Sonderkonzert Herbert Blomstedt

Herbert Blomstedt Dirigent
Vilde Frang Violine

Wolfgang Amadeus Mozart

  • Symphonie Nr. 34 C-Dur KV 338
  • Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219
  • Symphonie Nr. 38 D-Dur KV 504 »Prager«

Mozarts »Prager«

Bereits im Oktober 1973 erarbeiteten Herbert Blomstedt und die Staatskapelle Mozarts »Prager«-Symphonie, wovon noch eine Rund­funkaufnahme zeugt. Fast fünf Jahrzehnte später steht dieses Meisterwerk wieder auf dem Programm, verbunden mit Mozarts letz­ter Salzburger Symphonie KV 338 und dem A-Dur-Violinkonzert. Nach ihrem berühren­den Debüt als »Einspringerin« mit dem Vio­linkonzert von Beethoven im Dezember 2018, kehrt die norwegische Geigerin Vilde Frang nun gemeinsam mit Ehrendirigent Blomstedt zur Staatskapelle zurück.

  • 12.05.2021
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    16.00 – 94.00 €
  • 13.05.2021
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    54.00 – 94.00 €

Herbert Blomstedt

Ehrendirigent

Seit nunmehr einem halben Jahrhundert währt das enge freundschaftliche Verhältnis zwischen Herbert Blomstedt und der Staatskapelle Dresden. Nach seinem hiesigen Einstand im April 1969 prägte er von 1975 bis 1985 als Chefdirigent das Orchester: ein Jahrzehnt, das nicht nur künstlerisch unvergessen ist, sondern auch, unter schwierigen politischen Vorzeichen, aus menschlicher Sicht ein besonderes Kapitel in der langen Kapellgeschichte markiert. Über die Dresdner »Hausgötter« Wagner und Strauss hinaus dirigierte Herbert Blomstedt in seiner Amtszeit ein Repertoire, das das barocke Kapell-Erbe sowie zahlreiche Ur- und Erstaufführungen einschloss. 1985 fand unter seiner Leitung das erste Konzert der Kapelle in der wiederaufgebauten Semperoper statt, unzählige Werke spielte er mit dem Orchester auf Schallplatte ein. Weit über 300 Konzerte hat Herbert Blomstedt bis heute mit der Kapelle gegeben, allein zehn Mal trat er im traditionsreichen Palmsonntagskonzert ans Pult, dazu leitete er eine Reihe von Opernproduktionen, damals noch im Großen Haus der Staatstheater (Schauspielhaus). 2007 würdigte ihn die Staatskapelle mit der Goldenen Ehrennadel. Im Mai 2016 ernannte das Orchester Herbert Blomstedt zu seinem Ehrendirigenten. Er ist – nach Sir Colin Davis – erst der zweite

Dirigent, dem dieser Titel verliehen wurde.

Geboren in den USA als Sohn schwedischer Eltern, gab Herbert Blomstedt sein Pultdebüt 1954 beim Stockholmer Philharmonischen Orchester, später übernahm er Chefposten bei den Osloer Philharmonikern sowie dem Dänischen und dem Schwedischen Radio- Symphonieorchester in Kopenhagen und Stockholm. Blomstedt war Music Director des San Francisco Symphony, Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters in Hamburg und 19. Gewandhauskapellmeister in Leipzig. Zum Ehrendirigenten ernannten ihn die Orchester in San Francisco, Leipzig, Kopenhagen und Stockholm, die Bamberger Symphoniker und das NHK Symphony Orchestra in Tokio. Als Gastdirigent arbeitet Herbert Blomstedt mit den renommiertesten Orchestern zusammen. 2011 feierte er ein spätes Debüt bei den Wiener Philharmonikern, das umgehend zu einer regelmäßigen Zusammenarbeit führte. Er ist gewähltes Mitglied der Königlich-Schwedischen Musikakademie, mehrfacher Ehrendoktor und wurde 2003 mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Im April 2016 erhielt er für sein künstlerisches Lebenswerk Dänemarks renommierten Léonie-Sonning-Musikpreis.

Vilde Frang

Im Jahr 2012 wurde Frang Vilde einstimmig mit dem Credit Suisse Young Artists Award ausgezeichnet, der zu ihrem Debüt mit den Wiener Philharmonikern unter Bernard Haitink am Lucerne Festival führte.

Im Jahr 2016 gab Vilde, die regelmässig mit den führenden Orchestern der Welt auftritt, ihr gefeiertes Debüt bei den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle im Rahmen des Europa-Konzerts; in der Saison 17-18 kehrte sie für Abonnementskonzerte in der Philharmonie und die Baden-Badener Osterfestspiele mit Ivan Fischer zurück. Weitere Höhepunkte der letzten Zeit waren Auftritte mit den San Francisco und Pittsburgh Symphonikern, den Münchner und LA Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Orchestre de Paris und dem Radio-Sinfonieorchester Frankfurt sowie ausgedehnte Europatourneen mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin und dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg.

In der Saison 2019-20 gibt Vilde mehrere mit Spannung erwartete Debüts mit dem Bayerischen Staatsorchester, Les Siècles und dem London Symphony Orchestra mit Antonio Pappano. Außerdem wird sie eine Tournee mit den Rotterdamer Philharmonikern und Lahav Shani unternehmen, die ihre Rückkehr zum Lucerne Festival einschließt. Weitere Höhepunkte der Saison sind Engagements mit dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Cleveland Orchestra, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem BBC Symphony Orchestra sowie dem Budapest Festival Orchestra unter Mark Elder. In dieser Saison wird Vilde zweimal mit dem Oslo Philharmonic Orchestra auftreten und Konzerte mit Wassili Petrenko sowie

Herbert Blomstedt mit dem Elgar-Violinkonzert und dem Beethoven-Violinkonzert geben. Außerdem wird Vilde im Rahmen einer Tournee mit den Bamberger Symphonikern mit Jakub Hrůša nach China zurückkehren.

Als begeisterte Kammermusikerin tritt Vilde regelmäßig bei Festivals im Rheingau, in Lockenhaus, beim George-Enescu-Festival, bei den Salzburger Festspielen und beim Musikfestival Prager Frühling auf. Sie tritt regelmäßig in Liederabenden in der Carnegie Hall, im Concertgebouw, im Wiener Musikverein, in der Philharmonie Berlin, in der Wigmore Hall, in der Tonhalle Zürich und im Bozar in Brüssel auf, sowie im Rahmen der Vancouver Recital Series, der Boston Celebrity Series und der San Francisco Performances. In dieser Saison werden ein Abend-Recital in der Wigmore Hall sowie Aufführungen der Beethoven-Streichtrios mit Lawrence Power und Nicolas Altstaedt stattfinden. Bei der Internationalen Kammermusikreihe in der Londoner Southbank wird das Trio auch in der Laeiszhalle Hamburg und im Concertgebouw Amsterdam auftreten.

Vilde Frang ist eine exklusive Künstlerin von Warner Classics und ihre Aufnahmen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.  Sie erhielt den Classic BRIT Award, den »Diapason d'Or« des Diapason Magazine, den »Grand Prix du Disque« der Académie Charles Cros, den Deutschen Schallplattenpreis und den Echo Klassik Award.  Außerdem erhielt sie einen Gramophonpreis in der Kategorie Konzert für ihre Aufnahme von Korngolds Violinkonzert und Brittens Violinkonzert.