»Osterfestspiele im Herbst«: Mozart Requiem

Christian Thielemann Dirigent
Golda Schultz Sopran
Christa Mayer Alt
Sebastian Kohlhepp Tenor
René Pape Bass

Wolfgang Amadeus Mozart

  • Requiem d-Moll KV 626

Einzelkartenverkauf ab 1. August 2021 

  • 29.10.2021
    19:00 Uhr
    Salzburg, Großes Festspielhaus
    Tickets

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im

Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien), außerdem ist er Honorarprofessor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Christa Mayer

Christa Mayer wurde in Sulzbach-Rosenberg geboren und studierte Gesang an der Bayerischen Singakademie sowie an der Musikhochschule München. Seit 2001 ist die ARD-Preisträgerin Ensemblemitglied der Semperoper Dresden. Hier singt sie Partien wie Ottavia (»L’incoronazione di Poppea«), Orlando (»Orlando«), Cornelia (»Giulio Cesare«), Fenena (»Nabucco«), Mrs. Quickly (»Falstaff«), Suzuki (»Madama Butterfly«), Erda, Fricka und Waltraute (»Der Ring des Nibelungen«), Brangäne (»Tristan und Isolde«), Gaea (»Daphne«), Gräfin Geschwitz (»Lulu«) und Auntie (»Peter Grimes«). 2005 wurde Christa Mayer der Christel-Goltz-Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper verliehen.

Gastspiele führten Christa Mayer an die Opernhäuser in Berlin, Hamburg, München, Venedig, Florenz, Barcelona, Bilbao und Sevilla, zum Rheingau Musikfestival und zum Schleswig-Holstein Musikfestival sowie zum Lucerne Festival. 2007 sang Christa Mayer im La Fura dels Baus-»Ring« in Valencia unter der Leitung von Zubin Mehta. 2008 debütierte sie unter der Leitung von Christian Thielemann als Erda und Waltraute bei den Bayreuther Festspielen und ist seitdem regelmäßiger Gast in Bayreuth. Im Festspielsommer 2018 sang sie dort Brangäne in »Tristan und Isolde« sowie Mary in »Der fliegende Holländer«.

Auf dem Konzertpodium arbeitete sie zusammen mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Herbert Blomstedt, Zubin Mehta, Riccardo Chailly, Fabio Luisi, Ingo Metzmacher, Marek Janowski, Jonathan Nott, Sir Charles Mackerras, Sir Colin Davis und Simone Young. 2015 gab Christa Mayer ihr Debüt am New National Theatre in Tokio als Erda in »Das Rheingold« und war auf der Ostertournee des Gustav Mahler Jungendorchesters in der zweiten Symphonie von Gustav Mahler, der »Auferstehungssinfonie«, unter der Leitung von Jonathan Nott in Lissabon, Madrid, Aix-en-Provence und Wien zu erleben. 2018 gab Christa Mayer ihr Debüt in den USA mit dem Dallas Symphony Orchestra unter Jaap van Zweden.

2017 sang sie die Fricka in »Die Walküre« bei den Salzburger Osterfestspielen. In der darauffolgenden Saison war sie an der Semperoper neben weiteren Rollen auch als Didon in der Neuproduktion »Les Troyens« sowie als Brigitta in »Die tote Stadt« und in der zyklischen Aufführung von Wagners »Ring« unter Leitung von Christian Thielemann als Fricka, Erda und Waltraute zu erleben.

Sebastian Kohlhepp

Sebastian Kohlhepp wurde in Limburg an der Lahn geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung am dortigen Knabenchor. Nach seinem Studium bei Hedwig Fassbender an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main war er am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert. In der Saison 2013/14 war der Tenor Ensemble-Mitglied der Wiener Staatsoper und stand dort u. a. als Jaquino in »Fidelio« und Froh in »Das Rheingold« auf der Bühne. 2015 bis 2017 war er im Ensemble der Oper Stuttgart in Rollen wie Lucio Vero (Jommellis »Il vologeso«), Alfred (»Die Fledermaus«), Ferrando (»Così fan tutte«), Oronte (»Alcina«), Don Ottavio (»Don Giovanni«) und Lurcanio (»Ariodante«) zu erleben.

Gastspiele führten Sebastian Kohlhepp u. a. als Tamino (»Die Zauberflöte«) an das Theater Basel und das Theater an der Wien sowie als Don Ottavio an die Oper Köln. An die Staatsoper Stuttgart kehrte er 2017/18 als Jason (Cherubinis »Médée«) zurück. 2018 gab er sein Debüt als Belmonte (»Die Entführung aus dem Serail«) bei der Mozartwoche in Salzburg.

 

Als Konzertsänger arbeitet er regelmäßig mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem B’Rock Orchestra, der Capella Augustina, dem Collegium Vocale Gent, dem Collegium 1704, dem Freiburger Barockorchester, dem Kammerchor Stuttgart, dem NDR Chor und dem RIAS Kammerchor zusammen. Bei den Salzburger Festspielen debütierte er 2018 in Beethovens neunter Symphonie unter Teodor Currentzis.

René Pape

Bass

Als eine der herausragenden Sängerpersönlichkeiten der internationalen Musikszene ist René Pape gern gesehener Gast der bedeutenden Opernhäuser, Orchester und Festivals. In Dresden geboren, sang er in der Elbestadt im berühmten Kreuzchor und studierte an der Dresdner Musikhochschule. Seit 1988 ist er festes Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper, an der er  die großen Basspartien übernimmt, darunter Méphistophélès (Gounods »Faust«), Philipp II . (»Don Carlo«), Rocco (»Fidelio«), Gurnemanz (»Parsifal«), König Heinrich (»Lohengrin«) und König Marke (»Tristan«). In weiteren Neuinszenierungen verkörperte er an diesem Haus den Figaro, Don Giovanni, Boris Godunow, Gremin (»Eugen Onegin«) und Wotan (»Rheingold« und »Walküre «), 

jeweils unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Einladungen führten René Pape an die New Yorker MET und die Lyric Opera of Chicago, an die Mailänder Scala, die Wiener und die Bayerische Staatsoper, die Semperoper oder auch zu den Bayreuther und Salzburger Festspielen. Neben seinen Opernverpflichtungen widmet sich der Bass einer intensiven Konzerttätigkeit. Er ist mehrfacher Grammy- und ECHO-Klassik-Preisträger, u.a. erhielt er 2009 den ECHO für sein mit der Sächsischen Staatskapelle aufgenommenes Solo-Album »Gods, Kings & Demons«. Außerdem bekam er 2017 den Österreichischen Musiktheaterpreis.