»Variation«: 1. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Anja Kampe Sopran (30.8.)
Anja Harteros Sopran (1.9.)
Programm 1 | 30.8.

Richard Strauss

  • »Ariadne auf Naxos« op. 60 – Ouvertüre und Tanzszene für kleines Orchester
  • Duett-Concertino für Klarinette und Fagott mit Streichorchester und Harfe TrV 293

Richard Wagner

  • 5 Lieder nach Gedichten von Mathilde Wesendonck für hohe Singstimme und Orchester

Richard Strauss

  • »Metamorphosen«, Studie für 23 Solostreicher
Programm 2 | 1.9.

Richard Strauss

  • »Ariadne auf Naxos« op. 60 – Ouvertüre und Tanzszene für kleines Orchester
  • Duett-Concertino für Klarinette und Fagott mit Streichorchester und Harfe TrV 293
  • »Winterweihe« op. 48 Nr. 4
  • »Meinem Kinde« op. 37/3
  • »Freundliche Vision« op. 48 Nr. 1
  • »Morgen« op. 27/4
  • »Cäcilie« op. 27/2
  • »Metamorphosen«, Studie für 23 Solostreicher

Auftakt Strauss-Zyklus

Mit den herausragenden Sopranistinnen Anja Kampe und Anja Harteros eröffnen Christian Thielemann und die Sächsische Staatskapelle ihren Strauss-Zyklus 2020/2021. Die beiden Programme verbinden Orchesterstücke aus »Ariadne of Naxos« und zwei späte Meisterwerke des Komponisten am 30. August mit Richard Wagners Wesendonck-Liedern und am 1. September mit Orchesterliedern von Richard Strauss.

voraussichtliche Konzertdauer: ca. 80 Minuten 

  • 30.08.2020
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 01.09.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther

Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Anja Kampe

Die deutsche Sopranistin Anja Kampe gehört zu den bedeutendsten Sängerinnen unserer Zeit. Mit der Sieglinde an der Seite von Placido Domingo gelang Anja Kampe an der Washington National Opera der internationale Durchbruch. Mit dieser Rolle gastierte sie mit größtem Erfolg bislang u.a. in Los Angeles, San Francisco, München, Berlin, Barcelona, Paris, London und Bayreuth. Neben der Sieglinde ist die Senta zu einer zentralen Partie von Anja Kampe geworden. Sie hat sie bislang in München, Hamburg, Wien, Zürich, Mailand, Madrid, Barcelona, Brüssel, London, Tokyo und Dallas gesungen. Eine weitere wichtige Rolle der Sopranistin ist die »Fidelio«-Leonore, mit der sie u.a. in Baden-Baden, Madrid, Zürich, Los Angeles sowie an der Wiener und der Bayerischen Staatsoper erfolgreich war und sie 2014 zur Saisoneröffnung des Teatro alla Scala Milano unter der Leitung von Daniel Barenboim sang. Unter seiner Leitung gab sie auch ihre Rollendebüts als Tosca und Kundry an der Deutschen Staatsoper Berlin, wobei sie den Erfolg als Kundry am Teatro Real Madrid wiederholen konnte.

Zu den wichtigen Engagements der zurückliegenden Spielzeiten zählen die Neuproduktion der »Fanciulla del West« an der Bayerischen Staatsoper München, die Neuproduktion »Tristan und Isolde« unter der Leitung von Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper, die von Philippe Jordan dirigierte Neuproduktion des »Parsifal« an der Opéra National de Paris, Sieglinde bei den Bayreuther Festspielen 2018 sowie bei den Münchner Opernfestspielen 2018 unter Kirill Petrenko.

Anja Kampe eröffnet die Saison 2019/20 mit Aufführungen wie »Die Walküre« an der Staatsoper Berlin, bevor sie an der Oper Frankfurt für die Neuproduktion »Lady Macbeth« von Mzensk erwartet wird. Anschließend kehrt sie an die Oper Zürich als Leonore in »Fidelio« zurück und gibt danach ihr lang erwartetes Debüt an der Metropolitan Opera New York als Senta im »Der Fliegenden Holländer«. Die 2018 zur Bayerischen Kammersängerin ernannte Künstlerin wird sowohl Kundry (»Parsifal«) als auch die Titelpartie in »Fanciulla del West« an der Bayerischen Staatsoper München singen. Das Festival d‘ Aix-en-Provence hat die Sopranistin für die Neuproduktion »Wozzeck« verpflichtet und konnte damit die Künstlerin für ihr Rollendebüt als Marie gewinnen.

Anja Kampe arbeitet u.a. auch mit Claudio Abbado, Semyon Bychkov, James Conlon, Mark Elder, Adam Fischer, Daniele Gatti, Valery Gergiev, Daniel Harding, Marek Janowski, Simone Young, Vladimir Jurowski, Jesùs López-Cobos, Fabio Luisi, Nicola Luisotti, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Kent Nagano, Andris Nelsons, Kazushi Ono, Donald Runnicles, Esa-Pekka Salonen, Sebastian Weigle und Franz Welser-Möst gearbeitet. Zu den wichtigsten Regisseuren zählen u.a. Calixto Bieito, Willy Decker, Claus Guth, Andreas Homoki, Peter Konwitschny, Harry Kupfer und Dimitri Tschnerniakow.

Einige der wichtigsten Produktionen sind inzwischen als DVD erschienen, darunter »Die Walküre« von den Salzburger Osterfestspielen, »Der fliegende Holländer« aus Zürich und der »Parsifal« der Staatsoper Berlin. Außerdem liegen als Aufnahme »Tristan und Isolde« und »Fidelio« aus Glyndebourne sowie »Die Gezeichneten« aus Los Angeles vor. Die von Valery Gergiev dirigierte Aufnahme »Die Walküre« wurde 2013 mit dem Echo Klassik für die beste Operneinspielung des Jahres ausgezeichnet.

Anja Harteros

Anja Harteros wuchs in Bergneustadt als Tochter eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter auf. Schon in ihrer Jugend wurde sie von ihren Eltern an die klassische Musik und den Gesang herangeführt. 1986, im Alter von 14 Jahren, begann sie neben der Schule ihre Gesangsausbildung bei Astrid Huber-Aulmann in Gummersbach.

Ihre ersten Auftritte hatte sie bei Institutskonzerten und bei einer Schulaufführung als Gräfin in »Figaro« 1990 am Wüllenweber-Gymnasium, 1992 gab sie ein erstes Konzert an der Kantonsschule Schwyz in der Schweiz. Ab 1990 wurde sie über viele Jahre vom Dirigenten und Solo-Repetitor der Kölner Oper Wolfgang Kastorp im Hinblick auf die musikalische Interpretation der erarbeiteten Partien betreut. Kastorp begleitete sie auch bei verschiedenen Konzerten am Klavier.

Nach dem Abitur im Jahre 1991 studierte sie Gesang bei Liselotte Hammes an der Hochschule für Musik Köln. Ihre Gesangslehrerin Astrid Huber-Aulmann betreute sie auch während ihres Studiums weiter bis zu ihrem Examen im Frühjahr 1996. Schon während des Studiums fanden 1993 und 1994 weitere Konzertreisen mit Astrid Huber-Aulmann nach Russland und in die USA statt, auf welchen die Sängerin große Beachtung fand. Bereits vor ihrem Examen wurde sie als festes Ensemblemitglied am Schillertheater der Stadt Gelsenkirchen und Wuppertal engagiert und war nach ihrem Examen 1996 ein festes Ensemblemitglied an der Oper Bonn.

In Cardiff lernte sie Sir Peter Jonas kennen, der sie kurz danach an die Bayerische Staatsoper nach München rief, wo sie seither besonders oft gastiert. Zu ihren weiteren Wirkungsorten zählen Frankfurt am Main, Lyon, Amsterdam, Oslo, Tokio, Dresden, Paris, London, Zürich, Hamburg, Wien, New York, Mailand und Berlin sowie die Salzburger Festspiele.

Anja Harteros arbeitet mit führenden Dirigenten wie Daniel Barenboim, Riccardo Chailly, Sir John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Mariss Jansons, Marek Janowski, Philippe Jordan, James Levine, Fabio Luisi, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Kent Nagano, Sir Roger Norrington, Sir Antonio Pappano, Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Donald Runnicles oder Christian Thielemann.

Ihr Repertoire umfasst darüber hinaus Partien wie Elettra (»Idomeneo«), Contessa (»Le nozze di Figaro«), Donna Anna (»Don Giovanni«), Fiordiligi (»Così fan tutte«), Agathe (»Der Freischütz«), Elisabeth (»Tannhäuser« und »der Sängerkrieg auf Wartburg«), Eva (»Die Meistersinger von Nürnberg«), Sieglinde (»Die Walküre«), Leonora (»Il trovatore«), Violetta Valéry (»La traviata«), Amelia (»Simon Boccanegra«), Elisabeth von Valois (»Don Carlos«), Desdemona (»Otello«) und Alice Ford (»Falstaff«), Micaëla (»Carmen«) sowie die Titelpartiem in »Arabella« und »Ariadne auf Naxos«.

Neben der Operntätigkeit widmet sich Anja Harteros auch dem Konzert- und Liedgesang. Sie gab Konzerte und Liederabende in vielen Städten Deutschlands und im Ausland. Ihre Lieder-CD »Von ewiger Liebe« mit Wolfram Rieger wurde mit dem Orphée d’Or ausgezeichnet.