ABGESAGT: 4. Kammerabend

Anselm Telle Violine
Simon Kalbhenn Violoncello
Frank van Nooy Posaune
Blechbläser der Sächsischen Staatskapelle Dresden
Masumi Sakagami Klavier

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • Klaviertrio Nr. 2 c-Moll op. 66

Heinrich Ignaz Franz Biber

  • Intrada (bearbeitet für 6 Trompeten in zwei Chören, Pauken und Posaunen)

Rainer Lischka

  • »Brilliant Brass« für Blechbläser und Schlagwerk

David Coleman

  • »Kaleidoscope«

kapelle 21

»Ohne Frack, ohne Klavier, ohne Visiten-Karten, ohne Wagen und Pferde, aber auf Eseln, mit Feldblumen, mit Notenpapier und Zeichenbuch, mit Cécile und den Kindern, doppelt wohl«, notiert Felix Mendelssohn Bartholdy in den Ferien des Jahres 1845 in Bad Soden am Taunus, der Heimat seiner Frau Cécile. Dort entstand sein zweites (und letztes) Klaviertrio op. 66. Beide Werke nehmen eine zentrale Stellung im Kammermusikschaffen Mendelssohns ein, wenngleich das letztere der beiden als kompositorisch anspruchsvoller gilt. Besonders der Part des Klaviers macht begreiflich, warum Mendelssohn gegenüber seiner Schwester Fanny davon spricht, das Trio sei für den Pianisten »ein bißchen eklig zu spielen«.

  • 18.11.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper

Simon Kalbhenn

Solocellist

Simon Kalbhenn wurde 1969 geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sieben Jahren. Zu seinen Lehrern zählten Alexander Molzahn, Maria Kliegel und Martin Ostertag.

Nach seinem Examen im Jahr 1995 setzte er bei Martin Ostertag seine Ausbildung mit einem künstlerischen Aufbaustudium fort. Seit 1996 ist er an der Semperoper Solocellist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Als Mitbegründer des Robert-Sterl-Trios Dresden widmet er sich in verschiedenen Besetzungen intensiv der Kammermusik.

Auch als Solist ist Simon Kalbhenn immer wieder zu hören; u.a. mit den Konzerten von Joseph Haydn, Antonín Dvořák, Camille Saint-Saëns, Edward Elgar und dem Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms. Im Aufführungsabend der Sächsischen Staatskapelle Dresden trat er mit dem Cellokonzert C-Dur von Joseph Haydn in der Semperoper auf.

Neben seiner Orchestertätigkeit und kammermusikalischen Aktivitäten hat Simon Kalbhenn seit 2003 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

Frank van Nooy

Solo-Bassposaunist

Frank van Nooy, 1960 in Quedlinburg geboren, kam über den »Umweg« eines sinfonischen Blasorchesters an die Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und studierte dort bei Harald Winkler.

Von 1986 bis zu dessen Auflösung im Juli 1992 war er 2./3. Posaunist im Großen Rundfunkorchester Berlin, von 1992 bis 1995 zweiter Posaunist bei den Berliner Symphonikern. Seine musikalische Zukunft in Dresden begann er 1995 als Solo-Bassposaunist der Dresdner Philharmonie. Seit 2002 ist er Solo-Bassposaunist der Staatskapelle Dresden und somit Nachfolger des legendären Hans Hombsch.

Neben seiner Orchestertätigkeit ist Frank van Nooy auch ein engagierter Kammermusiker. Er ist Gründungsmitglied des Berliner Posaunenquartetts »Four in Hand«, mit dem er 1991 den 1. Preis beim Internationalen Blechbläser-Kammermusikwettbewerb in Passau errang. 1995 gründete er mit seinen Kollegen das »Courtois-Posaunen-Quartett« in Dresden. Zudem widmet er sich als Mitglied der »Capella Sagittariana« intensiv der Musik mit historischer Aufführungspraxis.

Darüber hinaus ist Frank van Nooy bekannt als Arrangeur für Blechbläserbesetzungen aller Art, vor allem aber für die o.g. Posaunenquartette - und nicht zuletzt für SemperBrass Dresden, dem er seit 2003 angehört. 2005 erhielt er einen Lehrauftrag für Bassposaune und Kammermusik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.