»Variation«: Eröffnungskonzert

Duncan Ward Dirigent
Christian Gerhaher Bariton
Gustav Mahler Jugendorchester
Sächsische Staatskapelle Dresden

Othmar Schoeck

  • »Elegie«. Liederfolge nach Gedichten von Joseph von Eichendorff und Nikolaus Lenau op. 36

Franz Schubert

  • Symphonie Nr. 5 B-Dur D 485

Verbindungen

Seit 2012 ist das Gustav Mahler Jugendorchester, das Partnerchester der Sächsischen Staatskapelle, jährlich zum Saisonanfang in Dresden zu erleben. In diesem Jahr konzertieren die jungen Musiker*innen zusammen mit Kapellmitgliedern – und schlagen damit den Bogen zum letzten gemeinsamen Projekt vor der Spielpause, den Aufführungen von Schönbergs »Gurre-Liedern« im März.

voraussichtliche Konzertdauer: ca. 90 Minuten 

  • 29.08.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    11.00 – 17.00 €

Duncan Ward

Der britische Dirigent Duncan Ward arbeitet regelmäßig mit bedeutenden Klangkörpern zusammen, darunter das Orchestre National du Capitole de Toulouse, Orchestre de Paris, hr-Sinfonieorchester, Royal Liverpool Philharmonic, Münchner Rundfunkorchester, die Bamberger Symphoniker und das London Symphony Orchestra. Im Januar 2020 wurde er vom Festival d'Aix-en-Provence zum Chefdirigenten des Mediterranean Youth Orchestra ernannt.

Auf Anregung von Sir Simon Rattle war Duncan Ward von 2012 bis 2014 Dirigier-Stipendiat der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Von 2015 bis 2017 wirkte er als Chefdirigent des bedeutenden britischen Ensembles »Sinfonia Viva«, darüber hinaus war er Associate Conductor des National Youth Orchestra of Great Britain.

In der Saison 2019/2020 debütiert Duncan Ward beim Orchestre Philharmonique de Radio France, Royal Northern Sinfonia, Staatsorchester Stuttgart, Aurora Orchestra, Antwerp Symphony und dem Orchestre de la Suisse Romande. Außerdem kehrt er zum Gürzenich Orchester Köln und zum New Japan Philharmonic zurück. Zu Spielzeitbeginn übernahm er die Musikalische Leitung der Deutschen Erstaufführung von Brett Deans »Hamlet« an der Oper Köln.

Die Vielfältigkeit seines Repertoires zeigt er regelmäßig in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Ensembles, etwa dem Balthasar-Neumann-Ensemble, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem BBC Symphony Orchestra oder dem Ensemble Modern, sowie durch Sonderprojekte wie die Aufführung mit 500 Mitwirkenden in Terry Rileys »In C« in der Hamburger Elbphilharmonie oder der Kooperation mit der klassischen indischen Musikerin Anoushka Shankar.

Im Opernbereich folgte Duncan Ward Engagements u. a. an die Dutch National Opera für Bernsteins »Trouble in Tahiti«, zu Glyndebourne-on-Tour für »Don Pasquale«, »Cendrillon« und »Hamlet«, ans Festspielhaus Baden-Baden für »La traviata« und an die Deutsche Oper Berlin für Saariahos »La Passion de Simone«. Während seiner zweijährigen Ausbildungszeit bei den Berliner Philharmonikern assistierte und dirigierte er zudem bei Aufführungen etwa von »Die Zauberflöte«, »Gurre-Lieder«, »Die Walküre«, »Le Grand Macabre«, »War Requiem« und bei Uraufführungen von Wolfgang Rihm und Benedict Mason.

Duncan Ward ist Mitgründer der WAM Foundation zum musikalischen Austausch zwischen Großbritannien und Indien. Darüber hinaus engagiert er sich im südafrikanischen Projekt MIAGI, dessen Jugendorchester er 2018 auf Sommertournee dirigierte. Auch als Komponist erfolgreich, erscheinen seine Werke inzwischen bei Edition Peters.

Christian Gerhaher

Bariton

Während seiner Studienzeit bei Paul Kuen und Raimund Grumbach besuchte Christian Gerhaher an der Münchner Hochschule für Musik die Opernschule und studierte dort zusammen mit Gerold Huber Liedgesang bei Friedemann Berger. Neben einem Medizinstudium rundete er seine stimmliche Ausbildung in Meisterkursen bei Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf und Inge Borkh ab. Derzeit unterrichtet Christian Gerhaher selbst gelegentlich an der Münchner Hochschule für Musik und Theater sowie an der Royal Academy of Music in London.

Gemeinsam mit seinem festen Klavierpartner Gerold Huber widmet er sich nun seit 30 Jahren der Liedinterpretation – in Konzerten, in Aufnahmen und im Unterrichten, und seit vielen Jahren ausgezeichnet mit bedeutenden Preisen. Das Lied-Duo ist auf den Bühnen der internationalen Liedzentren zuhause: In den New Yorker Sälen, im Concertgebouw und Muziekgebouw Amsterdam, in der Kölner und Berliner Philharmonie, in der Pariser Cité de la musique, im Konzerthaus und Musikverein in Wien, im Teatro de la Zarzuela in Madrid sowie besonders in der Londoner Wigmore Hall.

Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Daniel Harding, Herbert Blomstedt, Bernard Haitink, Christian Thielemann, Kirill Petrenko, Nikolaus Harnoncourt, Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Andris Nelsons, Kent Nagano und Mariss Jansons führte und führt ihn in die bedeutenden Konzertsäle der Welt. Zu den Orchestern, mit denen Christian Gerhaher besonders häufig arbeitet, zählen das London Symphony Orchestra, das Amsterdamer Concertgebouworkest und besonders die Berliner Philharmoniker, deren Artist in Residence er als erster Sänger war, sowie die Rundfunk-Symphonieorchester des Schwedischen und speziell des Bayerischen Rundfunks.

Auch in der Saison 2019/20 kehrt Christian Gerhaher zu den Berliner Philharmonikern zurück und singt unter der Leitung von Daniel Harding Lieder aus» Des Knaben Wunderhorn« von Gustav Mahler. Nach der erfolgreichen Tournee im letzten Jahr mit Benjamin Brittens »War Requiem« tritt er im Frühjahr 2020 in der in der Titelpartie von Mendelssohns »Elias« wieder beim Orchestre de Paris auf – ebenfalls unter Daniel Harding. Weitere Highlights sind Konzerte beim Concertgebouworkest Amsterdam (Schumann/Szenen aus Goethes »Faust«), Danish National Symphony Orchestra in Kopenhagen (Berlioz/»Nuits d’été«) sowie in Hong Kong mit dem Basler Kammerorchester (Schoeck/Elegie).

Nicht nur im Lied- und Konzertbereich, sondern genauso auf der Opernbühne ist Christian Gerhaher ein gesuchter Darsteller, ausgezeichnet u.a. mit dem Laurence Olivier Award oder dem Theaterpreis »Der Faust«. Zu seinen Partien zählen u.a. Eisenstein (»Die Fledermaus«), Posa (»Don Carlo«), Amfortas (»Parsifal« unter Kirill Petrenko), Lenau (»Lunea« Holliger, UA 2018), Figaro und Conte (»Le nozze di Figaro«) sowie die Titelpartien in »Don Giovanni«, in Debussys »Pelléas und Mélisande« (CD bei LSO Live, Sir Simon Rattle) und in Henzes »Der Prinz von Homburg«. Die Schlüsselrolle des Wolfram in Richard Wagners »Tannhäuser« war und bleibt eine Konstante in seinem Kalender an den Häusern von Berlin, Wien, London und München und in dieser Saison auch an der Mailänder Scala. Ein Meilenstein in Christian Gerhahers Opernlaufbahn war sein Debüt als Wozzeck im September 2015 in Andreas Homokis gefeierter Inszenierung am Opernhaus Zürich (DVD bei Accentus; Gramophone Award 2017), die 2020 wieder aufgenommen wird.

Gustav Mahler Jugendorchester

Das Gustav Mahler Jugendorchester (GMJO) wurde 1986/87 auf Initiative Claudio Abbados in Wien gegründet. Es gilt heute als das weltweit führende Jugendorchester und wurde 2007 mit einem Preis der Europäischen Kultur-Stiftung gewürdigt.

Neben der Förderung des musikalischen Nachwuchses und der Arbeit mit jungen Musikern war Abbado ein wichtiges Anliegen, das gemeinsame Musizieren junger österreichischer Musiker mit Kollegen aus der damaligen ČSSR und Ungarn zu fördern. So gelang es dem GMJO als erstem internationalen Jugendorchester, freie Probespiele in den Ländern des ehemaligen Ostblocks abzuhalten. 1992 wurde das GMJO für Musiker bis zum 26. Lebensjahr aus ganz Europa zugänglich. Es steht als das gesamteuropäische Jugendorchester unter dem Patronat des Europarates.

 Bei den jährlich stattfindenden Probespielen in über 25 europäischen Städten trifft eine Jury eine Auswahl unter den jährlich über 2000 Bewerbern. Prominente Orchestermusiker sind Mitglieder der Jury und betreuen auch während der Probephasen des Orchesters die Erarbeitung der Programme.

 Das Tourneerepertoire des GMJO erstreckt sich von der Klassik bis hin zu zeitgenössischer Musik mit einem Schwerpunkt auf den großen Werken der Romantik und Spätromantik. Sein hohes künstlerisches Niveau und der internationale Erfolg animierten zahlreiche bedeutende Musiker, mit

dem GMJO zu arbeiten. So haben in der Vergangenheit Dirigenten wie C Claudio Abbado, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Myung-Whun Chung, Sir Colin Davis, Christoph Eschenbach, Peter Eötvös, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Paavo Järvi, Mariss Jansons oder Kent Nagano das GMJO geleitet. Seit Jahren ist das GMJO ständiger Gast bei renommierten Konzertveranstaltern und Festivals auf der ganzen Welt, wie etwa der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, dem Concertgebouw Amsterdam, der Suntory Hall Tokyo, dem Mozarteum Argentino Buenos Aires, den Salzburger Festspielen und den Osterfestspielen Salzburg, dem Edinburgh International Festival, den BBC Proms, der Semperoper Dresden und dem Lucerne Festival.

Zahlreiche ehemalige Mitglieder des GMJO sind heute in den großen europäischen Orchestern, zum Teil in führenden Positionen, engagiert. Im Jahr 2012 wurde daher eine intensive Partnerschaft mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden vereinbart, die künftig Konzerte und Projekte unter Beteiligung von Mitgliedern beider Orchester vorsieht.

 Anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums wurde das Gustav Mahler Jugendorchester zum Botschafter UNICEF Österreich ernannt. Erste Bank und Vienna Insurance Group – Hauptsponsoren des Gustav Mahler Jugendorchester.