4. Symphoniekonzert

Julia Fischer Violine
Tugan Sokhiev Dirigent
David Afkham Dirigent
Programm mit Tugan Sokhiev am 13. November

Ludwig van Beethoven

  • Violinkonzert D-Dur Op. 61

Johannes Brahms

  • Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Programm mit David Afkham am 14. & 15. November

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • »Die Hebriden«. Konzertouvertüre op. 26
  • Violinkonzert e-Moll op. 64
  • Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 »Schottische«

Programm- und Besetzungsänderung

Aufgrund langanhaltender Schulterbeschwerden muss Christian Thielemann das Dirigat des 4. Symphoniekonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden kurzfristig abgeben. Für die Konzerte in Dresden konnten jedoch gleich zwei neue Dirigenten gewonnen werden. Das Symphoniekonzert in der Semperoper am 13. November übernimmt Tugan Sokhiev mit einem veränderten Programm: Es erklingen Ludwig van Beethovens Violinkonzert in D-Dur sowie Johannes Brahms Erste Symphonie. In den darauffolgenden Konzerten am 14. und 15. November steht David Afkham am Pult der Staatskapelle und widmet sich anlässlich des 175. Todestags von Felix Mendelssohn Bartholdy dessen Ouvertüre »Die Hebriden«, dem Violinkonzert sowie der »Schottischen« Symphonie. In beiden Programmen darf sich das Publikum auf die weltweit gefragte Solistin und aktuelle Capell-Virtuosin Julia Fischer freuen.

 

Kostenlose Konzerteinführungen mit Hagen Kunze finden 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller statt.

Konzertdauer: ca. 100 Minuten, einschließlich 20 Minuten Pause

Das Programm am 15. November wird ab 20:05 Uhr live bei MDR Kultur und MDR Klassik übertragen.
  • 13.11.2022
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • 14.11.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft
  • 15.11.2022
    20:00 Uhr
    Semperoper
    Ausverkauft

14. & 15. November

Julia Fischer

Julia Fischer gehört seit über 20 Jahren zur Spitze der Geigenelite weltweit. Ihre künstlerische Vielfältigkeit bringt sie außerdem als Pianistin, Kammermusikerin und Professorin zum Ausdruck. Darüber hinaus übernimmt sie regelmäßig die Orchesterleitung von der Violine aus, so seit Jahren bei der Academy of St. Martin in the Fields.

Ihre Virtuosität, ihr Facettenreichtum sowie ihre Rolle als renommierte Kulturbotschafterin wurden mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Bayerische Maximiliansorden, der Deutsche Kulturpreis und das Bundesverdienstkreuz.

Julia Fischer musiziert mit den führenden Orchestern und Dirigenten weltweit. Höhepunkte der vergangenen Zeit umfassen Konzerte mit dem New York Philharmonic, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre national de France, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Wiener Philharmonikern oder dem Tonhalle-Orchester Zürich.

Julia Fischer ist eine enthusiastische Kammermusikerin. Das seit 2010 bestehende Julia Fischer Quartett mit ihren langjährigen Kammermusikpartnern Alexander Sitkovetsky, Nils Mönkemeyer und Benjamin Nyffenegger ist international an den renommiertesten Konzertorten zu erleben.

Ihre zahlreichen Aufnahmen sind vielfach preisgekrönt, u. a. mit dem BBC Music Magazine Award, dem Gramophone Award, dem Diapason d’Or de l’Année oder dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

2017 gründete Julia Fischer den JF CLUB, ihre eigene Musikplattform, auf der ihre neuesten Aufnahmen und Videos exklusiv zu hören und zu sehen sind. Damit geht sie einen neuen Weg auf dem Klassikmarkt.

Das Unterrichten liegt Julia Fischer besonders am Herzen. Sie ist Professorin an der Musikhochschule München, Dozentin bei Meisterkursen der Musikferien am Starnberger See und Leiterin der von ihr gegründeten Kindersinfoniker.

Julia Fischer begann ihre musikalische Laufbahn sehr früh: Mit drei Jahren erhielt die in München geborene Tochter deutsch-slowakischer Eltern den ersten Unterricht auf der Geige, kurz darauf von ihrer Mutter Viera Fischer den ersten Klavierunterricht. Bereits im Alter von neun Jahren wurde sie als Jungstudentin der renommierten Geigenprofessorin Ana Chumachenco an die Hochschule für Musik und Theater München aufgenommen.

Julia Fischer spielt auf einer Geige von Giovanni Battista Guadagnini (1742) sowie auf einer neuen Violine von Philipp Augustin (2018).

Tugan Sokhiev

Der aus Nordossetien stammende Dirigent Tugan Sokhiev war von 2014 bis 2022 Musikdirektor und Chefdirigent am Moskauer Bolschoi-Theater und leitet von 2008 bis 2022 das Orchestre national du Capitole de Toulouse. Von 2012 bis 2017 war er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

Als Gastdirigent steht Sokhiev regelmäßig am Pult der prominentesten Orchester der Welt, darunter das Royal Concertgebouworkest, die Wiener und  Berliner Philharmoniker, das Boston und Chicago Symphony Orchestra, das New York Philharmonic, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Philadelphia Orchestra, das Orchestre national de France und die Münchner Philharmoniker.

Als einer der letzten Schüler von Ilja Mussin am St. Petersburger Konservatorium feierte Sokhiev bereits kurz nach seinem Studium erste Erfolge an der Welsh National Opera, am Mariinski-Theater in St. Petersburg, an der Metropolitan Opera in New York und an der Houston Grand Opera mit einer gefeierten Aufführung von »Boris Godunov«. 2005 wurde er von der französischen Kritikervereinigung für sein Konzert mit dem Orchestre national du Capitole de Toulouse im Théâtre des Champs-Elysées in Paris als »musikalische Entdeckung des Jahres« geehrt.

Bereits vor seiner Ernennung zum Musikdirektor des Orchester 2008 war Tugan Sokhiev dort drei Jahre als Erster Gastdirigent und musikalischer Berater tätig. Unter seiner Leitung erlangte das Orchester internationale Bedeutung, unter anderem auch mit mehreren Uraufführungen und der von ihm ins Leben gerufenen Conducting Academy.

Sokhievs Diskographie umfasst Aufnahmen mit dem Orchestra national du Capitole de Toulouse für Naïve Classique mit Tschaikowskys Vierter und Fünfter Symphonie, Mussorgskis »Bilder einer Ausstellung«, Rachmaninows »Symphonische Tänze«, Prokofjews »Peter und der Wolf« und Strawinskys »Sacre du printemps« und »Feuervogel«. Weitere Werke Prokofjews nahm er mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin für Sony Classical auf. Bei EuroArts erschien Beethovens Violinkonzert mit Vadim Gluzman auf DVD. Die jüngst erschienene Aufnahme von Schostakowitschs Achter Symphonie mit dem Orchestre national du Capitole de Toulouse wurde 2020 mit einem Diapason d’Or ausgezeichnet.

David Afkham

David Afkham ist seit 2014 Chefdirigent und seit September 2019 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Orquestra y Coro Nacional de España, wo er unter anderem mit Arnold Schönbergs »Gurre-Liedern«, Mahlers 6. Symphonie, Bruckners 9. Symphonie, Brahms’ »Deutschem Requiem« und Haydns »Schöpfung« Erfolge feierte.

Als Dirigent ist David Afkham ein gefragter Gast bei weltweit führenden Orchestern wie dem Boston Symphony Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra London, dem Concertgebouworkest Amsterdam, der Staatskapelle Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orchestre national de France, dem Cleveland Orchestra und Los Angeles Philharmonic. Bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden leitete David Afkham zuletzt in der Saison 2018/2019 unter anderem Dvořáks 7. Symphonie. Zu den Höhepunkten der nächsten Monate zählen Gastdirigate beim Minnesota Orchestra, Pittsburg Symphony Orchestra, BBC Scottish Symphony Orchestra und bei den Wiener Symphonikern.

Nach seinem höchst erfolgreichen Operndebüt mit Verdis »La traviata« bei der Glyndebourne Festival Opera folgten mehrere Gastspiele mit Glyndebourne on Tour. Einhellige Begeisterung erntete 2017 seine musikalische Leitung der Neuproduktion von Ginasteras »Bomarzo« am Teatro Real in Madrid in der Regie von Pierre Audi. Im deutschsprachigen Raum führten ihn Gastdirigate an die Opernhäuser von Frankfurt und Stuttgart sowie das Theater an der Wien.

In seiner Geburtsstadt Freiburg erhielt David Afkham im Alter von sechs Jahren ersten Klavier- und Violinunterricht. Mit fünfzehn Jahren begann er sein Studium der Fächer Klavier, Musiktheorie und Dirigieren an der dortigen Musikhochschule und schloss seine Ausbildung an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« in Weimar ab. Er war der erste Stipendiat des Bernhard Haitink Fund for Young Talent und assistierte seinem Mentor Bernhard Haitink bei zahlreichen Konzertzyklen mit dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Chicago Symphony Orchestra und dem London Symphony Orchestra, wo er als Gewinner des Donatella Flick Wettbewerbs 2008 für zwei Jahre den Posten des Assistant Conductor innehatte. 2010 wurde er als erster Preisträger überhaupt mit dem Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award ausgezeichnet und wirkte von 2009 bis 2012 als Assistant Conductor des Gustav Mahler Jugendorchesters.