10. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Erin Morley Sopran

Richard Strauss

  • »An die Nacht«, »Ich wollt ein Sträußlein binden« und »Säusle, liebe Myrthe!« aus op. 68
  • »Muttertändelei« op. 43/2
  • »Als mir dein Lied erklang« und »Amor« aus op. 68
  • »Ein Heldenleben« op. 40

Heldentaten

In Fortsetzung des Strauss-Zyklus widmet sich Christian Thielemann gemeinsam mit der ge­feierten Koloratursopranistin Erin Morley fünf der virtuosen Brentano-Lieder und der Ver­tonung von Gottfried August Bürgers »Mutter­tändelei«. Mit Strauss’ »Ein Heldenleben« steht außerdem ein zentrales Werk des Kapellreper­toires auf dem Programm: Nur wenige Monate nach der Frankfurter Uraufführung erklang die Tondichtung unter der Leitung Ernst von Schuchs, Strauss-Dirigent par excellence, bereits in Dresden. In sechs Abschnitten und mit Spielanweisungen von »schnarrend« und »zischend« bis »heuchlerisch schmachtend« zeichnet der junge Komponist darin mit größ­ter Raffinesse (s)ein Heroenschicksal nach.

 

Eine kostenlose Konzerteinführung findet 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller statt.

  • 30.05.2021
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 31.05.2021
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    36.00 – 67.00 €
  • 01.06.2021
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    36.00 – 67.00 €

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther

Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Erin Morley

Erin Moley errang internationale Aufmerksamkeit, als sie als Absolventin des »Lindemann Young Artist Development Program« kurzfristig die Partie der Sophie in »Der Rosenkavalier« an der Metropolitan Opera in New York für die Saison 2013/14 übernahm. Seither war die Sopranistin in mehr als 100 Vorstellungen und fünf Liveübertragungen an der Met zu erleben, darunter als Olympia (»Les Contes d’Hoffmann«), Constance (»Les Dialogues de Carmélites«) und als Pamina (»Die Zauberflöte«). Darüber hinaus ist Erin Morley regelmäßig zu Gast an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper in München, der Opéra national de Paris, bei der Glyndebourne Festival Opera, der Sante Fe Opra, der LA Opera, der Opéra de Lille, der Opéra national de Lorraine und dem Palau de les Arts in Valencia.

In dieser Saison tritt sie als Tytania in der Neuproduktion von Brittens »A Midsummer Night’s Dream« an der Wiener Staatsoper in Erscheinung und kehrt als Gilda in Verdis »Rigoletto« zur Bayerischen Staatsoper zurück. Als Zerbinetta in Strauss’ »Ariadne auf Naxos« gastiert sie gemeinsam mit der Bayerischen Staatsoper beim Hong Kong Arts Festival. Außerdem debütiert sie mit der Partie der Sophie in Massenets »Werther« an der Metropolitan Opera und ist erstmals beim Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam zu erleben.

Auf dem Konzertpodium gleichermaßen erfolgreich, konzertierte Erin Morley bereits mit Harry Bicket und The English Concert, Louis Langrée und

dem Mostly Mozart Festival Orchestra, mit der Chamber Music Society des Lincoln Center und mit dem Met Chamber Ensemble im Zankel-Saal der Carnegie Hall. Als Gast renommierter Orchester sang sie etwa beim Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra, Boston Symphony Orchestra, New York Philharmonic, LA Philharmonic, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra.

Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen zeugen von Erin Morleys umfassender Opern- und Konzerttätigkeit. So erschien u. a. ein Mitschnitt des »Rosenkavaliers« aus der Met beim Label Decca. Darüber hinaus ist sie als Sandrina (»La Finta Giardiniera«) mit Emmanuelle Haïm in der Produktion der Opéra de Lille für Erato, als Woglinde (»Götterdämmerung«)mit Fabio Luisi im preisgekrönten Ring-Zyklus an der Metropolitan Opera für die Deutsche Grammophon und in Carl Nielsens Symphony Nr. 3 »Espansiva« mit Alan Gilbert und den New York Philharmonic für Da Capo Records zu hören.

Als Tochter einer Violinistin lernte Erin Morley in jungen Jahren zunächst Geige und Klavier. Geboren in Utah, hatte sie ihren ersten professionellen Auftritt als Sängerin mit dem Utah Symphony unter der Leitung von Joseph Silverstein. Später studierte sie Gesang an der New Yorker Juilliard School und absolvierte 2007 das Juilliard Opera Center.