bratsche. So konzertierte er November 2015 im Rahmen einer China-Tournee der Sächsischen Staatskapelle als Bratschist mit dem Dresdner Streichquartett und ist auch regelmäßig als Geiger und Bratscher in diversen Formationen in Kammerabenden der Sächsischen Staatskapelle auf der Bühne der Semperoper zu erleben.

Norbert Anger

Konzertmeister

Norbert Anger zählt zu den führenden Cellisten seiner Generation und trat als Solist bereits mit großen Klangkörpern wie dem Orchestre de Paris, dem Staatlichen Symphonieorchester Moskau, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Beethovenorchester Bonn in Erscheinung. 

Er war Gast renommierter Konzerthäuser und Bühnen, darunter die Comédie des Champs-Elysées, der Salle Gaveau, der Salle Pleyel, die Philharmonie Moskau und die Semperoper Dresden. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Vladimir Spivakov, John Storgårds und Andrea Marcon zusammen. 

Norbert Anger ist Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe wie des Tschaikowsky Wettbewerbs in Moskau, des Concours Rostropovich in Paris, des Paulo Wettbewerbs in Helsinki und des Deutschen Musikwettbewerbs. 

Über seine solistische Tätigkeit hinaus widmet er sich intensiv der Kammermusik und musiziert dabei mit Partnern wie Christoph Eschenbach, Hartmut Rohde, Latica Honda-Rosenberg, Wolfgang Emanuel Schmidt und David Geringas. Als Gast internationaler Festivals trat er bislang bei den Osterfestspielen Salzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Festival Mitte Europa auf.

Norbert Anger begann seine Ausbildung an der Dresdner Spezialschule für Musik Carl Maria von Weber als Schüler von Christoph Schulze und machte bereits in frühen Jahren als Sieger internationaler Cellowettbewerbe wie Vibrarte in Paris und Domenico Gabrielli in Berlin auf sich aufmerksam. Er vollendete sein Studium in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt an der Universität der Künste Berlin und erhielt wichtige Impulse von David Geringas, Heinrich Schiff und Sir Colin Davis.

Im Jahr 2012 erschien seine Debüt-CD beim deutschen Label Genuin Classics mit Werken von Beethoven, Brahms, Schumann und Debussy und wurde von der Presse hoch gelobt. 

Seit 2013 bekleidet Norbert Anger die Stelle des Konzertmeisters der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2015 ist er zudem Solocellist des Bayreuther Festspielorchesters.

Als Preisträger des 21. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielte Norbert Anger bis 2015 ein Violoncello von Andrea Guarneri, ex Ludwig Hoelscher, Cremona 1691 und seitdem ein Violoncello von Domenico Montagnana, ex Hekking, Venedig 1721. 

Norbert Anger spielt exklusiv Saiten von Larsen Strings A/S.

Viktor Osokin

Solokontrabassist

Viktor Osokin wurde 1992 in der Ukraine geboren. Im Alter von zwölf  Jahren erhielt er seinen ersten Kontrabassunterricht an der Musikschule in Odessa. Von 2010 bis 2015 studierte er ebenfalls in Odessa an der Hochschule für Musik Antonina Nezhdanova in der Klasse von Professor Vladimir Chekalyuk. Bereits während seiner Studienzeit errang er Preise bei zahlreichen Musikwettbewerben in der Ukraine und Moldova; beim Internationalen Instrumentalwettbewerb in  Markneukirchen 2015 wurde er mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Mit neunzehn Jahren erhielt er eine Festanstellung als Kontrabassist im Opernhaus Odessa. 2016 wurde er in die Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden aufgenommen. Seit 2017 ist er Solokontrabassist des Orchesters.

Robert Oberaigner

Soloklarinettist

Der Klarinettist Robert Oberaigner wurde in Hall in Tirol, Österreich geboren und studierte am Tiroler und an der Wiener Musikhochschule. Sein Studium schloss er bei Sabine Meyer an der Musikhochschule Lübeck ab.

Neben mehrfachen 1. Preisen bei Nachwuchswettbewerben ist er Preisträger der »Musica Juventutis«-Stiftung der Wiener Konzerthausgesellschaft und debütierte schon mit 19 Jahren als Solist im Wiener Konzerthaus. Bereits mit 17 Jahren wirkte er als Substitut bei Konzerten der Wiener Philharmoniker und dem Wiener Staatsopernorchester mit.

Solistische und kammermusikalische Auftritte führten ihn u.a. in den Wiener Musikverein, den Concertgebouw Amsterdam, das Mozarteum Salzburg und die Kölner Philharmonie mit Musikern wie Leonidas Kavakos, Nils Mönkemeyer, Christian Gerhaher u.a. Außerdem trat er bei Festivals wie den BBC Proms, dem Lucerne Festival, den Salzburger Festspielen oder bei »Mostly Mozart« New York auf.

Robert Oberaigner widmet sich intensiv dem Spiel historischer Klarinetten-Instrumente, die er in Ensembles wie »Les Musicien du Louvre«, der »Capella Coloniensis« oder dem Dresdner Festspielorchester selbst spielt und in Meisterkursen weltweit unterrichtet.

Er ist gefragter Gast bei Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Bayerischen Staatsorchester München oder beim »Super World Orchestra« in Japan und wirkt seit vielen Jahren bei Konzerten der Camerata Salzburg mit.

Seit Februar 2014 ist er Solo-Klarinettist der Staatskapelle Dresden.

2016 erschien seine Debüt-CD mit Werken für Klarinette und Klavier des Komponisten Max Reger. Ein anderes Projekt von Robert Oberaigner, welches 2018 auf CD erschienen ist, sind die Sonaten für Klarinette und Klavier von Johannes Brahms.

Philipp Zeller

Solofagottist

Philipp Zeller ist seit 2015 Solofagottist der Sächsischen Staatskapelle Dresden und hat seit 2019 eine Professur an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden inne.

Die musikalische Karriere von Philipp Zeller begann im Jahr 2003, als er den Ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb errang. Das war bis dato in der 25-jährigen Geschichte des Wettbewerbs noch keinem Fagottisten gelungen. Daraufhin veröffentlichte er eine Solo-CD mit Werken für Fagott und Klavier bei Ars Musici und ist seither ständiger Gast bei Kammermusikfestivals im In- und Ausland.

Es folgten weitere Preise bei renommierten Wettbewerben in Bayreuth, Markneukirchen, dem »Prager Frühling« sowie der erste Preis beim Gillet-Fox Wettbewerb der International Double Reed Society.

Als Solist konzertierte er seither unter anderem mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Beethoven Orchester Bonn, den Dresdner Kapellsolisten, der Dresdner Philharmonie und der Cappella Istropolitana.

2012 veröffentlichte er mit seinem Trio Elego eine CD »Cosmopolitan« mit Werken von Daniel Schnyder und Michail Glinka beim Label Genuin. 2015 schrieb der Komponist Daniel Schnyder ein Fagottkonzert für Philipp Zeller, das er zusammen mit der Dresdner Philharmonie uraufführte.

Philipp Zeller studierte bei Albrecht Holder und Dag Jensen. Bereits während seines Studiums wurde er von der Jenaer Philharmonie als Solofagottist engagiert und wechselte im darauffolgenden Jahr zu den Bochumer Symphonikern. Danach war er in gleicher Position beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Gürzenich-Orchester Köln und der Dresdner Philharmonie, wo er bis zu seinem Wechsel zur Sächsischen Staatskapelle Dresden im Jahr 2015 spielte.

Von 2012 bis 2018 unterrichtete Philipp Zeller sehr erfolgreich als Lehrbeauftragter für Fagott an der Hochschule für Musik Würzburg, woraufhin er 2019 als Professor an die Hochschule für Musik berufen wurde.

Zoltán Mácsai

Solohornist

Der Hornist Zoltan Macsai wurde 1985 in Berettyoujfalu/Ungarn  geboren. Er studierte zunächst in Budapest bei Palma Szilagyi und später in Berlin bei Marie-Luise Neunecker. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe (Prager Frühling, Aeulos Wettbewerb in Düsseldorf, Instrumentalwettbewerb Markneukirchen) und als Solist regelmässiger Gast bei internationalen Festivals, wie den Salzburger Festspielen, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und bei der Salzburger Mozartwoche. Als Solist musizierte er bereits mit der Staatskapelle Dresden, NDR Radiophilharmonie

Hannover, Düsseldorfer Symphoniker und Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung u.a von Ivor Bolton, und Michael Gielen. Er gastiert als Solohornist bei zahlreichen Orchestern, wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Gewandhausorchester zu Leipzig, Münchner Philharmoniker oder Deutsches Sinfonieorchester Berlin. Von 2008 bis 2016 war er Solohornist beim Mozarteumorchester Salzburg, seit 2016 hat er die gleiche Position bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden inne.