Stadionkonzert »30 Jahre Freistaat Sachsen«

Christian Thielemann Dirigent
Klaus Florian Vogt Tenor
Landesbergmusikkorps Sachsen

Carl Maria von Weber

  • Ouvertüre zu »Euryanthe«
  • »Wehen mir Lüfte Ruh« aus »Euryanthe« (Arie des Adolar, Akt II, Szene 2)
  • Ouvertüre zu »Der Freischütz« op. 77
  • »Durch die Wälder, durch die Auen« aus »Der Freischütz« (Arie des Max)

Ludwig van Beethoven

  • Ouvertüre zu »Egmont« f-Moll op. 84

Richard Wagner

  • »Winterstürme wichen dem Wonnemond« aus »Die Walküre«
  • Ouvertüre zu »Tannhäuser«

Festkonzert im Erzgebirgsstadion

Am 3. Oktober 2020 jähren sich die Wiedergründung des Freistaates Sachsen und die Deutsche Einheit zum 30. Mal. Aus diesem Anlass findet am 5. September im Erzgebirgsstadion in Aue-Bad Schlema  die zentrale sächsische Festveranstaltung unter dem Motto »30 Jahre Freistaat Sachsen – Revolution und Demokratie« statt. In der Heimspielstätte des FC Erzgebirge Aue wird die Sächsische Staatskapelle unter der Leitung von Christian Thielemann gemeinsam mit dem Landesbergmusikkorps Sachsen aus Schneeberg und weiteren Ensembles auftreten. Das musikalische Programm der Festveranstaltung mit Werken von Carl Maria von Weber und Richard Wagner schlägt die Brücke zur langjährigen und bedeutenden Kapellhistorie.

Samstag, 5. September 2020, ab 22.35 Uhr im MDR Fernsehen
  • 05.09.2020
    19:00 Uhr
    Erzgebirgsstadion Aue-Bad Schlema
    Tickets

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther

Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Klaus Florian Vogt

Der aus Norddeutschland stammende Klaus Florian Vogt begann seine musikalische Karriere als Hornist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Parallel begann er ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Lübeck. 1997/98 war er am Landestheater Flensburg engagiert, von 1998 bis 2003 gehörte er zum Ensemble der Semperoper Dresden. Seit 2003 ist er freischaffend tätig.

Klaus Florian Vogt ist gefragter Gast an allen großen Opernhäusern der Welt sowie bei den Bayreuther Festspielen, bei den Salzburger Festspielen und bei zahlreichen Festivals. Engagements führten ihn unter anderem an die Opernhäuser in München, Berlin, Hamburg, Paris, London, Barcelona, Wien, Madrid, Mailand, Toulouse, Helsinki, New York und Tokio. 2005 gab er sein Japan-Debüt als Hoffmann (»Les Contes d’Hoffmann«) in Tokio, 2006 folgte sein Amerika-Debüt als Lohengrin an der Metropolitan Opera in New York. 2007 sang er erstmals an der Mailänder Scala (»Lohengrin«), später kehrte er als Florestan (»Fidelio«) dorthin zurück.

2007 gab er sein triumphales Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Walther von Stolzing in der Neuproduktion von »Die Meistersinger von Nürnberg« in der Inszenierung von Katharina Wagner. Von 2011 bis 2015 konnte er dort als Lohengrin in der Inszenierung von Hans Neuenfels einen weiteren großen Erfolg verbuchen. Im Sommer 2016 übernahm Klaus Florian Vogt bei den Bayreuther Festspielen die Titelpartie in der Neuproduktion des »Parsifal« unter der musikalischen Leitung von Hartmut Haenchen. 2017 und 2018 war er dort als Stolzing in der neuen Inszenierung von Barrie Koskys »Die Meistersinger von Nürnberg« zu erleben. 2019 kehrte er als Stolzing und Lohengrin zu den Festspielen zurück. 

Auch als Konzert- und Liedsänger hat sich Klaus Florian Vogt einen Namen gemacht. Auftritte führten ihn unter anderem mehrmals nach Wien, New York, zum Tanglewood Festival, zum Schleswig-Holstein Musik Festival, nach London, Athen  sowie zu den Salzburger Festspielen. Einen großen Erfolg verbuchte er 2019 mit der Erstaufführung einer kammermusikalischen Fassung von Franz Schuberts »Die schöne Müllerin« in der Hamburger Elbphilharmonie. Auf dem Konzertpodium arbeitet er unter anderem mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Concertgebouw Orchester Amsterdam und den Münchner Philharmonikern zusammen sowie mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Andris Nelsons, Mariss Jansons, Simone Young, Antonio Pappano und Kent Nagano.

Von Klaus Florian Vogt liegen zahlreiche Einspielungen und Soloalben vor. Bei SONY Classical erschienen seine drei Solo-CDs »Helden« (2012) mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Peter Schneider, »Wagner« (2013) mit den Bamberger Symphonikern. Weiterhin liegen unter anderem eine Einspielung von Korngolds »Die tote Stadt« aus der Oper Frankfurt unter Sebastian Weigle vor (Oehms Classics), eine CD und eine DVD mit Hits von Berlin bis Broadway mit Renée Flemming unter der Leitung von Christian Thielemann (Deutsche Grammophon) sowie eine Gesamteinspielung des »Lohengrin« mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski und im März 2017 mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter der Leitung von Sir Mark Elder. Von den Bayreuther Festspielen liegen unter anderem »Lohengrin«, »Parsifal« und »Die Meistersinger von Nürnberg« als DVD vor, die 2019 mit dem OPUS Klassik ausgezeichnet wurde. 2012 erhielt Klaus Florian Vogt den ECHO-Klassik als Künstler des Jahres. 2019 ernannte der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg ihn zum »Hamburger Kammersänger«.