»Variation«: Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden

Christian Thielemann Dirigent
Hanna-Elisabeth Müller Sopran
Piotr Beczala Tenor
Benjamin Bruns Tenor

Fulminante Silvestergala

Das alte Jahr verabschieden Chefdirigent Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden traditionell mit beschwingt-fröh­lichen Klängen. Auch in diesem Jahr lädt das ZDF zum fulminanten Jahreswechsel: Im festlichen Ambiente der Semperoper erwar­ten das Publikum bekannte Melodien neben musikalischen Überraschungen, heitere Klassiker des Repertoires neben melancho­lisch-klangvollen Momenten der Besinnung und Einkehr. Hochkarätige Solistinnen und Solisten versprechen beste Unterhaltung und einen ausgelassenen Silvesterabend.

30. Dezember 2020 ab 22.15 Uhr im ZDF
  • 30.12.2020
    18:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    110.00 – 165.00 €
  • 31.12.2020
    17:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    165.00 €

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther

Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Hanna-Elisabeth Müller

Hanna-Elisabeth Müller studierte bei Rudolf Piernay, mit dem sie nach wie vor eng zusammenarbeitet. Die vielfach ausgezeichnete Sopranistin holte sich weiteren Feinschliff in Meisterklassen von Dietrich Fischer-Dieskau, Julia Varady, Elly Ameling und Thomas Hampson.

Im März 2017 debütierte sie als Marzelline in Jürgen Flimms Fidelio an der MET in New York. Im Mai folgte ihr Opern- und Rollendebüt als Donna Anna in Robert Carsens Don Giovanni an der Mailänder Scala. Im Dezember 2017 kehrte sie als Pamina zurück an die MET, im Anschluss folgte ihr Debüt an der Oper Zürich in Mozarts Idomeneo als Ilia.

2014 erlebte sie mit ihrem sensationellen Auftritt als Zdenka in Richard Strauss’ Arabella an der Seite von Renée Fleming und Thomas Hampson unter der Leitung von Christian Thielemann bei den Salzburger Osterfestspielen ihren internationalen Durchbruch und wurde kurz darauf von der Zeitschrift »Opernwelt« als Nachwuchskünstlerin des Jahres ausgezeichnet. Daraufhin schlüpfte sie an der Semperoper in Dresden sowie bei den Münchner Opernfestspielen erneut in diese Rolle. Als Sophie gab sie 2015 in einer Neuinszenierung von Strauss‘ Rosenkavalier in Amsterdam ihr Haus- und Rollendebüt.

Von 2012-2016 gehörte sie dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper an, wo sie in unter anderem als Pamina, Zerlina, Susanna, Servilia, Gretel, Zdenka, Infantin Donna Clara in Zemlinskys Der Zwerg, Sophie in Massenets Werther oder als Marzelline zu hören war. Im Rahmen der Opernfestspiele verabschiedete sie sich als umjubelte Sophie in Strauss’ Rosenkavalier aus dem Ensemble, bleibt dem Haus aber weiterhin als Gast verbunden. In der Saison 2017/2018 begleitete sie das Bayerische Staatsorchester auf Tourneen nach Japan (Pamina) und unter Kirill Petrenko in die Carnegie Hall New York (Sophie, Rosenkavalier). Als Zdenka war sie im Sommer 2018 in München zu erleben.

Mit ihrer Vielseitigkeit ist die junge Sopranistin regelmäßiger Gast auf den Konzertpodien. Das Jahr 2017 begann für Hanna-Elisabeth Müller mit einem spektakulären Einspringer bei den Eröffnungskonzerten der Hamburger Elbphilharmonie mit Beethovens Symphonie Nr. 9.
2016/17 war sie außerdem in der Philharmonie de Paris, der Philharmonie Essen, der Philharmonie Köln mit dem WDR Sinfonieorchester oder in der Tonhalle Düsseldorf zu erleben.

In der Saison 2017/2018 war Hanna-Elisabeth Müller u. a. bei den Berliner Philharmonikern unter Yannick Nézét-Séguin in Brahms’ Ein deutsches Requiem und beim Bilbao Orkestra mit Bergs Sieben frühe Lieder unter Erik Nielsen zu Gast.
Mit ihrer festen Klavierpartnerin Juliane Ruf tritt sie regelmäßig in wichtigen Liedzentren wie dem Heidelberger Frühling, in der Kölner Philharmonie, im De Singel Antwerpen und beim Festival Rheinvokal auf.

Piotr Beczala

Piotr Bezcala ist einer der gefragtesten Tenöre und ständiger Gast in den führenden Opernhäusern der Welt. Er wird gleichermaßen von Kritikern, als auch von Publikum gefeiert: Zum einen für die Schönheit seiner Stimme, zum anderen für die Hingabe, mit welcher er jeden Charakter porträtiert. Er wurde in Czechowice-Dziedzice in Südpolen geboren und erhielt seinen ersten Gesangsunterricht unter anderem bei Pavel Lisitsian und Sena Jurinac.

Seit seinem Debüt als Duca in Rigoletto (2006), ist er regelmäßiger Gast an der Metropolitan Opera in New York. Im Jahr 2011 begleitete er die MET auf eine Japan-Tournee. In der Saison 2015/16 debütierte er mit der Rolle des Lohengrin in Wagners gleichnamiger Oper, nebst Anna Netrebko an der Semperoper in Dresden.

Piotr Bezcala singt auch regelmäßig an den Wiener und Münchner Staatsopern: Auf der Bühne des Nationaltheaters in München, interpretierte er unter anderem den italienischen Sänger in Der Rosenkavalier sowie die Titelrolle in Massenets Werther. Während der Opernfestspiele in München trat er außerdem als Alfredo in La Traviata auf. In Wien trat er in Jürgen Flimms Produktion von Roméo et Juliette auf mit Plácido Domingo als Dirigenten. Piotr Bezcala sang als Gast unter anderem an der Nederlandse Opera, Théâtre de la Monnaie/de Munt, Staatsoper Hamburg, Deutsche Oper Berlin, Staatsoper Berlin, Grand Théâtre de Genève, Teatro Comunale di Bologna, Teatr Wielki (Warsaw), und dem Mariinsky Theatre.

Benjamin Bruns

Benjamin Bruns begann seine Sängerlaufbahn als Alt-Solist im Knabenchor seiner Heimatstadt Hannover. Nach einer vierjährigen privaten Gesangsausbildung bei Prof. Peter Sefcik studierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Kammersängerin Renate Behle. Noch während des Studiums wurde ihm vom Bremer Theater ein erstes Festengagement angeboten, welches ihm früh den Aufbau eines breitgefächerten Repertoires ermöglichte und dem bald ein Ensemblevertrag an der Oper Köln folgte. Über die Sächsische Staatsoper Dresden ging sein Weg direkt zur Wiener Staatsoper, der er seit 2010 angehört und wo er die großen lyrischen Partien seines Stimmfaches wie Tamino, Don Ottavio und Ferrando singt. Darüber hinaus deckt seine musikalische Bandbreite Rollen ab wie Oronte (Alcina), Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Camille de Rosillon (Die lustige Witwe), Froh (Das Rheingold), Lysander (Britten, A Midsummer Night‘s Dream), Don Ramiro (La Cenerentola), Boris Grigorievic (Janácek, Kát‘a Kabanová) oder auch den italienischen Tenor in den beiden Strauss-Opern Capriccio und Der Rosenkavalier.
Gastspiele führten ihn unter anderem an die Berliner Staatsoper Unter den Linden, das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz, die Deutsche Oper Berlin, das Staatstheater Nürnberg, sowie an das Teatro Colón in Buenos Aires. Im Sommer 2012 gab er sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Steuermann in Der fliegende Holländer.

Oratorium und Liedgesang bilden für Benjamin Bruns einen wichtigen Gegenpol zu seinem Bühnenschaffen. Den Kern seines umfangreichen Konzert-Repertoires bilden die großen sakralen Werke von Bach, Händel, Haydn, Mozart, Schubert und Mendelssohn. Dabei musizierte er mit so renommierten Ensembles wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Tschechischen Philharmonie, dem MDR Sinfonieorchester, den Münchner Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern, dem WDR Sinfonieorchester, dem Chor und Orchester des Niederländischen Rundfunks, dem Tölzer Knabenchor, den Bremer Philharmonikern, dem London Symphony Chorus sowie dem Orchester der Bachakademie Stuttgart und der Gächinger Kantorei unter der Leitung von Helmuth Rilling.
Benjamin Bruns ist Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin, des Hamburger Mozart-Wettbewerbs sowie des internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Als besondere Auszeichnungen wurden ihm 2008 der Kurt-Hübner-Preis des Theaters Bremen und 2009 der Nachwuchsförderpreis des Schleswig-Holstein Musik Festivals verliehen.