8. Kammerabend

Matthias Wollong Violine
Sebastian Herberg Viola
Norbert Anger Violoncello
Anke Heyn Violoncello
Johanna Schellenberger Harfe
Sabine Kittel Flöte
Rozália Szabó Flöte
Wolfram Große Klarinette
Jan Seifert Klarinette
Joachim Hans Fagott
Thomas Eberhardt Fagott
Hannes Schirlitz Fagott
Robert Langbein Horn
Sven Barnkoth Trompete
Jonathan Nuß Posaune
Christoph Auerbach Posaune

Claude Debussy

  • Zwei Tänze für Harfe und Streichquintett
  • Sonate für Flöte, Viola und Harfe F-Dur
  • Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll (Fassung für Violoncello und Harfe)

Igor Strawinsky

  • Septett für Klarinette, Horn, Fagott, Violine, Viola, Violoncello und Klavier
  • Oktett für Bläser

zum 140. Geburtstag von Igor Strawinsky

Informationen zum Kartenvorverkauf werden voraussichtlich im Herbst 2021 bekannt gegeben.

  • 19.06.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper

Matthias Wollong

1. Konzertmeister

Matthias Wollong, 1968 in Berlin geboren, begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen. Nach einer Ausbildung in der Meisterklasse von Werner Scholz ging er von 1987 bis 1989 in die Schweiz, um bei dem legendären Geiger und Pädagogen Tibor Varga zu studieren. Während dieser Zeit trat er in der Bundesrepublik, in Frankreich und in der Schweiz als Solist auf. Mit dem Sieg des nach seinem Lehrer benannten Violinwettbewerbs beendete er seine dortige Studienzeit. Zahlreiche weitere Preise, z.B. der Hauptpreis beim Violinwettbewerb »Joseph Joachim« in Österreich schlossen sich an.

Als Solist arbeitet er regelmäßig mit bedeutenden Dirigenten wie Adam Fischer, Rafael Frühbeck de Burgos, Marek Janowski und Sir Colin Davis und Orchestern wie dem ORF-Symphonie-Orchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Staatskapelle Dresden, den Berliner Symphonikern und der Staatskapelle Weimar zusammen.

Seit 1999 ist Matthias Wollong 1. Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle, nachdem er von 1991 bis 1999 die gleiche Position beim Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin bekleidete. Während der Sommermonate musiziert er als 1. Konzertmeister im Orchester der Bayreuther Festspiele. Bereits in jungen Jahren war er Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters.
 

In den letzten Jahren widmet sich Matthias Wollong verstärkt der Kammermusik. So musiziert er regelmäßig mit Künstlern wie dem Leipziger Streichquartett, Pascal Rogé, Vladimir Stoupel, Michael Sanderling und ist darüber hinaus Mitglied im Trio Ex Aequo sowie im Solistenensemble Berlin.

Als Dirigent leitete er das Deutsche Kammerorchester, die Thüringen Philharmonie und gastierte beim Cairo Symphony Orchestra.

Seit 2003 verbindet ihn eine ständige Zusammenarbeit als Dirigent und Solist mit dem European Union Chamber Orchestra, mit dem er in Europa, Fernost und beiden Amerikas Tourneen unternimmt.

Matthias Wollong hat zahlreiche und viel beachtete CDs eingespielt, wie bspw. das Gesamtwerk für Violine von Othmar Schoeck und Wilhelm Furtwängler (CPO) und die Violinkonzerte von Ernest Bloch und Alfredo Casella mit Vladimir Jurowski für Capriccio. Darüber hinaus erschienen die Klaviertrios von Johannes Brahms bei Genuin. 2008 erhielt er für die Aufnahme von Kammermusik Erich Wolfgang Korngolds einen »ECHO Klassik«.

Matthias Wollong hat eine Professur an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, wo er auch lebt. Er spielt auf einer Violine von Andreas Guarneri aus dem Jahre 1676.
 

Sebastian Herberg

Solobratscher

Sebastian Herberg wurde 1968 in Potsdam in eine Künstlerfamilie geboren und erhielt seinen ersten Unterricht durch seinen Großvater Wilhelm Herberg, Bratschist im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie in der Staatskapelle Berlin.

Sein Studium absolvierte Sebastian Herberg in Weimar bei Thomas Wünsch. Ein Zusatzstudium führte ihn im Anschluss an die Musikhochschule Hanns Eisler nach Berlin in die Klasse von Alfred Lipka. 1989 wurde er Solobratscher des Schleswig-Holstein Festival Orchesters und erhielt wichtige Impulse durch Leonard Bernstein und Sir Georg Solti.1991 folgte sein erstes Engagement als Solobratscher des Berliner Sinfonie-Orchesters, 1994 wurde er Solobratscher der Staatskapelle Dresden. Solistisch konzertierte er unter Dirigenten wie Michael Sanderling, Sakari Oramo und Fabio Luisi; seine Einspielung von Strauss’ »Don Quixote« unter Luisi erschien 2009 bei Sony.
 

Neben seiner Lehrtätigkeit an der Orchesterakademie der Staatskapelle unterrichtete Sebastian Herberg von 1998 bis 2012 an der Hochschule für Musik in Dresden. In der Zeit von 2010 bis 2012 wirkte er zusammen mit Kollegen der Berliner und der Wiener Philharmoniker als Gastprofessor des Pacific Music Festivals.

Als Solobratscher der Dresdner Kapellsolisten gastierte er seit 1994 auf so bedeutenden Podien wie der Berliner Philharmonie und der New Opera Hall Tokyo. Er ist Gründungsmitglied des Dresdner StreichTrio, das in dieser Saison sein 20-jähriges Bühnenjubiläum feiert und bislang sieben, von der Fachpresse hervorragend besprochene CD-Einspielungen vorlegte.

Seit 2016 ist er Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Norbert Anger

Konzertmeister

Der deutsche Cellist Norbert Anger zeichnet sich seit Jahren als einer der führenden und vielseitigsten Instrumentalisten seiner Generation aus. Seine Interpretationen sind gekennzeichnet von einem tiefen musikalischen Verständnis und beeindrucken durch „Virtuosität, überzeugender Technik, makelloser Sauberkeit und einem satten Celloton“ (Michael Gmasz, Radio Klassik).

Geboren 1987 in Freital bei Dresden, erhielt Norbert Anger seine erste musikalische Ausbildung am dortigen Landesgymnasium für Musik „Carl Maria von Weber“, ehe er anschließend sein Studium bei Prof. W.E. Schmidt an der Universität der Künste Berlin absolvierte. Darüber hinaus erhielt er wichtige musikalische Impulse von Sir Colin Davis, David Geringas und Heinrich Schiff.

Bereits in frühen Jahren machte Norbert Anger solistisch auf sich aufmerksam, so ist er Gewinner und Preisträger von nahezu sämtlichen großen internationalen Wettbewerben, unter anderem beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn, beim Rostropovich-Wettbewerb und Vibrarte Wettbewerb in Paris, beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau, beim Gabrielli-Cellowettbewerb in Berlin, beim und beim PAULO-Cellowettbewerb in Helsinki.

Als Solist arbeitete er in den folgenden Jahren mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Orchestre de Paris, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Mariinsky-Orchester und dem Staatlichen Symphonieorchester Moskau unter Dirigenten wie Christian Thielemann, Valeri Gergiew, Vladimir Spivakov, Ton Koopman, Andrea Marcon, John Stôrgards und Emmanuelle Haim zusammen.

 

Darüber hinaus ist Norbert Anger ein begeisterter Kammermusiker. Neben seiner Tätigkeit als Gründungsmitglied im „Arabella-Quartett Dresden“ und dem „Dresden Octet“ musizierte er mit Künstlern wie Christoph Eschenbach, Daniil Trifonov, Denis Matsuev, Sol Gabetta, David Geringas und Jan Vogler als Gast von Kammermusikfestivals auf der ganzen Welt.

Seine CD-Einspielungen umfassen neben den Cellokonzerten von Haydn und Mozart das gängige Repertoire der Sonaten von Brahms, Strauss und Debussy. Besondere Aufmerksamkeit und zahlreiche Preise der Musikkritik erhielt sein bislang letztes Album mit eigenen Transkriptionen der Werke Richard Wagners („Wagner/Strauss“, OEHMS Classics 2019).

Seit 2013 bekleidet Norbert Anger die prestigeträchtige Stelle des 1. Konzertmeisters der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2015 wirkt er überdies als 1. Solocellist des Bayreuther Festspielorchesters. Er unterrichtet als Professor für Violoncello sowohl am Landesgymnasium für Musik als auch an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Ab September 2020 übernimmt er außerdem eine Lehrverpflichtung an der Escuela Superior Musikae „Musical Arts“ in Madrid.

Norbert Anger spielt ein Violoncello von Alessandro Gagliano (Neapel, 1720) und ist Exklusivkünstler von LARSEN strings A/S.

Anke Heyn

Anke Heyn studierte bei Martin Ostertag in Karlsruhe und Jens Peter Maintz in Berlin. Nach ihrer Tätigkeit als Solocellistin von Ensemble Oriol Berlin/Kammerakademie Potsdam ist sie seit April 2006 festes Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Sie erhielt Auszeichnungen/Preise u.a. bei »Jugend musiziert«, dem Tonkünstlerwettbewerb, dem Alice-Samter-Kammermusikwettbewerb Berlin und war Finalistin beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn; außerdem war sie Stipendiatin der Jürgen-Ponto-Stiftung, der »Villa musica« und der Landessammlung für Streichinstrumente Baden-Württemberg.

 

Sie spielte im Bundesjugendorchester, im Schleswig-Holstein-Musikfestival-Orchester und im European Union Youth Orchestra. Nach ihrem Praktikum beim SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden/Freiburg hatte sie einen Zeitvertrag bei den Münchner Philharmonikern und war häufige Aushilfe beim DSO Berlin, beim Mahler Chamber Orchestra und beim NDR-Elbphilharmonieorchester.

Neben ihrer begeisterten Tätigkeit im Orchester gilt ihre große Liebe seit langem der Kammermusik; als Mitglied des »Ensemble Bento« ist sie außerdem in verschiedenen anderen Formationen zu hören  und stets auf der Suche nach neuen Klangerlebnissen

Johanna Schellenberger

Soloharfenistin

Johanna Schellenberger erhielt ihren ersten Harfenunterricht im Alter von fünf Jahren bei ihrer Mutter, der Harfenistin Prof. Margit Anna Süß. Frühe Erfolge in ihrer Kindheit ermöglichten ein Jungstudium an der staatlichen Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Cristina Bianchi, wo sie im Anschluss auch ihr Studium absolvierte. Darüber hinaus arbeitete sie mit musikalischen Persönlichkeiten wie Prof. Marie-Pierre Langlamet, Gael Gandino und Prof. Maurice Bourgue.

Während der Spielzeit 2017/18 war sie Akademistin des Bayerischen Staatsorchesters und wurde im Sommer 2018 am Tiroler Landestheater als Soloharfenistin verpflichtet. Sie spielte u. a. beim Orchestre National de France, der Camerata Salzburg, dem Bayerischen Staatsorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Dirigenten wie Kirill Petrenko, Daniele Gatti, Yannick Nezet-Seguin und Christian Thielemann. Dabei spielte sie im Wiener Musikverein, der Royal Albert Hall, im großen Festspielhaus Salzburg uvm.

 

Solistisch und kammermusikalisch engagiert sich Johanna Schellenberger insbesondere für kunstübergreifende Projekte, mit dem Ziel, dem Zuhörer neue Räume für ein musikalisches Verständnis zu schaffen. So stellte sie zuletzt ein Kabarett auf die Bühne und erarbeitete Konzertprogramme mit Schauspiel und Ausdruckstanz.

Sie spielte bei zahlreichen Festivals, unter anderem dem Moritzburg Festival und dem Musikfestival Middelburg (NL).

Seit 2020 ist sie Soloharfenistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Sabine Kittel

Soloflötistin

Sabine Kittel studierte an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden bei Professor Johannes Walter. Im Anschluss daran absolvierte sie ein Meisterklassenstudium bei Professor Paul Meisen an der Hochschule für Musik in München. Zusätzliche Anregungen bekam sie bei zwei Meisterkursen von Aurèle Nicolet.

Bei verschiedenen internationalen Wettbewerben errang Sabine Kittel Preise, u.a. beim Internationalen Musikwettbewerb 1994 in Budapest, beim Internationalen ARD- Wettbewerb 1995 in München sowie den »Brüder-Busch-Preis«.

Von 1992 – 2000 war Sabine Kittel Soloflötistin der Dresdner Philharmonie, seit August 2000 spielt sie in der Sächsischen Staatskapelle an gleicher Position.

 

Darüber hinaus ist sie solistisch und kammermusikalisch tätig in verschiedenen Besetzungen, u.a. mit Harfe, Streichtrio, Klavier und Bläserquintett in mehreren europäischen Ländern und in Japan, u.a. auch bei internationalen Kammermusikfestivals, wie z.B. dem Kilkenny Arts Festival und dem Moritzburg Musikfestival.

2008 gründete sie mit ihrer Kollegin Anke Heyn (Violoncello) und dem Pianisten Paul Rivinius das Ensemble Bento.

Seit 2012 unterrichtet sie an der »Guiseppe – Sinopoli – Akademie« der Staatskapelle Dresden und seit 2018 wieder an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden.

Rozália Szabó

Soloflötistin

Rozália Szabó wurde in Abony (Ungarn) geboren und begann mit sieben Jahren Flöte zu spielen.

Sie studierte nach dem Abitur an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest bei Lóránt Kovács und János Bálint und anschließend an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart bei Jean-Claude Gérard. Bereits während ihrer Studienzeit entwickelte Rozália Szabó Podiumsreife auf internationalem Niveau: sowohl 1998 beim Internationalen Jean-Pierre-Rampal Wettbewerb in Paris als auch beim Internationalen ARD-Wettbewerb in München im Jahr 2000 wurde sie mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Rozália Szabó ist eine gefragte Solistin der jungen Generation, die sich stets auch um ungewohntes Repertoire verdient gemacht hat.

Sie trat auf mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und der Sächsischen Staatskapelle Dresden, mit der sie 2007 André Jolivets Flötenkonzert in der Semperoper aufführte. Im Oktober 2008 war sie im Rahmen des Mozart-Zyklus der Villa Hügel in Essen mit den Flötenkonzerten von Wolfgang Amadeus Mozart zu hören.

Seit 2002 ist Rozália Szabó Soloflötistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Musikfestivals wie das Fürstensaal Classix in Kempten, Movimentos in Wolfsburg und das Musikfestival St. Gallen in Österreich stehen im Vordergrund ihres vielseitigen Engagements für die Kammermusik, die sie mit Hingabe pflegt. Solche Projekte führen sie regelmäßig in ihre Heimat Ungarn, aber auch nach Frankreich, Russland, Mazedonien und in die Schweiz.

Wolfram Große

Soloklarinettist

Wolfram Große wurde 1966 in Weimar geboren und erhielt mit zehn Jahren seinen ersten Klarinettenunterricht. 1980 wurde er an der Spezialschule für Musik in Berlin aufgenommen, bevor er – ebenfalls in Berlin – von 1984 bis 1988 in der Klasse von Ewald Koch an der Hochschule für Musik Hanns Eisler studierte.

Seine Karriere als Orchestermusiker begann Wolfram Große 1988 als stellvertretender Soloklarinettist beim Berliner Sinfonie-Orchester. Von 1989 bis 1999 musizierte er als Soloklarinettist in der Oper Frankfurt.

1999 wechselte er in gleicher Position zur Staatskapelle Dresden. Seit dem Jahr 2000 gehört Wolfram Große darüber hinaus als Soloklarinettist dem Bayreuther Festspielorchester an. Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker ist er zudem Mitglied des Bläserquintetts der Staatskapelle Dresden.

Wolfram Große ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe im kammermusikalischen und solistischen Bereich, u.a. in München, Markneukirchen und Colmar. 2002 wurde ihm der Fritz-Busch-Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper verliehen.

Jan Seifert

Solo-Es-Klarinettist

Der 1973 geborene Jan Seifert wuchs in Klingenthal auf und erhielt seinen ersten Musikunterricht an der Musikschule Reinhold Glier.

1988 wurde er in die Bezirksförderklasse des Robert Schumann Konservatorium Zwickau aufgenommen und im Hauptfach Klarinette bei Studienrat Frank Klüger unterrichtet. Sein Musikstudium begann er im Jahr 1994 an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden bei Josef Oehl. Neben seinem Studium und dem Unterricht für Hohe Klarinetten bei Egbert Esterl absolvierte er in Ergänzung dazu ein Kammermusikstudium im Trio Albert bei Wolfgang Liebscher.

Wichtige Impulse gaben ihm die Mitwirkung in Ensembles für Neue Musik, bei Jugendorchesterprojekten u.a. beim Bayerischen Rundfunk sowie die Teilnahme an Meisterkursen bei François Benda und verschiedenen Wettbewerben.

Noch während seiner Zeit als Substitut der Staatskapelle Dresden nahm Jan Seifert erfolgreich an einem Probespiel für die Solo-Es Klarinette teil, diese Position hat er seit 2002 inne.

Joachim Hans

Solofagottist

Joachim Hans wurde 1972 in Hachenburg (Westerwald) geboren und begann seine Ausbildung zum Fagottisten im Alter von 13 Jahren. Seine ersten Lehrer waren Michael Heinen (Rheinische Philharmonie) und Eckhard Mayer (Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz). Von 1990 bis 1993 war er Mitglied im Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz. Sein reguläres Studium begann er im Jahr 1992 in der Klasse von Karl-Otto Hartmann an der Musikhochschule Freiburg. 1994 gehörte er zum Orchester des Schleswig-Holstein Musik Festival und ging mit dessen Kammerphilharmonie auf verschiedene Gastspielreisen.

Sein erstes Festengagement trat er nur ein Jahr später als 2. Fagottist in der Badischen Staatskapelle Karlsruhe an. Noch im gleichen Jahr wurde er zum Solofagottisten der Philharmonie Essen berufen. Auf gleicher Position spielt er seit 1996 in der Sächsischen Staatskapelle Dresden, außerdem seit 1999 im Bayreuther Festspielorchester. 

Als Kammermusiker engagiert sich Joachim Hans in verschiedensten Formationen, u.a. im Carus-Ensemble Dresden, dem Bläserquintett der Staatskapelle Dresden sowie  der Kammerharmonie der Staatskapelle Dresden.

Solistisch trat er mit der Sächsischen Staatskapelle in Sinfoniekonzerten und Aufführungsabenden unter der Leitung von Rainer Mühlbach, Georges Prêtre und Sir Colin Davis auf. Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker betreut Joachim Hans einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Carl Maria von Weber. 

Thomas Eberhardt

Solofagottist

Thomas Eberhardt wurde im Jahr 1975 in Dresden geboren und entstammt einer musikalischen Ärztefamilie. Durch sein Elternhaus genoss er eine frühe Förderung seiner künstlerischen Entwicklung. Seine Ausbildung begann zunächst auf der Violine, später auch auf dem Fagott und Klavier. Für ihn stand schon in jungen Jahren fest, den Musikerberuf ausüben zu wollen. So führte sein Studienweg über die Dresdner Spezialschule für Musik sowie die Musikhochschulen in Dresden (Prof. Bernhard Rose) und München (Prof. Eberhard Marschall).

Sein erstes Orchesterengagement erhielt er im Jahr 2000 an der Bayerischen Staatsoper, seit 2004 ist er Solofagottist der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Thomas Eberhardt ist verschiedensten Kammerensembles zum Teil langjährig verbunden. Zahlreiche Tourneen mit diesen führten ihn in etliche Länder Europas, aber auch in die USA sowie nach Brasilien, Argentinien, China, Japan, Südkorea und Taiwan.

Robert Langbein

Solohornist

Robert Langbein, geboren in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), besuchte das Musikgymnasium Belvedere in Weimar. Seine musikalische Ausbildung setzte er an der Musikhochschule Weimar bei Rainer Heimbuch, ab 2001 - in Berlin - an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und der Universität der Künste bei Christian-Friedrich Dallmann fort. Noch während seines Studiums erhielt er sein erstes Engagement als Solohornist im Konzerthausorchester Berlin und wechselte 2005 auf gleicher Position zur Sächsischen Staatskapelle. Erste wertvolle Orchestererfahrungen sammelte er im Gustav Mahler Jugendorchester.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen folgten, u.a. ein 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb Markneukirchen 2004, ein 1. Preis beim Kurt-Alten-Wettbewerb in Hannover sowie ein Sonderpreis für Naturhorn beim Concours de Genève. 2010 erhielt er den Hornpreis der Michael-Schuncke-Stiftung Baden-Baden.

Im Juni 2013 nahm Robert Langbein mit der Philharmonie Baden-Baden unter Pavel Baleff das bis dahin unbekannte Concertino pour le Cor chromatique von Johann Christoph Schuncke (Genius) auf. In der Spielzeit 2013/2014 war Langbein Artist in Residenz der Philharmonie Baden-Baden. Daneben ist Robert Langbein solistisch zu Gast bei renommierten Orchestern wie dem Münchener Kammerorchester, dem  Kammerorchester Berlin, der Radiophilharmonie Hannover, dem Genfer Kammerorchester sowie dem Orchestre Symphonique de Québec.
 
Darüber hinaus ist Robert Langbein auch als Pädagoge tätig, nach einer Dozentur Zunächst unterrichtete Robert Langbein an der Universität der Künste und wechselte 2009 als Lehrbeauftragter an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden, wo er im April 2013 zum Professor für Horn berufen wurde.  Außerdem ist er auf zahlreichen Blechbläserkursen (Sorbisches National Ensemble, DMM) und Meisterkursen (Pacific Music Festival, Sapporo) als Dozent tätig.

Sven Barnkoth

Trompeter

Der in Halle an der Saale geborene Sven Barnkoth ist seit 2005 Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Er studierte Trompete bei Peter Michael Krämer an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Sven Barnkoth wurde mit mehreren Stipendien ausgezeichnet, u.a. mit dem Gewandhausstipendium Leipzig im Jahr 1996 sowie dem Herbert-von-Karajan-Stipendium der Berliner Philharmoniker im Jahr 1998. Erste wertvolle Orchestererfahrungen sammelte er im Gustav Mahler Jugendorchester.

Von 1998 bis 2005 war der Solotrompeter des Händelfestspielorchesters, das im Opernhaus Halle beheimatet ist. In der Saison 2001/2002 war er Blechbläserdozent des Landesjugendsinfonieorchesters Sachsen-Anhalt. Seit 2006 hat er einen Lehrauftrag an der Spezialschule und Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden und ist seit 2009 zudem Blechbläserdozent des Landesjugendorchesters Sachsen. Seit 2009 ist Sven Barnkoth außerdem Mitglied im Blechbläserensemble und den Virtuosi Saxoniae von Ludwig Güttler. In der Saison 2011/2012 unterrichtete er die Gruppe der Blechbläser der Jungen Deutschen Philharmonie. 

Jonathan Nuß

Soloposaunist

Jonathan Nuß (*1992) bekam mit zwölf Jahren seinen ersten Posaunenunterricht. Mit 15 Jahren absolvierte er sein erstes Jungstudium in Detmold bei Prof. David Bruchez, später wechselte er als Jungstudent an die Hochschule für Musik und Tanz Köln, wo er bei Prof. Ulrich Flad und Carsten Luz sein Bachelor Studium erfolgreich abschloss. Sein Master-Studium wurde 2016 bei Prof. Ian Bousfield an der HKB Bern fortgesetzt. Jonathan ist mehrfacher Stipendiat und 1. Bundespreisträger beim Wettbewerb Jugend

Musiziert.  2015 war er Finalist der Jeju International Brass Competition und Gewinner des Wettbewerbs der Hochschule für Musik und Tanz Köln.  Nach Akademieverträgen im Münchner Rundfunkorchester bzw. der Staatskapelle Dresden und Zeitverträgen als Soloposaunist im Sinfonieorchester Aachen und im WDR Funkhausorchester, ist Jonathan seit Februar 2018 Soloposaunist der Staatskapelle Dresden.