»Variation«: 4. Aufführungsabend

Dominik Beykirch Dirigent
Robert Lis Violine

贝多芬

  • 《艾格蒙》序曲 op. 84

Alexander Arutiunian

  • Konzert für Violine und Streichorchester

柴可夫斯基

  • Suite Nr. 1 d-Moll op. 43

Debüt

Dominik Beykirch, seit dieser Saison Chefdirigent in Weimar, übernimmt das Konzert für Andrew Manze. Statt Robert Schumanns Zweiter Symphonie erklingt Pjotr I. Tschaikowskys Erste Orchestersuite. Mit dem Violinkonzert des armenischen Komponisten Alexander Arutiunian steht ein neo-klassizistisches und neo-romantisches Werk im Zentrum des Programms. Der Beiname »Armenia-88« verweist dabei auf das Erdbeben von Spitak im Kaukasus am 7. Dezember 1988, welches 25.000 Opfer forderte. Als Solist interpretiert Robert Lis, 2. Konzertmeister der Staatskapelle, das viersätzige Werk. Eingeleitet wird der Aufführungsabend mit Beethovens »Egmont«-Ouvertüre.

Bitte beachten Sie die Programm- und Besetzungsänderung. 

Dominik Beykirch

Der 30-jährige Dirigent Dominik Beykirch zählt zu den gefragtesten Nachwuchsdirigenten der letzten Jahre. In der Spielzeit 2020/2021 tritt er seine neue Stelle als Chefdirigent Musiktheater des Deutschen Nationaltheaters (DNT) und der Staatskapelle Weimar an. Bereits 2015 kam er als 2. Kapellmeister nach Weimar und war dort seit der Spielzeit 2018/2019 als 1. Koordinierter Kapellmeister engagiert.

In der vergangenen Saison feierte Dominik Beykirch am Haus große Erfolge mit der nach 40 Jahren erstmals wieder aufgeführten Oper Lanzelot von Paul Dessau. Die Opernwelt zeichnete die Produktion in der Regie von Peter Konwitschny als »Wiederentdeckung des Jahres« aus und nominierte Dominik Beykirch gleichzeitig als »Dirigent des Jahres«.  Als »Beste Wiederentdeckung« wurde die Politoper zudem von den internationalen Oper!Awards ausgezeichnet. Desweiteren wurde die aufwändige Produktion Ariadne auf Naxos (Regie: Martin G. Berger), deren musikalische Leitung der junge Dirigent ebenfalls innehielt mit dem FAUST Preis 2020 ausgezeichnet.

Auch seine musikalische Leitung von Neuproduktionen wie Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel (Regie: Christian Sedelmayer), Leonard Bernsteins Candide (Regie: Martin G. Berger) und Gioachino Rossinis L’italiana in Algeri (Regie: Tobias Kratzer) trafen bei Publikum und Fachpresse auf große Resonanz.

Seinen Einstand als Chefdirigent Musiktheater feiert Dominik Beykirch mit einer aufwändigen Koproduktion: Musiktheater, Schauspiel und Staatskapelle Weimar bringen gemeinsam das Musical Cabaret in einer Inszenierung des renommierten Regisseurs Nurkan Erpulat zur Aufführung.

In der Saison 2020/2021 wird Dominik Beykirch zudem mit der Staatskapelle Weimar und der norwegischen Geigerin und Hardangerfiedel-Solistin Ragnhild Hemsing bei den Weilburger Schlosskonzerten zu Gast sein. Überdies freut er sich über eine Wiedereinladung beim MDR-Sinfonieorchester und ein Konzert Anfang Juli 2021 mit der Sächsichen Staatskapelle Dresden in der Semperoper. Eine Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Solist: Alexej Gerassimez), andere Gastspiele und viele Projekte mit der Staatskapelle Weimar mussten leider aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben werden.

Im September 2020 erscheint das Album Clarinet Concertos beim Label Berlin Classics, auf dem Klarinettist Sebastian Manz gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken unter der Leitung von Dominik Beykirch das 1928 komponierte Klarinettenkonzert des dänischen Komponisten Carl Nielsen interpretiert.

Als Gastdirigent arbeitete Dominik Beykirch bereits mit zahlreichen renommierten Orchestern, wie den Sinfonieorchestern des HR, MDR, WDR und SWR, der Dresdner Philharmonie, den Duisburger Philharmonikern, der Jenaer Philharmonie, der Staatskapelle Halle, den Bremer Philharmonikern, der Philharmonie Zuidnederland (Niederlande), der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie, dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera, den Bergischen Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Philharmonie Südwestfalen, dem Philharmonischen Orchester Erfurt, den Hofer Symphonikern, den Nürnberger Symphonikern, dem Kurpfälzischen Kammerorchester und dem Folkwang-Kammerorchester Essen. Überdies war er zu Gast am Staatstheater Kassel und dirigierte zahlreiche Vorstellungen in der Staatsoperette Dresden.

In der jüngeren Vergangenheit dirigierte Dominik Beykirch die Elbufer Konzerte der Dresdner Philharmonie. Mit diesem Orchester spielte er zudem Prokofjews Peter und der Wolf für Berlin Classics ein (Sprecher: Malte Arkona).

Zudem leitete er wichtige Einstudierungen u.a. für Markus Poschner, Andres Orozco-Estrada und Christoph Eschenbach und arbeitete mit Solisten wie Jens Peter Maintz, Claudio Bohórquez, Danjulo Ishizaka, Jakob Spahn, Sebastian Manz, Wen-Sinn Yang, Sarah Willis, Harriet Krijgh, Michael Barenboim und Jan Vogler zusammen.  

Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen unter anderem der mit 10.000 Euro dotierte 2. Preis beim Deutschen Dirigentenpreis 2017, der erste Preis beim 6. Deutschen Hochschulwettbewerb Orchesterdirigieren, sowie Förderpreise der Verlagshäuser Bärenreiter und Breitkopf & Härtel, der Ernst-von-Schuch-Preis und das Rudolf-Bräuer-Stipendium »für außergewöhnliche künstlerische Leistungen«. Dominik Beykirch war Stipendiat im Dirigentenforum des Deutschen Musikrates und stand von 2016 bis 2019 auf der Künstlerliste »Maestros von Morgen«. Zudem ist er Alumnus der Studienstiftung des Deutschen Volkes und Referent für Chorsinfonik bei der Werkgemeinschaft Musik e.V. In der Spielzeit 2013/14 war der Nachwuchsdirigent im Rahmen des Hermann-Hildebrandt-Stipendiums Assistent von Michael Sanderling bei der Dresdner Philharmonie.            

Dominik Beykirch absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Musikhochschule Franz Liszt in der Dirigierklasse von Prof. Nicolás Pasquet, Prof. Gunter Kahlert und Martin Hoff in Weimar. Bereichernde künstlerische Impulse erhielt er parallel bei zahlreichen Meisterkursen u.a. bei Bernard Haitink, Colin Metters, Jukka-Pekka Saraste und Ton Koopman. Mittlerweile gibt er sein Wissen im Rahmen eines Lehrauftrages für Dirigieren und Partiturspiel an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig weiter.

Robert Lis

2. Konzertmeister

Robert Lis, geboren in Dabrowa Gornicza, Polen, begann mit 6 Jahren Geige zu spielen. Er ist einer der talentiertesten polnischen Geiger seiner Generation und Preisträger vieler nationaler und internationaler Geigenwettbewerbe. 2011 schloss er die Ignacy Paderewski Musikakademie in Poznan als Student von Prof. Dr. Marcin Baranowski mit Auszeichnung ab. 2012 erwarb er als Schüler von Ilya Grubert seinen zweiten Master-Abschluss am

Conservatorium van Amsterdam. In den Jahren 2010 bis 2012 war er assistierender Leiter der 2. Violinen in der Radio Kamer Filharmonie und von 2012 bis 2018 Zweiter Konzertmeister im Nederlands Philharmonisch Orkest und seit 2018 Zweiter Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Robert Lis spielt eine Pietro-Floriani-Violine von 1835.