»Variation«: 4. Kammerabend

Anselm Telle Violine
Simon Kalbhenn Violoncello
Sabine Kittel Flöte
Fabian Dirr Klarinette
Volker Hanemann Oboe
Klaus Gayer Horn
Philipp Zeller Fagott
Masumi Sakagami Klavier
Paul Rivinius Klavier

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • Klaviertrio Nr. 2 c-Moll op. 66

Francis Poulenc

  • Sonate für Flöte und Klavier

Guillaume Connesson

  • »Techno Parade« für Flöte, Klarinette und Klavier

Francis Poulenc

  • Sextett für Bläserquintett und Klavier

»Ohne Frack, ohne Klavier, ohne Visiten-Karten, ohne Wagen und Pferde, aber auf Eseln, mit Feldblumen, mit Notenpapier und Zeichenbuch, mit Cécile und den Kindern, doppelt wohl«, notiert Felix Mendelssohn Bartholdy in den Ferien des Jahres 1845 in Bad Soden am Taunus, der Heimat seiner Frau Cécile. Dort entstand sein zweites (und letztes) Klaviertrio op. 66. Beide Werke nehmen eine zentrale Stellung im Kammermusikschaffen Mendelssohns ein, wenngleich das letztere der beiden als kompositorisch anspruchsvoller gilt. Besonders der Part des Klaviers macht begreiflich, warum Mendelssohn gegenüber seiner Schwester Fanny davon spricht, das Trio sei für den Pianisten »ein bißchen eklig zu spielen«.

  • 18.11.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    10.00 €

Simon Kalbhenn

Solocellist

Simon Kalbhenn wurde 1969 geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sieben Jahren. Zu seinen Lehrern zählten Alexander Molzahn, Maria Kliegel und Martin Ostertag.

Nach seinem Examen im Jahr 1995 setzte er bei Martin Ostertag seine Ausbildung mit einem künstlerischen Aufbaustudium fort. Seit 1996 ist er an der Semperoper Solocellist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Als Mitbegründer des Robert-Sterl-Trios Dresden widmet er sich in verschiedenen Besetzungen intensiv der Kammermusik.

Auch als Solist ist Simon Kalbhenn immer wieder zu hören; u.a. mit den Konzerten von Joseph Haydn, Antonín Dvořák, Camille Saint-Saëns, Edward Elgar und dem Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms. Im Aufführungsabend der Sächsischen Staatskapelle Dresden trat er mit dem Cellokonzert C-Dur von Joseph Haydn in der Semperoper auf.

Neben seiner Orchestertätigkeit und kammermusikalischen Aktivitäten hat Simon Kalbhenn seit 2003 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

Sabine Kittel

Soloflötistin

Im Alter von zehn Jahren erhielt Sabine Kittel ihren ersten Querflötenunterricht an der Musikschule in Erfurt. Von 1985 bis 1991 studierte sie an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Johannes Walter, von 1991 bis 1994 absolvierte sie ein Meisterklassenstudium bei Paul Meisen an der Hochschule für Musik in München. Darüber hinaus ergänzte sie ihre Ausbildung durch Meisterkurse bei Aurèle Nicolet.

Sabine Kittel ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. 1991 gewann sie den 1. Preis beim Carl Maria von Weber-Wettbewerb in München, 1994 den 2. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Budapest und 1995 ebenfalls einen 2. Preis beim Internationalen ARD-Wettbewerb in München sowie den Brüder-Busch-Preis.

Bevor Sabine Kittel zur Staatskapelle Dresden kam, war sie in der Zeit von 1992 bis 2000 Soloflötistin der Dresdner Philharmonie. Seit August 2000 musiziert sie in gleicher Position bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden. 2008 gründete sie das Ensemble Bento, darüber hinaus konzertiert sie als Solistin und Kammermusikerin in verschiedenen Besetzungen in mehreren europäischen Ländern und in Japan.

Volker Hanemann

Solo-Englischhornist

Volker Hanemann wurde 1966 in Köln geboren und studierte Oboe und Englischhorn bei Winfried Liebermann an den Musikhochschulen von Lübeck und Heidelberg-Mannheim. Von 1987 bis zum Sommer 2000 war er als Englischhornist am Nationaltheater Mannheim engagiert und wirkte als Lehrbeauftragter an der dortigen Musikhochschule.

1993 wurde er in das Orchester der Bayreuther Festspiele berufen. Seit August 2000 ist Volker Hanemann Solo-Englischhornist der Sächsischen Staatskapelle Dresden und trat in Solokonzerten unter Dirigenten wie Fabio Luisi und Sir Colin Davis auf. Kammermusikalisch ist er im Kapellquintett aktiv.

Philipp Zeller

Solofagottist

Philipp Zeller ist seit 2015 Solofagottist der Sächsischen Staatskapelle Dresden und hat seit 2019 eine Professur an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden inne.

Die musikalische Karriere von Philipp Zeller begann im Jahr 2003, als er den Ersten Preis beim Deutschen Musikwettbewerb errang. Das war bis dato in der 25-jährigen Geschichte des Wettbewerbs noch keinem Fagottisten gelungen. Daraufhin veröffentlichte er eine Solo-CD mit Werken für Fagott und Klavier bei Ars Musici und ist seither ständiger Gast bei Kammermusikfestivals im In- und Ausland.

Es folgten weitere Preise bei renommierten Wettbewerben in Bayreuth, Markneukirchen, dem »Prager Frühling« sowie der erste Preis beim Gillet-Fox Wettbewerb der International Double Reed Society.

Als Solist konzertierte er seither unter anderem mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Beethoven Orchester Bonn, den Dresdner Kapellsolisten, der Dresdner Philharmonie und der Cappella Istropolitana.

2012 veröffentlichte er mit seinem Trio Elego eine CD »Cosmopolitan« mit Werken von Daniel Schnyder und Michail Glinka beim Label Genuin. 2015 schrieb der Komponist Daniel Schnyder ein Fagottkonzert für Philipp Zeller, das er zusammen mit der Dresdner Philharmonie uraufführte.

Philipp Zeller studierte bei Albrecht Holder und Dag Jensen. Bereits während seines Studiums wurde er von der Jenaer Philharmonie als Solofagottist engagiert und wechselte im darauffolgenden Jahr zu den Bochumer Symphonikern. Danach war er in gleicher Position beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Gürzenich-Orchester Köln und der Dresdner Philharmonie, wo er bis zu seinem Wechsel zur Sächsischen Staatskapelle Dresden im Jahr 2015 spielte.

Von 2012 bis 2018 unterrichtete Philipp Zeller sehr erfolgreich als Lehrbeauftragter für Fagott an der Hochschule für Musik Würzburg, woraufhin er 2019 als Professor an die Hochschule für Musik berufen wurde.

Paul Rivinius

Der Pianist Paul Rivinius, Jahrgang 1970, erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren. Seine Lehrer waren zunächst Gustaf Grosch in München, später dann Alexander Sellier, Walter Blankenheim und Nerine Barrett an der Musikhochschule in Saarbrücken. Nach dem Abitur studierte er zusätzlich Horn bei Marie-Luise Neunecker an der Frankfurter Musikhochschule und setzte seine Klavierausbildung bei Raymund Havenith fort. 1994 wurde er in die Meisterklasse von Gerhard Oppitz an der Musikhochschule München aufgenommen, die er 1998 mit Auszeichnung abschloss. Als Kammermusiker profilierte er sich mit dem 1986 gegründeten Clemente Trio, das nach mehreren Auszeichnungen 1998 den renommierten ARD-Musikwettbewerb in München gewann und anschließend als »Rising Star«-Ensemble u.a. in der New Yorker Carnegie Hall in New York und der Wigmore Hall in London auftrat.

Außerdem musiziert Paul Rivinius gemeinsam mit seinen Brüdern Benjamin, Gustav und Siegfried im Rivinius Klavier-Quartett. Zusammen mit Musikern des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin bildet er das Akanthus Ensemble, und seit 2004 gehört er dem Mozart Piano Quartet an.

Zahlreiche Rundfunk- und CD- Produktionen dokumentieren seine künstlerische Arbeit. Unter anderem mit den Cellisten Julian Steckel und Johannes Moser.

Paul Rivinius lehrte viele Jahre als Professor für Kammermusik an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin und lebt heute in München.