5. Symphoniekonzert

Daniel Harding Dirigent
Antoine Tamestit Viola

Benjamin Britten

  • »Four Sea Interludes« op. 33a aus »Peter Grimes«

William Walton

  • Violakonzert

Edward Elgar

  • Variationen über ein eigenes Thema für Orchester op. 36 »Enigma«

Ein kurioser Einfall

William Waltons Konzert für Viola kann als das erste große Bratschenkonzert des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden. Auch wenn der eigentliche Widmungsträger des Werks, der berühmte Bratscher Lionel Tertis, das Konzert als zu modern abwies, legte seine Entstehung den Grundstein für eine lebenslange Freundschaft Waltons zum Solisten der Uraufführung, Paul Hindemith. Ein tönendes Denkmal setzte wiederum Edward Elgar mit den »Enigma-Variationen« seinen Freunden. Jede Variation ist inspiriert von der Stimmung eines Vertrauten – »es ist ein kurioser Einfall«, so der Komponist, »und das Ergebnis ist für die hinter den Kulissen amüsant genug und wird auch den Hörer nicht stören, der davon nichts weiß«.

Eine kostenlose Konzerteinführung mit Hagen Kunze findet 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller statt.

Der für den 25. November 2021 angekündigte Kartenvorverkauf verschiebt sich aufgrund der aktuellen Corona-Situation. Der neue Vorverkaufstermin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Das Konzert wird von MDR Klassik mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.
  • 16.01.2022
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • 17.01.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper
  • 18.01.2022
    19:00 Uhr
    Semperoper

Daniel Harding

Der in Oxford geborene Daniel Harding begann seine Karriere als Assistent von Sir Simon Rattle beim City of Birmingham Symphony Orchestra, wo er 1994 sein Debüt gab. Später war er Assistent von Claudio Abbado bei den Berliner Philharmonikern und debütierte 1996 beim Musikfest Berlin.

Heute ist Daniel Harding Music Director des Swedish Radio Symphony Orchestra, Erster Gastdirigent beim London Symphony Orchestra und musikalischer Partner des New Japan Philharmonic. Kürzlich wurde er vom Mahler Chamber Orchestra mit dem Titel Conductor Laureate ausgezeichnet. Seine bisherigen Stationen waren Principal Conductor und Music Director des Mahler Chamber Orchestra (2003–2011), Principal Conductor des norwegischen Trondheim Symphony Orchestra (1997–2000), Principal Guest Conductor des schwedischen Norrköping Symphony Orchestra (1997–2003) und Music Director der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (1997–2003). Im Herbst 2016 übernimmt er die Position des Chefdirigenten beim Orchestre de Paris. 

Daniel Harding ist regelmäßiger Gast bei den Wiener Philharmonikern, beim Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, beim Leipziger Gewandhausorchester und beim Orchestra Filarmonica della Scala in Mailand. Engagements als Gastdirigent führten ihn unter anderem zu folgenden Klangkörpern: Wiener, Berliner und Münchner Philharmoniker, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Oslo Philharmonic, London Philharmonic Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Orchestra of the Age of Enlightenment, Rotterdams Philharmonisch Orkest, Orchestre des Champs-Elysées sowie zu den Orchestern von New York, Philadelphia, Los Angeles und Chicago.

Antoine Tamestit

Bekannt für seine Musikalität und seine reichhaltige Klangfülle, seine ausgewiesene Technik und die vielgerühmte Schönheit seines Bratschentons gilt Antoine Tamestit als einer der wichtigsten Botschafter seines Instruments. Ob als Konzertsolist, Kammermusiker oder Professor für Bratsche – Tamestit ist weltweit gefragt und geschätzt. Mit seiner Stradivari von 1672, eine Leihgabe der Habisreutinger-Stiftung, deren warmer Klang ihn an den »eines italienischen Opernsängers « erinnert, ist er stets auf der Suche nach einem originären Zugang zur Musik. Im Trio Zimmermann spielt er seit 2007 regelmäßig mit seinen Musikerkollegen Christian Poltéra und Frank Peter Zimmermann – letzterer lud ihn 2019 für Mozarts Sinfonia concertante KV 364 zu seinem Sonderkonzert in der Semperoper ein, für Tamestit sein Debüt bei der Staatskapelle.

In der Saison 2021/2022 präsentiert er sich gleich mehrfach in Dresden, wirkt mit Kapellmitgliedern in einem Kammermusikprogramm bei den Osterfestspielen Salzburg 2022 mit und zieht in seinem Virtuosen-Rezital den Bogen von Bach über Fauré bis zu Rebecca Clarke.

Geboren 1979 in Paris, lernte der Sohn eines Geigenlehrers und Komponisten bei Jean Sulem, Jesse Levine und Tabea Zimmermann. Er erhielt mehrere renommierte Preise, darunter den ersten Preis beim ARD-Musikwettbewerb. Einspielungen seines breiten Repertoires erscheinen beim Label Harmonia Mundi. Seine Begeisterung für die Musik der Gegenwart zeigt sich an einer Vielzahl von Werken, die er aus der Taufe hob.