»Variation«: 5. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Anja Harteros Sopran
Georg Zeppenfeld Bass

Richard Strauss

  • Feierlicher Einzug der Ritter des Johanniter-Ordens
  • Zwei Gesänge für eine tiefe Bassstimme mit Orchesterbegleitung op. 51
  • Festmusik der Stadt Wien
  • »Tod und Verklärung« op. 24
  • »Vier letzte Lieder«

Abschiedsmusiken

Einen »wahrhaft poetischen Inhalt« suchte Richard Strauss für seine Tondichtungen. In »Tod und Verklärung« fand er diesen in den letzten Stunden eines Sterbenden, die er, in Klangsprache übersetzt, detailliert nach­zeichnet. 1889 niedergeschrieben, kommt er Jahre später auf diese Musik zurück und verarbeitet zentrale Motive im letzten seiner »Vier letzten Lieder«. Strauss-Experte Chris­tian Thielemann stellt beiden Werken unter anderem eine Gelegenheitskomposition von Richard Strauss voran, die eher selten im Konzert erklingt: Die Festmusik entstand als Dank für die Verleihung des Beethoven-Preises der Stadt Wien.

voraussichtliche Konzertdauer: ca. 105 Minuten, mit Pause

Das Konzert wird von MDR Kultur mitgeschnitten.
  • 13.12.2020
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 14.12.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 15.12.2020
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    55.00 – 82.00 €

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsenkirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition ist er seit 2013 Künstlerischer Leiter der Osterfestspiele Salzburg, deren Residenzorchester die Staatskapelle ist.

Intensiv widmete sich Christian Thielemann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner und Strauss. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Programm. Im Graben der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Der Freischütz« und »Ariadne auf Naxos«. Bei den Osterfestspielen Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre« und »Tosca«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Philharmonikern und den Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Nach fünf Jahren als musikalischer Berater auf dem »Grünen Hügel« wurde er 2015 zum Musikdirektor der Bayreuther

Festspiele ernannt, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maßstabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Orchester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.
Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfangreich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven (Belgien). Im Mai 2015 wurde ihm der Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Gesellschaft der Stadt Leipzig verliehen, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten zu Graupa und hat die Schirmherrschaft für den 49. Internationalen Jugendwettbewerb »jugend creativ« der Volksbanken und Raiffeisenbanken übernommen. 2019 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg verliehen. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Anja Harteros

Die internationale Karriere der in Bergneustadt geborenen Sopranistin Anja Harteros begann 1999 mit dem Gewinn des Wettbewerbs »Cardiff Singer of the World«. Im italienischen Fach ebenso zu Hause wie in den Werken von Wagner und Strauss, war sie an allen bedeutenden Opernbühnen der Welt zu erleben – von Berlin, Wien, Hamburg und München bis London, Mailand, Paris, Tokio und New York. Sie gastierte beim Lucerne Festival, bei den Salzburger Festspielen und mehrfach auch an der Semperoper Dresden in Opern und Liederabendenden sowie in Konzerten mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. So verkörperte Anja Harteros in Dresden die Partien Fiordiligi (»Così fan tutte«), Mimì (»La bohème«), Desdemona (»Otello«) und Violetta (»La traviata«), dieTitelpartie in »Arabella« und die Marschallin in »Der Rosenkavalier« von Strauss, in den Konzerten der Sächsischen Staatskapelle Dresden war sie als Solistin u.a. mit Bergs »Sieben frühe Lieder«, in Verdis »Requiem« und im Sonderkonzert am 150. Geburtstag von Richard Strauss zu Gast, sie trat im

ZDF-Adventskonzert in der Frauenkirche auf und gab Liederabende (2008/09 und 2014/15) in der Semperoper u.a. mit Musik von Brahms und Strauss. Anja Harteros war es auch, die im April 2014 mit der Sächsischen Staatskapelle und Christian Thielemann bei den Osterfestspielen Salzburg die Orchesterfassung des letzten Strauss-Liedes »Malven« zur Uraufführung brachte, die Capell-Compositeur Wolfgang Rihm eigens anfertigte. Kurz darauf folgte die Deutsche Erstaufführung in der Semperoper. Die Künstlerin hat auf verschiedensten Tonträgern mitgewirkt und war u.a. Artist in Residence der Philharmonie Essen. 2007 wurde sie zur Bayerischen Kammersängerin ernannt, 2009 und 2017 kürte sie das Fachmagazin Opernwelt zur »Sängerin des Jahres«, 2010 erhielt sie den ersten Kölner Opernpreis, dazu ist sie Trägerin der Bayerischen Europamedaille 2013, Sängerin des Jahres der International Opera Awards 2015 und Trägerin des Bayerischen Verdienstordens 2018. 

Georg Zeppenfeld

Bass

Der in Westfalen geborene Bass Georg Zeppenfeld studierte Gesang an der Hochschule für Musik Köln. Engagements führten ihn u.a. an die großen Opernhäuser von München, Berlin, Hamburg, Wien, Mailand, Paris, Barcelona, Lyon, Antwerpen, zu den Bayreuther Festspielen sowie an die Lyric Opera of Chicago, an die Metropolitan Opera New York und nach San Francisco. Im Jahr 2002 gastierte er erstmals bei den Salzburger Festspielen, 2012 sang er dort Sarastro (»Die Zauberflöte«) unter Nikolaus Harnoncourt, 2014 König Karl in Schuberts »Fierrabras«. Von 2001 bis 2005 war Georg Zeppenfeld Ensemblemitglied der Semperoper Dresden. Hier war er in Partien wie Figaro und Bartolo (»Le nozze di Figaro«), König Filippo II. (»Don Carlo«), Zaccaria (»Nabucco«), Banco (»Macbeth«), Eremit und Kaspar (»Der Freischütz«), König (»Aida«), Sarastro (»Die Zauberflöte«), Colline (»La bohème«), Alidoro (»La cenerentola«), Fasolt (»Das Rheingold«), Landgraf Hermann (»Tannhäuser«), König Marke (»Tristan und Isolde«), Gharib (»L’Upupa und der Triumph der Sohnesliebe«), Wassermann (»Rusalka«), Peneios (»Daphne«), Seneca (»L’incoronazione di Poppea«), Sparafucile (»Rigoletto«), Heinrich der Vogler (»Lohengrin«) und Rocco (»Fidelio«) zu erleben. 2013 debütierte er hier neben »Orlando« in der Neuproduktion »Der fliegende Holländer« als Daland. In der Spielzeit 2013/14 sang er die Partie des Don Alfonso in Andreas Kriegenburgs Neuinszenierung »Così fan tutte«. Unter Cornelius Meister war

Georg Zeppenfeld 2015 als Sarastro am Royal Opera House Covent Garden in London zu Gast. 2016 sang er bei den Osterfestspielen Salzburg die Partie des Lodovico in »Otello«, 2017 gastiert er dort als Hunding in »Die Walküre«. Bei den Bayreuther Festspielen ist Georg Zeppenfeld seit 2010 ein gern gesehener Gast: Im Sommer 2017 war er in Bayreuth als Hunding in »Die Walküre« und als Gurnemanz in »Parsifal« zu erleben. In der Spielzeit 2015/16 gab Georg Zeppenfeld in Dresden sein Rollendebüt als Baculus in der Neuinszenierung »Der Wildschütz« und sang außerdem die Partien Hunding (»Die Walküre«), Heinrich der Vogler (»Lohengrin«), Sarastro (»Die Zauberflöte«) und Kaspar (»Der Freischütz«). 2017/18 war er u.a. als Raimondo Bidebent in »Lucia di Lammermoor« sowie als Fasolt in »Das Rheingold«, Hunding in »Die Walküre« und Fafner in »Siegfried« zu erleben. 2018/19 interpretierte Georg Zeppenfeld in Dresden u.a. erstmals Arkel in »Pelléas et Mélisande« und Landgraf Hermann in »Tannhäuser«. Er ist u.a. Preisträger des Christel-Goltz-Preises der Stiftung Semperoper – Förderstiftung. Im Oktober 2015 wurde Georg Zeppenfeld der Ehrentitel Kammersänger verliehen. In der aktuellen Spielzeit ist er u.a. in der Partie Zaccaria (»Nabucco«), Lord Sidney (»Il viaggio a Reims/Die Reise nach Reims«) und Hans Sachs (»Die Meistersinger von Nürnberg«) zu erleben.