»Osterfestspiele im Herbst«: Orchesterkonzert Gatti

Daniele Gatti Dirigent
Hilary Hahn Violine

Wolfgang Amadeus Mozart

  • Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • »Meeresstille und glückliche Fahrt«. Konzertouvertüre op. 27

Robert Schumann

  • Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 »Rheinische«

Die Konzerte werden von ORF Ö1 mitgeschnitten.

Daniele Gatti

Dirigent

Daniele Gatti studierte Komposition und Orchesterdirigieren am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand. Er ist Musikdirektor des Orchestra Mozart, Künst­lerischer Berater des Mahler Chamber Orchestra (MCO) und Chefdirigent des Teatro del Maggio Musicale Fiorentino. Er war Musikdirektor des Teatro dell̛Opera in Rom, Chefdirigent des Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam und zuvor in ähnlicher Funktion bei bedeutenden musikalischen Institutionen wie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Orchestre national de France, dem Royal Opera House in London, dem Teatro Comunale di Bologna und dem Opernhaus Zürich tätig. Darüber hinaus arbeitet er regelmäßig mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Sympho­nieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Orchestra Filarmonica della Scala zusammen. Zuletzt dirigierte Daniele Gatti etwa das Orchestre National de France, das Gewandhausorchester Leipzig, die Münchner Philharmoniker und die Staatskapelle Berlin.

Zu den wichtigsten Opernproduktionen unter seiner Leitung zählen »Falstaff« in der Regie von Robert Carsen in London, Mailand und

Amsterdam, »Parsifal« in der Regie von Stefan Herheim zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele 2008 sowie in der Regie von François Girard an der Metropolitan Opera in New York und insgesamt vier Opern bei den Salzburger Festspielen. An der Mailänder Scala eröffnete er 2008 die Saison mit Verdis »Don Carlo«; anlässlich dessen 200. Geburtstags kehrte er u. a. 2013 zum Spielzeitauftakt mit »La traviata« zurück.

Von italienischen Musikkritikern wurde Daniele Gatti 2015 als bester Dirigent mit dem »Premio Franco Abbiati« ausgezeichnet, 2016 wurde er zum Chevalier de la Légion d’honneur ernannt für seine Arbeit als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestre nati­onal de France.

Bei SONY Classical erschienen Aufnahmen mit Debussy und Strawinsky mit dem Orchestre national de France. Unter dem Label »RCO Live« wurden zuletzt Berlioz’ »Symphonie fantastique«, Mahlers zweite Symphonie und eine DVD von Strawinskys »Le sacre du printemps« zusammen mit Debussys »Prélude à l’après-midi d’un faune« und »La mer« veröffentlicht.

Hilary Hahn

Die dreifache Grammy-Preisträgerin Hilary Hahn verbindet ausdrucksstarke Musikalität und technisches Know-how mit einem vielfältigen Repertoire, das von künstlerischer Neugierde geleitet wird. In der Konzertsaison 2019/20 nimmt sie ein Jahr lang ein Sabbatical ein; im September 2020 wird sie wieder auftreten.

Hahns Saison 2018/19 dreht sich um die Musik von Bach, eine Konstante in ihrem musikalischen Leben. Nach ihrer Aufnahme in das Curtis Institute of Music im Alter von 10 Jahren widmete Hahn sich fast jeder Unterrichtsstunde dem Solo-Bach; mit 17 Jahren gab sie ihr Aufnahme-Debüt mit »Hilary Hahn Plays Bach«, das aus drei Spitzenwerken für Violine besteht. Im Oktober 2018 veröffentlichte sie die restlichen drei Stücke derselben Reihe und schloss mit einer weltweiten Solo-Bach-Recital-Tournee den Kreis zu dieser Musik.

Die Saison war auch einem weiteren Standbein von Hahns künstlerischer Praxis gewidmet: der Zusammenarbeit. Im Jahr 2019 brachte Hahn zwei neue, für sie geschriebene Werke zur Uraufführung: Einojuhani Rautavaara‘s »Zwei Serenaden für Violine und Orchester« die posthum von Kalevi Aho vollendet wurden, und Lera Auerbachs Sonate Nr. 4 »Fractured Dreams«. Die Saison wurde durch eine weitere große Veröffentlichung abgeschlossen: ihr jüngster Soloauftrag, »6 Partitas« von Antón García Abril. García Abril, Auerbach und Rautavaara hatten Komponisten für »In 27 Pieces«: »the Hilary Hahn Encores«, Hahns mit dem Grammy ausgezeichnetes mehrjähriges Auftragsprojekt zur Wiederbelebung des Duo-Zugabengenres, beigesteuert. Eine gedruckte Ausgabe der vollständigen Noten wurde vor kurzem bei Boosey & Hawkes veröffentlicht; sie enthält Hahns Fingersätze, Streichungen und Aufführungshinweise und stellt sicher, dass die Zugaben Teil des aktiven Violinrepertoires werden.

Hahn ist eine produktive und gefeierte Aufnahmekünstlerin, dessen 19 Spielfilm-Alben bei Decca, Deutsche Grammophon und Sony alle in den Top Ten der Billboard-Charts erschienen sind. Darüber hinaus ist sie auf drei DVDs, einer preisgekrönten Aufnahme für Kinder und verschiedenen Kompilationen zu finden. Drei von Hahns Alben wurden mit Grammys ausgezeichnet. Jennifer Higdons Violinkonzert, das für Hahn geschrieben wurde und dass sie zusammen mit dem Tschaikowsky-Konzert aufgenommen hat, wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2017 veröffentlichte sie eine fächerorientierte Retrospektivsammlung, in der neues Live-Material, das mit klassischer Direct-to-Disc-Technologie aufgenommen wurde, und Kunstwerke ihrer Fans gezeigt wurden.

Hahn hat zahlreiche Preise und Anerkennungen erhalten. Im Jahr 2001 wurde sie vom Time Magazine als »America's Best Young Classical Musician« ausgezeichnet. Im Jahr 2014 erhielt Hahn den Glashütte Original Music Festival Prize; das Preisgeld stiftete sie dem gemeinnützigen Philadelphia Music Education Nonprofit Project 440. Sie ist außerdem Ehrendoktorin des Middlebury College - wo sie vier Sommer lang an den Sprachprogrammen für Deutsch, Französisch und Japanisch teilnahm - und der Ball State University, wo drei Stipendien in ihrem Namen vergeben werden.