3. Symphoniekonzert

Lorenzo Viotti Dirigent
Antoine Tamestit Viola

Zoltán Kodály

  • »Tänze aus Galanta«

Béla Bartók

  • Konzert für Viola und Orchester Sz 120

Francis Poulenc

  • »Les animaux modéles«. Suite für Orchester FP 111

Maurice Ravel

  • »Daphnis et Chloé«. Suite Nr. 2

Tönendes Vermächtnis

Existenzielle Sorgen, mangelnde Resonanz und gesundheitliche Rückschläge: Béla Bartóks krisengeprägte letzte Lebensjahre im US-amerikanischen Exil wirkten sich auch auf seine schöpferische Kraft aus. Nur für wenige neue Kompositionen fand er die nötige Energie. Sein Violakonzert für den schottischen Bratschisten William Primrose ist eine seiner letzten Arbeiten – und nur als Skizze überliefert. Heute können daher lediglich nachträglich instrumentierte Fassungen des Werks erklingen. Der spezifischen, von der Volksmusik seiner osteuropäischen Heimat beeinflussten Klangsprache Bartóks bleiben sie dennoch verpflichtet. Mit seiner Virtuosität und melodischen Prägnanz gehört das Konzert daher zu Recht zu einem der beliebtesten Werke für Viola überhaupt.

Kartenvorverkauf ab Mitte Oktober 2021

  • 14.11.2021
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • 15.11.2021
    20:00 Uhr
    Semperoper
  • 16.11.2021
    20:00 Uhr
    Semperoper

Lorenzo Viotti

Mit nur 29 Jahren wurde Lorenzo Viotti zum Chefdirigenten des Netherlands Philharmonic Orchestra und der Dutch National Opera (DNO) in Amsterdam berufen. Er startet in der Saison 2021/22.

Sein Debüt an der DNO gab er früher als geplant und sprang im September 2019 für Sir Mark Elder in Pagliacci / Cavalleria rusticana ein.

Der derzeitige Chefdirigent des Gulbenkian Orchestras in Lissabon war schon mit 25 Jahren Gewinner des Young Conductors Award der Salzburger Festspiele 2015, des 11. internationalen Dirigentenwettbewerbs des Orquestra de Cadaqués sowie Erster Preisträger des Dirigierwettbewerbs beim MDR Sinfonieorchester.

2017 erhielt er bei den International Opera Awards in London die Auszeichnung als »Newcomer des Jahres«.

Lorenzo Viotti hat bereits zahlreiche bedeutende Orchester dirigiert, darunter das Königliche Concertgebouw-Orchester in Amsterdam, das BBC Philharmonic Orchestra in Manchester, das Royal Liverpool Philharmonic, das Netherlands Philharmonic, die Staatskapelle Dresden, das Gewandhaus-Orchester Leipzig,  die Staatskapelle Berlin, die Münchner Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das Gustav Mahler Jugendorchester,  das Tokyo Symphony Orchestra, das Orchestre National de France in Paris, die Bamberger Symphoniker, das Tonkünstler-Orchester, das Orchestra Filarmonica della Scala, das Rotterdam Philharmonic Orchestra, Göteborgs Symfoniker, das Danish National Radio Symphony Orchestra, die Camerata Salzburg, das Royal Philharmonic Orchestra in London, das Gulbenkian Orchester in Lissabon.

Für seine kürzlich erfolgten Debüts in den USA mit dem Cleveland Orchestra und in Kanada mit dem Orchestre Symphonique de Montréal wurde Lorenzo Viotti vom Publikum und der Fachpresse hoch gelobt

Im Januar dieses Jahres übernahm er kurzfristig für Emmanuel Krivine das Dirigat zweier Konzerte mit dem Orchestre national de France in Wien und Bratislava.

Ende Februar dirigierte Lorenzo Viotti erstmalig auch die Berliner Philharmoniker mit Konzerten in Berlin und Baden-Baden. Das für Mai dieses Jahres geplante Debüt mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks muss aufgrund der COVIC19-Epidemie verschoben werden.

Viotti dirigierte neben zahlreichen Konzerten vom klassischen bis zum zeitgenössischen Repertoire zuletzt Romeo et Juliette (Mailänder Scala), Manon Lescaut (Oper Frankfurt), Rigoletto (Staatsoper Stuttgart und Semperoper Dresden), Werther (Oper Frankfurt und Opernhaus Zürich), Tosca (Oper Frankfurt und New National Theatre Tokyo) und Carmen (Staatsoper Hamburg und Opéra National de Paris).

Eine Reihe der jüngsten und zukünftigen Projekte mussten aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt werden: Carmen (Metropolitan Opera),  Madama Butterfly (Semperoper Dresden), La Bohème (Opéra national de Paris).

Zu den zukünftigen Opern-Projekten gehören neben seinen weltweiten Konzertdirigaten Carmen Faust (Opéra National de Paris), Otello (De Nationale Opera Amsterdam) und Thaïs (Teatro alla Scala). Im September und Oktober übernimmt er das Dirigat von Die Csárdásfürstin am Opernhaus Zürich.

Lorenzo Viotti wurde in Lausanne in eine französisch-italienische Musikerfamilie geboren und besitzt die französische und die Schweizer Staatsangehörigkeit. Er studierte Klavier, Gesang sowie Schlagzeug in Lyon und besuchte Orchesterdirigierkurse bei Professor Georg Mark in Wien, wo er gleichzeitig als Schlagzeuger in verschiedenen großen Orchestern, unter anderem den Wiener Philharmonikern, auftrat. Seine Dirigentenausbildung setzte er bei Nicolás Pasquet am Franz-Liszt-Konservatorium in Weimar fort.

Antoine Tamestit

Bekannt für seine Musikalität und seine reichhaltige Klangfülle, seine ausgewiesene Technik und die vielgerühmte Schönheit seines Bratschentons gilt Antoine Tamestit als einer der wichtigsten Botschafter seines Instruments. Ob als Konzertsolist, Kammermusiker oder Professor für Bratsche – Tamestit ist weltweit gefragt und geschätzt. Mit seiner Stradivari von 1672, eine Leihgabe der Habisreutinger-Stiftung, deren warmer Klang ihn an den »eines italienischen Opernsängers « erinnert, ist er stets auf der Suche nach einem originären Zugang zur Musik. Im Trio Zimmermann spielt er seit 2007 regelmäßig mit seinen Musikerkollegen Christian Poltéra und Frank Peter Zimmermann – letzterer lud ihn 2019 für Mozarts Sinfonia concertante KV 364 zu seinem Sonderkonzert in der Semperoper ein, für Tamestit sein Debüt

bei der Staatskapelle. In der Saison 2021/2022 präsentiert er sich gleich mehrfach in Dresden, wirkt mit Kapellmitgliedern in einem Kammermusikprogramm bei den Osterfestspielen Salzburg 2022 mit und zieht in seinem Virtuosen-Rezital den Bogen von Bach über Fauré bis zu Rebecca Clarke.

Geboren 1979 in Paris, lernte der Sohn eines Geigenlehrers und Komponisten bei Jean Sulem, Jesse Levine und Tabea Zimmermann. Er erhielt mehrere renommierte Preise, darunter den ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb. Einspielungen seines breiten Repertoires erscheinen beim Label Harmonia Mundi. Seine Begeisterung für die Musik der Gegenwart zeigt sich an einer Vielzahl von Werken, die er aus der Taufe hob.