Osterfestspiele Salzburg: Orchesterkonzert Antonio Pappano

Antonio Pappano Dirigent
Hilary Hahn Violine

Wolfgang Amadeus Mozart

  • Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219

Gustav Mahler

  • Symphonie Nr. 7 e-Moll

Lied der Nacht

Noch nie in der langen Historie erklang sie im Konzert der Staatskapelle: Gustav Mahlers siebte Symphonie steht seit jeher zu Unrecht im Schatten ihrer Gattungsgeschwister. Ar­nold Schönberg schwärmte, er »habe sie wie einen Klassiker aufgenommen. (…) Welcher Satz mir am liebsten war: Jeder!« Dabei bricht das Werk mit seinen das »schattenhafte« Scherzo umrahmenden Nachtmusiken durch­aus die Formkonvention.

Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. Dezember 2020.

  • 28.03.2021
    19:00 Uhr
    Salzburg, Großes Festspielhaus
    Tickets
  • 04.04.2021
    19:00 Uhr
    Salzburg, Großes Festspielhaus
    Tickets

Antonio Pappano

Antonio Pappano wurde als Sohn italienischer Eltern in London geboren und zog mit seiner Familie im Alter von 13 Jahren in die Vereinigten Staaten. Er studierte Klavier bei Norma Verrilli, Komposition bei Arnold Franchetti und Dirigieren bei Gustav Meier.

Er wurde 1990 zum Musikdirektor der Osloer Oper Den Norske ernannt und war von 1992-2002 Musikdirektor des Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Von 1997-1999 war er Erster Gastdirigent des Israel Philharmonic Orchestra. Seit 2002 ist er Musikdirektor des Royal Opera House Covent Garden und seit 2005 Musikdirektor des Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Pappano ist daher ein gefragter Operndirigent, unter anderem an der Metropolitan Opera New York, den Staatsopern von Wien und Berlin, den Bayreuther und Salzburger Festspielen, der San Francisco Opera, der Lyric Opera of Chicago, dem Théâtre du Châtelet und dem Teatro alla Scala.

Pappano ist zudem als Gastdirigent mit vielen der renommiertesten Orchester der Welt aufgetreten, darunter die Berliner, Wiener, New Yorker und Münchner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra, die Symphonieorchester von Chicago und Boston, das Philadelphia und Cleveland Orchestra und das Orchestre de Paris. Zu den bevorstehenden Höhepunkten gehören Gegenbesuche bei der Staatskapelle Berlin, dem London Philharmonic, dem Gewandhausorchester Leipzig sowie ausgedehnte Tourneen mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Außerdem engagiert er sich stark für die Förderung junger Sänger und Instrumentalisten, und im Sommer 2020 wird er seine Verbindungen zu den Festivals von Aldeburgh und Verbier vertiefen und Konzerte und Meisterklassen leiten.

Seit 1995 ist Pappano ein Exklusivkünstler für Warner Classics und seine Diskographie enthält zahlreiche vollständige Opern, darunter »Don Carlo«, »La Rondine«, »Guillaume Tell«, »Il Trittico«, »Werther«, »Il Trovatore«, »Tristan und Isolde« und zuletzt »Aida«. Seine Orchesteraufnahmen mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia umfassen Rachmaninows 2., Mahlers 6., Dvoraks 9. und Tschaikowskys 4., 5. und 6. Symphonie, Respighis römische Trilogie, Rossinis Stabat Mater, Petite Messe Solenelle und ausgewählte Ouvertüren, Brittens Kriegsrequiem und Verdis Requiem. Seine Diskographie dokumentiert auch seine Arbeit mit anderen Ensembles, darunter das London Symphony Orchestra, die Berliner Philharmoniker sowie die Orchester des Royal Opera House und des Théâtre Royal de la Monnaie, mit Musik von Pergolesi und Mendelssohn bis hin zu Panufnik, Boesmans und Maxwell Davies.

Zu seinen Auszeichnungen und Ehrungen gehören Gramophones »Künstler des Jahres« im Jahr 2000, der Olivier Award 2003 für herausragende Leistungen in der Oper, der Royal Philharmonic Society Music Award 2004 und der Bruno-Walter-Preis der Académie du Disque Lyrique in Paris. Im Jahr 2012 wurde er zum Cavaliere di Gran Croce der Republik Italien und zum Ritter des Britischen Empires für seine Verdienste um die Musik ernannt. 2015 erhielt er zum 100. Mal die Goldmedaille der Royal Philharmonic Society, die höchste Auszeichnung der Organisation. Er hat auch eine bemerkenswerte Karriere als Sprecher und Moderator entwickelt und war an der Spitze mehrerer von der Kritik gefeierter Dokumentarfilme des BBC-Fernsehens, darunter »Opera Italia«, »Pappano's Essential Ring Cycle« und »Pappano's Classical Voices«.

Hilary Hahn

Die dreifache Grammy-Preisträgerin Hilary Hahn verbindet ausdrucksstarke Musikalität und technisches Know-how mit einem vielfältigen Repertoire, das von künstlerischer Neugierde geleitet wird. In der Konzertsaison 2019/20 nimmt sie ein Jahr lang ein Sabbatical ein; im September 2020 wird sie wieder auftreten.

Hahns Saison 2018/19 dreht sich um die Musik von Bach, eine Konstante in ihrem musikalischen Leben. Nach ihrer Aufnahme in das Curtis Institute of Music im Alter von 10 Jahren widmete Hahn sich fast jeder Unterrichtsstunde dem Solo-Bach; mit 17 Jahren gab sie ihr Aufnahme-Debüt mit »Hilary Hahn Plays Bach«, das aus drei Spitzenwerken für Violine besteht. Im Oktober 2018 veröffentlichte sie die restlichen drei Stücke derselben Reihe und schloss mit einer weltweiten Solo-Bach-Recital-Tournee den Kreis zu dieser Musik.

Die Saison war auch einem weiteren Standbein von Hahns künstlerischer Praxis gewidmet: der Zusammenarbeit. Im Jahr 2019 brachte Hahn zwei neue, für sie geschriebene Werke zur Uraufführung: Einojuhani Rautavaara‘s »Zwei Serenaden für Violine und Orchester« die posthum von Kalevi Aho vollendet wurden, und Lera Auerbachs Sonate Nr. 4 »Fractured Dreams«. Die Saison wurde durch eine weitere große Veröffentlichung abgeschlossen: ihr jüngster Soloauftrag, »6 Partitas« von Antón García Abril. García Abril, Auerbach und Rautavaara hatten Komponisten für »In 27 Pieces«: »the Hilary Hahn Encores«, Hahns mit dem Grammy ausgezeichnetes mehrjähriges Auftragsprojekt zur Wiederbelebung des Duo-Zugabengenres, beigesteuert. Eine gedruckte Ausgabe der vollständigen Noten wurde vor kurzem bei Boosey & Hawkes veröffentlicht; sie enthält Hahns Fingersätze, Streichungen und Aufführungshinweise und stellt sicher, dass die Zugaben Teil des aktiven Violinrepertoires werden.

Hahn ist eine produktive und gefeierte Aufnahmekünstlerin, dessen 19 Spielfilm-Alben bei Decca, Deutsche Grammophon und Sony alle in den Top Ten der Billboard-Charts erschienen sind. Darüber hinaus ist sie auf drei DVDs, einer preisgekrönten Aufnahme für Kinder und verschiedenen Kompilationen zu finden. Drei von Hahns Alben wurden mit Grammys ausgezeichnet. Jennifer Higdons Violinkonzert, das für Hahn geschrieben wurde und dass sie zusammen mit dem Tschaikowsky-Konzert aufgenommen hat, wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2017 veröffentlichte sie eine fächerorientierte Retrospektivsammlung, in der neues Live-Material, das mit klassischer Direct-to-Disc-Technologie aufgenommen wurde, und Kunstwerke ihrer Fans gezeigt wurden.

Hahn hat zahlreiche Preise und Anerkennungen erhalten. Im Jahr 2001 wurde sie vom Time Magazine als »America's Best Young Classical Musician« ausgezeichnet. Im Jahr 2014 erhielt Hahn den Glashütte Original Music Festival Prize; das Preisgeld stiftete sie dem gemeinnützigen Philadelphia Music Education Nonprofit Project 440. Sie ist außerdem Ehrendoktorin des Middlebury College - wo sie vier Sommer lang an den Sprachprogrammen für Deutsch, Französisch und Japanisch teilnahm - und der Ball State University, wo drei Stipendien in ihrem Namen vergeben werden.