8. Kammerabend

Robert Oberaigner Klarinette
Nicolas Naudot Posaune
Jonathan Nuß Posaune
Kathrin Enzmann Orgel/Cembalo
Fritz Busch Quartett
Federico Kasik Violine
Tibor Gyenge Violine
Florian Richter Viola
Titus Maack Violoncello

Thomas Lupo

  • Fantasia

Henry Purcell

  • Sonata in drei Teilen Nr. 1

Arcangelo Corelli

  • Triosonate D-Dur op. 3/2

Georg Daniel Speer

  • Zwei Sonaten für drei Posaunen und Orgel

Johannes Brahms

  • Klarinettenquintett h-Moll op. 115

voraussichtliche Konzertdauer: ca. 65 Minuten

  • 01.07.2021
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Robert Oberaigner

Soloklarinettist

Der Klarinettist Robert Oberaigner wurde in Hall in Tirol, Österreich geboren und studierte am Tiroler und an der Wiener Musikhochschule. Sein Studium schloss er bei Sabine Meyer an der Musikhochschule Lübeck ab.

Neben mehrfachen 1. Preisen bei Nachwuchswettbewerben ist er Preisträger der »Musica Juventutis«-Stiftung der Wiener Konzerthausgesellschaft und debütierte schon mit 19 Jahren als Solist im Wiener Konzerthaus. Bereits mit 17 Jahren wirkte er als Substitut bei Konzerten der Wiener Philharmoniker und dem Wiener Staatsopernorchester mit.

Solistische und kammermusikalische Auftritte führten ihn u.a. in den Wiener Musikverein, den Concertgebouw Amsterdam, das Mozarteum Salzburg und die Kölner Philharmonie mit Musikern wie Leonidas Kavakos, Nils Mönkemeyer, Christian Gerhaher u.a. Außerdem trat er bei Festivals wie den BBC Proms, dem Lucerne Festival, den Salzburger Festspielen oder bei »Mostly Mozart« New York auf.

Robert Oberaigner widmet sich intensiv dem Spiel historischer Klarinetten-Instrumente, die er in Ensembles wie »Les Musicien du Louvre«, der »Capella Coloniensis« oder dem Dresdner Festspielorchester selbst spielt und in Meisterkursen weltweit unterrichtet.

Er ist gefragter Gast bei Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Bayerischen Staatsorchester München oder beim »Super World Orchestra« in Japan und wirkt seit vielen Jahren bei Konzerten der Camerata Salzburg mit.

Seit Februar 2014 ist er Solo-Klarinettist der Staatskapelle Dresden.

2016 erschien seine Debüt-CD mit Werken für Klarinette und Klavier des Komponisten Max Reger. Ein anderes Projekt von Robert Oberaigner, welches 2018 auf CD erschienen ist, sind die Sonaten für Klarinette und Klavier von Johannes Brahms.

Nicolas Naudot

Soloposaunist

Nicolas Naudot, 1981 in Harfleur in Frankreich geboren, erhielt seinen ersten Posaunenunterricht in seinem Heimatland. Er studierte von 1996 bis 2003 zunächst am Konservatorium Rouen, dann an der Musikhochschule Paris, jeweils bei Jacques Mauger. Es folgten Studien am Konservatorium Issy les Moulineaux bei Patrick Hanss und am Konservatorium des 15. Bezirks von Paris bei David Macquet. Schließlich wechselte er an die Musikhochschule Freiburg im Breisgau, wo er von 2003 bis 2008 bei Branimir Slokar studierte.

Nicolas Naudot ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe: 1997 erhielt er den 2. Preis beim Nationalen Posaunen-Wettbewerb in Frankreich, 2001 den 1. Preis beim Leopold Bellan-Wettbewerb, 2002 den 1. Preis des Carl-Seemann-Wettbewerbs sowie 2006 den 2. Preis beim Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb in Berlin.


Sein erstes Orchesterengagement führte Nicolas Naudot 2002 in das Orchestre national d’Ile de France ONIF. Darüber hinaus ist er während seines Musikstudiums Aushilfe vieler Orchester gewesen, u.a. im Philharmonischen Orchester der Stadt Freiburg im Breisgau, im SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie an der Staatsoper Hamburg. In der Saison 2006/2007 konzertierte er als Solo-Posaunist an der Oper Frankfurt, 2008/20009 als Gast beim Seoul Philharmonic Orchestra. Seit 2008 ist Nicolas Naudot Soloposaunist der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Daneben ist er seit 2005 Mitglied des Stuttgarter Kammerorchesters sowie seit 2008 Festmitglied des Ludwig Güttler Blechbläserensembles und der Virtuosi Saxionae. Darüber hinaus betreut er im Jahr 2010 eine Dozentur beim Pacific Music Festival Sapporo in Japan.

Jonathan Nuß

Soloposaunist

Jonathan Nuß (*1992) bekam mit zwölf Jahren seinen ersten Posaunenunterricht. Mit 15 Jahren absolvierte er sein erstes Jungstudium in Detmold bei Prof. David Bruchez, später wechselte er als Jungstudent an die Hochschule für Musik und Tanz Köln, wo er bei Prof. Ulrich Flad und Carsten Luz sein Bachelor Studium erfolgreich abschloss. Sein Master-Studium wurde 2016 bei Prof. Ian Bousfield an der HKB Bern fortgesetzt. Jonathan ist mehrfacher Stipendiat und 1. Bundespreisträger beim Wettbewerb Jugend

Musiziert.  2015 war er Finalist der Jeju International Brass Competition und Gewinner des Wettbewerbs der Hochschule für Musik und Tanz Köln.  Nach Akademieverträgen im Münchner Rundfunkorchester bzw. der Staatskapelle Dresden und Zeitverträgen als Soloposaunist im Sinfonieorchester Aachen und im WDR Funkhausorchester, ist Jonathan seit Februar 2018 Soloposaunist der Staatskapelle Dresden.

Federico Kasik

Stellv. 1. Konzertmeister

Federico Kasik wurde 1984 in Bad Nauheim geboren und erhielt ab seinem sechsten Lebensjahr Violinunterricht. Seine Ausbildung erhielt er ab 2001 in Lviv (Ukraine) bei Igor Pylatjuk. 2007 schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab und wechselte ein Jahr später in die Meisterklasse von Ivan Ženáty an der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber. Hierfür erhielt er ein Meisterklassen-Stipendium des Sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. 

Seit dem Jahr 2000 konzertierte er als Solist in Deutschland, Polen, Österreich, der Ukraine und der Schweiz und musizierte mit zahlreichen Symphonieorchestern. Federico Kasik ist Preisträger des Internationalen Lyssenko-Wettbewerbs 2002 und des Carl-Flesch-Wettbewerbs 2003. Seit 2011 hat Federico Kasik die Position des stellvertretenden 1. Konzertmeisters der Sächsischen Staatskapelle Dresden inne. 2016 beendete er als Solist zusammen mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden die Konzertsaison mit Werken von Constantin Silvestri und Wolfgang Amadeus Mozart.

Tibor Gyenge

Stellv. 1. Konzertmeister

Tibor Gyenge wurde 1989 in Sibiu (Hermannstadt) Rumänien in eine ungarisch-rumänische Musikerfamilie geboren und erhielt den ersten Violinunterricht von seinem Vater.  

Anschließend besuchte Tibor Gyenge die Béla Bartók Musikschule und das Musikgymnasium in Szombathely, bevor er zur Kunstuniversität Graz wechselte, um bei Prof. Silvia Marcovici zu studieren.  2012 schloss er das Bachelorstudium an der Kunstuniversität Graz mit Auszeichnung ab. 2014 bis 2016 absolvierte Tibor Gyenge bei Prof. Daniel Gaede an der Hochschule für Musik Nürnberg sein Masterstudium. Während diesen Jahren hatte er auch dort einen Lehrauftrag inne.

Zahlreiche Meisterkurse bei Musikern wie Zakhar Bron, Leonidas Kavakos, Daniel Stabrawa, György Pauk, Itzhak Rashkovsky, Krzysztof Wegrzyn, Ulf Hoelscher und Kristóf Baráti bereicherten seine Studienzeit.

 

Ebenso waren kammermusikalische Impulse von Bedeutung, unter anderem der Kontakt mit Mitgliedern der Fauré, Manderling, Lindsay und Carmina Quartette, wie auch die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Rudolf Leopold, István Várdai, Claudio Martinez-Mehner, Christian Euler, Ivan Monighetti und Soloinstrumentalisten der Wiener und Berliner Philharmoniker.

Als Solist trat Tibor Gyenge bereits mit dem Ungarischen Kammerorchester, der Camerata Pro Musica, der Bad Reichenhaller Philharmonie, dem Savaria Symphony Orchestra und der Staatlichen Philharmonie Satu-Mare „Dinu Lipatti“ auf.

Nach einem Jahresvertrag beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks war er als 1. koord. Konzertmeister an der Staatsphilharmonie in Nürnberg engagiert.

Seit 2016 ist Tibor Gyenge Stellvertretender 1. Konzertmeister der 1. Violinen der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Florian Richter

Solobratscher

Florian Richter erhielt seinen ersten Unterricht im Fach Violine an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig bei Prof. Klaus Hertel. Im Jahr 2000 wechselte er zur Viola, 2001 an das Musikgymnasium »Schloss Belvedere« Weimar in die Klasse von Prof. Erich Krüger.

Von 2004 bis 2014 studierte der mehrfache Bundespreisträger bei »Jugend musiziert« an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Ditte Leser/Prof. Erich Krüger und schloss seine Ausbildung mit dem Konzertexamen ab. Wichtige musikalische Impulse erhielt er darüber hinaus bei Meisterkursen unter anderem bei Prof. Alfred Lipka, Prof. Dietmar Hallmann, Prof. Hartmut Rohde, Prof. Martin Spangenberg und Prof. Norbert Brainin.

Florian Richter war Stipendiat der Hans und Eugenia Jütting Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Carl Flesch Akademie. Als Solist spielte er unter anderem unter der Leitung von Johannes Klumpp, Helmuth Rilling, Stefan Solyom, Michael Sanderling und Marek Janowski. Von 2010 bis 2012 war Florian Richter Solobratscher der Staatskapelle Weimar, von 2012 bis 2017 in gleicher Position beim Staatsorchester Stuttgart tätig. Bis 2017 engagierte er sich zudem am Musikgymnasium »Schloss Belvedere« in Weimar für den Nachwuchs im Fach Viola.

Seit Oktober 2017 ist Florian Richter Professor für Viola an der Hochschule für Musik in Nürnberg und seit August 2017 Solobratscher der Sächsischen Staatskapelle Dresden.