2. Kammerabend

Bernhard Kury Flöte
Bernd Schober Oboe
Volker Hanemann Oboe
Michael Goldammer Oboe
Wolfram Große Klarinette
Jan Seifert Klarinette
Egbert Esterl Klarinette
Christian Dollfuß Klarinette
Billy Schmidt Saxofon
Robert Langbein Horn
Julius Rönnebeck Horn
Marie-Luise Kahle Horn
Joachim Hans Fagott
Joachim Huschke Fagott
Andreas Börtitz Fagott
Tibor Gyenge Violine
Annika Thiel Violine
Kay Mitzscherling Violine
Holger Grohs Viola
Friedwart Christian Dittmann Violoncello
Simon Kalbhenn Violoncello
Torsten Hoppe Kontrabass

Hans Krása

  • Kammermusik für Cembalo und sieben Instrumente

Erwin Schulhoff

  • Duo für Violine und Violoncello

Pavel Haas

  • Bläserquintett op. 10

Gideon Klein

  • Divertimento für Bläseroktett

Viktor Ullmann

  • Streichquartett Nr. 3 op. 46

jüdisches Leben in Deutschland

Anlässlich des Festjahres »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« beschäftigt sich die Kammermusik der Staatskapelle intensiv mit Werken jüdischer Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts. Pavel Haas, Gideon Klein, Hans Krása, Erwin Schulhoff und Viktor Ullmann gehören zu den zahlreichen jüdischen Komponisten in Deutschland, deren musikalisches Schaffen durch das NS-Regime verboten wurde; sie selbst wurden verfolgt und ermordet. Ihre Musik geriet lange Zeit in Vergessenheit. Die Wiederentdeckung ihrer Werke lässt uns erst heute ihre musikgeschichtliche Bedeutung wirklich erkennen. So wird die Vielfalt, die Experimentierfreudigkeit und auch der tiefe humanistische Gehalt ihrer Musik wieder erfahrbar gemacht.

  • 03.11.2021
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    10.00 €

Bernhard Kury

Stellv. Soloflötist

Bernhard Kury wurde 1966 in Trieben, Österreich, geboren. Er studierte bei Gottfried Hechtl an der Musikhochschule Graz sowie Physik an der TU, absolvierte 1992 ein weiteres Studienjahr bei Wolfgang Schulz in Wien und begann 1997 ein Zusatzstudium (Konzertexamen) an der UdK Berlin bei Roswitha Staege, das er mit Auszeichnung abschloss.

Er war Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters und ist nun nach Engagements beim RSB Berlin (1993/94) und der Dresdner Philharmonie (1995-1998) stellvertretender Soloflötist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Seit 2001 hat er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Dresden und war zusätzlich ab 2005 mehrere Jahre Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters.

Volker Hanemann

Solo-Englischhornist

Volker Hanemann wurde 1966 in Köln geboren und studierte Oboe und Englischhorn bei Winfried Liebermann an den Musikhochschulen von Lübeck und Heidelberg-Mannheim. Von 1987 bis zum Sommer 2000 war er als Englischhornist am Nationaltheater Mannheim engagiert und wirkte als Lehrbeauftragter an der dortigen Musikhochschule.

1993 wurde er in das Orchester der Bayreuther Festspiele berufen. Seit August 2000 ist Volker Hanemann Solo-Englischhornist der Sächsischen Staatskapelle Dresden und trat in Solokonzerten unter Dirigenten wie Fabio Luisi und Sir Colin Davis auf. Kammermusikalisch ist er im Kapellquintett aktiv.

Michael Goldammer

Solo-Englischhornist

Michael Goldammer, in Erfurt geboren, absolvierte sein Musikstudium in Weimar bei Axel Schmidt sowie in Stuttgart bei Ingo Goritzki. 

Sein erstes Engagement führte ihn im Jahr 1997 in das Israel Kibbutz Orchestra, danach zum Philharmonischen Staatsorchester Halle sowie in die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz.

Im Jahr 2002 erhielt Michael Goldammer eine Anstellung als Solo-Englischhornist in der Dresdner Philharmonie. Zwei Jahre später wechselte er zur Staatskapelle Dresden. Neben seiner Orchestertätigkeit wirkt er in zahlreichen Ensembles mit, unter anderem im Mozart-Sextett sowie dem Ensemble Frauenkirche. 

Wolfram Große

Soloklarinettist

Wolfram Große wurde 1966 in Weimar geboren und erhielt mit zehn Jahren seinen ersten Klarinettenunterricht. 1980 wurde er an der Spezialschule für Musik in Berlin aufgenommen, bevor er – ebenfalls in Berlin – von 1984 bis 1988 in der Klasse von Ewald Koch an der Hochschule für Musik Hanns Eisler studierte.

Seine Karriere als Orchestermusiker begann Wolfram Große 1988 als stellvertretender Soloklarinettist beim Berliner Sinfonie-Orchester. Von 1989 bis 1999 musizierte er als Soloklarinettist in der Oper Frankfurt.

1999 wechselte er in gleicher Position zur Staatskapelle Dresden. Seit dem Jahr 2000 gehört Wolfram Große darüber hinaus als Soloklarinettist dem Bayreuther Festspielorchester an. Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker ist er zudem Mitglied des Bläserquintetts der Staatskapelle Dresden.

Wolfram Große ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe im kammermusikalischen und solistischen Bereich, u.a. in München, Markneukirchen und Colmar. 2002 wurde ihm der Fritz-Busch-Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper verliehen.

Jan Seifert

Solo-Es-Klarinettist

Der 1973 geborene Jan Seifert wuchs in Klingenthal auf und erhielt seinen ersten Musikunterricht an der Musikschule Reinhold Glier.

1988 wurde er in die Bezirksförderklasse des Robert Schumann Konservatorium Zwickau aufgenommen und im Hauptfach Klarinette bei Studienrat Frank Klüger unterrichtet. Sein Musikstudium begann er im Jahr 1994 an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Josef Oehl. Neben seinem Studium und dem Unterricht für Hohe Klarinetten bei Egbert Esterl absolvierte er in Ergänzung dazu ein Kammermusikstudium im Trio Albert bei Wolfgang Liebscher.

Wichtige Impulse gaben ihm die Mitwirkung in Ensembles für Neue Musik, bei Jugendorchesterprojekten u.a. beim Bayerischen Rundfunk sowie die Teilnahme an Meisterkursen bei François Benda und verschiedenen Wettbewerben.

Noch während seiner Zeit als Substitut der Staatskapelle Dresden nahm Jan Seifert erfolgreich an einem Probespiel für die Solo-Es Klarinette teil, diese Position hat er seit 2002 inne.

Egbert Esterl

Solo-Es-Klarinettist

Egbert Esterl, 1958 in Klingenthal geboren, erhielt seinen ersten systematischen Klarinettenunterricht mit elf Jahren an der Musikschule Clara Wieck in Plauen/Vogtland. Sein Musikstudium absolvierte er von 1974 bis 1980 an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber bei Werner Metzner.

Direkt nach seinem Studium erhielt er ein Engagement als Solo-Es-Klarinettist bei der Dresdner Philharmonie. 1986 wechselte er auf der gleichen Position zur Sächsischen Staatskapelle Dresden. 2003 wurde Egbert Esterl der Titel des Kammervirtuosen verliehen. 

Christian Dollfuß

Solo-Bassklarinettist

Christian Dollfuß, 1969 in Bochum geboren, begann seine musikalische Ausbildung an der Musikschule Dortmund. Sein Studium absolvierte er an der Folkwang Hochschule Essen bei Hans Gutmann. Daneben studierte er von 1997 bis 2000 Kammermusik mit dem Trio Contrasts bei Vladimir Mendelsohn.

Bevor Christian Dollfuß zur Staatskapelle Dresden kam, war er von 1993 bis 1998 Soloklarinettist im Folkwang Kammerorchester, von 1996 bis 1998 außerdem bei den Duisburger Philharmonikern sowie im Gürzenich-Orchester Köln engagiert.

 

Seit 1998 ist er Solo-Bassklarinettist der Staatskapelle Dresden. Neben seiner Tätigkeit im Orchester spielt Christian Dollfuß in vielen deutschen Spitzenorchestern und ist ein gefragter Kammermusikpartner in unterschiedlichsten Ensembles.

Die Ausbildung junger Musiker ist ihm ein besonderes Anliegen. Seit 2000 ist Christian Dollfuß deswegen Dozent für Klarinette und Bassklarinette an den Hochschulen für Musik »Carl Maria von Weber Dresden« und »Franz-Liszt Weimar«.

Robert Langbein

Solohornist

Robert Langbein, geboren in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), besuchte das Musikgymnasium Belvedere in Weimar. Seine musikalische Ausbildung setzte er an der Musikhochschule Weimar bei Rainer Heimbuch, ab 2001 - in Berlin - an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und der Universität der Künste bei Christian-Friedrich Dallmann fort. Noch während seines Studiums erhielt er sein erstes Engagement als Solohornist im Konzerthausorchester Berlin und wechselte 2005 auf gleicher Position zur Sächsischen Staatskapelle. Erste wertvolle Orchestererfahrungen sammelte er im Gustav Mahler Jugendorchester.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen folgten, u.a. ein 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb Markneukirchen 2004, ein 1. Preis beim Kurt-Alten-Wettbewerb in Hannover sowie ein Sonderpreis für Naturhorn beim Concours de Genève. 2010 erhielt er den Hornpreis der Michael-Schuncke-Stiftung Baden-Baden.

Im Juni 2013 nahm Robert Langbein mit der Philharmonie Baden-Baden unter Pavel Baleff das bis dahin unbekannte Concertino pour le Cor chromatique von Johann Christoph Schuncke (Genius) auf. In der Spielzeit 2013/2014 war Langbein Artist in Residenz der Philharmonie Baden-Baden. Daneben ist Robert Langbein solistisch zu Gast bei renommierten Orchestern wie dem Münchener Kammerorchester, dem  Kammerorchester Berlin, der Radiophilharmonie Hannover, dem Genfer Kammerorchester sowie dem Orchestre Symphonique de Québec.
 
Darüber hinaus ist Robert Langbein auch als Pädagoge tätig, nach einer Dozentur Zunächst unterrichtete Robert Langbein an der Universität der Künste und wechselte 2009 als Lehrbeauftragter an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden, wo er im April 2013 zum Professor für Horn berufen wurde.  Außerdem ist er auf zahlreichen Blechbläserkursen (Sorbisches National Ensemble, DMM) und Meisterkursen (Pacific Music Festival, Sapporo) als Dozent tätig.

Julius Rönnebeck

2. Hornist

Julius Rönnebeck wurde 1971 in Stuttgart geboren. Er begann noch vor der Einschulung Blockflöte zu spielen und entdeckte bei einem Kinderkonzert des Radiosinfonieorchesters Stuttgart den Klang des Horns für sich. Mit diesem Instrument spielte er in zahlreichen Jugendorchestern (Jugendorchester der Europäischen Union, Gustav Mahler Jugendorchester, Landes- und

Bundesjugendorchester). Mit 23 Jahren kam er als 2. Hornist in die Sächsische Staatskapelle Dresden. 

Neben seiner Orchestertätigkeit ist Julius Rönnebeck Mitglied des Kapellquintetts Dresden sowie Mitinitaiator und Moderator des Formats »Kapelle für Kids«.

Marie-Luise Kahle

4. Hornistin

Marie-Luise Kahle wurde 1992 im Erzgebirge geboren und erhielt dort ihren ersten Hornunterricht. Sie besuchte das Sächsische Landesgymnasium für Musik Carl Maria von Weber und studiert an  der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, bei Herrn Prof. Robert Langbein, Horn. Ihr Studium absolvierte sie erfolgreich mit einem Master 2018.  Noch während ihres Bachelorstudiums war sie Giuseppe-Sinopoli-Akademistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden und gewann 2014 das Probespiel für das 2./4. Horn in der Staatsoperette Dresden.

Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie 4. Hornistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Marie-Luise Kahle besuchte während ihres Studiums mehrere Meisterkurse, unter anderem bei  Herrn Prof. Christian-Friedrich Dallmann und Herrn Prof. Raimund Zell. Darüber hinaus wirkte Marie-Luise Kahle als Solistin bei verschiedenen Solokonzerten, wie zum Beispiel  mit dem MDR Sinfonieorchester und der Elblandphilharmonie, mit.

Joachim Hans

Solofagottist

Joachim Hans wurde 1972 in Hachenburg (Westerwald) geboren und begann seine Ausbildung zum Fagottisten im Alter von 13 Jahren. Seine ersten Lehrer waren Michael Heinen (Rheinische Philharmonie) und Eckhard Mayer (Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz). Von 1990 bis 1993 war er Mitglied im Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz. Sein reguläres Studium begann er im Jahr 1992 in der Klasse von Karl-Otto Hartmann an der Musikhochschule Freiburg. 1994 gehörte er zum Orchester des Schleswig-Holstein Musik Festival und ging mit dessen Kammerphilharmonie auf verschiedene Gastspielreisen.

Sein erstes Festengagement trat er nur ein Jahr später als 2. Fagottist in der Badischen Staatskapelle Karlsruhe an. Noch im gleichen Jahr wurde er zum Solofagottisten der Philharmonie Essen berufen. Auf gleicher Position spielt er seit 1996 in der Sächsischen Staatskapelle Dresden, außerdem seit 1999 im Bayreuther Festspielorchester. 

Als Kammermusiker engagiert sich Joachim Hans in verschiedensten Formationen, u.a. im Carus-Ensemble Dresden, dem Bläserquintett der Staatskapelle Dresden sowie  der Kammerharmonie der Staatskapelle Dresden.

Solistisch trat er mit der Sächsischen Staatskapelle in Sinfoniekonzerten und Aufführungsabenden unter der Leitung von Rainer Mühlbach, Georges Prêtre und Sir Colin Davis auf. Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker betreut Joachim Hans einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Carl Maria von Weber. 

Joachim Huschke

2. Fagottist

1972 in Weimar geboren, erhielt Joachim Huschke seinen ersten Fagottunterricht im Alter von zehn Jahren bei Wolfgang Engelhardt. 1985 wurde er an der Spezialschule für Musik in Weimar aufgenommen. Von 1991 bis 1996 studierte er an der Hochschule für Musik Franz Liszt – ebenfalls in Weimar –  bei Manfred Beyer und ab 1993 bei Georg Klütsch.

1991 war Joachim Huschke Preisträger beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«, 1993 erhielt er den Sonderpreis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn mit dem Mozart-Sextett, mit dem er ein Jahr später Stipendiat der Stiftung Villa Musica des Landes Rheinland-Pfalz wurde. 

 

Sein erstes Orchesterengagement führte ihn 1994 als Solo-Fagottist in das Gustav Mahler Jugendorchester. Von 1997 bis 1998 wirkte er als stellvertretender Solo-Fagottist mit Verpflichtung zum 2. Fagottist beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit. Bevor er zur Staatskapelle Dresden kam, war er acht Jahre lang als Solo-Fagottist bei der Dresdner Philharmonie engagiert. Seit 2007 ist Joachim Huschke 2. Fagottist (mit Verpflichtung zu Kontrafagott) der Staatskapelle Dresden.

Andreas Börtitz

Solokontrafagottist

Andreas Börtitz wurde 1961 in Dresden geboren. Mit sechs Jahren erhielt er ersten Instrumentalunterricht, seinen ersten Fagottunterricht nahm er mit zwölf Jahren bei Walter Stellmacher. 1975 wurde er von der Spezialschule für Musik aufgenommen. Sein Fagottstudium absolvierte er von 1978 bis 1982 an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden bei Wolfgang Liebscher. Zudem erhielt er während seines Studiums Kontrafagottunterricht bei Bernhard Rose.

Seit 1982 ist Andreas Börtitz Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 1985 auf der Position des Solokontrafagottisten. Neben der Tätigkeit für die Staatskapelle ist er seit 2000 Mitbegründer und Mitglied des Dresdner Kapellquintetts.        

Tibor Gyenge

Stellv. 1. Konzertmeister

Tibor Gyenge wurde 1989 in Sibiu (Hermannstadt) Rumänien in eine ungarisch-rumänische Musikerfamilie geboren und erhielt den ersten Violinunterricht von seinem Vater.

Anschließend besuchte Tibor Gyenge die Béla Bartók Musikschule und das Musikgymnasium in Szombathely, bevor er an die Kunstuniversität Graz wechselte, um bei Prof. Silvia Marcovici (Violine) und Prof. Christian Euler (Kammermusik) zu studieren.  2014 bis 2016 absolvierte Tibor Gyenge bei Prof. Daniel Gaede an der Hochschule für Musik Nürnberg sein Masterstudium.

Zahlreiche Meisterkurse bei Musikern wie Zakhar Bron, Leonidas Kavakos, Daniel Stabrawa, Itzhak Rashkovsky, Krzysztof Wegrzyn und Ulf Hoelscher bereicherten seine Studienzeit. Weitere wichtige Impulse erhielt Tibor Gyenge in der Tradition der ungarischen Violinschule von György Pauk, Vilmos Szabadi, András Ágoston und Kristóf Baráti.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist Tibor Gyenge Mitbegründer und alternierender erster Geiger des Fritz-Busch-Quartetts, welches aus Mitgliedern der Sächsischen Staatskapelle Dresden besteht. Zudem konzertiert er in unterschiedlichen kammermusikalischen Besetzungen mit Künstlern wie Denis Matsuev, István Várdai, Robert Oberaigner, Michael Schöch, Mitgliedern des Ebène und Lindsay Quartetts sowie Soloinstrumentalisten der Wiener und Berliner Philharmoniker.

 

Als Solist trat Tibor Gyenge bereits mit der Staatskapelle Dresden, dem Ungarischen Kammerorchester, der Camerata Pro Musica, dem Savaria Symphony Orchestra und der Staatlichen Philharmonie Satu-Mare „Dinu Lipatti“ auf.

Neben seiner Orchester- und Konzerttätigkeit widmet sich Tibor Gyenge mit großer Begeisterung und Leidenschaft dem Unterrichten jungen Geiger*innen. Er war an der Hochschule für Musik Nürnberg zuerst als Assistent von Prof. Daniel Gaede, später als Lehrbeauftragter tätig. Zur Zeit unterrichtet er als Mentor an der Giuseppe-Sinopoli-Orchesterakademie der Staatskapelle Dresden und gibt Meisterkurse im In- und Ausland.

Nach einem Jahresvertrag beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wurde er als 1. koordinierender Konzertmeister der Staatsphilharmonie in Nürnberg engagiert.

Seit 2016 ist er stellvertretender 1. Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Tibor Gyenge spielt auf einer Violine von Robert König & Michael Betcher.

Annika Thiel

Annika Thiel studierte an der Hochschule der Künste in Berlin. Seit 2002 ist sie Violinistin an der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Das führte auch dazu, dass man sie ab 2004 als 1. Geigerin im

Bayreuther Festspielorchester engagierte. Außerdem ist sie Mitglied im Thiel-Streichquartett.

Kay Mitzscherling

Stellv. Konzertmeister

Der im Jahr 1975 in Dresden geborene Kay Mitzscherling erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von acht Jahren an der Musikschule Paul Büttner in Dresden. Danach besuchte er die Sächsische Spezialschule für Musik am Dresdner Carl Maria von Weber-Gymnasium und wurde bei Klaus Hoene und Heinz Rudolph unterrichtet.

Sein Violinstudium absolvierte er von 1995 bis 2001 an der gleichnamigen Hochschule bei Reinhard Ulbricht.

Von 1999 bis 2001 spielte Kay Mitzscherling erstmals als Substitut in der Staatskapelle Dresden. Seit 2002 ist er deren festes Mitglied in der Gruppe der 2. Violinen.

Holger Grohs

Konzertmeister

Holger Grohs wurde 1972 in Erlangen geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren.

Sein Musikstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main bei Walter Forchert, später an der Musikhochschule Würzburg bei Herwig Zack, wo er sein Meisterklassendiplom erhielt. Einen wesentlichen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatte Franco Gulli, bei dem Holger Grohs zwei Jahre an der Indiana University in Bloomington in den USA studierte.

Weitere Anregungen holte Holger Grohs sich bei zahlreichen Meisterkursen und Festivals, wie z.B. als Stipendiat der »Carl Flesch Akademie« in Baden-Baden bei Saschko Gawriloff, bei der »Accademia Musicale Chigiana« in Sienna oder dem Pacific Music Festival in Sapporo.

Seit 2001 musiziert Holger Grohs in den Reihen der Violinen der Sächsischen Staatskapelle Dresden, 2013 wurde er Stellv. Konzertmeister der 2. Violinen, im Dezember 2015 wurde er zum Konzertmeister der 2. Violinen ernannt. 

Simon Kalbhenn

Solocellist

Simon Kalbhenn wurde 1969 geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sieben Jahren. Zu seinen Lehrern zählten Alexander Molzahn, Maria Kliegel und Martin Ostertag.

Nach seinem Examen im Jahr 1995 setzte er bei Martin Ostertag seine Ausbildung mit einem künstlerischen Aufbaustudium fort. Seit 1996 ist er an der Semperoper Solocellist der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Als Mitbegründer des Robert-Sterl-Trios Dresden widmet er sich in verschiedenen Besetzungen intensiv der Kammermusik.

Auch als Solist ist Simon Kalbhenn immer wieder zu hören; u.a. mit den Konzerten von Joseph Haydn, Antonín Dvořák, Camille Saint-Saëns, Edward Elgar und dem Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms. Im Aufführungsabend der Sächsischen Staatskapelle Dresden trat er mit dem Cellokonzert C-Dur von Joseph Haydn in der Semperoper auf.

Neben seiner Orchestertätigkeit und kammermusikalischen Aktivitäten hat Simon Kalbhenn seit 2003 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

Torsten Hoppe

Vorspieler

Torsten Hoppe wurde in Dresden geboren und erhielt seinen ersten Kontrabassunterricht bei seinem Vater Roland Hoppe. Nach dem Abitur an der Dresdner Kreuzschule setzte er seine musikalische Ausbildung in der Klasse von Bernd Haubold an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden fort. Nach Mitgliedschaft im Gustav Mahler Jugendorchester unter der Leitung von Claudio Abbado erhielt Torsten Hoppe sein erstes Festengagement als Vorspieler der Kontrabässe bei den Stuttgarter Philharmonikern. Weitere Studien absolvierte er bei Günter Klaus (Frankfurt am Main).

Seit 1996 ist er Mitglied der Kontrabassgruppe in der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2003 deren Vorspieler. Darüber hinaus beschäftigt er sich intensiv mit Alter Musik, u.a. in der Batzdorfer Hofkapelle. Seit 2008 musiziert Torsten Hoppe im Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado, seit dem Sommer 2009 ebenso im Bayreuther Festspielorchester.