1. Sinfoniekonzert
Auftakt mit Hammerschlag
gespielte Werke
Gustav Mahler
- Sinfonie Nr. 6 a-Moll
Mitwirkende
- Daniele Gatti Dirigent
Gustav Mahlers Sechste entfaltet eine tragisch grundierte Welt: kein Trost, kein versöhnendes Finale – die »Tragische« bleibt kompromisslos. Berühmt ist die Sinfonie nicht zuletzt wegen der Hammerschläge, mit denen Mahler den Zusammenbruch eines Helden markiert. Die Dresdner Teil-Erstaufführung fand 1907 unter Ernst von Schuch statt und stieß auf Widerstände. Die Presse berichtete von »eisigem Schweigen«. Schuch blieb Mahler aber über Jahre hinweg treu und ließ dessen Werke immer wieder aufführen. Zu seinem Dienstjubiläum 1912 veröffentlichte er einen Dankesbrief Mahlers, der diese Verbindung bezeugt. Daniele Gatti stellt die Sinfonie nun an den Beginn der Saison als Teil seines Mahler-Zyklus.
Gustav Mahler:
Sinfonie Nr. 6»Wir Posaunisten führen im Finale der Sinfonie ins Ungewisse. Müsste ich eine Sinfonie wählen, die unsere aktuelle Zeit widerspiegelt, wäre es zweifellos Mahlers Sechste.«
Jonathan Nuss
Solo-Posaunist
Daniele Gatti
Seit der Saison 2024/25 ist Daniele Gatti Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Sein Debüt am Pult des Orchesters gab er bereits im Februar 2000 mit Werken von Mendelssohn Bartholdy, Hindemith und Brahms.
In seiner zweiten Saison findet der erste vollständige Mahler-Zyklus der Staatskapelle mit den »Wiener Jahren« seine Fortsetzung, der die Schaffensperiode des Komponisten während seiner Zeit in Wien als Hofoperndirektor beleuchtet. Zudem wird Daniele Gatti mit den Neuproduktionen von Verdis »Falstaff« und Wagners »Parsifal« in der Semperoper zu erleben sein.
Neben seiner Position in Dresden ist Daniele Gatti designierter Musikdirektor des Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, Musikdirektor des Orchestra Mozart und seit 2016 als künstlerischer Berater des Mahler Chamber Orchestra aktiv.
Gatti studierte Komposition und Orchesterdirigieren am Conservatorio Guiseppe Verdi in seiner Heimatstadt Mailand. Bereits mit 27 Jahren gab er sein Debüt an der Mailänder Scala. Es folgten erste Festengagements bei wichtigen Musikinstitutionen wie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem Royal Opera House in London. Er gastiert regelmäßig bei den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks und dem Orchestra Filarmonica della Scala. Auch als Operndirigent genießt er international Anerkennung: Dirigate führen ihn unter anderem in die Mailänder Scala, die Royal Opera in London sowie zu den Bayreuther Festspielen.
Insgesamt dreimal wurde Daniele Gatti mit dem Premio »Franco Abbiati« der italienischen Musikkritik als bester Dirigent ausgezeichnet, 2016 wurde ihm für seine Arbeit als Musikdirektor des Orchestre National de France der Titel Chevalier de la Légion d’honneur der Französischen Republik verliehen. In seinem Heimatland wurde er außerdem mit dem Großen Verdienstorden geehrt.
