Gastkonzert in Wien

Christian Thielemann Dirigent
Diana Damrau Sopran
Christa Mayer Alt
Damen des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Wiener Sängerknaben
Programm I

Gustav Mahler

  • Symphonie Nr. 3 d-Moll
Programm II

Richard Strauss

  • »Tod und Verklärung« op. 24
  • Verwandlungsszene aus »Daphne« op. 82
  • Symphonisches Fragment aus »Die Liebe der Danae«
  • Schlussszene aus »Capriccio« op. 85

  • 17.06.2023
    19:30 Uhr
    Wien, Musikverein
  • 18.06.2023
    16:00 Uhr
    Wien, Musikverein

Christian Thielemann

Chefdirigent

Seit der Saison 2012/2013 ist Chris­tian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Über Stationen an der Deutschen Oper Berlin, in Gelsen­kirchen, Karlsruhe, Hannover und Düsseldorf kam er 1988 als Generalmusikdirektor nach Nürnberg. 1997 kehrte der gebürtige Berliner in seine Heimatstadt als Generalmusikdirek­tor der Deutschen Oper Berlin zurück, bevor er das gleiche Amt von 2004 bis 2011 bei den Münchner Philharmonikern innehatte. Neben seiner Dresdner Chefposition war er von 2013 bis 2022 Künstlerischer Leiter der Osterfest­spiele Salzburg.

Intensiv widmete sich Christian Thiele­mann in den vergangenen Spielzeiten den Komponistenjubilaren Wagner, Strauss und Beethoven. Aber auch Werke von Bach bis hin zu Henze, Rihm und Gubaidulina standen für ihn in Dresden und auf Tournee auf dem Pro­gramm. In der Semperoper leitete er zuletzt Neuproduktionen von »Ariadne auf Naxos«, »Capriccio« und »Aida«. Bei den Osterfestspie­len Salzburg dirigierte er unter anderem »Die Walküre«, »Tosca«, »Die Meistersinger von Nürnberg« und »Lohengrin«.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Christian Thielemann mit den Berliner Phil­harmonikern und Wiener Philharmonikern, deren Neujahrskonzert er 2019 dirigierte. Er war musikalischer Berater und Musikdirektor der

Bayreuther Festspiele, die er seit seinem Debüt im Sommer 2000 alljährlich durch maß­stabsetzende Interpretationen prägt. Darüber hinaus folgte er Einladungen der großen Or­chester in Europa, den Vereinigten Staaten, Israel und Asien.

Christian Thielemanns Diskographie als Exklusivkünstler der UNITEL ist umfang­reich. Zu seinen jüngsten Einspielungen mit der Staatskapelle gehören die Symphonien von Anton Bruckner und Robert Schumann, Arnold Schönbergs »Gurre-Lieder« sowie zahlreiche Opern.

Christian Thielemann ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, Honorarprofessor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden sowie Ehrendoktor der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar und der Katholischen Universität Leuven in Belgien. 2003 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im Mai 2015 erhielt er den Richard-Wagner-Preis der Richard-Wagner-Stiftung Leipzig, im Oktober 2016 wurde er mit dem Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper und im April 2022 mit dem Ehrenzeichen des Landes Salzburg ausgezeichnet. Christian Thielemann ist Schirmherr der Richard-Wagner-Stätten Graupa. Für seine Einspielungen wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Diana Damrau

Seit ihrem Bühnendebüt ist die Sopranistin Diana Damrau nunmehr schon 20 Jahre ständiger Gast bei international führenden Opern- und Konzerthäusern sowie renommierten Musikfestivals.

Ihr umfangreiches Repertoire liegt im Lyrischen und Koloraturfach und beinhaltet Titelrollen u.a. in »Lucia di Lammermoor« (La Scala di Milano, Bayerische Staatsoper München, Metropolitan Opera, Royal Opera House), »Manon« (Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera) und »La Traviata« (La Scala, Metropolitan Opera, Royal Opera House Covent Garden, Opéra National de Paris und Bayerische Staatsoper) sowie die Königin der Nacht in »Die Zauberflöte« (Metropolitan Opera, Salzburger Festspiele, Wiener Staatsoper, Royal Opera House Covent Garden, Bayerische Staatsoper).

Seit ihrem Hausdebüt als Zerbinetta in 2005 hatte Diana Damrau an der Metropolitan Opera sieben bedeutende Rollendebüts und war mehrfach in live HD cinema broadcasts weltweit zu erleben. Highlights waren die neuen Produktionen von »Rigoletto« (Gilda), »Il barbiere di Siviglia« (Rosina), »Le comte Ory« (Adèle) und »Les pêcheurs des perles« (Leïla). Weitere Engagements beinhalteten die Titelrollen in »La Sonnambula«, »La Fille du Régiment« und »Roméo et Juliette«.

Sie war die erste Sängerin in der Geschichte der Metropolitan Opera, die sowohl Pamina als auch die Königin der Nacht in verschiedenen Vorstellungen derselben Serie der »Zauberflöte« gesungen hat.

Die Sopranistin ist immer wieder mit zeitgenössischem Repertoire auf der Opernbühne zu erleben. Speziell für sie komponiert wurden die Titelrolle in Iain Bell’s Adaption von Hogarth’s »A Harlot’s Progress« (Theater an der Wien 2013) und die beiden Rollen der Drunken Woman und Gym

Instructress in Lorin Maazels Oper »1984« (Royal Opera House 2005).

Diana Damrau ist auch eine der wichtigsten Liedinterpretinnen unserer Zeit. Eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet sie mit dem Pianisten Helmut Deutsch und dem Harfenisten Xavier de Maistre.

Darüber hinaus debütierte Diana Damrau 2018 in der Titelrolle in »Maria Stuarda« am Opernhaus Zürich und gastierte in der Titelpartie von »La Traviata« in einer Neuproduktion an der Metropolitan Opera sowie als Ophélie am Gran Teatre del Liceu und an der Deutschen Oper Berlin in »Hamlet«.

In der Saison 2019/20 gastierte sie bei den Silvesterkonzerten der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko. Des Weiteren gab sie Liederabende mit Sir Antonio Pappano. An der Scala di Milano war sie in »Roméo et Juliette« und an der Bayerischen Staatsoper in »I Masnadieri« zu erleben.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Damrau mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Neben der »Artist in Residence« am Barbican Centre London gastierte sie 2019 u.a. in der Carnegie Hall New York.

Als Exklusivkünstlerin von Warner Classics/Erato gab Diana Damrau ihr Debütalbum mit Arie di Bravura, einer Sammlung von Mozart- und Salieri-Arien. Es folgten weitere Soloalben, die verschiedene Auszeichnungen erhielten, darunter den ECHO und den OPUS Klassik. Diana Damraus Arbeit ist auf diversen Oper-Gesamtaufnahmen und DVDs dokumentiert.

Diana Damrau ist Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper (2007), Trägerin des Bayerischen Maximilian-Ordens für Kunst und Wissenschaft (2010) und Trägerin des Deutschen Verdienstkreuzes für kulturelle und gesellschaftliche Verdienste (2021).

Christa Mayer

Christa Mayer erhielt ihre Gesangsausbildung an der Bayerischen Singakademie und der Musikhochschule München, die sie 2001 mit dem Meisterklassendiplom abschloss. Bereits während des Studiums bekam sie zahlreiche Preise verliehen, dazu zählt u.a. ein Preis beim Internationalen Wettbewerb der ARD in München.

Seit 2001 ist Christa Mayer Ensemblemitglied an der Sächsischen Staatsoper Dresden.  Hier gab sie erfolgreiche Rollendebüts u.a. als Erda (»Das Rheingold und Siegfried«), Fenena (»Nabucco«), Suzuki (»Madama Butterfly«), Quickly (»Falstaff«), Baba (»The Rake’s progress«), Adelaide (»Arabella«).

Im »Ring«-Zyklus der Semperoper war Christa Mayer unter der Leitung von Fabio Luisi als Erda und Waltraute (»Götterdämmerung«) zu erleben (2006).

Gastspiele führten sie u.a. an die Deutsche Oper Berlin und an die Bayerische Staatsoper, sowie an das Teatro di Maggio Musicale Florenz und das Teatro La Fenice Venedig.

2007 war Christa Mayer eingeladen, unter Zubin Mehta im neuerbauten Palau De Les Arts Valencia im »Ring« mitzuwirken (Erda, Schwertleite).

2008 debütierte Christa Mayer bei den Bayreuther Festspielen als Erda und Waltraute – und wurde daraufhin auch für 2009 und 2010 für dieselben Partien wieder nach Bayreuth eingeladen.

In Dresden sang sie in Händels »Giulio Cesare« die Cornelia – und wurde für diese Partie auch nach Düsseldorf eingeladen. Sie wirkte in Dresden 2010 im »Ring« mit und sang hier die Partien der Erda und der Waltraute, außerdem die Gaea in »Daphne«. An die Hamburgische Staatsoper war sie als Quickly (»Falstaff«) eingeladen. In der Dresdner

Produktion »Alcina« war Christa Mayer Bradamante, unter Christian Thielemann sang sie – ebenfalls in Dresden – den Mezzopart in Bachs »Weihnachtsoratorium«, »Siegfried«-Erda in Sevilla, Erda und Waltraute an der Hamburgischen Staatsoper.

Mit überragendem internationalem Erfolg sang Christa Mayer im Bayreuther »Tristan« die Brangäne. Am New National Theatre Tokio übernahm Christa Mayer die Partie der Erda. Bei den Salzburger Osterfestspielen 2016 wirkte sie in »Otello« (Emilia) und der »Missa solemnis« unter Christian Thielemann mit, 2017 übernahm sie in der Salzburger »Walküre», ebenfalls unter Thielemann, die Fricka. In »Mathis der Maler« (unter Simone Young) in Dresden sang sie die Gräfin. Zu einem besonderen persönlichen Erfolg wurde für Christa Mayer die Interpretation der Didon in der Dresdner Neuproduktion von Berlioz’ »Les Troyens«. Mit den Bayreuther Festspielen gastierte Christa Mayer als »Walküre«-Fricka in Abu Dhabi, nach Salzburg kehrte sie als Magdalene in den »Meistersingern« zurück, in Dresden sang sie die Fenena (»Nabucco«).

Im Sommer 2019 war Christa Mayer wiederum die Brangäne in Bayreuth. Das BBC Symphony Orchestra hat Christa Mayer zu Konzerten mit Glanerts »Requiem für Bosch« eingeladen, unter Maestro Thielemann sang die Künstlerin in Dresden in den »Gurreliedern« die Waldtaube.

Im Februar 2020 hat die Sächsische Staatsoper Dresden Christa Mayers künstlerische Verdienste mit dem Titel »Kammersängerin« gewürdigt. Das Land Bayern ehrt Christa Mayer im Herbst 2020 mit dem Bayerischen Kulturpreis.