7. Symphoniekonzert

Daniel Harding Dirigent
Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Henry Purcell

  • Music for the Funeral of Queen Mary

Gustav Mahler

  • Symphonie Nr. 10 (Aufführungsversion von Deryck Cooke)

Klagegesänge

Als zutiefst autobiografisches Werk des Schmerzes und der Reflexion über das Leben gilt Mahlers Fragment gebliebene 10. Symphonie. Vom berühmten Adagio, über das von zwei Scherzi umrahmte »Purgatorio« zum Finalsatz spannt sich ein dichter Bogen, der auf der letzten Skizzenseite in die handschriftlichen, an Mahlers Gattin Alma gerichteten Ausrufe »für dich leben! für dich sterben!« gipfelt. Der Aufführungsfassung von Deryck Cooke stellt Mahler-Experte Daniel Harding die Trauermusik für Queen Mary von Henry Purcell voran.

Zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 (75. Jahrestag)

  • 13.02.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 14.02.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Daniel Harding

Der in Oxford geborene Daniel Harding begann seine Karriere als Assistent von Sir Simon Rattle beim City of Birmingham Symphony Orchestra, wo er 1994 sein Debüt gab. Später war er Assistent von Claudio Abbado bei den Berliner Philharmonikern und debütierte 1996 beim Musikfest Berlin.

Heute ist Daniel Harding Music Director des Swedish Radio Symphony Orchestra, Erster Gastdirigent beim London Symphony Orchestra und musikalischer Partner des New Japan Philharmonic. Kürzlich wurde er vom Mahler Chamber Orchestra mit dem Titel Conductor Laureate ausgezeichnet. Seine bisherigen Stationen waren Principal Conductor und Music Director des Mahler Chamber Orchestra (2003–2011), Principal Conductor des norwegischen Trondheim Symphony Orchestra (1997–2000), Principal Guest Conductor des schwedischen Norrköping Symphony Orchestra (1997–2003) und Music Director der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (1997–2003). Im Herbst 2016 übernimmt er die Position des Chefdirigenten beim Orchestre de Paris. 

Daniel Harding ist regelmäßiger Gast bei den Wiener Philharmonikern, beim Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, beim Leipziger Gewandhausorchester und beim Orchestra Filarmonica della Scala in Mailand. Engagements als Gastdirigent führten ihn unter anderem zu folgenden Klangkörpern: Wiener, Berliner und Münchner Philharmoniker, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Oslo Philharmonic, London Philharmonic Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Orchestra of the Age of Enlightenment, Rotterdams Philharmonisch Orkest, Orchestre des Champs-Elysées sowie zu den Orchestern von New York, Philadelphia, Los Angeles und Chicago.

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde am 8. Oktober 1817 per königlichem Dekret durch Friedrich August dem Gerechten gegründet. Die Erlassung dieses Dekrets war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers. Er hatte als neu engagierter Hofkapellmeister 1817 den Auftrag erhalten, neben der traditionsreichen italienischen Oper in Dresden auch eine deutsche Operngesellschaft ins Leben zu rufen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde.

In der Folge entwickelte sich der Sächsische Staatsopernchor dank hervorragender Persönlichkeiten, die ihn künstlerisch umsichtig und traditionsbewusst leiteten, zu einem erstklassigen und gefragten Klangkörper. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten und pflegten u. a. Joseph Metzner, Wilhelm Fischer, Karl Maria Pembaur, Ernst Hintze, Gerhart Wüstner, Hans Peter Müller-Sybel, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer bis heute ein spezielles, diesem Staatsopernchor zugehörendes Klangideal, das besonders auch durch die rege Konzerttätigkeit des Chores beeinflusst wurde. Homogenität des Klangs, klangliche Noblesse, kultivierter Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte und -fülle sind wesentliche Attribute, die für den Sächsischen Staatsopernchor stehen. Von 2014/15 bis 2018/19 war Jörn Hinnerk Andresen Chordirektor. In der Spielzeit 2019/20 übernimmt Jan Hoffmann diese Position

kommissarisch.

Heute gilt der Sächsische Staatsopernchor als einer der besten Opernchöre Europas. Seine Auftritte in Opernvorstellungen, seine Mitwirkung in Konzerten, bei Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen, die kontinuierliche Präsenz bei Festspielen und auf Tourneen brachten ihm auch weltweit Beachtung sowie höchste Wertschätzung ein.

Besonders prägend für den Staatsopernchor war die Arbeit mit dem Dirigenten Giuseppe Sinopoli, der das künstlerische Potential als bei weitem noch nicht ausgeschöpft betrachtete. In zahlreichen CD-Produktionen wuchs das Chorensemble immer wieder über sich hinaus. In den Jahren nach Sinopolis plötzlichem Tod gelang durch kontinuierliche Arbeit eine Konsolidierung der künstlerischen Qualität.

Wie in allen künstlerischen Sparten der Sächsischen Staatsoper Dresden spielt auch im Staatsopernchor die enge Verknüpfung von Tradition, gegenwärtiger künstlerischer Verantwortung und Ausrichtung auf die Herausforderungen der Zukunft eine entscheidende Rolle.

Seit 2013 ist der Sächsische Staatsopernchor gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden ständiger Gast bei den Osterfestspielen in Salzburg, deren Künstlerische Leitung in den Händen von Christian Thielemann liegt.

Am 8. Oktober 2017 feierte der Sächsische Staatsopernchor Dresden sein 200-jähriges Chorjubiläum.