Adventskonzert des ZDF

Antonello Manacorda Dirigent
Aida Garifullina Sopran
Daniel Behle Tenor
Céline Moinet Oboe
SemperBrass Dresden
Kammerchor der Frauenkirche Dresden

Joseph Haydn

  • »Mit Würd und Hoheit angetan« aus »Die Schöpfung«

Bartholomäus Gesius

  • »Hosianna, dem Sohne Davids«

Wolfgang Amadeus Mozart

  • »Laudamus te« aus Große Messe c-Moll KV427

Johann Sebastian Bach

  • Sinfonia pastorale aus dem »Weihnachtsoratorium« BWV 248
  • »Brich an, o schönes Morgenlicht« aus dem »Weihnachtsoratorium« BWV 248
  • »Frohe Hirten, eilt, ach eilet« aus dem »Weihnachtsoratorium« BWV 248

Alessandro Marcello

  • II. Adagio aus dem Oboenkonzert d-Moll

Giuseppe Verdi

  • »Ave Maria« aus der Oper »Otello«

Wolfgang Amadeus Mozart

  • IV. Molto allegro aus der Symphonie C-Dur KV 551 »Jupiter«

William Byrd

  • Ave verum corpus

Adolphe Adam

  • »O Holy Night«

Michael Praetorius

  • »Es ist ein Ros entsprungen«

Vorweihnachtliche Festmusik

Seit 2002 bringen das ZDF und die Staats­kapelle den vorweihnachtlichen Glanz Dresdens in die heimischen vier Wände zahlreicher Musikfreunde deutschlandweit. Das inzwischen zur guten Tradition ge­wordene Adventskonzert präsentiert dabei festliche Klänge mit renommierten Solisten und mit der Staatskapelle bei Kerzenschein in der eindrucksvollen und symbolträchtigen Dresdner Frauenkirche. Besinnlichkeit und Vorfreude prägen die Konzertprogramme international führender Dirigenten – eine klangvolle Einstimmung auf das Weihnachtsfest!

Aufgrund der geltenden Hygienemaßnahmen zum Gesundheitsschutz findet die Aufzeichnung in diesem Jahr ohne Publikum statt. » zur ZDF-Detailseite


Eine Veranstaltung des ZDF in Kooperation mit der Stiftung Frauenkirche Dresden, unterstützt von der Commerzbank

29. November 2020 ab 18 Uhr im ZDF
  • 29.11.2020
    18:00 Uhr
    Frauenkirche Dresden

Antonello Manacorda

Ein Italiener mit starker Affinität zum deutschen Repertoire. Ein „Melodiker von Natur“ (Der Tagesspiegel), der die Detailfreude der stilistisch informierten Interpretationspraxis überzeugend auf den großen Apparat zu übertragen versteht. Ein echter Orchesterpraktiker überdies, dessen künstlerische Gestaltungskraft sich mit dem Bedürfnis nach einem partnerschaftlichen Musizierstil verbindet.
Antonello Manacordas Vielseitigkeit als Dirigent liegt in der Fülle seiner musikalischen und kulturellen Prägungen begründet: In Turin in eine italienisch-französische Familie hineingeboren, in Amsterdam ausgebildet und seit vielen Jahren in Berlin zu Hause, war Manacorda Gründungsmitglied und langjähriger Konzertmeister des von Claudio Abbado ins Leben gerufenen Mahler Chamber Orchestras bevor er bei Jorma Panula, dem legendären finnischen Lehrer, ein Dirigierstudium absolvierte. Heute ist Antonello Manacorda in Opernproduktionen an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt ebenso häufig zu erleben wie am Pult führender Sinfonieorchester. Mittelpunkt seines Schaffens ist die Kammerakademie Potsdam, der er seit 2010 als Künstlerischer Leiter vorsteht und mit der er eine Reihe von preisgekrönten Aufnahmen vorgelegt hat.

In der Saison 2020/21 folgt Antonello Manacorda Wiedereinladungen an die Wiener Staatsoper („Die Entführung aus dem Serail“) sowie mit einer Neuproduktion Dmitri Tcherniakovs von Der Freischütz an die Bayerische Staatsoper, wo er in der Saison 2020/21 auch Produktionen von Così fan tutte und Die Zauberflöte dirigiert.

Zu den Höhepunkten der Saison 2020/21 im Bereich der Symphonik zählen Gastdirigate bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Royal Stockholm Philharmonic, den Wiener Symphonikern, der NDR Radiophilharmonie, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem SWR Symphonieorchester sowie dem Boulez Ensemble.

Eine Tournee führt Antonello Manacorda gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam und dem Solisten Christian Teztlaff unter anderem an die Alte Oper Frankfurt, die Kölner Philharmonie, die Philharmonie Berlin, den NDR Sendesaal sowie an die Elbphilharmonie.

In der vergangenen Spielzeit gab Antonello Manacorda sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York (Le nozze di Figaro). Gastdirigate führten ihn unter anderen zum Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie dem NDR Elbphilharmonie Orchester.

Mit der Kammerakademie Potsdam hat Antonello Manacorda für Sony sowohl einen Mendelssohn-Zyklus als auch einen Schubert-Zyklus eingespielt, die beide von der Kritik gefeiert wurden. Beim ECHO Klassik 2015 erhielt die Kammerakademie Potsdam für den Zyklus den Preis in der Kategorie »Ensemble des Jahres«. Mit dem Het Gelders Orkest hat Antonello Manacorda für Challenge Records Werke von Ravel und Debussy aufgenommen sowie Werke von Berlioz und Mahler mit der schwedischen Sopranistin Lisa Larsson.

Aida Garifullina

1987 in Kazan, Russland geboren, erhielt Aida Garifullina ihren ersten Musikunterricht von ihrer Mutter und wurde von ihr dazu inspiriert, der Opernarbeit nachzugehen. Nachdem sie an der Hochschule für Musik in Nürnberg und Wien bei Siegfried Jerusalem und Claudia Visca studierte, wurde sie im Jahr 2013 von Valery Gergiev eingeladen, sich dem Mariinsky Theater in Sankt Petersburg anzuschließen. Dort trat sie sowohl als Susanna in Mozarts Le Nozze di Figaro, als auch als Gilda in Verdis Rigoletto und Adina in Rossinis L’Elisir d’Amore auf.

Im Jahr 2013 gewann Aida Garifullina die Operalia und wurde daraufhin an die Wiener Staatsoper eingeladen und unterzeichnete einen Exklusivvertrag bei DECCA Records.

Zudem eröffnete sie den Wiener Opernball und bereits zweimal den Dresdner SemperOpernball. Derzeit gibt Aida Garifullina regelmäßig Solo- und Charity-Konzerte und singt an den großen Opernhäusern der Welt: am Gran Teatre del Liceu Barcelona, an der Wiener Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen, am Royal Opera House Covent Garden London, an der Metropolitan Opera New York, an der Opéra national de Paris. Im Jahr 2020 debütierte sie als Mimi in »La Bohème« an der Wiener Staatsoper.

Daniel Behle

Der vielseitige Sänger und Komponist Daniel Behle ist in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich. Sein Repertoire reicht von barocken Meisterwerken über klassisches und romantisches Repertoire bis hin zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Er konzertiert regelmäßig mit Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, Orchestra dell' Accademia Nazianale di Santa Cecilia, den Wiener Symphonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Bachakademie Stuttgart und arbeitet dabei mit Dirigenten wie Pablo Heras-Casado, Marek Janowski, Fabio Luisi, Kent Nagano, Yannick Nezet-Seguin und Christian Thielemann.

Opernengagements führen ihn an etliche wichtige Opernhäuser. Nach seinem sensationellen Debüt 2016 als Ferrando in Così fan tutte kehrt er im Oktober 2019 als Don Ottavio in Don Giovanni unter Leitung von Hartmut Haenchen an das Royal Opera Hause Covent Garden zurück. 2017 debütierte er als David in Die Meistersinger von Nürnberg in einer Inszenierung von Barrie Kosky unter der Leitung von Philippe Jordan bei den Bayreuther Festspielen sowie in Missa solemnis bei den Berliner Philharmonikern unter Leitung von Christian Thielemann. Ein Höhepunkt der Saison 2019/20 ist das die Rollendebüt als Lohengrin am Theater Dortmund und der Staatsoper Stuttgart (Leitung: Cornelius Meister).

Seine Bearbeitungen für Tenor und Klaviertrio finden besondere Beachtung: »WinterreiseN« (Sony Classical) wurde bereits in der Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam und in der Alten Oper Frankfurt aufgeführt. Ebenso erfolgreich sind »Mein Hamburg« (Berlin Classics) als musikalisches Denkmal für seine Heimatstadt und »Meine schönsten Weihnachtslieder« (Sony Classical).

Bis Sommer 2019 veröffentlichte er außerdem 13 von der Kritik hochgelobte Solo Alben, unter anderem »Die Schöne Müllerin« und Strauss Lieder (beide Capriccio), Gluck »Arias« (Decca) und Schubert »Arien« (dhm).

Céline Moinet

Solooboistin

Céline Moinet, 1984 in Lille/Nordfrankreich geboren, studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris in den Klassen von David Walter und Maurice Bourgue Oboe und Kammermusik. 2006 schloss sie ihr Studium mit den höchsten Auszeichnungen ab. Später ergänzte sie ihre Ausbildung durch das Studium der Barockoboe bei Marcel Ponseele und Xenia Löffler.

Seit 2008 ist Céline Moinet Solooboistin in der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Ihre Karriere begann sie als Mitglied im Gustav Mahler Jugendorchester unter der Leitung von Claudio Abbado. Daraufhin erhielt sie Engagements bei führenden Orchestern Deutschlands, darunter das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das NDR Sinfonieorchester Hamburg, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR und viele andere. Kaum 22 Jahre alt, wurde sie 2006 Solooboistin im Orchester des Nationaltheaters Mannheim, seit Juni 2008 schließlich bekleidet sie die gleiche Position bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Darüber hinaus wird sie regelmäßig vom Chamber Orchestra of Europe und London Symphony Orchestra eingeladen.

Céline Moinet ist als Solistin und Kammermusikerin in aller Welt zu Gast. Mit renommierten Symphonieorchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Prager Philharmonikern, dem Pacific Music Festival Orchestra sowie dem New Japan Philharmonic und Kyoto Symphony Orchestra spielt sie die berühmten Oboenkonzerte.

Zudem unternimmt sie regelmäßig Tourneen mit Kammerorchestern wie den Dresdner Kapellsolisten und dem Kammerorchester Basel. Im Herbst 2011 unternahm sie mit den Wiener Philharmonikern eine große Konzertreise nach Asien und Australien, im März 2013 eine mehrwöchige Solo-Tournee nach Japan. Auf Einladung von Fabio Luisi gab sie wiederholt Meisterkurse und Solokonzerte beim Pacific Music Festival in Sapporo (Japan). Zusammen mit dem Pianisten Christoph Eschenbach wird sie bei den Osterfestspielen Salzburg 2014 gastieren.

Im Sommer 2013 übernahm Céline Moinet eine Professur für Oboe an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

Céline Moinet spielt eine Oboe und ein Englisch Horn der Firma Marigaux, Paris.

2012 ist ihre erste Solo-CD bei dem renommierten Plattenlabel harmonia mundi erschienen. Im Winter 2013 wird ihre neue CD mit der Harfenistin Sarah Christ veröffentlicht.