Silvesterkonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Christian Thielemann Dirigent
Jane Archibald Lisa
Pavol Breslik Prinz Sou-Chong
Erin Morley Mi
Sebastian Kohlhepp Graf Gustav von Pottenstein
Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Franz Lehár

  • Höhepunkte aus »Das Land des Lächelns«

»Dein ist mein ganzes Herz«

»Operette wird erst richtig gut, wenn sie auf einem hohen Niveau musiziert wird«, so Christian Thielemann, der gemeinsam mit der Staatskapelle das Jahr 2019 beschwingt beendet. Franz Lehárs Operettenklassiker »Das Land des Lächelns« ist mit seiner Mischung aus wienerischem Charme und Chinoiserie ein Garant für Schmelz und Witz. Freuen Sie sich auf hochkarätige Solistinnen und Solisten bei diesem festlichen Jahresausklang!

Sendetermin: 31. Dezember 2019, ab 17.25 Uhr live im ZDF
  • 30.12.2019
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    120.00 – 310.00 €
  • 31.12.2019
    17:15 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    120.00 – 250.00 €

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther

Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Jane Archibald

Jane Archibald begann ihre musikalische Ausbildung zunächst in ihrer Heimat Kanada; später arbeitete sie als Adler Fellow und im Rahmen des »Merola Opera Program« an der San Francisco Opera. Von 2006 bis 2009 gehörte Jane Archibald zum Ensemble der Wiener Staatsoper, wo sie u. a. als Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«), Sophie (»Rosenkavalier«), Olympia (»Contes d’Hoffmann«), Musetta (»La bohème«) und Italienische Sängerin (»Capriccio«) zu erleben war.

Seither ist die Sopranistin auf allen europäischen und nordamerikanischen Bühnen zu Gast, zuletzt u. a. als Lucia (»Lucia di Lammermoor«) und Konstanze (»Die Entführung aus dem Serail«) in Zürich, Adele (»Die Fledermaus«) und Ophélie (»Hamlet«) an der Metropolitan Opera in New York, Zerbinetta (»Ariadne auf Naxos«) an der Opéra National de Paris, am Royal Opera House Covent Garden in London und an der Bayerischen Staatsoper München, Sophie (»Der Rosenkavalier«) am Teatro alla Scala in Mailand und Berlin sowie als Donna Anna (»Don Giovanni«) am Theater an der Wien. 2012 war sie als Zerbinetta in Richard Strauss‘ »Ariadne auf Naxos« mit der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann im Festspielhaus Baden-Baden zu erleben (auch als DVD bei Decca erschienen).

In der vergangenen Saison trat sie unter der Leitung von Sir

Simon Rattle bei den BBC Proms und beim Lucerne Festival auf, übernahm die Titelrolle in »Daphne« an der Oper Frankfurt und war als Cunégonde in »Candide« mit dem London Symphony Orchestra sowie mit dem Israel Philharmonic Orchestra zu erleben. In dieser Spielzeit gastiert Jane Archibald an der Opéra National de Lyon und beim Shanghai Philharmonic Orchestra.

Im Konzertfach gleichermaßen international erfolgreich, sang Jane Archibald als Solistin bereits Bachs »Matthäus-Passion« mit dem Orchester National de Lyon, Mozarts Große c-Moll-Messe mit  Symphony Nova Scotia, Mozarts »Exsultate, jubilate« mit Lorin Maazel und dem Orchester der Mailänder Scala, Brahms‘ »Deutsches Requiem« mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter Michael Tilson Thomas sowie Messiaens »Poèmes pour Mi« mit Christian Thielemann und den Berliner Philharmonikern.

Unter ihren CD- und DVD-Aufnahmen finden sich u. a. Haydn-Arien, für die sie mit einem JUNO Award für das »Classical Album of the Year« ausgezeichnet wurde, ein von der Kritik gelobter Mitschnitt von »Die Entführung aus dem Serail« mit Dirigent Jéremie Rhorer sowie eine Aufnahme von Messiaens »Poèmes pour Mi« mit Ludovic Morlot und der Seattle Symphony.

Pavol Breslik

Die Karriere des Tenors Pavol Breslik begann 2005, als er bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zum »Nachwuchssänger des Jahres« gekürt wurde. Im Jahr 2000 hatte er den ersten Preis beim Antonín-Dvořák-Wettbewerb in Tschechien gewonnen. Er besuchte Meisterkurse bei Yvonne Minton, Mady Mesplé, Mirella Freni und William Matteuzzi. Von 2003 bis 2006 gehörte Pavol Breslik dem Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden an. Seit 2006 ist er freischaffend und trat an der Metropolitan Opera und an den großen europäischen Opernhäusern und Festspielen auf. Ein besonderes Anliegen ist  ihm der Liedgesang, und auch die Recitals nehmen  einen festen Platz in seiner Planung ein. Von Jugend an vertraut mit dem slawischen Volks- und Kunstlied widmet er sich seit einigen Jahren dem deutschen Liedgut, insbesondere dem Werk von Franz Schubert. Als Markstein in seiner Karriere gilt daher sein Debüt bei der Schubertiade in Schwarzenberg 2014 als Liedinterpret.

Des Weiteren übernahm er an der Wiener Staatsoper die Rolle des Lenski, Nemorino und Alfredo, an der Bayerischen Staatsoper gab er zwei wichtige Rollendebüts: den Gennaro in »Lucrezia Borgia« an der Seite von Edita Gruberova und den Edgardo in »Lucia di

Lammermoor« mit Diana Damrau. Ebenso  sang er dort Tamino, Idamante, Nemorino, Cassio, Alfredo, Rinuccio und debutierte als Henry Morosus in Strauss‘ »Die Schweigsame  Frau«. Am Covent Garden war er als Lenski in der Neuproduktion Eugen Onegin sowie als Ferrando und Tamino zu hören und wird als Don Ottavio dorthin zurückkehren. Er gastierte an der Pariser Oper, am Liceu Barcelona, Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an der Berliner Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen und am Genfer Grand Théâtre. Von 2012 bis 2018 war Breslik Mitglied des Opernhauses Zürich und sang dort Stewa, Don Ottavio, Faust, Roberto Devereux, Nadir und Peter Quint. An der Opera Sydney hat er in der vergangenen Saison als Nadir sein erfolgreiches Australien-Debüt gegeben.

Auch auf den Konzertpodien ist Pavol Breslik ein gern gesehener Gast, so bei den BBC Proms, dem Edinburgh Festival, den Salzburger Festspielen, den Osterfestspielen Baden-Baden, beim Orchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Boston Symphony Orchestra und sang unter der Leitung von Thomas Hengelbrock beim Eröffnungskonzert der Hamburger Elbphilharmonie.

Erin Morley

Erin Moley errang internationale Aufmerksamkeit, als sie als Absolventin des »Lindemann Young Artist Development Program« kurzfristig die Partie der Sophie in »Der Rosenkavalier« an der Metropolitan Opera in New York für die Saison 2013/14 übernahm. Seither war die Sopranistin in mehr als 100 Vorstellungen und fünf Liveübertragungen an der Met zu erleben, darunter als Olympia (»Les Contes d’Hoffmann«), Constance (»Les Dialogues de Carmélites«) und als Pamina (»Die Zauberflöte«). Darüber hinaus ist Erin Morley regelmäßig zu Gast an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper in München, der Opéra national de Paris, bei der Glyndebourne Festival Opera, der Sante Fe Opra, der LA Opera, der Opéra de Lille, der Opéra national de Lorraine und dem Palau de les Arts in Valencia.

In dieser Saison tritt sie als Tytania in der Neuproduktion von Brittens »A Midsummer Night’s Dream« an der Wiener Staatsoper in Erscheinung und kehrt als Gilda in Verdis »Rigoletto« zur Bayerischen Staatsoper zurück. Als Zerbinetta in Strauss’ »Ariadne auf Naxos« gastiert sie gemeinsam mit der Bayerischen Staatsoper beim Hong Kong Arts Festival. Außerdem debütiert sie mit der Partie der Sophie in Massenets »Werther« an der Metropolitan Opera und ist erstmals beim Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam zu erleben.

Auf dem Konzertpodium gleichermaßen erfolgreich, konzertierte Erin Morley bereits mit Harry Bicket und The English Concert, Louis Langrée und

dem Mostly Mozart Festival Orchestra, mit der Chamber Music Society des Lincoln Center und mit dem Met Chamber Ensemble im Zankel-Saal der Carnegie Hall. Als Gast renommierter Orchester sang sie etwa beim Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Boston Symphony Orchestra, New York Philharmonic, LA Philharmonic, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra.

Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen zeugen von Erin Morleys umfassender Opern- und Konzerttätigkeit. So erschien u. a. ein Mitschnitt des »Rosenkavaliers« aus der Met beim Label Decca. Darüber hinaus ist sie als Sandrina (»La Finta Giardiniera«) mit Emmanuelle Haïm in der Produktion der Opéra de Lille für Erato, als Woglinde (»Götterdämmerung«)mit Fabio Luisi im preisgekrönten Ring-Zyklus an der Metropolitan Opera für die Deutsche Grammophon und in Carl Nielsens Symphony Nr. 3 »Espansiva« mit Alan Gilbert und den New York Philharmonic für Da Capo Records zu hören.

Als Tochter einer Violinistin lernte Erin Morley in jungen Jahren zunächst Geige und Klavier. Geboren in Utah, hatte sie ihren ersten professionellen Auftritt als Sängerin mit dem Utah Symphony unter der Leitung von Joseph Silverstein. Später studierte sie Gesang an der New Yorker Juilliard School und absolvierte 2007 das Juilliard Opera Center.

Sebastian Kohlhepp

Sebastian Kohlhepp wurde in Limburg an der Lahn geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung am dortigen Knabenchor. Nach seinem Studium bei Hedwig Fassbender an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main war er am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert. In der Saison 2013/14 war der Tenor Ensemble-Mitglied der Wiener Staatsoper und stand dort u. a. als Jaquino in »Fidelio« und Froh in »Das Rheingold« auf der Bühne. 2015 bis 2017 war er im Ensemble der Oper Stuttgart in Rollen wie Lucio Vero (Jommellis »Il vologeso«), Alfred (»Die Fledermaus«), Ferrando (»Così fan tutte«), Oronte (»Alcina«), Don Ottavio (»Don Giovanni«) und Lurcanio (»Ariodante«) zu erleben.

Gastspiele führten Sebastian Kohlhepp u. a. als Tamino (»Die

Zauberflöte«) an das Theater Basel und das Theater an der Wien sowie als Don Ottavio an die Oper Köln. An die Staatsoper Stuttgart kehrte er 2017/18 als Jason (Cherubinis »Médée«) zurück. 2018 gab er sein Debüt als Belmonte (»Die Entführung aus dem Serail«) bei der Mozartwoche in Salzburg.

Als Konzertsänger arbeitet er regelmäßig mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem B’Rock Orchestra, der Capella Augustina, dem Collegium Vocale Gent, dem Collegium 1704, dem Freiburger Barockorchester, dem Kammerchor Stuttgart, dem NDR Chor und dem RIAS Kammerchor zusammen. Bei den Salzburger Festspielen debütierte er 2018 in Beethovens neunter Symphonie unter Teodor Currentzis.

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde am 8. Oktober 1817 per königlichem Dekret durch Friedrich August dem Gerechten gegründet. Die Erlassung dieses Dekrets war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers. Er hatte als neu engagierter Hofkapellmeister 1817 den Auftrag erhalten, neben der traditionsreichen italienischen Oper in Dresden auch eine deutsche Operngesellschaft ins Leben zu rufen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde.

In der Folge entwickelte sich der Sächsische Staatsopernchor dank hervorragender Persönlichkeiten, die ihn künstlerisch umsichtig und traditionsbewusst leiteten, zu einem erstklassigen und gefragten Klangkörper. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten und pflegten u. a. Joseph Metzner, Wilhelm Fischer, Karl Maria Pembaur, Ernst Hintze, Gerhart Wüstner, Hans Peter Müller-Sybel, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer bis heute ein spezielles, diesem Staatsopernchor zugehörendes Klangideal, das besonders auch durch die rege Konzerttätigkeit des Chores beeinflusst wurde. Homogenität des Klangs, klangliche Noblesse, kultivierter Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte und -fülle sind wesentliche Attribute, die für den Sächsischen Staatsopernchor stehen. Von 2014/15 bis 2018/19 war Jörn Hinnerk Andresen Chordirektor. In der Spielzeit 2019/20 übernimmt Jan Hoffmann diese Position

kommissarisch.

Heute gilt der Sächsische Staatsopernchor als einer der besten Opernchöre Europas. Seine Auftritte in Opernvorstellungen, seine Mitwirkung in Konzerten, bei Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen, die kontinuierliche Präsenz bei Festspielen und auf Tourneen brachten ihm auch weltweit Beachtung sowie höchste Wertschätzung ein.

Besonders prägend für den Staatsopernchor war die Arbeit mit dem Dirigenten Giuseppe Sinopoli, der das künstlerische Potential als bei weitem noch nicht ausgeschöpft betrachtete. In zahlreichen CD-Produktionen wuchs das Chorensemble immer wieder über sich hinaus. In den Jahren nach Sinopolis plötzlichem Tod gelang durch kontinuierliche Arbeit eine Konsolidierung der künstlerischen Qualität.

Wie in allen künstlerischen Sparten der Sächsischen Staatsoper Dresden spielt auch im Staatsopernchor die enge Verknüpfung von Tradition, gegenwärtiger künstlerischer Verantwortung und Ausrichtung auf die Herausforderungen der Zukunft eine entscheidende Rolle.

Seit 2013 ist der Sächsische Staatsopernchor gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden ständiger Gast bei den Osterfestspielen in Salzburg, deren Künstlerische Leitung in den Händen von Christian Thielemann liegt.

Am 8. Oktober 2017 feierte der Sächsische Staatsopernchor Dresden sein 200-jähriges Chorjubiläum.