ABGESAGT: Osterfestspiele Salzburg: Kammerkonzert I

Arabella-Quartett Dresden
Matthias Wollong Violine
Jörg Faßmann Violine
Sebastian Herberg Viola
Norbert Anger Violoncello

Joseph Haydn

  • »Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze« für zwei Violinen, Viola und Violoncello Hob. XX:1B

Ludwig van Beethoven

  • Streichquartett e-Moll op. 59 Nr. 2
  • 07.04.2020
    11:00 Uhr
    Stiftung Mozarteum Salzburg, Großer Saal
    Tickets
    (externer Ticketanbieter)

Matthias Wollong

1. Konzertmeister

Matthias Wollong, 1968 in Berlin geboren, begann im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen. Nach einer Ausbildung in der Meisterklasse von Werner Scholz ging er von 1987 bis 1989 in die Schweiz, um bei dem legendären Geiger und Pädagogen Tibor Varga zu studieren. Während dieser Zeit trat er in der Bundesrepublik, in Frankreich und in der Schweiz als Solist auf. Mit dem Sieg des nach seinem Lehrer benannten Violinwettbewerbs beendete er seine dortige Studienzeit. Zahlreiche weitere Preise, z.B. der Hauptpreis beim Violinwettbewerb »Joseph Joachim« in Österreich schlossen sich an.

Als Solist arbeitet er regelmäßig mit bedeutenden Dirigenten wie Adam Fischer, Rafael Frühbeck de Burgos, Marek Janowski und Sir Colin Davis und Orchestern wie dem ORF-Symphonie-Orchester, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Staatskapelle Dresden, den Berliner Symphonikern und der Staatskapelle Weimar zusammen.

Seit 1999 ist Matthias Wollong 1. Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle, nachdem er von 1991 bis 1999 die gleiche Position beim Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin bekleidete. Während der Sommermonate musiziert er als 1. Konzertmeister im Orchester der Bayreuther Festspiele. Bereits in jungen Jahren war er Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters.
 

In den letzten Jahren widmet sich Matthias Wollong verstärkt der Kammermusik. So musiziert er regelmäßig mit Künstlern wie dem Leipziger Streichquartett, Pascal Rogé, Vladimir Stoupel, Michael Sanderling und ist darüber hinaus Mitglied im Trio Ex Aequo sowie im Solistenensemble Berlin.

Als Dirigent leitete er das Deutsche Kammerorchester, die Thüringen Philharmonie und gastierte beim Cairo Symphony Orchestra.

Seit 2003 verbindet ihn eine ständige Zusammenarbeit als Dirigent und Solist mit dem European Union Chamber Orchestra, mit dem er in Europa, Fernost und beiden Amerikas Tourneen unternimmt.

Matthias Wollong hat zahlreiche und viel beachtete CDs eingespielt, wie bspw. das Gesamtwerk für Violine von Othmar Schoeck und Wilhelm Furtwängler (CPO) und die Violinkonzerte von Ernest Bloch und Alfredo Casella mit Vladimir Jurowski für Capriccio. Darüber hinaus erschienen die Klaviertrios von Johannes Brahms bei Genuin. 2008 erhielt er für die Aufnahme von Kammermusik Erich Wolfgang Korngolds einen »ECHO Klassik«.

Matthias Wollong hat eine Professur an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, wo er auch lebt. Er spielt auf einer Violine von Andreas Guarneri aus dem Jahre 1676.
 

Jörg Faßmann

Stellv. 1. Konzertmeister

Jörg Faßmann, 1966 in Dessau geboren, erhielt im Alter von fünf Jahren seinen ersten Violinunterricht. Mit neun Jahren debütierte er als Solist mit Orchester. Sein Violinstudium absolvierte er von 1983 bis 1989 an den Hochschulen für Musik in Leipzig in der Meisterklasse von Gustav Schmahl und Klaus Hertel sowie in Dresden bei Reinhard Ulbricht. Außerdem zeichnete er sich als Preisträger internationaler Violinwettbewerbe aus.

Seit 1987 ist Jörg Faßmann Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden, 1989 wurde er hier stellvertretender 1. Konzertmeister. Neben seiner Orchestertätigkeit ist er seit 1995 Mitglied des Dresdner StreichTrio, mit dem er umfangreiche Konzerttätigkeit in Europa und Übersee sowie zahlreiche CD-Produktionen bestritten hat.
 

Außerdem arbeitet er seit vielen Jahren mit dem Pianisten Gunther Anger zusammen und konzertiert bei zahlreichen Kammermusikfesten sowie regelmäßig in der Semperoper Dresden. Als Solist war er bei verschiedenen deutschen Orchestern zu Gast und trat mit diesen u.a. in Italien und Asien auf.

Darüber hinaus ist Jörg Faßmann seit 1991 an der Hochschule für Musik in Dresden tätig. Im Jahr 2009 übernahm er zudem eine Masterclass am Conservartorio Real Superior in Granada. Im gleichen Jahr wurde er zu Konzerten und Workshops an der Universität Wisconsin eingeladen.
 

Sebastian Herberg

Solobratscher

Sebastian Herberg wurde 1968 in Potsdam in eine Künstlerfamilie geboren und erhielt seinen ersten Unterricht durch seinen Großvater Wilhelm Herberg, Bratschist im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie in der Staatskapelle Berlin.

Sein Studium absolvierte Sebastian Herberg in Weimar bei Thomas Wünsch. Ein Zusatzstudium führte ihn im Anschluss an die Musikhochschule Hanns Eisler nach Berlin in die Klasse von Alfred Lipka. 1989 wurde er Solobratscher des Schleswig-Holstein Festival Orchesters und erhielt wichtige Impulse durch Leonard Bernstein und Sir Georg Solti.1991 folgte sein erstes Engagement als Solobratscher des Berliner Sinfonie-Orchesters, 1994 wurde er Solobratscher der Staatskapelle Dresden. Solistisch konzertierte er unter Dirigenten wie Michael Sanderling, Sakari Oramo und Fabio Luisi; seine Einspielung von Strauss’ »Don Quixote« unter Luisi erschien 2009 bei Sony.
 

Neben seiner Lehrtätigkeit an der Orchesterakademie der Staatskapelle unterrichtete Sebastian Herberg von 1998 bis 2012 an der Hochschule für Musik in Dresden. In der Zeit von 2010 bis 2012 wirkte er zusammen mit Kollegen der Berliner und der Wiener Philharmoniker als Gastprofessor des Pacific Music Festivals.

Als Solobratscher der Dresdner Kapellsolisten gastierte er seit 1994 auf so bedeutenden Podien wie der Berliner Philharmonie und der New Opera Hall Tokyo. Er ist Gründungsmitglied des Dresdner StreichTrio, das in dieser Saison sein 20-jähriges Bühnenjubiläum feiert und bislang sieben, von der Fachpresse hervorragend besprochene CD-Einspielungen vorlegte.

Seit 2016 ist er Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Norbert Anger

Konzertmeister

Norbert Anger zählt zu den führenden Cellisten seiner Generation und trat als Solist bereits mit großen Klangkörpern wie dem Orchestre de Paris, dem Staatlichen Symphonieorchester Moskau, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Beethovenorchester Bonn in Erscheinung. 

Er war Gast renommierter Konzerthäuser und Bühnen, darunter die Comédie des Champs-Elysées, der Salle Gaveau, der Salle Pleyel, die Philharmonie Moskau und die Semperoper Dresden. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Vladimir Spivakov, John Storgårds und Andrea Marcon zusammen. 

Norbert Anger ist Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe wie des Tschaikowsky Wettbewerbs in Moskau, des Concours Rostropovich in Paris, des Paulo Wettbewerbs in Helsinki und des Deutschen Musikwettbewerbs. 

Über seine solistische Tätigkeit hinaus widmet er sich intensiv der Kammermusik und musiziert dabei mit Partnern wie Christoph Eschenbach, Hartmut Rohde, Latica Honda-Rosenberg, Wolfgang Emanuel Schmidt und David Geringas. Als Gast internationaler Festivals trat er bislang bei den Osterfestspielen Salzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Festival Mitte Europa auf.

Norbert Anger begann seine Ausbildung an der Dresdner Spezialschule für Musik Carl Maria von Weber als Schüler von Christoph Schulze und machte bereits in frühen Jahren als Sieger internationaler Cellowettbewerbe wie Vibrarte in Paris und Domenico Gabrielli in Berlin auf sich aufmerksam. Er vollendete sein Studium in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt an der Universität der Künste Berlin und erhielt wichtige Impulse von David Geringas, Heinrich Schiff und Sir Colin Davis.

Im Jahr 2012 erschien seine Debüt-CD beim deutschen Label Genuin Classics mit Werken von Beethoven, Brahms, Schumann und Debussy und wurde von der Presse hoch gelobt. 

Seit 2013 bekleidet Norbert Anger die Stelle des Konzertmeisters der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2015 ist er zudem Solocellist des Bayreuther Festspielorchesters.

Als Preisträger des 21. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielte Norbert Anger bis 2015 ein Violoncello von Andrea Guarneri, ex Ludwig Hoelscher, Cremona 1691 und seitdem ein Violoncello von Domenico Montagnana, ex Hekking, Venedig 1721. 

Norbert Anger spielt exklusiv Saiten von Larsen Strings A/S.