»Osterfestspiele im Herbst«: Winterstürme

Christian Thielemann Dirigent
Anja Kampe Sopran
Stephen Gould Tenor
René Pape Bass

Richard Wagner

  • Ausschnitte aus »Götterdämmerung«
  • Ausschnitte aus »Die Walküre«

Einzelkartenverkauf ab 1. August 2021 

  • 31.10.2021
    19:00 Uhr
    Salzburg, Großes Festspielhaus
    Tickets

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/2013 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner, Strauss und Beethoven. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. In der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Ariadne auf Naxos« und »Capriccio«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre«, »Tosca« und »Die Meistersinger von Nürnberg«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Er war musikalischer

Berater und Musikdirektor der Bayreuther Festspiele, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.

Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Anton Bruckner und Robert Schumann, Arnold Schönbergs »Gurre-Lieder« sowie zahlreiche Opern. Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, Honorarprofessor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). 2003 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im Mai 2015 erhielt er den Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten Graupa. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Anja Kampe

Die deutsche Sopranistin Anja Kampe gehört zu den bedeutendsten Sängerinnen unserer Zeit. Mit der Sieglinde an der Seite von Placido Domingo gelang Anja Kampe an der Washington National Opera der internationale Durchbruch. Mit dieser Rolle gastierte sie mit größtem Erfolg bislang u.a. in Los Angeles, San Francisco, München, Berlin, Barcelona, Paris, London und Bayreuth. Neben der Sieglinde ist die Senta zu einer zentralen Partie von Anja Kampe geworden. Sie hat sie bislang in München, Hamburg, Wien, Zürich, Mailand, Madrid, Barcelona, Brüssel, London, Tokyo und Dallas gesungen. Eine weitere wichtige Rolle der Sopranistin ist die »Fidelio«-Leonore, mit der sie u.a. in Baden-Baden, Madrid, Zürich, Los Angeles sowie an der Wiener und der Bayerischen Staatsoper erfolgreich war und sie 2014 zur Saisoneröffnung des Teatro alla Scala Milano unter der Leitung von Daniel Barenboim sang. Unter seiner Leitung gab sie auch ihre Rollendebüts als Tosca und Kundry an der Deutschen Staatsoper Berlin, wobei sie den Erfolg als Kundry am Teatro Real Madrid wiederholen konnte.

Zu den wichtigen Engagements der zurückliegenden Spielzeiten zählen die Neuproduktion der »Fanciulla del West« an der Bayerischen Staatsoper München, die Neuproduktion »Tristan und Isolde« unter der Leitung von Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper, die von Philippe Jordan dirigierte Neuproduktion des »Parsifal« an der Opéra National de Paris, Sieglinde bei den Bayreuther Festspielen 2018 sowie bei den Münchner Opernfestspielen 2018 unter Kirill Petrenko.

Anja Kampe eröffnet die Saison 2019/20 mit Aufführungen wie »Die Walküre« an der Staatsoper Berlin, bevor sie an der Oper Frankfurt für die Neuproduktion »Lady Macbeth« von Mzensk erwartet wird. Anschließend kehrt sie an die Oper Zürich als Leonore in »Fidelio« zurück und gibt danach ihr lang erwartetes Debüt an der Metropolitan Opera New York als Senta im »Der Fliegenden Holländer«. Die 2018 zur Bayerischen Kammersängerin ernannte Künstlerin wird sowohl Kundry (»Parsifal«) als auch die Titelpartie in »Fanciulla del West« an der Bayerischen Staatsoper München singen. Das Festival d‘ Aix-en-Provence hat die Sopranistin für die Neuproduktion »Wozzeck« verpflichtet und konnte damit die Künstlerin für ihr Rollendebüt als Marie gewinnen.

Anja Kampe arbeitet u.a. auch mit Claudio Abbado, Semyon Bychkov, James Conlon, Mark Elder, Adam Fischer, Daniele Gatti, Valery Gergiev, Daniel Harding, Marek Janowski, Simone Young, Vladimir Jurowski, Jesùs López-Cobos, Fabio Luisi, Nicola Luisotti, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Kent Nagano, Andris Nelsons, Kazushi Ono, Donald Runnicles, Esa-Pekka Salonen, Sebastian Weigle und Franz Welser-Möst gearbeitet. Zu den wichtigsten Regisseuren zählen u.a. Calixto Bieito, Willy Decker, Claus Guth, Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Harry Kupfer und Dimitri Tschnerniakow.

Einige der wichtigsten Produktionen sind inzwischen als DVD erschienen, darunter »Die Walküre« von den Salzburger Osterfestspielen, »Der fliegende Holländer« aus Zürich und der »Parsifal« der Staatsoper Berlin. Außerdem liegen als Aufnahme »Tristan und Isolde« und »Fidelio« aus Glyndebourne sowie »Die Gezeichneten« aus Los Angeles vor. Die von Valery Gergiev dirigierte Aufnahme »Die Walküre« wurde 2013 mit dem Echo Klassik für die beste Operneinspielung des Jahres ausgezeichnet.

Stephen Gould

Der Kammersänger Stephen Gould tritt an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt, darunter in Wien, München, Berlin, Paris, Rom, London, New York, am New National Theatre in Tokio oder dem Teatro Colón in Buenos Aires auf.

Der aus den USA stammende Sänger studierte am New England Conservatory of Music und vervollständigte seine Ausbildung am Lyric Opera of Chicago Center for American Artists. Das erste Jahrzehnt seiner Karriere verbrachte er in den USA als Opern- und Konzertsänger, vor allem aber als Musicaldarsteller auf Tournee. Während dieser Zeit erarbeitete er sich mit dem viele Jahre an der Metropolitan Opera in New York engagierten Bariton John Fiorito kontinuierlich den Fachwechsel vom Bariton zum Heldentenor.

Sein Europa-Debüt als Florestan am Linzer Landestheater wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. Es folgten Auftritte beim Festival Maggio Musicale Fiorentino unter Zubin Mehta. Ein wichtiger Meilenstein seine Karriere war 2004 sein Debüt als Tannhäuser unter Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen. Seinen Einstand bei den Salzburger Festspielen gab er 2011 als Kaiser in »Die Frau ohne Schatten«, ebenfalls unter Christian Thielemann. Zu beiden Festivals verbindet ihn inzwischen eine langjährige Zusammenarbeit.

Sowohl als Opern- als auch als Konzertsänger arbeitete Stephen Gould u. a. mit Dirigenten wie Daniele Gatti in »Das Lied von der Erde« in Paris 2011, Kent Nagano in Schönbergs »Gurre-Liedern« in Montreal sowie mit Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Myung-Whun Chung, Asher Fisch, Adam Fischer, Valery Gergiev, Hartmut Haenchen, Daniel Harding, Philippe Jordan, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Franz Welser-Möst, Andris Nelsons, Seiji Ozawa, Antonio Pappano, Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen und Jeffrey Tate.

Zu seinen zukünftigen Engagements zählen »Parsifal« unter Simon Rattle in Baden-Baden, »Fidelio« in einer Neuproduktion von Katharina Wagner in Tokio, »Tannhäuser« unter Adam Fischer anlässlich der Wagner-Tage in Budapest sowie seine Rückkehr nach Bayreuth als Tristan und als Siegmund in »Die Walküre«.

Im Mai 2015 wurde Stephen Gould in der Wiener Staatsoper zum Österreichischen Kammersänger ernannt. Als regelmäßiger Gast an der Semperoper wurde er mit dem Preis der Stiftung Semperoper – Förderstiftung ausgezeichnet.

René Pape

Bass

Als eine der herausragenden Sängerpersönlichkeiten der internationalen Musikszene ist René Pape gern gesehener Gast der bedeutenden Opernhäuser, Orchester und Festivals. In Dresden geboren, sang er in der Elbestadt im berühmten Kreuzchor und studierte an der Dresdner Musikhochschule. Seit 1988 ist er festes Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper, an der er  die großen Basspartien übernimmt, darunter Méphistophélès (Gounods »Faust«), Philipp II . (»Don Carlo«), Rocco (»Fidelio«), Gurnemanz (»Parsifal«), König Heinrich (»Lohengrin«) und König Marke (»Tristan«). In weiteren Neuinszenierungen verkörperte er an diesem Haus den Figaro, Don Giovanni, Boris Godunow, Gremin (»Eugen Onegin«) und Wotan (»Rheingold« und »Walküre «), 

jeweils unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim. Einladungen führten René Pape an die New Yorker MET und die Lyric Opera of Chicago, an die Mailänder Scala, die Wiener und die Bayerische Staatsoper, die Semperoper oder auch zu den Bayreuther und Salzburger Festspielen. Neben seinen Opernverpflichtungen widmet sich der Bass einer intensiven Konzerttätigkeit. Er ist mehrfacher Grammy- und ECHO-Klassik-Preisträger, u.a. erhielt er 2009 den ECHO für sein mit der Sächsischen Staatskapelle aufgenommenes Solo-Album »Gods, Kings & Demons«. Außerdem bekam er 2017 den Österreichischen Musiktheaterpreis.