4. Kammerabend

kapelle 21

»Ohne Frack, ohne Klavier, ohne Visiten-Karten, ohne Wagen und Pferde, aber auf Eseln, mit Feldblumen, mit Notenpapier und Zeichenbuch, mit Cécile und den Kindern, doppelt wohl«, notiert Felix Mendelssohn Bartholdy in den Ferien des Jahres 1845 in Bad Soden am Taunus, der Heimat seiner Frau Cécile. Dort entstand sein zweites (und letztes) Klaviertrio op. 66. Beide Werke nehmen eine zentrale Stellung im Kammermusikschaffen Mendelssohns ein, wenngleich das letztere der beiden als kompositorisch anspruchsvoller gilt. Besonders der Part des Klaviers macht begreiflich, warum Mendelssohn gegenüber seiner Schwester Fanny davon spricht, das Trio sei für den Pianisten »ein bißchen eklig zu spielen«.

  • 18.11.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft