Sonderkonzert anlässlich des 175. Geburtstags von Ernst von Schuch

Franz Welser-Möst Dirigent
Norbert Anger Violoncello
Sebastian Herberg Viola

Richard Strauss

  • »Don Quixote« op. 35

Johann Strauß (Sohn)

  • Fest-Polonaise op. 352

Josef Strauß

  • Allegro fantastique. Orchesterfantasie
  • »Angelica«. Polka française op. 123
  • »Heldengedichte«. Walzer op. 87
  • »Carrière«. Polka schnell op. 200

Eine Künstlerfreundschaft

Richard Strauss und Ernst von Schuch verband eine Künstlerfreundschaft par excellence. Über 40 Jahre prägte der am 23. November 1846 in Graz geborene Schuch die Dresdner Oper und die Königliche Kapelle. Strauss lobte Schuchs Meisterschaft als »diskreter Begleiter« – Schuch machte Dresden mit den Strauss’schen Tondichtungen vertraut, bevor er zahlreiche Strauss-Opern aus der Taufe hob. »Meinen Werken ist er ein Mitschöpfer geworden durch die unbegrenzte Einfühlung, die er ihnen bei der Einstudierung angedeihen ließ«, so Strauss. »Er verstand, unausgesprochen, jede meiner Bitten; ein Blick genügte in der Regel. Wir sahen uns in den Proben an, ich nickte mit dem Kopf – oder er, je nachdem –, und das Verstehen war da!«

Kartenvorverkauf ab Mitte Oktober 2021

 

Das Konzert wird von MDR Klassik mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.
  • 06.11.2021
    20:00 Uhr
    Kulturpalast Dresden

Franz Welser-Möst

Seit 18 Jahren prägt Franz Welser-Möst als Musikdirektor des Cleveland Orchestra die unverwechselbare Klangkultur des Orchesters. In seiner Ära wurde der Klangkörper mehrfach für seine musikalische Exzellenz von der internationalen Kritik hoch gelobt. Durch innovative Projekte und Kooperationen wurde kontinuierlich junges Publikum angesprochen und herangezogen. So sind mittlerweile 20 % aller Konzertbesucher unter 25 Jahre alt. Welser-Möst brachte zahlreiche Uraufführungen und Opernproduktionen in die Severance Hall zurück. Neben Orchesterresidenzen in den USA, Europa und China treten Franz Welser-Möst und das Cleveland Orchestra bei allen namhaften Festivals auf. Er wird das Cleveland Orchestra bis 2027 leiten. Als Gastdirigent verbindet Franz Welser-Möst eine besonders enge und produktive künstlerische Partnerschaft mit den Wiener Philharmonikern. Er stand zwei Mal am Pult des Neujahrskonzerts und dirigiert das Orchester regelmäßig in Abonnementkonzerten im Wiener Musikverein, sowie auf Tourneen in Japan, China, Australien und den USA. Unter seiner musikalischen Leitung standen die historischen Gedenkkonzerte in Sarajewo und in Versailles. Franz Welser-Möst ist regelmäßig bei den Salzburger Festspielen zu Gast und setzt als Opern- und Konzertdirigent richtungsweisende neue Maßstäbe der Interpretation, u. a. mit »Rusalka«, »Der Rosenkavalier«, »Fidelio«, »Die Liebe der Danae« und Aribert Reimanns Oper »Lear« oder Richard Strauss’ »Salome«, mit der er 2018 Festspielgeschichte geschrieben hat.

»Salome« wurde auf Grund des unglaublichen Erfolges wieder in das Festspielprogramm 2019 aufgenommen. 2020 dirigiert er die Wiener Philharmoniker beim Eröffnungskonzert der Salzburger Festspiele sowie die Premiere von Richard Strauss‘ Elektra. Franz Welser-Möst ist unter anderem Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Träger des Ehrenrings der Wiener Philharmoniker und wurde mit der Kilenyi Medal der Bruckner Society of America sowie mit der Kennedy Center Gold Medal in the Arts ausgezeichnet. Franz Welser-Möst hat zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen vorgelegt, die mehrfach mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden, darunter der Mitschnitt des »Rosenkavalier« und der »Salome« von den Salzburger Festspielen. Zu den jüngsten Live-Einspielungen mit dem Cleveland Orchestra gehört ein 3 CD Box Set »The Cleveland Orchestra – A New Century« - mit Werken von Beethoven, Varèse, Strauss, Prokofiev, Johannes Maria Staud und Bernd Richard Deutsch.

Norbert Anger

Konzertmeister

Norbert Anger zählt zu den führenden Cellisten seiner Generation und trat als Solist bereits mit großen Klangkörpern wie dem Orchestre de Paris, dem Staatlichen Symphonieorchester Moskau, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Beethovenorchester Bonn in Erscheinung. 

Er war Gast renommierter Konzerthäuser und Bühnen, darunter die Comédie des Champs-Elysées, der Salle Gaveau, der Salle Pleyel, die Philharmonie Moskau und die Semperoper Dresden. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Vladimir Spivakov, John Storgårds und Andrea Marcon zusammen. 

Norbert Anger ist Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe wie des Tschaikowsky Wettbewerbs in Moskau, des Concours Rostropovich in Paris, des Paulo Wettbewerbs in Helsinki und des Deutschen Musikwettbewerbs. 

Über seine solistische Tätigkeit hinaus widmet er sich intensiv der Kammermusik und musiziert dabei mit Partnern wie Christoph Eschenbach, Hartmut Rohde, Latica Honda-Rosenberg, Wolfgang Emanuel Schmidt und David Geringas. Als Gast internationaler Festivals trat er bislang bei den Osterfestspielen Salzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Festival Mitte Europa auf.

Norbert Anger begann seine Ausbildung an der Dresdner Spezialschule für Musik Carl Maria von Weber als Schüler von Christoph Schulze und machte bereits in frühen Jahren als Sieger internationaler Cellowettbewerbe wie Vibrarte in Paris und Domenico Gabrielli in Berlin auf sich aufmerksam. Er vollendete sein Studium in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt an der Universität der Künste Berlin und erhielt wichtige Impulse von David Geringas, Heinrich Schiff und Sir Colin Davis.

Im Jahr 2012 erschien seine Debüt-CD beim deutschen Label Genuin Classics mit Werken von Beethoven, Brahms, Schumann und Debussy und wurde von der Presse hoch gelobt. 

Seit 2013 bekleidet Norbert Anger die Stelle des Konzertmeisters der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden, seit 2015 ist er zudem Solocellist des Bayreuther Festspielorchesters.

Als Preisträger des 21. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielte Norbert Anger bis 2015 ein Violoncello von Andrea Guarneri, ex Ludwig Hoelscher, Cremona 1691 und seitdem ein Violoncello von Domenico Montagnana, ex Hekking, Venedig 1721. 

Norbert Anger spielt exklusiv Saiten von Larsen Strings A/S.

Sebastian Herberg

Solobratscher

Sebastian Herberg wurde 1968 in Potsdam in eine Künstlerfamilie geboren und erhielt seinen ersten Unterricht durch seinen Großvater Wilhelm Herberg, Bratschist im Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie in der Staatskapelle Berlin.

Sein Studium absolvierte Sebastian Herberg in Weimar bei Thomas Wünsch. Ein Zusatzstudium führte ihn im Anschluss an die Musikhochschule Hanns Eisler nach Berlin in die Klasse von Alfred Lipka. 1989 wurde er Solobratscher des Schleswig-Holstein Festival Orchesters und erhielt wichtige Impulse durch Leonard Bernstein und Sir Georg Solti.1991 folgte sein erstes Engagement als Solobratscher des Berliner Sinfonie-Orchesters, 1994 wurde er Solobratscher der Staatskapelle Dresden. Solistisch konzertierte er unter Dirigenten wie Michael Sanderling, Sakari Oramo und Fabio Luisi; seine Einspielung von Strauss’ »Don Quixote« unter Luisi erschien 2009 bei Sony.
 

Neben seiner Lehrtätigkeit an der Orchesterakademie der Staatskapelle unterrichtete Sebastian Herberg von 1998 bis 2012 an der Hochschule für Musik in Dresden. In der Zeit von 2010 bis 2012 wirkte er zusammen mit Kollegen der Berliner und der Wiener Philharmoniker als Gastprofessor des Pacific Music Festivals.

Als Solobratscher der Dresdner Kapellsolisten gastierte er seit 1994 auf so bedeutenden Podien wie der Berliner Philharmonie und der New Opera Hall Tokyo. Er ist Gründungsmitglied des Dresdner StreichTrio, das in dieser Saison sein 20-jähriges Bühnenjubiläum feiert und bislang sieben, von der Fachpresse hervorragend besprochene CD-Einspielungen vorlegte.

Seit 2016 ist er Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.