6. Symphoniekonzert

菲利普·赫瑞维格 Dirigent
多萝西·米爾絲 Sopran
Sophie Harmsen Mezzosopran
Alex Potter Altus
Reinoud Van Mechelen Tenor
克雷希米尔·斯特拉扎纳茨 Bass
根特学院合唱团

巴赫

  • b 小调弥撒 BMV232 I (第一版)

»Compositeur bey Dero Hoff-Capelle«

Für den Schweizer Verleger Hans Georg Nägeli war die Missa h-Moll schon 1818 das »größte musikalische Kunstwerk aller Zeiten«. Entstan­den ist die Messe 1748, als Bach sein OEuvre ordnete und anstelle konkreter Aufführungen den Nachhall seines Schaffens im Blick hatte. Kern des Werks ist eine katholische Missa brevis aus Kyrie und Gloria, die der Leipziger Thomaskantor 15 Jahre zuvor nach Dresden gesandt hatte, um den Ehrentitel eines »Hof- Compositeurs« bei der dort ansässigen Kapel­le – der heutigen Staatskapelle – zu erhalten. Mit der Erweiterung um Credo, Sanctus und Agnus Dei wurde aus der Kurzmesse ein weg­weisender Vokalzyklus.

Die Gedenkkonzerte finden ohne Pause statt. Auf Beifall wird verzichtet, die Aufführungen enden in einer Schweigeminute. 

Konzertdauer: ca. 100 Minuten, keine Pause

Das Konzert wird von MDR Klassik mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.
  • 13.02.2023
    19:00 Uhr
    塞帕歌剧院
    Tickets
    票价:
    13.00 – 82.00 €
  • 14.02.2023
    20:00 Uhr
    塞帕歌剧院
    Tickets
    票价:
    13.00 – 82.00 €

Sophie Harmsen

Sophie Harmsen ist als Kind deutscher Diplomaten schon früh weit gereist und setzt das auch mit ihrem Werdegang als international erfolgreiche und renommierte Mezzosopranistin fort.

Konzerte und Opernproduktionen ermöglichen es ihr, die schönsten Konzertsäle und Opernhäuser der Welt zu erleben, wie das Teatro Colón in Buenos Aires, das Teatro Real in Madrid, das Palau de la Música in Barcelona, die Wigmore Hall in London, das Concertgebouw Amsterdam, das Konzerthaus Wien, die Philharmonie de Paris, das Shanghai Grand Theatre und die Elbphilharmonie Hamburg.

Bei Symphonieorchestern wie das Gewandhausorchester Leipzig, SWR Symphonieorchester, Swedish Radio Symphony Orchestra (Daniel Harding), Helsinki Philharmonic Orchestra (Andreas Spering), Rotterdams Philharmonisch Orkest (Jos van Veldhoven), Orchestre National de France (Václav Luks), Konzerthausorchester Berlin (Iván Fischer), Düsseldorfer Symphoniker (Ádám Fischer), NDR Elbphilharmonie Orchester (Thomas Hengelbrock), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin (Constantinos Carydis, Manfred Honeck) und Freiburger Barockorchester (Jérémie Rhorer) ist sie häufig zu Gast. In den letzten Jahren hat sie ihr Repertoire ständig erweitert. Konzerte mit Wagners Wesendonck Liedern (Kent Nagano), Mahlers Das Lied von der Erde sowie die »Rückert Lieder« (Markus Stenz),

Dvořáks Requiem (Philippe Herreweghe) als auch Beethovens Missa Solemnis (Frieder Bernius, René Jacobs) und Neunte Sinfonie (Theodor Currentzis, Pablo Heras-Casado) sind inzwischen gleichsam in ihrer künstlerischen Arbeit vertreten.
In der Saison 20/21 freut sie sich u.a. auf Konzerte mit Philippe Herreweghe (Dvorak Requiem mit dem Antwerp Symphony Orchestra und Mozart c Moll Messe mit dem Orchestre des Champs-Elysées, auf Bachs Weihnachtsoratorium im Hamburger „Michel“ unter der Leitung Jörg Endebrocks, auch auf ein Wiedersehen mit dem Orquesta Nacionales de Espana und David Afkham mit Bachs h Moll Messe, auf Beethovens Missa Solemnis erstmals mit dem Orquestra Simfonica de Barcelona und zum wiederholten Male mit dem Freiburger Barockorchester und René Jacobs sowie auf eine Reise in ihre Geburtsstadt Montréal (Beethovens 9. Sinfonie).

Etliche ihrer CD Einspielungen sind prämiert worden, so zum Beispiel Bruckners Missa Solemnis mit dem RIAS Kammerchor (Diapason d‘Or) oder die Gesamtaufnahme der Luther Kantaten von J.S. Bach unter der Leitung Christoph Spering (Echo 2017).

Sophie Harmsen studierte an der University of Cape Town und danach bei Prof. Dr. Edith Wiens. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Berlin

Alex Potter

Alex Potter ist ein gefragter Interpret für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, dessen Engagements ihn auf die Bühnen in ganz Europa führen. Er arbeitet mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, Lars Ulrik Mortensen, Frieder Bernius, Jordi Savall, Roland Wilson, Rudolf Lutz und Jos van Veldhoven. Neben zahlreichen Aufführungen von Werken bekannter Komponisten wie Bach und Händel gilt sein besonderes Interesse dem Aufspüren weniger bekannten Repertoires, das er in Konzerten und Einspielungen der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Die musikalische Laufbahn Potters begann bereits als Chorknabe an der Southwark Cathedral in London. Er war Choral Scholar am New College der Universität Oxford und absolvierte zeitgleich ein Studium der

Musikwissenschaft. Im Anschluss daran ergänzte er seine Ausbildung im Bereich Alter Musik bei Gerd Türk an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz.

Bemerkenswerte Engagements in letzter Zeit waren Bachs H-Moll Messe mit dem Concertgebouw Orchestra in Amsterdam unter Philippe Herreweghe, ein Solo-Konzert in dem Musikfest Bremen mit Werken von Telemann und ein Auftritt mit Monodien von Caccini und Cavallieri beim Eröffnungsfestival der Elbphilharmonie in Hamburg.

Er ist auf zahlreichen CD-Einspielungen zu hören. Eine neue Solo-Aufnahme mit Werken von Telemann erschien 2018 beim CPO Label.

Alex Potter wohnt in der Lüneburger Heide mit seiner Frau und zwei Töchtern.

Reinoud Van Mechelen

Reinoud Van Mechelen schloss 2012 sein Gesangsstudium am Conservatoire Royal in Brüssel in der Klasse von Dina Grossberger ab. Im Jahr 2017 wurde er von der Vereinigung der belgischen Musikpresse mit dem renommierten Caecilia-Preis als Nachwuchsmusiker des Jahres ausgezeichnet.

Bereits 2007 machte Reinoud Van Mechelen an der Europäischen Barockakademie in Ambronay (Frankreich) unter der Leitung von Hervé Niquet auf sich aufmerksam. Im Jahr 2011 war er Mitglied des »Jardin des Voix« von William Christie und Paul Agnew und wurde anschließend regelmäßiger Solist von Les Arts florissants. Gastauftritte mit diesem Ensemble führten ihn u.a. zum Festival d'Aix-en-Provence, zum Edinburgh Festival, zum Château de Versailles, zum Bolchoï-Theater in Moskau, zur Royal Albert Hall, zum Barbican Centre in London, zum Palais des Beaux-Arts in Brüssel, zur Philharmonie und zur Opéra Comique in Paris sowie zur Brooklyn Academy of Music in New York.

Im Jahr 2014 sang Reinoud Van Mechelen zum ersten Mal in seiner Karriere die Partie des Evangelisten in J. S. Bachs »Johannespassion« mit dem Royal Liverpool Philharmonic. Eine Partie, die er unter anderem wieder mit dem Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam singen wird. Die letzten Jahre waren jedoch durch seine Aufführungen von Rameaus Titelrolle in »Dardanus« (Opéra national de Bordeaux) und »Zoroastre« (auf Konzerttournee zum Festival de Montpellier et Radio-France, zum Festival d'Aix-en-Provence, zum Festival de Beaune, zum Théâtre Royal in Versailles und zum Theater an der Wien) gekennzeichnet, beides Produktionen unter der Leitung von Raphaël Pichon. 2016/17 debütierte er am Zürcher Opernhaus als Jason in Charpentiers »Médée« unter der Leitung von William Christie. Neben zahlreichen anderen Verpflichtungen hat er sein Repertoire um weitere neue Rollen in konzertanter Fassung erweitert: Belmonte (»Die Entführung aus dem Serail«) mit dem Orchestre de Chambre de Paris und Gérald (»Lakmé«) mit dem Münchner Rundfunkorchester.

Neben zahlreichen Auftritten mit seinem eigenen Ensemble, einer nocte temporis, wurden seine letzten beiden Spielzeiten durch die Jubiläumsproduktion zum 30. Jahrestag des Concert Spirituel (»L'Opéra des Opéras«, aufgenommen und veröffentlicht bei Alpha Classics) sowie in zwei internationalen Konzertreisen mit Les Arts florissants hervorgehoben. Außerdem spielte er die Titelrolle in Rameaus »Pygmalion« an der Oper von Dijon und gab seine Debüts am Théâtre royal de la Monnaie (Tamino in »Die Zauberflöte«) und an der Staatsoper Berlin (Hippolyte in »Hippolyte et Aricie« unter der Leitung von Sir Simon Rattle).

Seine Saison 2019/20 verspricht mit seinem Rollendebüt als Nadir in »Les Pêcheurs de perles« an der Oper Toulon, Purcells »King Arthur« an der Staatsoper Berlin, Rameaus »Pygmalion« am Grand Théâtre in Luxemburg, »L'incoronazione di Poppea« am Théâtre des Champs-Elysées und den beiden Johannes-Passionen, Matthäus-Passion mit Collegium Vocale Gent viel zu tun zu haben.

Reinoud Van Mechelen hat bereits an zahlreichen Aufnahmen teilgenommen. Sein erstes Soloalbum mit dem Titel »Erbame Dich« (Arien von J. S. Bach) erschien 2016 bei Alpha Classics und wurde von der Presse einhellig gelobt und erhielt sowohl einen »Choc« der Monatszeitschrift Classica als auch einen von 10 Caecilia-Preisen für die besten Aufnahmen des Jahres 2016. Inzwischen sind drei weitere Alben mit einer nocte temporis bei Alpha Classics erschienen.