5. Kammerabend

Hindemith:
Helmut Branny Dirigent (Streichorchester)
Stephan Pätzold Viola
Mendelssohn:
Wieland Heinze Violine
Robert Lis Violine
Markus Gundermann Violine
Kay Mitzscherling Violine
Florian Richter Viola
Holger Grohs Viola
Norbert Anger Violoncello
Jakob Andert Violoncello
Alfredo Miglionico Klavier

Paul Hindemith

  • Trauermusik für Viola und Streichorchester

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49
  • Oktett Es-Dur op. 20 MWV R 20
  • 07.01.2021
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    10.00 €

Helmut Branny

Facettenreichtum prägt die künstlerische Arbeit des Dirigenten und Kontrabassisten Helmut Branny – Mitglied der Sächsischen Staatskapelle, Musikalischer Leiter der Dresdner Kapellsolisten und der Cappella Musica Dresden, zudem Forscher und Entdecker. Seit langem beschäftigt er sich mit Fragen des werkgetreuen Umgangs und der Aufführungspraxis Alter Musik, um die sprachlichen und gestischen Elemente des barocken, klassischen und romantischen Musikerbes zu einer lebendigen Klangrede zu führen. Mit den 1994 entstandenen Dresdner Kapellsolisten bringt Helmut Branny als Primus inter pares diese musikalischen Intentionen bei Konzerten im In- und Ausland zu Gehör.

Helmut Branny ist ein begehrter Kammermusikpartner der Akademie für Alte Musik Berlin, des Freiburger Barockorchesters, der Mitteldeutschen Barocksolisten Leipzig und Les Amis de Philippe Bremen. Zahlreiche Projekte verbinden ihn unter anderem mit dem Cellisten und Festivalintendanten Jan Vogler und dem Dirigenten Peter Schreier.

Trotz seiner vielfältigen Verpflichtungen im In- und Ausland ist der bei Dresden geborene Künstler besonders intensiv mit seiner Heimat- und Studienstadt verknüpft. Neben seiner Mitgliedschaft in der Sächsischen Staatskapelle hat Helmut Branny an der Musikhochschule Carl Maria von Weber seit 1995 einen Lehrauftrag, seit 2003 eine Professur für Kammermusik inne. Außerdem ist er regelmäßig bei Konzerten in der Frauenkirche sowie ein den Dresdner Musikfestspielen und dem Moritzburg Festival zu erleben. Mit dem Dresdner Kreuzchor pflegen Helmut Branny und die Dresdner Kapellsolisten eine langjährige künstlerische Beziehung.

Stephan Pätzold

Stellv. Solobratscher

Stephan Pätzold wurde 1962 in Dresden geboren und wuchs im osterzgebirgischen Dorf Reichstädt auf. Seine ersten musikalischen Eindrücke erhielt er im elterlichen Kantorenhaushalt. Neben dem Singen rückte für ihn ab dem siebenten Lebensjahr die Violine in den Vordergrund, was  nach der Ausbildung an der Musikschule Dippoldiswalde im Jahr 1978 zu einem Bratschenstudium an der Musikhochschule Dresden bei seinem späteren Kollegen Winfried Berger führte. Vor dem Engagement bei der Staatskapelle Dresden im Jahre 1989 brachten Substitutendienste in der Oper und fünf Jahre Festanstellung bei der Dresdner Philharmonie erste Erfahrungen in einem Berufsorchester.

Im Laufe der Jahre stellte sich bei Stephan Pätzold außerhalb des Dienstes zunehmend eine Vorliebe für Musik des 18. Jahrhunderts ein, der er im Dresdner Barockorchester und später auch bei den Dresdner Kapellsolisten nachgehen konnte.

Solistische und kammermusikalische Auftritte in unterschiedlichen Besetzungen und seit 1999 eine Lehrtätigkeit an der Dresdner Musikhochschule vervollständigen seine musikalischen Aktivitäten. Im gleichen Jahr erhielt er auch nach erneutem Probespiel seine jetzige Stelle als stellvertretender Solobratscher.

Robert Lis

2. Konzertmeister

Kay Mitzscherling

Stellv. Konzertmeister

Der im Jahr 1975 in Dresden geborene Kay Mitzscherling erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von acht Jahren an der Musikschule Paul Büttner in Dresden. Danach besuchte er die Sächsische Spezialschule für Musik am Dresdner Carl Maria von Weber-Gymnasium und wurde bei Klaus Hoene und Heinz Rudolph unterrichtet.

Sein Violinstudium absolvierte er von 1995 bis 2001 an der gleichnamigen Hochschule bei Reinhard Ulbricht.

Von 1999 bis 2001 spielte Kay Mitzscherling erstmals als Substitut in der Staatskapelle Dresden. Seit 2002 ist er deren festes Mitglied in der Gruppe der 2. Violinen.

Florian Richter

Solobratscher

Florian Richter erhielt seinen ersten Unterricht im Fach Violine an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig bei Prof. Klaus Hertel. Im Jahr 2000 wechselte er zur Viola, 2001 an das Musikgymnasium »Schloss Belvedere« Weimar in die Klasse von Prof. Erich Krüger.

Von 2004 bis 2014 studierte der mehrfache Bundespreisträger bei »Jugend musiziert« an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Ditte Leser/Prof. Erich Krüger und schloss seine Ausbildung mit dem Konzertexamen ab. Wichtige musikalische Impulse erhielt er darüber hinaus bei Meisterkursen unter anderem bei Prof. Alfred Lipka, Prof. Dietmar Hallmann, Prof. Hartmut Rohde, Prof. Martin Spangenberg und Prof. Norbert Brainin.

Florian Richter war Stipendiat der Hans und Eugenia Jütting Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Carl Flesch Akademie. Als Solist spielte er unter anderem unter der Leitung von Johannes Klumpp, Helmuth Rilling, Stefan Solyom, Michael Sanderling und Marek Janowski. Von 2010 bis 2012 war Florian Richter Solobratscher der Staatskapelle Weimar, von 2012 bis 2017 in gleicher Position beim Staatsorchester Stuttgart tätig. Bis 2017 engagierte er sich zudem am Musikgymnasium »Schloss Belvedere« in Weimar für den Nachwuchs im Fach Viola.

Seit Oktober 2017 ist Florian Richter Professor für Viola an der Hochschule für Musik in Nürnberg und seit August 2017 Solobratscher der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Holger Grohs

Holger Grohs wurde 1972 in Erlangen geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren. Erste Erfahrungen im Orchesterspiel erwarb er als Konzertmeister des Bayerischen Landesjugendorchesters. Sein Musikstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Walter Forchert und an der Hochschule für Musik Würzburg bei Herwig Zack. Prägenden Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatte Franco Gulli, bei dem Holger Grohs zwei Jahre an der Indiana University Bloomington in den USA studierte. Weitere Anregungen erhielt er bei zahlreichen Meisterkursen und Festivals wie z.B. als Stipendiat der Carl Flesch Akademie in Baden-Baden bei Saschko Gawriloff, bei der Accademia Musicale Chigiana in Siena und dem Pacific Music Festival in Sapporo.

Seit 2001 ist Holger Grohs Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden, 2013 wurde er stellvertretender Konzertmeister der Zweiten Violinen, im Dezember 2015 wurde er zum Konzertmeister der Zweiten Violinen ernannt. er widmet sich neben seiner Tätigkeit im Orchester auch intensiv der Kammermusik – und wechselt dabei häufig von der Geige zur Bratsche. So konzertierte er November 2015 im Rahmen einer China-Tournee der Sächsischen Staatskapelle als Bratschist mit dem Dresdner Streichquartett und ist auch regelmäßig als Geiger und Bratscher in diversen Formationen in Kammerabenden der Sächsischen Staatskapelle auf der Bühne der Semperoper zu erleben.

Norbert Anger

Konzertmeister

Norbert Anger zählt zu den führenden Cellisten seiner Generation und trat als Solist bereits mit großen Klangkörpern wie dem Orchestre de Paris, dem Staatlichen Symphonieorchester Moskau, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Beethovenorchester Bonn in Erscheinung. 

Er war Gast renommierter Konzerthäuser und Bühnen, darunter die Comédie des Champs-Elysées, der Salle Gaveau, der Salle Pleyel, die Philharmonie Moskau und die Semperoper Dresden. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Vladimir Spivakov, John Storgårds und Andrea Marcon zusammen. 

Norbert Anger ist Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe wie des Tschaikowsky Wettbewerbs in Moskau, des Concours Rostropovich in Paris, des Paulo Wettbewerbs in Helsinki und des Deutschen Musikwettbewerbs. 

Über seine solistische Tätigkeit hinaus widmet er sich intensiv der Kammermusik und musiziert dabei mit Partnern wie Christoph Eschenbach, Hartmut Rohde, Latica Honda-Rosenberg, Wolfgang Emanuel Schmidt und David Geringas. Als Gast internationaler Festivals trat er bislang bei den Osterfestspielen Salzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Festival Mitte Europa auf.

Norbert Anger begann seine Ausbildung an der Dresdner Spezialschule für Musik Carl Maria von Weber als Schüler von Christoph Schulze und machte bereits in frühen Jahren als Sieger internationaler Cellowettbewerbe wie Vibrarte in Paris und Domenico Gabrielli in Berlin auf sich aufmerksam. Er vollendete sein Studium in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt an der Universität der Künste Berlin und erhielt wichtige Impulse von David Geringas, Heinrich Schiff und Sir Colin Davis.

Im Jahr 2012 erschien seine Debüt-CD beim deutschen Label Genuin Classics mit Werken von Beethoven, Brahms, Schumann und Debussy und wurde von der Presse hoch gelobt. 

Seit 2013 bekleidet Norbert Anger die Stelle des Konzertmeisters der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2015 ist er zudem Solocellist des Bayreuther Festspielorchesters.

Als Preisträger des 21. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielte Norbert Anger bis 2015 ein Violoncello von Andrea Guarneri, ex Ludwig Hoelscher, Cremona 1691 und seitdem ein Violoncello von Domenico Montagnana, ex Hekking, Venedig 1721. 

Norbert Anger spielt exklusiv Saiten von Larsen Strings A/S.