Silvesterkonzert der Staatskapelle Dresden

Christian Thielemann Dirigent
Hanna-Elisabeth Müller Sopran
Saimir Pirgu Tenor
Igor Levit Klavier
I. FILMMUSIK

Gottfried Huppertz

  • Ausschnitte aus Suite zum Film »Metropolis« (1927)

Ralph Erwin

  • »Ich küsse Ihre Hand, Madame« aus dem gleichnamigen Film (1929)

Werner Richard Heymann

  • »Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder« aus dem Film »Der Kongreß tanzt« (1931)

Anton Profes

  • »Was macht der Maier am Himalaya?« nach einem Arrangement von Marek Weber

Werner Richard Heymann

  • »Irgendwo auf der Welt« aus dem Film »Ein blonder Traum«
II. MUSICAL UND EVERGREENS

George Gershwin

  • »Rhapsody in Blue«

Leonello Casucci

  • »Just a Gigolo«

George Gershwin

  • »Someone to Watch Over Me« aus dem Musical »Oh, Kay!«
  • »I Got Rhythm« aus dem Musical »Girl Crazy«
III. OPERETTE UND SINGSPIEL

Johann Strauß (Sohn), Arr. Ralph Benatzky

  • »In Hispaniens heißem Sommerland« aus der Revue-Operette »Casanova«
  • »Ich steh´ zu Dir – Ich hab´ Dich lieb« aus der Revue-Operette »Casanova«

Franz Lehár

  • »O Mädchen, mein Mädchen« aus aus der Operette »Friederike«
  • »All mein Fühlen, all mein Sehnen« aus der Operette »Friederike«

Marek Weber

  • »Im Himmel spielt auch schon die Jazzband« Foxtrott aus der Operette »Die Herzogin von Chicago« nach einem Arrangement von Marek Weber

Paul Abraham

  • »Toujours l’amour« aus »Ball im Savoy«
  • »Bist Du mir treu« aus »Ball im Savoy«

Enrique Santeugini

  • Paso doble »Für dich, Rio Rita« nach einem Arrangement von Marek Weber

Ralph Benatzky

  • Medley aus dem Singspiel »Im weißen Rößl«

Fulminante Silvestergala

Auch in diesem Jahr lädt das ZDF zum Jahreswechsel mit Songs, Schlagern und Operetten-Klassikern von Berlin bis Broadway: Im festlichen Ambiente der Semperoper erwarten das Publikum der inzwischen zur Tradition gewordenen Silvesterkonzerte schwungvolle Melodien der »Goldenen Zwanziger«. Unter der Leitung von Christian Thielemann erklingen Ausschnitte etwa aus »Metropolis« neben bekannten Filmschlagern aus der Blütezeit des Kinos im Übergang vom Stumm- zum Tonfilm. Berlin als glanzvolles Zentrum einer neuen, eigenständigen Operettenära und New York mit seinen Broadway-Musicals und den Kompositionen George Gershwins sind die musikalischen Schwerpunkte des Programms.

Live-Übertragung im ZDF am 31.12.2021 ab 17.30 Uhr
  • 30.12.2021
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 31.12.2021
    17:15 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/2013 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner, Strauss und Beethoven. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. In der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Ariadne auf Naxos« und »Capriccio«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre«, »Tosca« und »Die Meistersinger von Nürnberg«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Er war musikalischer

Berater und Musikdirektor der Bayreuther Festspiele, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.

Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Anton Bruckner und Robert Schumann, Arnold Schönbergs »Gurre-Lieder« sowie zahlreiche Opern. Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, Honorarprofessor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). 2003 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im Mai 2015 erhielt er den Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten Graupa. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Hanna-Elisabeth Müller

Hanna-Elisabeth Müller studierte bei Rudolf Piernay, mit dem sie nach wie vor eng zusammenarbeitet. Die vielfach ausgezeichnete Sopranistin holte sich weiteren Feinschliff in Meisterklassen von Dietrich Fischer-Dieskau, Julia Varady, Elly Ameling und Thomas Hampson.

Im März 2017 debütierte sie als Marzelline in Jürgen Flimms Fidelio an der MET in New York. Im Mai folgte ihr Opern- und Rollendebüt als Donna Anna in Robert Carsens Don Giovanni an der Mailänder Scala. Im Dezember 2017 kehrte sie als Pamina zurück an die MET, im Anschluss folgte ihr Debüt an der Oper Zürich in Mozarts Idomeneo als Ilia.

2014 erlebte sie mit ihrem sensationellen Auftritt als Zdenka in Richard Strauss’ Arabella an der Seite von Renée Fleming und Thomas Hampson unter der Leitung von Christian Thielemann bei den Salzburger Osterfestspielen ihren internationalen Durchbruch und wurde kurz darauf von der Zeitschrift »Opernwelt« als Nachwuchskünstlerin des Jahres ausgezeichnet. Daraufhin schlüpfte sie an der Semperoper in Dresden sowie bei den Münchner Opernfestspielen erneut in diese Rolle. Als Sophie gab sie 2015 in einer Neuinszenierung von Strauss‘ Rosenkavalier in Amsterdam ihr Haus- und Rollendebüt.

Von 2012-2016 gehörte sie dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper an, wo sie in unter anderem als Pamina, Zerlina, Susanna, Servilia, Gretel, Zdenka, Infantin Donna Clara in Zemlinskys Der Zwerg, Sophie in Massenets

Werther oder als Marzelline zu hören war. Im Rahmen der Opernfestspiele verabschiedete sie sich als umjubelte Sophie in Strauss’ Rosenkavalier aus dem Ensemble, bleibt dem Haus aber weiterhin als Gast verbunden. In der Saison 2017/2018 begleitete sie das Bayerische Staatsorchester auf Tourneen nach Japan (Pamina) und unter Kirill Petrenko in die Carnegie Hall New York (Sophie, Rosenkavalier). Als Zdenka war sie im Sommer 2018 in München zu erleben.

Mit ihrer Vielseitigkeit ist die junge Sopranistin regelmäßiger Gast auf den Konzertpodien. Das Jahr 2017 begann für Hanna-Elisabeth Müller mit einem spektakulären Einspringer bei den Eröffnungskonzerten der Hamburger Elbphilharmonie mit Beethovens Symphonie Nr. 9. 2016/17 war sie außerdem in der Philharmonie de Paris, der Philharmonie Essen, der Philharmonie Köln mit dem WDR Sinfonieorchester oder in der Tonhalle Düsseldorf zu erleben. In der Saison 2017/2018 war Hanna-Elisabeth Müller u. a. bei den Berliner Philharmonikern unter Yannick Nézét-Séguin in Brahms’ Ein deutsches Requiem und beim Bilbao Orkestra mit Bergs Sieben frühe Lieder unter Erik Nielsen zu Gast. Mit ihrer festen Klavierpartnerin Juliane Ruf tritt sie regelmäßig in wichtigen Liedzentren wie dem Heidelberger Frühling, in der Kölner Philharmonie, im De Singel Antwerpen und beim Festival Rheinvokal auf.

Saimir Pirgu

Saimir Pirgu zählt zu den gefragtesten Stars der internationalen Opernlandschaft und feiert regelmäßig Erfolge an allen großen Opernbühnen wie der Metropolitan Opera New York, der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala, dem Royal Opera House Covent Garden, der Pariser Oper, dem Bolschoi-Theater von Moskau, der Berliner Staatsoper und Deutschen Oper, dem Opernhaus Zürich, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, der San Francisco Opera und der Arena di Verona. Pirgu studierte bei Vito Maria Brunetti am Konservatorium von Bozen und perfektionierte seine Technik mit Luciano Pavarotti. Mit 22 Jahren wurde er von Claudio Abbado ausgewählt, unter seiner musikalischen Leitung als Ferrando in Così fan tutte in Ferrara zu debütieren. In dieser Partie gab der Künstler 2004 als jüngster Sänger in einer Hauptrolle sein Debüt bei den Salzburger Festspielen dirigiert von Philippe Jordan. Erfolge der letzten Jahre umfassen unter anderem Rigoletto am Royal Opera House Covent Garden, an der Wiener Staatsoper und am Opernhaus Zürich, La traviata an der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House Covent Garden, der Berliner Staatsoper und Deutschen Oper, Riccardo in Un ballo in maschera in Tel Aviv dirigiert von Zubin Mehta und am Teatro Regio in Parma, L’elisir d’amore an der Wiener Staatsoper und an der Deutschen Oper Berlin, Die Zauberflöte an der Mailänder Scala, La clemenza di Tito an der Opéra National de Paris, La bohème

und Roméo et Juliette am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Madama Butterfly am Opernhaus Zürich, Werther am New National Theatre in Tokyo, La damnation de Faust am Bolschoi-Theater in Moskau und im Wiener Konzerthaus, Lucia di Lammermoor, Simon Boccanegra und Madama Butterfly am Teatro San Carlo in Neapel Rigoletto und Don Giovanni an der Arena di Verona, Shepherd in Krol Roger am Royal Opera House Covent Garden und am Opernhaus von Sydney, Verdis Messa da Requiem bei den Salzburger Festspielen, im Wiener Musikverein, mit dem Bayerischen Rundfunk, im Concertgebouw Amsterdam, im Palau de la Musica Barcelona und im Palau de les Arts Valencia.

Der Tenor hat mit vielen der wichtigsten Dirigenten wie etwa Riccardo Muti, Zubin Mehta, Lorin Maazel, Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Mariss Jansons, Nikolaus Harnoncourt, Seiji Ozawa, John Eliot Gardiner, James Conlon, Antonio Pappano, Daniele Gatti, Gianandrea Noseda und Tugan Sokhiev gearbeitet. Unter den Regisseuren, mit denen Saimir Pirgu gearbeitet hat finden sich große Namen wie Franco Zeffirelli, Woody Allen, Peter Stein, Graham Vick, Willy Decker, Deborah Warner, Luca Ronconi, Kasper Holten, David McVicar, Ferzan Ozpetek, Mario Martone, Michael Haneke und Robert Carsen. Im Jahr 2013 wurde ihm die renommierte Auszeichnung »Pavarotti d'Oro« verliehen.

Igor Levit

Klavier

In Nizhni Nowgorod geboren, absolvierte Igor Levit sein Klavierstudium in Hannover mit der höchsten Punktzahl in der Geschichte des Instituts. Igor Levit ist »Artist of the Year 2020« der Gramophone Classical Music Awards, Musical America’s »Recording Artist of the Year 2020« und Preisträger des »2018 Gilmore Artist Award«. Im November 2020 erfolgte die Nominierung für einen Grammy in der Kategorie »Best Classical Instrumental Solo«. Die New York Times beschreibt Igor Levit als einen der »bedeutendsten Künstler seiner Generation«. Er ist Künstlerischer Leiter der Kammermusikakademie und des Standpunkte Festival des Heidelberger Frühlings. Im Frühjahr 2019 erfolgte der Ruf als Professor für Klavier an seine Alma Mater, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Seine im September 2019 von Sony Classical veröffentlichte erste Gesamteinspielung der Beethoven-Klaviersonaten erreichte umgehend Platz 1 der offiziellen Klassik Charts. Zyklen der gesamten Klaviersonaten Beethovens präsentierte Igor Levit unter anderen bei den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival sowie dem Musikfest Berlin, in Hamburgs Elbphilharmonie und Londons Wigmore Hall. Rezitale führen ihn regelmäßig zur Carnegie Hall nach New York, zum Concertgebouw Amsterdam und dem Wiener Musikverein. Er gastiert regelmäßig mit den weltweit führenden Orchestern, wie den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den Wiener Philharmonikern.

Auftritte in der kommenden Spielzeit führen Igor Levit unter anderem nach Boston, Chicago, Los Angeles, New York, Amsterdam, Berlin, London, Madrid, Paris und Tokyo. Im Frühling 2021 kündigte das Lucerne Festival die erste Ausgabe eines neuen, von Igor Levit kuratierten, Klavierfestivals für Mai 2023 an. Für sein politisches Engagement wurde Igor Levit 2019 der 5. Internationale Beethovenpreis verliehen. Im Januar 2020 folgte die Auszeichnung mit der »Statue B« des Internationalen Auschwitz Komitees anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz. Für sein Engagement gegen Antisemitismus und für seine Hauskonzerte während des Corona-Lockdowns 2020 wurde ihm im Herbst 2020 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. In seiner Wahlheimat Berlin spielt Igor Levit auf einem Steinway D Konzertflügel – eine Schenkung der Stiftung »Independent Opera at Sadler’s Wells«.