7. Symphoniekonzert

Vladimir Jurowski Dirigent
Simon Höfele Trompete
Lucas Lipari-Mayer Trompete

Matthias Pintscher

  • »Chute d’Étoiles« für zwei Trompeten und Orchester

Dmitri Schostakowitsch

  • Symphonie Nr. 15 A-Dur op. 141

»Sternenfall«

Vor 50 Jahren uraufgeführt, fordert Dmitri Schostakowitschs letzte Symphonie durch eine Fülle von Anklängen an eigene Werke genauso wie an Kompositionen von Rossini bis Wagner noch heute zu immer neuen inhaltlichen Deutungen heraus. Zweifellos jedoch ist seine 15. Symphonie für den bereits schwerkranken Schostakowitsch auch ein persönliches Resümee. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte treibt auch den deutschen Maler und Bildhauer Anselm Kiefer an. Seine Pariser Ausstellung »Sternenfall« hat Capell-Compositeur Matthias Pintscher zu seinem Konzert »Chute d’Étoiles« für zwei Trompeten und Orchester angeregt, mit dem Vladimir Jurowski das Programm eröffnet.

Informationen zum Kartenvorverkauf werden voraussichtlich im Herbst 2021 bekannt gegeben.

Das Konzert wird von MDR Klassik mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.
  • 20.03.2022
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • 21.03.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper
  • 22.03.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper

Vladimir Jurowski

Vladimir Jurowski wurde 1972 in Moskau geboren und schloss den ersten Teil seines Musikstudiums an der Musikhochschule des Moskauer Konservatoriums ab. Im Jahr 1990 zog er mit seiner Familie nach Deutschland und setzte sein Studium an der Musikhochschule in Dresden und Berlin fort, wo er Dirigieren bei Rolf Reuter und Gesangsunterricht bei Semion Skigin studierte. 1995 gab er sein internationales Debüt beim Wexford Festival mit Rimsky-Korsakovs »May Night« und im selben Jahr debütierte er am Royal Opera House Covent Garden mit »Nabucco«.

Zu den jüngsten Höhepunkten des engagierten Operndirigenten Jurowski zählen »Die Frau ohne Schatten« an der Metropolitan Opera New York, »Wozzeck« bei den Salzburger Festspielen, »Moses und Aaron« an der Komischen Oper Berlin, sein gefeiertes Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Prokofjews »Der feurige Engel« und seine erste Rückkehr nach Glyndebourne als Gastdirigent in der Welturaufführung von Brett Deans »Hamlet«.

In der Saison 19/20 legt Jurowski einen besonderen Schwerpunkt auf die Oper: Er eröffnet die Saison des Rundfunk-Sinfonieorchesters mit »Die Frau ohne Schatten« in Berlin und Bukarest, setzt seinen halbszenischen Zyklus von Wagners »Der Ring des Nibelungen« mit dem London Philharmonic mit »Siegfried« fort und kehrt an das Royal Opera House Covent Garden zurück, um eine neue Claus-Guth-Produktion von »Jenůfa« zu leiten, sowie an die Komische Oper Berlin für Barrie Koskys Neuinszenierung von Henzes »Die Bassariden«. An der Staatsoper Berlin wird er wieder mit Claus Guth in einer Neuproduktion von Mussorgksys »Chowanschtschina« zusammenarbeiten, und in Moskau dirigiert er Aufführungen von Wustins »Der Verliebte Teufel« am Stanislawski-Theater und »Boris Godunow« mit dem Staatlichen Akademischen Sinfonieorchester.

Jurowskis Diskographie mit dem London Philharmonic Orchestra umfasst die gesamten Sinfonien von Brahms und Tschaikowsky sowie Werke von Haydn und Beethoven über Mahler, Zemlinsky, Holst, Rachmaninow und Szymanowski bis hin zu Turnage, Denisow und Silvestrov. Seine Amtszeit als Musikdirektor in Glyndebourne wurde durch zahlreiche CD- und DVD-Veröffentlichungen dokumentiert, darunter preisgekrönte Produktionen. Weitere DVD-Veröffentlichungen sind »Hänsel und Gretel« von der Metropolitan Opera New York, sein erstes Konzert als Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra mit Werken von Wagner, Berg und Mahler sowie DVDs mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und dem Chamber Orchestra of Europe, die alle bei Medici Arts erschienen sind.

Derzeit ist Vladimir Jurowski der Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und feierte 2017 sein zehnjähriges Jubiläum als Chefdirigent des London Philharmonic, nachdem er 2007 nach vier Jahren zum Ersten Gastdirigenten des Orchesters ernannt worden war. Darüber hinaus ist er Chefkünstler des Orchesters der Aufklärung, künstlerischer Leiter des Russischen Staatlichen Akademischen Symphonieorchesters und künstlerischer Leiter des Internationalen George Enescu-Festivals in Bukarest. Zuvor war er Erster Kapellmeister der Komischen Oper Berlin, Erster Gastdirigent des Teatro Comunale di Bologna, Erster Gastdirigent des Russischen Nationalorchesters, Musikdirektor des Glyndebourne Festival Opera und wird ab der Saison 2021/22 die Position des Generalmusikdirektors der Bayerischen Staatsoper München übernehmen.

Simon Höfele

Simon Höfele ist aktueller Preisträger des wichtigsten deutschen Klassikpreises OPUS KLASSIK 2020 und hat sich in kurzer Zeit international als einer der erfolgreichsten Trompeter der jungen Generation etabliert. Als Solist spielte er bereits mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, BBC Philharmonic, Shanghai Philharmonic, dem Tonkünstler-Orchester, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Konzerthausorchester Berlin, SWR Symphonieorchester, MDR Sinfonieorchester, der NDR Radiophilharmonie, der Staatskapelle Halle, der Deutschen Radio Philharmonie, Beethoven Orchester Bonn, dem Mahler Chamber Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Orchestre de Chambre de Lausanne sowie in der Wigmore Hall London, der Tonhalle Zürich, im Konzerthaus Wien, Concertgebouw Amsterdam, in der Elbphilharmonie, im Konzerthaus Berlin, im Herkulessaal München, Konzerthaus Dortmund, beim Cheltenham Music Festival, dem Festival de Radio France et Montpellier Languedoc-Roussillon, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem MDR Musiksommer, Grafenegg Festival. Er arbeitete mit Dirigenten wie Jonathan Cohen, Dennis Russell Davies, Joana Mallwitz, Andrew Manze, Matthias Pintscher, Lorenzo Viotti, Duncan Ward und vielen anderen. Solorezitale und Orchesterkonzerte führen ihn u.a. in die Wigmore Hall London, die Philharmonie de Paris, das Konzerthaus Dortmund sowie zu den Grazer Pilharmonikern, der Deutschen Radio Philharmonie, der Badischen Staatskapelle, dem Bayerischen Kammerorchester und dem Musikkollegium Winterthur. Neben dem bekannten Trompetenrepertoire von Telemann über Tartini, Haydn, Hummel, Mozart bis zu Jolivet, Arutjunjan und Zimmermann widmet sich Simon Höfele mit großer Begeisterung der zeitgenössischen Musik und spielte die Uraufführungen der für ihn geschriebenen Werke »Milky Way« von Miroslav Srnka, »Three pieces for trumpet« von Mark Simpson und »Fantasy for Trumpet« von Kaan Bulak. Zudem spielt er regelmäßig Werke von Toshio Hosokawa, Christian Jost und Matthias Pintscher, dessen Doppelkonzert für zwei Trompeten er 2012 zusammen mit Reinhold Friedrich und dem Schleswig-Holstein Festival Orchester uraufführte.

Mit ebenso großer Begeisterung spielt Simon Höfele Kammermusik in verschiedensten Besetzungen. Zu seinen Partnern zählen unter anderem die Pianisten Frank Dupree, Elisabeth Brauß, Magdalena Müllerperth und Eriko Takezawa sowie der Percussionist Simone Rubino. Simon Höfele erhielt mit sieben Jahren seinen ersten Trompetenunterricht in seiner Heimat Darmstadt, fünf Jahre später wurde er Jungschüler von Reinhold Friedrich, der ihn als 14-Jährigen in seine Trompetenklasse an der Musikhochschule Karlsruhe aufnahm. Anschließend wurde er für die besten europäischen Förderprogramme, u.a. als BBC Radio 3 New Generation Artist, Rising Star der ECHO (European Concert Hall Organisation) nominiert von der Kölner Philharmonie, dem Konzerthaus Dortmund und der Elbphilharmonie Hamburg sowie Künstler in der Reihe »Junge Wilde« des Konzerthaus Dortmund, ausgewählt. Mittlwerweile unterrichtet er auch selbst, als »Visiting artist« des Royal Birmingham Conservatoire sowie bei verschiedenen Meisterkursen. Seine Aufnahme »Mysteries« (Genuin) wurde vom Preis der Deutschen Schallplattenkritik mit dem Vierteljahrespreis 2/2018 ausgezeichnet. Sein Anfang 2020 als Exklusivkünstler bei Berlin Classics erschienenes Album »Standards« mit den Trompetenkonzerten von Haydn, Hummel, Arutjunjan und Copland, eingespielt mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra und dem BBC National Orchestra of Wales unter Leitung von Duncan Ward, wurde von der Presse hochgelobt und mit dem OPUS KLASSIK 2020 als »Konzerteinspielung des Jahres« geehrt. Simon Höfele engagiert sich neben seinen musikalischen Projekten auch kulturpolitisch und gründete den Verein »Kunstverlust«, für den er als Fotograf Menschen porträtiert, die sich aktiv für die Erhaltung von Kunst und Kultur einsetzen.

Lucas Lipari-Mayer

Lucas Lipari-Mayer wurde 1996 in eine französische Italo-Ungarische-Familie geboren und im Juni 2018 zum Solisten des Ensemble Intercontemporain ernannt.

Im September 2018 war er SMI-finalist des ARD-Wettbewerbs in München; Im Oktober 2018 gewann er den 1. Preis und den Publikumspreis beim Internationalen Trompetenwettbewerb Città di Porcia (Italien) und im November 2019 den 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb Théo Charlier (Belgien).

Lucas Lipari-Mayer studierte an der CRR in Paris bei Gérard Boulanger, Serge Delmas und
Clément Saunier. Er erhielt im Juni 2013 einstimmig den 1. Preis der Pariser CRR, nachdem er zahlreiche Erfolge und verschiedene nationale und internationale Wettbewerbe (Jeju-Südkorea, Alençon, Selmer, RIC Namur …) gewonnen hatte.

Er wird regelmäßig zu internationalen Akademien wie dem K-World Trumpet Camp (Südkorea
2018-2019), dem Chosen Vale International Trumpet Seminar, der Lucerne Festival Academy (2015, 2016), dem Musikalpa Brass Festival (Peru) und dem Festival von Bach in Toul ( 2018-2019, Frankreich), »Le Son des Cuivres« in Mamers (Frankreich), Surgères Brass Festival und so weiter.
Im Mai 2017 erhielt er seinen Bachelor of Fine Arts an der CalArts (California Institute of the Arts – Los Angeles) unter der Anleitung von Edward Carroll, einer Ausbildung, die hauptsächlich neuer und experimenteller Musik gewidmet ist und es ihm ermöglicht, verschiedene Verzeichnisse zu erkunden.

Seitdem hat er seinen Master in Malmö (Schweden) am Musikhögskolan mit dem international bekannten Trompeter Håkan Hardenberger erhalten. Mit Reinhold Friedrich an der Musikhoschule in Karlsruhe verbessert er seine Fähigkeiten weiter.
Er hat regelmäßig mit verschiedenen Gruppen und Orchestern gespielt und gespielt: Opéra de Paris, Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestre de Paris, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Musikfabrik, Malmö Symphony Orchestra, Orchestre de Chambre de Paris, Malmö All Star Brass Ensemble, Kaleidoscope Chamber Orchester, American Youth Symphony Orchestra, Blaskapelle Aeolus, Carillon Quartet und das in Los Angeles ansässige Experimentalunternehmen The Industry.

Er tritt auch regelmäßig in einem Trompeten- oder Trompetenorgel-Duo im Rahmen verschiedener kultureller Veranstaltungen auf (Bachfest, Veranstaltungen in Saint-Eustache mit Thomas Ospital).

Lucas Lipari-Mayer ist ein Yamaha-Künstler.