1. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Anja Kampe Sopran (30.8.)
Anja Harteros Sopran (1.9.)
Programm 1 | 30.8.

Richard Strauss

  • »Der Rosenkavalier«, Erste Walzerfolge
  • Drei Hymnen für eine hohe Singstimme und Orchester op. 71
  • »Also sprach Zarathustra« op. 30
Programm 2 | 1.9.

Richard Strauss

  • »Don Juan« op. 20
  • »Die heiligen drei Könige aus Morgenland« op. 56/6
  • »Meinem Kinde« op. 37/3
  • »Waldseligkeit« op. 49/1
  • »Zueignung« op. 10/1
  • »Befreit« op. 39/4
  • »Ruhe, meine Seele« op. 27/1
  • »Morgen« op. 27/4
  • »Cäcilie« op. 27/2
  • »Till Eulenspiegels lustige Streiche« op. 28

Auftakt Strauss-Zyklus

Mit den herausragenden Sopranistinnen Anja Kampe und Anja Harteros in zwei Programmen eröffnen Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle nicht nur ihre Konzertsaison, sondern zugleich auch ihren Strauss-Zyklus 2020/2021. Dabei werden die selten zu hörenden »Drei Hymnen« auf Texte von Friedrich Hölderlin – der vor 250 Jahren geboren wurde – populären Orchesterliedern des Komponisten, den seinerzeit eine enge Beziehung mit der Staatskapelle verband, gegenübergestellt. Diese werden um Tondichtungen und eine Walzerfolge des in Dresden uraufgeführten »Rosenkavaliers« ergänzt. 

  • 30.08.2020
    19:00 Uhr
    Semperoper
  • 01.09.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther

Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Anja Kampe

Die deutsche Sopranistin Anja Kampe gehört zu den bedeutendsten Sängerinnen unserer Zeit. Mit der Sieglinde an der Seite von Placido Domingo gelang Anja Kampe an der Washington National Opera der internationale Durchbruch. Mit dieser Rolle gastierte sie mit größtem Erfolg bislang u.a. in Los Angeles, San Francisco, München, Berlin, Barcelona, Paris, London und Bayreuth. Neben der Sieglinde ist die Senta zu einer zentralen Partie von Anja Kampe geworden. Sie hat sie bislang in München, Hamburg, Wien, Zürich, Mailand, Madrid, Barcelona, Brüssel, London, Tokyo und Dallas gesungen. Eine weitere wichtige Rolle der Sopranistin ist die »Fidelio«-Leonore, mit der sie u.a. in Baden-Baden, Madrid, Zürich, Los Angeles sowie an der Wiener und der Bayerischen Staatsoper erfolgreich war und sie 2014 zur Saisoneröffnung des Teatro alla Scala Milano unter der Leitung von Daniel Barenboim sang. Unter seiner Leitung gab sie auch ihre Rollendebüts als Tosca und Kundry an der Deutschen Staatsoper Berlin, wobei sie den Erfolg als Kundry am Teatro Real Madrid wiederholen konnte.

Zu den wichtigen Engagements der zurückliegenden Spielzeiten zählen die Neuproduktion der »Fanciulla del West« an der Bayerischen Staatsoper München, die Neuproduktion »Tristan und Isolde« unter der Leitung von Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper, die von Philippe Jordan dirigierte Neuproduktion des »Parsifal« an der Opéra National de Paris, Sieglinde bei den Bayreuther Festspielen 2018 sowie bei den Münchner Opernfestspielen 2018 unter Kirill Petrenko.

Anja Kampe eröffnet die Saison 2019/20 mit Aufführungen wie »Die Walküre« an der Staatsoper Berlin, bevor sie an der Oper Frankfurt für die Neuproduktion »Lady Macbeth« von Mzensk erwartet wird. Anschließend kehrt sie an die Oper Zürich als Leonore in »Fidelio« zurück und gibt danach ihr lang erwartetes Debüt an der Metropolitan Opera New York als Senta im »Der Fliegenden Holländer«. Die 2018 zur Bayerischen Kammersängerin ernannte Künstlerin wird sowohl Kundry (»Parsifal«) als auch die Titelpartie in »Fanciulla del West« an der Bayerischen Staatsoper München singen. Das Festival d‘ Aix-en-Provence hat die Sopranistin für die Neuproduktion »Wozzeck« verpflichtet und konnte damit die Künstlerin für ihr Rollendebüt als Marie gewinnen.

Anja Kampe arbeitet u.a. auch mit Claudio Abbado, Semyon Bychkov, James Conlon, Mark Elder, Adam Fischer, Daniele Gatti, Valery Gergiev, Daniel Harding, Marek Janowski, Simone Young, Vladimir Jurowski, Jesùs López-Cobos, Fabio Luisi, Nicola Luisotti, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Kent Nagano, Andris Nelsons, Kazushi Ono, Donald Runnicles, Esa-Pekka Salonen, Sebastian Weigle und Franz Welser-Möst gearbeitet. Zu den wichtigsten Regisseuren zählen u.a. Calixto Bieito, Willy Decker, Claus Guth, Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Harry Kupfer und Dimitri Tschnerniakow.

Einige der wichtigsten Produktionen sind inzwischen als DVD erschienen, darunter »Die Walküre« von den Salzburger Osterfestspielen, »Der fliegende Holländer« aus Zürich und der »Parsifal« der Staatsoper Berlin. Außerdem liegen als Aufnahme »Tristan und Isolde« und »Fidelio« aus Glyndebourne sowie »Die Gezeichneten« aus Los Angeles vor. Die von Valery Gergiev dirigierte Aufnahme »Die Walküre« wurde 2013 mit dem Echo Klassik für die beste Operneinspielung des Jahres ausgezeichnet.

Anja Harteros

Die internationale Karriere der in Bergneustadt geborenen Sopranistin Anja Harteros begann 1999 mit dem Gewinn des Wettbewerbs »Cardiff Singer of the World«. Im italienischen Fach ebenso zu Hause wie in den Werken von Wagner und Strauss, war sie an allen bedeutenden Opernbühnen der Welt zu erleben – von Berlin, Wien, Hamburg und München bis London, Mailand, Paris, Tokio und New York. Sie gastierte beim Lucerne Festival, bei den Salzburger Festspielen und mehrfach auch an der Semperoper Dresden in Opern und Liederabendenden sowie in Konzerten mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. So verkörperte Anja Harteros in Dresden die Partien Fiordiligi (»Così fan tutte«), Mimì (»La bohème«), Desdemona (»Otello«) und Violetta (»La traviata«), dieTitelpartie in »Arabella« und die Marschallin in »Der Rosenkavalier« von Strauss, in den Konzerten der Sächsischen Staatskapelle Dresden war sie als Solistin u.a. mit Bergs »Sieben frühe Lieder«, in Verdis »Requiem« und im Sonderkonzert am 150. Geburtstag von Richard Strauss zu Gast, sie trat im

ZDF-Adventskonzert in der Frauenkirche auf und gab Liederabende (2008/09 und 2014/15) in der Semperoper u.a. mit Musik von Brahms und Strauss. Anja Harteros war es auch, die im April 2014 mit der Sächsischen Staatskapelle und Christian Thielemann bei den Osterfestspielen Salzburg die Orchesterfassung des letzten Strauss-Liedes »Malven« zur Uraufführung brachte, die Capell-Compositeur Wolfgang Rihm eigens anfertigte. Kurz darauf folgte die Deutsche Erstaufführung in der Semperoper. Die Künstlerin hat auf verschiedensten Tonträgern mitgewirkt und war u.a. Artist in Residence der Philharmonie Essen. 2007 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt, 2009 und 2017 kürte sie das Fachmagazin Opernwelt zur »Sängerin des Jahres«, 2010 erhielt sie den ersten Kölner Opernpreis, dazu ist sie Trägerin der Bayerischen Europamedaille 2013, Sängerin des Jahres der International Opera Awards 2015 und Trägerin des Bayerischen Verdienstordens 2018.