4. Symphoniekonzert

Christian Thielemann Dirigent
Julia Fischer Violine

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • »Die Hebriden«. Konzertouvertüre op. 26
  • Violinkonzert e-Moll op. 64
  • Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 107 »Reformations-Symphonie«

Ergebnis einer Freundschaft

Noch ein halbes Jahrhundert nach dem frü­hen Tod Felix Mendelssohn Bartholdys erin­nerte sich der Musikkritiker Eduard Hanslick an das Entsetzen, das die Nachricht in ganz Europa ausgelöst hatte: »Wie ein Blitzschlag traf sie alle Freunde ernster Musik. Es gab keinen Streit darüber: Die musikalische Kir­che hatte ihr Oberhaupt verloren.« 175 Jahre nach dem Tod des Künstlers präsentiert die Staatskapelle in drei Konzerten ausschließlich Werke aus seinem OEuvre. Im Mittelpunkt steht das berühmte Violinkonzert, an dem Mendelssohn sechs Jahre lang feilte, ehe es sein Künstlerfreund aus Kindertagen, der Geiger Ferdinand David, 1845 erstmals im Leipziger Gewandhaus aufführte.

Eine kostenlose Konzerteinführung mit Hagen Kunze findet 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller statt.

Konzertdauer: ca. 100 Minuten, einschließlich 20 Minuten Pause

Das Konzert wird von MDR Klassik mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.
  • 13.11.2022
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    76.00 – 90.00 €
  • 14.11.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    49.00 – 90.00 €
  • 15.11.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Tickets
    Ticket-Preis:
    32.00 – 90.00 €

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/2013 ist Chris­tian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsen­kirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirek­tor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition war er von 2013 bis 2022 Künstlerischer Leiter der Osterfest­spiele Salzburg.

Intensiv widmete sich Christian Thiele­mann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner, Strauss und Beethoven. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Pro­gramm. In der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Ariadne auf Naxos«, »Capriccio« und »Aida«. Bei den Osterfestspie­len Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre«, »Tosca«, »Die Meistersinger von Nürnberg« und »Lohengrin«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Phil­harmonikern und Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Er war musikalischer Berater und Musikdirektor der Bayreuther Festspiele, die er seit seinem

Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maß­stabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Or­chester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.

Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfang­reich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Anton Bruckner und Robert Schumann, Arnold Schönbergs »Gurre-Lieder« sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, Honorarprofessor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven in Belgien. 2003 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im Mai 2015 erhielt er den Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig, sowie im Oktober 2016 den Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper. Im April 2022 wurde er mit dem Ehrenzeichen des Landes Salzburg und im Juli 2022 mit der Wappenmedaille in Gold der Stadt Salzburg ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten Graupa. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Julia Fischer

Julia Fischer gehört seit schon 20 Jahren zur Spitze der Geigenelite weltweit. Ihre künstlerische Vielfältigkeit bringt sie außerdem als Pianistin, Kammermusikerin und Professorin zum Ausdruck. Gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden war Julia Fischer zuletzt im Juni 2012 mit Mendelssohn Bartholdys e-Moll-Violinkonzert in der Semperoper zu erleben. 

Mit drei Jahren erhielt die in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern den ersten Unterricht zunächst auf der Geige, kurz darauf begann ihre Mutter Viera Fischer mit dem ersten Klavierunterricht. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen. 2011 übernahm Julia Fischer deren Nachfolge.

Höhepunkte der vergangenen Zeit beinhalten Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra (Vladimir Jurowski), dem New York Philharmonic (Philippe Jordan), dem Orchestre National de France (Emmanuel Krivine), mit dem Bayerischen Staatsorchester (Kirill Petrenko), dem Chicago Symphony Orchestra (Riccardo Muti), dem Cleveland Orchestra (Franz Welser-Möst), den Wiener Philharmonikern (Esa-Pekka Salonen) oder dem Tonhalle Orchester Zürich (Herbert Blomstedt). Regelmäßig leitet Julia Fischer die ihr seit langem verbundene Academy of St. Martin in the Fields, zuletzt Anfang 2019 auf einer großen Deutschlandtour mit einer Uraufführung von Andrey Rubtsov. Eine Uraufführung wird sie auch in der Saison 2020/2021 spielen, ein Werk des Komponisten Pascal Zavaro mit dem Orchestre National de France unter Cristian Măcelaru im Januar in

Paris. 

Julia Fischer ist eine enthusiastische Kammermusikerin. Im Herbst 2020 geht sie zusammen mit Daniel Müller-Schott auf eine Rezitaltour nach Asien, im Februar 2021 gibt sie erneut mit Daniel Müller-Schott und Nils Mönkemeyer Trio-Konzerte im Wiener Musikverein und im Amsterdamer Concertgebouw. Das von ihr 2011 gegründete Quartett mit ihren langjährigen Kammermusikpartnern Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger ist im Januar 2022 wieder auf Reisen.

2017 gründete Julia Fischer den JF CLUB, ihre eigene Musikplattform, auf der ihre neuen Aufnahmen exklusiv zu hören sind und in dem sie mit eigenen Artikeln, Videos oder auch bei persönlichen Treffen Einblicke in ihre Arbeit gibt. Als Limited Edition erscheinen ab der aktuellen Saison erste Werke des Clubs in einer exklusiven JF CLUB Edition bei Hänssler Classic auf Vinyl. Zuvor brachte Julia Fischer zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen zunächst bei dem Label Pentatone und dann bei Decca heraus. Ihre Einspielungen stießen auf Lob bei den international wegweisenden Medien und wurden mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, darunter der BBC Music Magazine Award, der Choc der Monde de la Musique, der Diapason d’Or de l’Année oder der Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Viele Auszeichnungen ehren die Künstlerin, so erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und Preise wie den Gramophone Award oder den Deutschen Kulturpreis. Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer neuen Violine von Philipp Augustin (2018).