7. Symphoniekonzert

Daniele Gatti Dirigent
Frank Peter Zimmermann Violine

Giuseppe Sinopoli

  • V Scena aus der »Lou Salomé« Suite Nr. 1

Robert Schumann

  • Violinkonzert d-Moll op. posth.
  • Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 »Rheinische«

Hommage an Sinopoli

Mit einem am Repertoire des Capell-Com­positeurs und ehemaligen Chefdirigenten der Staatskapelle, Giuseppe Sinopoli, orientierten Programm kehrt Daniele Gatti nach Dres­den zurück. Einem Ausschnitt aus Sinopolis Oper »Lou Salomé« folgt das erst 1937 ur­aufgeführte Violinkonzert des zeitweiligen Dresdners Robert Schumann. Zu dessen Sym­phonien pflegte Sinopoli stets eine besondere Verbindung: So realisierte er in Dresden nicht nur den kompletten Zyklus, sondern dirigier­te die Erste Schumanns außerdem in seinem letzten Kapellkonzert 2001.

 

Eine kostenlose Konzerteinführung findet 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller statt.

voraussichtliche Konzertdauer: ca. 95 Minuten

Das Konzert wird von MDR Kultur mitgeschnitten.
  • 05.03.2021
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Verkauf vorerst beendet
  • 06.03.2021
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Verkauf vorerst beendet
  • 07.03.2021
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Verkauf vorerst beendet

Daniele Gatti

Dirigent

Daniele Gatti studierte Komposition und Orchesterdirigieren am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand. Gatti wirkt als Music Director beim Teatro dell'Opera di Roma und in selber Position beim Orchestra Mozart. Darüber hinaus ist er Künstlerischer Berater des Mahler Chamber Orchestra (MCO), war Chefdirigent des Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam und zuvor in ähnlicher Funktion bei bedeutenden musikalischen Institutionen wie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Orchestre national de France, dem Royal Opera House in London, dem Teatro Comunale di Bologna und dem Opernhaus Zürich tätig. Darüber hinaus arbeitet er regelmäßig mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Orchestra Filarmonica della Scala zusammen.

Zu den wichtigsten Opernproduktionen unter seiner Leitung zählen »Falstaff« in der Regie von Robert Carsen in London, Mailand und Amsterdam, »Parsifal« in der Regie von Stefan Herheim zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele 2008 sowie in der Regie von François Girard an der Metropolitan Opera in New York und insgesamt vier Opern bei den Salzburger Festspielen. An der Mailänder Scala eröffnete er 2008 die Saison mit Verdis »Don Carlo«; anlässlich dessen 200. Geburtstags kehrte er u. a. 2013 zum Spielzeitauftakt mit »La traviata« zurück.

Auf den renommierten Konzertbühnen Europas dirigierte Daniele Gatti zuletzt Orchester und Chor des Teatro alla Scala in Mailand mit Mahlers zweiter Symphonie, das Philharmonia Orchestra in London, das Gewandhausorchester Leipzig und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Von italienischen Musikkritikern wurde Daniele Gatti 2015 als bester Dirigent mit dem »Premio Franco Abbiati« ausgezeichnet, 2016 wurde er zum Chevalier de la Légion d’honneur ernannt für seine Arbeit als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orchestre national de France.

Bei SONY Classical erschienen Aufnahmen mit Debussy und Strawinsky mit dem Orchestre national de France. Unter dem Label »RCO Live« wurden zuletzt Berlioz‘ »Symphonie fantastique«, Mahlers zweite Symphonie und eine DVD von Strawinskys »Le sacre du printemps« zusammen mit Debussys »Prélude à l'après-midi d'un faune« und »La mer« veröffentlicht.

Frank Peter Zimmermann

Geboren 1965 in Duisburg, begann Frank Peter Zimmermann mit dem Geigenspiel und gab bereits im Alter von zehn Jahren sein erstes Konzert mit Orchester. Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers begann 1983 sein kontinuierlicher Aufstieg zur Weltelite. Er gastiert bei allen wichtigen Festivals und musiziert mit allen berühmten Orchestern und Dirigenten in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien.

Gemeinsam mit dem Bratschisten Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra gründete er das Trio Zimmermann; regelmäßige Tourneen führen das Ensemble zu allen wichtigen Musikzentren Europas. Bisher veröffentlichte das Trio beim Label BIS Records Aufnahmen mit Werken von Beethoven (Streichtrios Opp. 3, 8 und 9), Mozart (Divertimento KV 563), Schubert (Streichtrio D 471), Schoenberg (Trio, Op. 45), Hindemith (Trios 1 and 2), und eine eigene Fassung von J.S. Bachs »Goldberg-Variationen« für Streichtrio.

2015 spielte Frank Peter Zimmermann die Welturaufführung von Magnus Lindbergs Violinkonzert Nr. 2 mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Jaap van Zweden. Weitere Aufführungen dieses neuen Werks führten ihn zu den Berliner Philharmonikern und dem Swedish Radio Symphony Orchestra, jeweils mit Daniel Harding, sowie zu New York Philharmonic und dem Orchestre Philharmonique de Radio France mit Alan Gilbert. Er brachte drei weitere Violinkonzerte zur Uraufführung: »en sourdine« von Matthias Pintscher mit den Berliner Philharmonikern und Peter Eötvös (2003), »The Lost Art of Letter Writing« (2007) mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter der Leitung des Komponisten Brett Dean, der für diese Komposition 2009 den Grawemeyer Award erhielt, sowie das Violinkonzert Nr. 3 »Juggler in Paradise« von Augusta Read Thomas mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dirigiert von Andrey Boreyko (2009).

Frank Peter Zimmermann erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter der Premio del Accademia Musicale Chigiana in

Siena, der Rheinische Kulturpreis, der Musikpreis der Stadt Duisburg, der PaulHindemith-Preis der Stadt Hanau und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Zu den Höhepunkten der Saison 2019/2020 zählen Konzerte mit den Berliner Philharmonikern und dem Swedish Radio Symphony Orchestra, beide unter der Leitung von Daniel Harding, LaFil Filarmonica di Milano mit Daniele Gatti, dem Tonhalle Orchester Zürich mit Christoph von Dohnányi, NDR Elbphilharmonie Orchester mit Alan Gilbert, Orchestre de Paris mit Lahav Shani, den Wiener Symphonikern mit François-Xavier Roth, den Bamberger Symphonikern mit Jakub Hrůša sowie das Helsinki Philharmonic Orchestra mit Susanna Mälkki. Frank Peter Zimmermann setzt seinen Zyklus der Beethoven-Sonaten mit Martin Helmchen fort, unter anderem in Brüssel, Madrid, beim Klavierfestival Ruhr, bei den Sommerfestivals in Bad Kissingen, im Rheingau und in Schleswig-Holstein.

Über die Jahre hat er eine eindrucksvolle Diskographie eingespielt; seine Aufnahmen erschienen bei EMI Classics, Sony Classical, BIS, Ondine, hänssler CLASSIC, Decca, Teldec Classics und ECM Records. Er nahm nahezu alle großen Violinkonzerte von Bach bis Ligeti sowie zahlreiche Kammermusikwerke auf. Zu den letzten Aufnahmen gehören die zwei Violinkonzerte von Dmitri Schostakowitsch gemeinsam mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und Alan Gilbert, Violinkonzerte von J.S. Bach mit den Berliner Barock Solisten, das Violinkonzert Nr. 2 von Lindberg mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra und Hannu Lintu, und die fünf Violinkonzerte sowie der Sinfonia Concertante von W. A. Mozart mit dem Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Antoine Tamestit.

Frank Peter Zimmermann spielt auf der »Lady Inchiquin« von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1711, die ihm freundlicherweise von der Kunstsammlung Nordrhein- Westfalen überlassen wird.