11. Symphoniekonzert

Myung-Whun Chung Dirigent

Gabriel Fauré

  • »Pelléas et Mélisande« Suite op. 80

Maurice Ravel

  • »Daphnis et Chloé« Suite Nr. 2

Claude Debussy

  • »La mer«

Maurice Ravel

  • »La valse«

Tänzerische Traumwelten

Ein idealisiertes Griechenland seiner Träume wollte Ravel mit »Daphnis et Chloé« entste­hen lassen. Die »symphonischen Fragmente« der zweiten Suite aus der Ballettmusik führen durch Stationen der Handlung, von der auf­gehenden Morgensonne über Pastorale und Pantomime bis zum ausgelassen Schluss-Bac­chanal. Tänzerisches verarbeitete er später auch in »La Valse«: der rauschhafte Walzer steigert sich zur Apotheose und führt schließ­lich wirbelnd zum Abgrund. Eine geheimnis­voll-düstere Atmosphäre umgibt auch Faurés »Pelléas et Mélisande«-Suite. Mit Schatten und Licht setzte Debussy in »La Mer« den Spiegelungen und Wogen des Wassers ein tönendes Denkmal.

 

Eine kostenlose Konzerteinführung findet 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller statt.

  • 18.06.2021
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    36.00 – 82.00 €
  • 19.06.2021
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    39.00 – 73.00 €
  • 20.06.2021
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    20.00 – 73.00 €

Myung-Whun Chung

Erster Gastdirigent

Die Ernennung eines Ersten Gastdirigenten ab der Spielzeit 2012/2013 war ein Novum in der langen Kapell-Historie – und dokumentiert die enge Beziehung zwischen Myung-Whun Chung und der Sächsischen Staatskapelle. Der südkoreanische Maestro stand seit 2001 vielfach in den Symphoniekonzerten in der Semperoper am Pult, er dirigierte im Orchestergraben eine Premierenserie von Verdis »Don Carlo« und ging mit der Kapelle auf Tourneen durch Europa, in die USA und nach Asien.

Überdies musizierte er immer wieder gemeinsam mit Mitgliedern der Staatskapelle auf dem Kammermusikpodium, so auch 2013 bei den Osterfestspielen Salzburg, bei denen er in der Doppelrolle als Dirigent und Pianist zu erleben war. In Dresden setzte sich Chung in den vergangenen Spielzeiten intensiv mit dem OEuvre von Gustav Mahler auseinander und leitete in der Semperoper Aufführungen von dessen Symphonien Nr. 1, 2, 4 bis 6 und 9. Aber auch Werke von Gioachino Rossini, Gabriel Fauré und Olivier Messiaen gelangten in seinen Konzerten mit der Staatskapelle zur Aufführung.

In Seoul geboren, begann Myung-Whun Chung seine Laufbahn als Pianist. 1974 errang er den 2. Preis beim Tschaikowsky- Wettbewerb in Moskau. Seine dirigentische Karriere begann er als Assistent von Carlo Maria Giulini in Los Angeles.

Positionen als Chefdirigent bekleidete er beim Rundfunk- Sinfonieorchester Saarbrücken, an der Opéra Bastille in Paris und bei der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. 15 Jahre stand er als Musikdirektor dem Orchestre Philharmonique de Radio France vor. Daneben ist und war er in verschiedenen Ämtern in seiner asiatischen Heimat präsent, u. a. als Künstlerischer Direktor sowohl des Seoul Philharmonic Orchestra als auch des Asia Philharmonic Orchestra, das asiatische Musiker aus den großen Orchestern der Welt für Konzertprojekte zusammenführt. Myung- Whun Chung trat mit allen bedeutenden Klangkörpern auf, viele seiner bei der Deutschen Grammophon erschienenen CD-Aufnahmen sind preisgekrönt.

Über seine künstlerischen Aktivitäten hinaus widmet sich Myung-Whun Chung mit großem Engagement humanitären und ökologischen Fragen. Er war Botschafter des Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen (UNDCP) und wurde 1995 von der UNESCO als »Man of the Year« gewürdigt. 1996 erhielt er den Kumkuan, den höchsten koreanischen Kulturpreis. Er wurde zum ersten Kulturbotschafter seines Landes berufen; die UNICEF ernannte ihn 2008 als ersten Dirigenten zum Goodwill Ambassador.