Sonderkonzert Staatskapelle & Thielemann II

Christian Thielemann Dirigent
Julia Fischer Violine

Richard Strauss

  • Fanfare für Blechbläser und Pauken zur Eröffnung der Musikwoche der Stadt Wien TrV 250
  • Wiener Philharmoniker Fanfare für Blechblasinstrumente und Pauken TrV 248

Ludwig van Beethoven

  • Violinkonzert D-Dur op. 61

Robert Schumann

  • Ouvertüre, Scherzo und Finale E-Dur op. 52

»Die Composition gehört zu Beethovens schönsten und ist, was Erfindung anlangt, wohl in gleichen Rang mit seinen früheren Symphonieen zu stellen«. Als sich Robert Schumann 1841 so enthusiastisch über das Violinkonzert Ludwig van Beethovens äußerte, war er noch einer von Wenigen. Erstaunlicherweise hob der Siegeszug dieses vielleicht berühmtesten Violinkonzerts erst lange nach dem Tod des Komponisten an. Ebenfalls 1841 begann Schumann mit einem seiner ungewöhnlichsten Werke: Weder bloß Konzertouvertüre noch Symphonie bahnen sich die drei dynamischen Sätze Ouvertüre, Scherzo und Finale op. 52 einen Weg zwischen den Gattungen. Am Anfang des Programms erklingt eine der selten zu hörenden Blechbläserfanfaren von Richard Strauss.

Das Konzert wird vom 3. November 2020 auf Sonntag, den 1. November 2020, um 11  Uhr vorverlegt.

Alle bereits gekauften Karten und Sitzplätze behalten ihre Gültigkeit. Eine kostenfreie Rückerstattung ist beim Ticketservice im Kulturpalast telefonisch unter 0351 4866 866 und per » E-Mail möglich. Im Kulturpalast besteht durchgehend die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung – auch, wenn der Sitzplatz eingenommen wurde.

voraussichtliche Konzertdauer: ca. 85 Minuten

Nikolaj Szeps-Znaider musste seine Mitwirkung am Sonderkonzert krankheitsbedingt leider absagen. Wir danken Julia Fischer, dass sie als Solistin in Beethovens Violinkonzert kurzfristig einspringt. 

  • 01.11.2020
    11:00 Uhr
    Kulturpalast Dresden
    Tickets

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im

Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien), außerdem ist er Honorarprofessor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Julia Fischer

Julia Fischer gehört seit schon 20 Jahren zur Spitze der Geigenelite weltweit. Ihre künstlerische Vielfältigkeit bringt sie außerdem als Pianistin, Kammermusikerin und Professorin zum Ausdruck. Gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden war Julia Fischer zuletzt im Juni 2012 mit Mendelssohn Bartholdys e-Moll-Violinkonzert in der Semperoper zu erleben. 

Mit drei Jahren erhielt die in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern den ersten Unterricht zunächst auf der Geige, kurz darauf begann ihre Mutter Viera Fischer mit dem ersten Klavierunterricht. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen. 2011 übernahm Julia Fischer deren Nachfolge.

Höhepunkte der vergangenen Zeit beinhalten Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra (Vladimir Jurowski), dem New York Philharmonic (Philippe Jordan), dem Orchestre National de France (Emmanuel Krivine), mit dem Bayerischen Staatsorchester (Kirill Petrenko), dem Chicago Symphony Orchestra (Riccardo Muti), dem Cleveland Orchestra (Franz Welser-Möst), den Wiener Philharmonikern (Esa-Pekka Salonen) oder dem Tonhalle Orchester Zürich (Herbert Blomstedt). Regelmäßig leitet Julia Fischer die ihr seit langem verbundene Academy of St. Martin in the Fields, zuletzt Anfang 2019 auf einer großen Deutschlandtour mit einer Uraufführung von Andrey Rubtsov. Eine Uraufführung wird sie auch in der Saison 2020/2021 spielen, ein Werk des Komponisten Pascal Zavaro mit dem Orchestre National de France unter Cristian Măcelaru im Januar in

Paris. 

Julia Fischer ist eine enthusiastische Kammermusikerin. Im Herbst 2020 geht sie zusammen mit Daniel Müller-Schott auf eine Rezitaltour nach Asien, im Februar 2021 gibt sie erneut mit Daniel Müller-Schott und Nils Mönkemeyer Trio-Konzerte im Wiener Musikverein und im Amsterdamer Concertgebouw. Das von ihr 2011 gegründete Quartett mit ihren langjährigen Kammermusikpartnern Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger ist im Januar 2022 wieder auf Reisen.

2017 gründete Julia Fischer den JF CLUB, ihre eigene Musikplattform, auf der ihre neuen Aufnahmen exklusiv zu hören sind und in dem sie mit eigenen Artikeln, Videos oder auch bei persönlichen Treffen Einblicke in ihre Arbeit gibt. Als Limited Edition erscheinen ab der aktuellen Saison erste Werke des Clubs in einer exklusiven JF CLUB Edition bei Hänssler Classic auf Vinyl. Zuvor brachte Julia Fischer zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen zunächst bei dem Label Pentatone und dann bei Decca heraus. Ihre Einspielungen stießen auf Lob bei den international wegweisenden Medien und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, darunter der BBC Music Magazine Award, der Choc der Monde de la Musique, der Diapason d’Or de l’Année oder der Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Viele Auszeichnungen ehren die Künstlerin, so erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und Preise wie den Gramophone Award oder den Deutschen Kulturpreis. Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer neuen Violine von Philipp Augustin (2018).