2. Aufführungsabend

Mihhail Gerts Dirigent
Lukas Stepp Violine

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • »Die Hebriden«. Konzertouvertüre op. 26

Karl Amadeus Hartmann

  • Concerto funebre für Violine und Streichorchester

Johannes Brahms

  • Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11

Symphonische Anklänge

Im Sommer 1857 trat Johannes Brahms eine Stelle als fürstlicher Klavierlehrer und Chorleiter in der Residenzstadt Detmold an. Während dieses Engagements entstanden, auch durch die Beschäftigung mit Haydn und Mozart, zwei Orchesterserenaden – der Charakter der ersten »schwankt zwischen der Gattung, zu der sie sich bekennt, der Symphonie und der Kassation hin und her«, so der Musikkritiker Max Kalbeck. »Ursprünglich wollte er eine Kassation, d. h. Musik leichteren Genres, ein Oktett für ein kleines, einfach besetztes Orchester schreiben.« Letztlich entschied sich Brahms aber für eine größer besetzte Instrumentierung. Für die Uraufführung dieser endgültigen Fassung am 3. März 1860 in Hannover zeichnete der Geiger und Dirigent Joseph Joachim verantwortlich.

Informationen zum Kartenvorverkauf werden voraussichtlich im Herbst 2021 bekannt gegeben.

  • 05.01.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper

Mihhail Gerts

Von Kritikern für seine »außerordentliche Genauigkeit, ausdrucksstarke Gestik und Wärme« als »ein Name, den es sich zu merken lohnt« gelobt, hat der estländische Dirigent Mihhail Gerts sich einen Namen gemacht, nach erfolgreichen Debüts mit dem Orchestra Nazionale delĺ Accademia di Santa Cecilia, der BBC Symphony, dem Orchestre Philharmonique de Radio France mit Matthias Goerne als Solist.

Gerts arbeitet regelmäßig mit Orchestern wie dem RTÉ National Symphony Orchestra, der Sinfonia Varsovia, der National Philharmonic of Russia und der Estonian National Symphony Orchestra zusammen. Höhepunkte der letzten Saison umfassen das Deb+t mit der Opera Saint-Etienne mit Benjamin Godards »Dante« sowie Debüts mit dem NHK Symphony Orchestra, dem Osaka Philharmonic Orchestra, der Helsinki Philharmonic, dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg und dem Stavanger Symphony Orchestra. Zusätzlich zum symphonischen Repertoire hat Gerts auch Erfahrungen mit Opern-Repertoire gesammelt, wie etwa als Erster Kapellmeister und stellvertretender GMD des Theater Hagen (2015 bis 2017) und als Resident Conductor der Estonian National Opera (2007 bis 2014). In diesem Zeitraum dirigierte es über 40 verschieene Produktionen, von Oper bis Ballett, kürzlich eine Neuproduktion von Wagners »Der fliegende Holländer«.

Als Gastdirigent ist er unter anderem im Teatro la Fenice, im Teatro delle Muse, im Mikhailovsky Theater St. Petersburg, und der Belarus National Opera aufgetreten.

Gerts studierte Dirigat an der Estonian Academy of Music und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. In 2011 erhielt er sein PhD, von 2013 bis 2017 war er Stipendiat des Dirigentenforum Programm des Deutschen Musikrat und in 2014 war er Finalist in der Donatella Flick Competition des London Symphony Orchestra und der Evgeny Svetlanov Conducting Competition.