Sonderkonzert am Vorabend der Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch

Vladimir Jurowski Dirigent
Leonidas Kavakos Violine

Dmitri Schostakowitsch

  • Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77

Igor Strawinsky

  • »L'Oiseau de feu« (Der Feuervogel), vollständige Ballettmusik

Orchestrale Brillanz

Mit der Musik zum Ballett »Der Feuervogel«, das 1910 im Rahmen der Diaghilewschen »Ballets russes« in Paris Premiere hatte, feierte der junge Igor Strawinksy über Nacht seinen Durchbruch als Komponist. Ausge­hend von einem russischen Zaubermärchen schafft er eine von klangfarbiger Vielfalt und exotischen Feinheiten leuchtende Komposi­tion, die nun erstmals vollständig im Kon­zert der Staatskapelle aufgeführt wird. Als »formalistisch« gebrandmarkt, wurden viele Werke Dmitri Schostakowitschs mit einem Aufführungsverbot belegt. Auch das klagen­de a-Moll-Violinkonzert musste acht Jahre auf seine Uraufführung warten. In Dresden über­nimmt nun Leonidas Kavakos den Solopart.

  • 23.06.2021
    20:00 Uhr
    Kulturpalast Dresden
    Tickets
    Ticket-Preis:
    10.00 – 38.00 €

Vladimir Jurowski

Vladimir Jurowski zählt inzwischen zu den regelmäßig wiederkehrenden Gastdirigenten der Sächsischen Staatskapelle. In Moskau als Sohn des Dirigenten Michail Jurowski geboren, absolvierte er seine Ausbildung in seiner Heimatstadt sowie in Dresden und Berlin, wo er an der Komischen Oper seine erste bedeutende Chefposition innehatte. Mit der Berufung zum Music Director des britischen Glyndebourne Festivals 2001 machte er sich auch international einen Namen. 

2007 übernahm er die Position des Principal Conductor beim London Philharmonic Orchestra, seit Oktober 2011 steht er zudem an der Spitze des Staatlichen Sinfonieorchesters von Russland.

2017 übernimmt er die Position des Chefdirigenten beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Anlässlich der Gedenkkonzerte der Staatskapelle brachte er im Februar 2012 das Requiem »Dresden – Ode an den Frieden« der damaligen Capell-Compositrice Lera Auerbach zur Uraufführung. Im März 2016 dirigierte er zwei Konzerte der Staatskapelle im Rahmen der Osterfestspiele Salzburg und gab damit zugleich sein Debüt im Großen Festspielhaus. 

Leonidas Kavakos

Der griechische Geiger Leonidas Kavakos gewann bereits in jungem Alter bedeutende Wettbewerbe: Erste Preise erhielt er 1985 beim nur alle fünf Jahre stattfindenden Internationalen Jean Sibelius Violinwettbewerb in Helsinki, 1988 beim renommierten Premio Paganini in Genua und im selben Jahr beim Naumburg International Violin Competition in New York. 1991 wurde ihm für die Ersteinspielung der Original-Version von Sibelius‘ Violinkonzert der Gramophone Concert Award verliehen – 2014 wurde er zum »Gramophone Artist of the Year« ernannt.

Seither gastiert Leonidas Kavakos bei den wichtigsten Orchestern weltweit, darunter die Berliner, Wiener und Münchner Philharmoniker, das Orchestre de Paris, die Filarmonica della Scala, das Gewandhausorchester Leipzig, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Orchester des Mariinsky-Theaters, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin sowie die Orchester von Boston, New York und Philadelphia. Im Sommer 2019 war er »artiste étoile« des Lucerne Festivals und trat u. a. gemeinsam mit Yannick Nézet-Séguin, Valery Gergiev, Andrés Orozco-Estrada und Yuja Wang auf.

Als Exklusiv-Küstler bei Sony Classical hat Leonidas Kavakos zuletzt Beethovens

Violinkonzert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in der Doppelrolle als Solist und Dirigent eingespielt.

Leonidas Kavakos ist vermehrt auch als Dirigent zu erleben. So stand er in den letzten Jahren etwa am Pult des London Symphony Orchestra, New York Philharmonic, Dallas Symphony, Gürzenich-Orchester Köln, Budapest Festival Orchestra, Wiener Symphoniker, Chamber Orchestra of Europe, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Filarmonica Teatro La Fenice und des Danish National Symphony Orchestra.

Als Interpret kammermusikalischer Werke ist er regelmäßig zu Gast auf den Festivals in Verbier, Montreux-Vevey, Tanglewood, Edinburgh und Salzburg. Im Beethoven-Jahr 2020 wird er den vollständigen Beethoven-Sonaten-Zyklus in Shanghai, Guangzhou, Mailand und Rom aufführen und eine Vielzahl von Beethoven-Rezitalen u. a. in Londons Wigmore Hall, Barcelona, Parma und Kopenhagen geben. Zu seinen regelmäßigen Kammermusikpartnern zählen Enrico Pace, Yuja Wang sowie Yo-Yo Ma und Emanuel Ax.

Leonidas Kavakos spielt die »Willemotte«-Stradivari von 1734.