1. Kammerabend

Bernhard Kury Flöte
Tibor Gyenge Violine
Robert Lis Violine
Anya Dambeck Viola
Marie-Annick Caron Viola
Simon Kalbhenn Violoncello
Andreas Ehelebe Kontrabass
Dariya Hrynkiv Klavier
Andreas Hecker Hammerklavier

Carl Philipp Emanuel Bach

  • Quartett a-Moll für Flöte, Viola, Violoncello und Klavier Wq 93
  • Quartett D-Dur für Flöte, Viola, Violoncello und Klavier Wq 94

Krzysztof Penderecki

  • Duo concertante für Violine und Kontrabass

Gioachino Rossini

  • Sonata a quattro Nr. 3 C-Dur für zwei Violinen, Violoncello und Kontrabass

Antonín Dvořák

  • Klavierquintett A-Dur op. 81

  • 30.09.2021
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Bernhard Kury

Stellv. Soloflötist

Bernhard Kury wurde 1966 in Trieben, Österreich, geboren. Er studierte bei Gottfried Hechtl an der Musikhochschule Graz sowie Physik an der TU, absolvierte 1992 ein weiteres Studienjahr bei Wolfgang Schulz in Wien und begann 1997 ein Zusatzstudium (Konzertexamen) an der UdK Berlin bei Roswitha Staege, das er mit Auszeichnung abschloss.

Er war Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters und ist nun nach Engagements beim RSB Berlin (1993/94) und der Dresdner Philharmonie (1995-1998) stellvertretender Soloflötist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Seit 2001 hat er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Dresden und war zusätzlich ab 2005 mehrere Jahre Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters.

Tibor Gyenge

Stellv. 1. Konzertmeister

Tibor Gyenge wurde 1989 in Sibiu (Hermannstadt) Rumänien in eine ungarisch-rumänische Musikerfamilie geboren und erhielt den ersten Violinunterricht von seinem Vater.

Anschließend besuchte Tibor Gyenge die Béla Bartók Musikschule und das Musikgymnasium in Szombathely, bevor er an die Kunstuniversität Graz wechselte, um bei Prof. Silvia Marcovici (Violine) und Prof. Christian Euler (Kammermusik) zu studieren.  2014 bis 2016 absolvierte Tibor Gyenge bei Prof. Daniel Gaede an der Hochschule für Musik Nürnberg sein Masterstudium.

Zahlreiche Meisterkurse bei Musikern wie Zakhar Bron, Leonidas Kavakos, Daniel Stabrawa, Itzhak Rashkovsky, Krzysztof Wegrzyn und Ulf Hoelscher bereicherten seine Studienzeit. Weitere wichtige Impulse erhielt Tibor Gyenge in der Tradition der ungarischen Violinschule von György Pauk, Vilmos Szabadi, András Ágoston und Kristóf Baráti.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist Tibor Gyenge Mitbegründer und alternierender erster Geiger des Fritz-Busch-Quartetts, welches aus Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle Dresden besteht. Zudem konzertiert er in unterschiedlichen kammermusikalischen Besetzungen mit Künstlern wie Denis Matsuev, István Várdai, Robert Oberaigner, Michael Schöch, Mitgliedern des Ebène und Lindsay Quartetts sowie Soloinstrumentalisten der Wiener und Berliner Philharmoniker.

 

Als Solist trat Tibor Gyenge bereits mit der Staatskapelle Dresden, dem Ungarischen Kammerorchester, der Camerata Pro Musica, dem Savaria Symphony Orchestra und der Staatlichen Philharmonie Satu-Mare „Dinu Lipatti“ auf.

Neben seiner Orchester- und Konzerttätigkeit widmet sich Tibor Gyenge mit großer Begeisterung und Leidenschaft dem Unterrichten jungen Geiger*innen. Er war an der Hochschule für Musik Nürnberg zuerst als Assistent von Prof. Daniel Gaede, später als Lehrbeauftragter tätig. Zur Zeit unterrichtet er als Mentor an der Giuseppe-Sinopoli-Orchesterakademie der Staatskapelle Dresden und gibt Meisterkurse im In- und Ausland.

Nach einem Jahresvertrag beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde er als 1. koordinierender Konzertmeister der Staatsphilharmonie in Nürnberg engagiert.

Seit 2016 ist er stellvertretender 1. Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Tibor Gyenge spielt auf einer Violine von Robert König & Michael Betcher.

Robert Lis

2. Konzertmeister

Robert Lis, geboren in Dabrowa Gornicza, Polen, begann mit 6 Jahren Geige zu spielen. Er ist einer der talentiertesten polnischen Geiger seiner Generation und Preisträger vieler nationaler und internationaler Geigenwettbewerbe. 2011 schloss er die Ignacy Paderewski Musikakademie in Poznan als Student von Prof. Dr. Marcin Baranowski mit Auszeichnung ab. 2012 erwarb er als Schüler von Ilya Grubert seinen zweiten Master-Abschluss am

Conservatorium van Amsterdam. In den Jahren 2010 bis 2012 war er assistierender Leiter der 2. Violinen in der Radio Kamer Filharmonie und von 2012 bis 2018 Zweiter Konzertmeister im Nederlands Philharmonisch Orkest und seit 2018 Zweiter Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Robert Lis spielt eine Pietro-Floriani-Violine von 1835.

Anya Dambeck

Stellv. Solobratscherin

Die Kanadierin Anya Dambeck ist seit der Spielzeit 2010/2011 stellvertretende Solo-Bratschistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Ihren ersten Musikunterricht erhielt sie im Alter von fünf Jahren auf der Geige. Erste Auszeichnungen erhielt sie beim Kiwanis Music Festival in Ottawa, Kanada. Im Jahr 2004 gewann sie die National Arts Centre Orchestra Bursary Competition. Nach ihrer Ausbildung in Kanada setzte sie ihr Studium bei Wolfram Christ auf der Bratsche und bei Rainer Kußmaul auf der Geige an der Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau fort. Noch während ihres Studiums in Deutschland musizierte sie mehrfach im Orchester des Schleswig-Holstein Musik Festival als Solo-Bratschistin sowie als Stimmführerin der zweiten Geigen.

Darüber hinaus war sie Praktikantin als Geigerin im SWR Sinfonieorchester Freiburg und Baden-Baden. Sie musizierte mehrmals auf Einladung im Orchestra Ensemble Kanazawa in Japan und als Solo-Bratschistin im Budapest Festival Orchester, unter der Leitung von Iván Fischer. Ihr Studium an der Hochschule für Musik Freiburg hat sie als Bratschistin und Geigerin jeweils mit Auszeichnung abgeschlossen.

Neben Ihren Orchestertätigkeiten, widmet Sie sich intensiv der Kammermusik. Sie musizierte mit Partnern wie Kolja Blacher, Yaela Hertz, Christoph Eschenbach und Myung-Whun Chung. Außerdem ist Sie Mitglied des Ensemble International, gegründet von Mitgliedern der Staatskapelle Dresden.

Marie-Annick Caron

In ihrem Heimatland Kanada erhielt Marie-Annick Caron ihre erste musikalische Ausbildung, zunächst auf der Geige bei Helene Roberge und danach am Conservatoire de musique de Montréal auf der Bratsche bei Robert Verebes. 1999 kam sie nach Weimar und studierte bei Prof. Erich Krüger an der Hochschule für Musik Franz Liszt. Nach einem Engagement beim Kammerorchester „Les Violons du Roy“ in Kanada ist sie seit 2001

Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Außerdem unterrichtet sie derzeit an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber.

Besonders gern widmet sich Marie-Annick Caron der Kammermusik und wirkt regelmäßig bei Kammerabenden der Staatskapelle sowie bei internationalen Kammermusikfestivals mit.

Simon Kalbhenn

Solocellist

Simon Kalbhenn wurde 1969 geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sieben Jahren. Zu seinen Lehrern zählten Alexander Molzahn, Maria Kliegel und Martin Ostertag.

Nach seinem Examen im Jahr 1995 setzte er bei Martin Ostertag seine Ausbildung mit einem künstlerischen Aufbaustudium fort. Seit 1996 ist er an der Semperoper Solocellist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Als Mitbegründer des Robert-Sterl-Trios Dresden widmet er sich in verschiedenen Besetzungen intensiv der Kammermusik.

Auch als Solist ist Simon Kalbhenn immer wieder zu hören; u.a. mit den Konzerten von Joseph Haydn, Antonín Dvořák, Camille Saint-Saëns, Edward Elgar und dem Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms. Im Aufführungsabend der Sächsischen Staatskapelle Dresden trat er mit dem Cellokonzert C-Dur von Joseph Haydn in der Semperoper auf.

Neben seiner Orchestertätigkeit und kammermusikalischen Aktivitäten hat Simon Kalbhenn seit 2003 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

Andreas Ehelebe

Solokontrabassist

Andreas Ehelebe wurde 1994 in Wernigerode geboren und erhielt seit frühester Kindheit Klavierunterricht. Im Alter von elf Jahren wechselte er zum Kontrabass und wurde zunächst von Andreas Nettels und Prof. Frithjof- Martin Grabner, während des Studiums dann von Prof. Dorin Marc an der Hochschule für Musik Nürnberg ausgebildet.
Früh gewann Andreas mehrfach Preise beim Bundeswettbewerb “Jugend Musiziert” in den Kategorien “Kontrabass Solo” und “Duo Streichinstrument/ Klavier” und sammelte erste Orchestererfahrung im Landes- und Bundesjugendorchester.
Außerdem spielte er als Gast in der Jungen Deutschen Philharmonie, beim Deutschen Symphonie Orchester Berlin, bei den Münchner Philharmonikern, dem SWR Sinfonieorchester Freiburg Baden-Baden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern, der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals, im Gustav Mahler Jugendorchester sowie als Stipendiat der Orchesterakademie bei den Berliner Philharmonikern, wo er von Prof. Janne Saksala unterrichtet wurde.

 

Beim Deutschen Musikwettbewerb 2015 wurde Andreas mit einem Stipendium ausgezeichnet und wirkte in der Saison 2016/2017 in der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler mit.

Außerdem erhielt er beim Internationalen Bodensee Musikwettbewerb Überlingen 2015 und beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen 2017 jeweils einen 1. Preis und den Publikumspreis. Beim Internationalen Johann Matthias Sperger Wettbewerb 2018 wurde Andreas ebenfalls ein erster Preis zugesprochen, verbunden mit einigen Sonderpreisen.

Andreas wird gefördert durch die Märkische Kulturkonferenz, den Richard-Wagner Verband, die Peter Pirazzi Stiftung, die Oscar und Vera Ritter Stiftung, die Studienstiftung des Deutschen Volkes und die Villa Musica Rheinland-Pfalz.

Seit 2020 spielt er als Solokontrabassist in der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Andreas Hecker

Andreas Hecker erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Robert Schumann Konservatorium in Zwickau bei Dagmar Mewes. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden im Fach Musikpädagogik Klavier bei Prof. Gunnar Nauck und Cembalo bei Prof. Ludger Rémy sowie Kammermusik bei Prof. Peter Bruns. Im Anschluss absolvierte er ein Aufbaustudium Klavier mit Konzertexamen bei Prof. Peter Rösel. Weitere Impulse erhielt er bei Meister- und Kammermusikkursen mit Amadeus Webersinke, Daniel Hope, Jacques Rouvier, Sebastian Knauer und Andrew Ball.

Andreas Hecker ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe, so z. B. beim Internationalen Bachwettbewerb 2006 in Würzburg, beim Internationalen Brahms-Wettbewerb 2011 in Pörtschach, Österreich oder dem Gebrüder Graun Preis 2007 in Bad Liebenwerda.

Seit 2008 arbeitet Andreas Hecker an der Hochschule für Musik Dresden als Instrumental-korrepetitor an Klavier und Cembalo.

Außerdem ist er offizieller Korrepetitor bei verschiedenen internationalen Wettbewerben wie z. B. dem Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen oder dem Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds Hamburg. In dieser Funktion arbeitet er auch bei Meisterkursen wie an der Internationalen Musikakademie Meißen oder den Chursächsischen Meisterkursen Bad Elster und in der Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Staatskapelle Dresden sowie der Kurt-Masur-Akademie der Dresdner Philharmonie.

Andreas Hecker widmet sich neben der Alten Musik vor allem der Kammermusik und spielt hierbei regelmäßig mit Mitgliedern der Staatskapelle und der Philharmonie Dresden sowie dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin.

2017 wurde er als Professor für Instrumentalkorrepetition an die Hochschule für Musik Dresden berufen.