10. Sinfoniekonzert

Die Macht des Schicksals

© Daniele Ratti
Nathalie Stutzmann, Dirigentin
Seong-Jin Cho, Klavier

gespielte Werke

Giuseppe Verdi

  • Ouvertüre zur Oper »La forza del destino«

Sergej Rachmaninow

  • Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43

Pjotr Tschaikowsky

  • Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Mitwirkende

  • Nathalie Stutzmann Dirigentin
  • Seong-Jin Cho Klavier

Sergej Rachmaninow:
Rhapsodie über ein Thema von Paganini

»Für mich ist es immer etwas besonderes, wenn das von uns gespielte Werk auch in Dresden entstanden ist. Rachmaninow lebte hier von 1906 bis 1909 mit seiner Frau und seinen Töchtern in einer Mietwohnung in der Südstadt. Die Flucht vor politischen Geschehnissen in Russland und die durch seine wohl missglückte Erste Sinfonie ausgelöste Schaffenskrise führten zu diesem Ortswechsel. Besonders im dritten Satz empfinde ich, dass Rachmaninow die unglaubliche Wärme und Großzügigkeit entwickelt, die wir auch von seinem Zweiten Klavierkonzert kennen. Er hat in Dresden wohl eindeutig wieder zu 
sich gefunden und neues Selbstvertrauen getankt.«

Lukas Stepp
Konzertmeister der 2. Violinen

  • Sonntag
    13.6.27
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • Montag
    14.6.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
  • Dienstag
    15.6.27
    19:00 Uhr
    Semperoper

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn
im Opernkeller der Semperoper

Seong-Jin Cho

Seong-Jin Cho machte sich erstmals 2015 als Preisträger des Internationalen Chopin-Wettbewerbs in Warschau einen Namen. Im Januar 2016 unterschrieb er einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon. Als stark nachgefragter Künstler spielt Seong-Jin Cho mit den weltweit renommiertesten Orchestern, unter anderem die Berliner Philharmoniker, London Symphony Orchestra, Münchner Philharmoniker, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Orchestre de Paris und The Philadelphia Orchestra. Er arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Myung-Whun Chung, Iván Fischer, Jakub Hrůša, Yannick Nézet-Séguin, Gianandrea Noseda, Sir Antonio Pappano und Esa-Pekka Salonen zusammen.

Zu den Höhepunkten der Saison 2021/22 zählen Seong-Jin Chos Debüts mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Alain Altinoglu, Bamberger Symphoniker unter Andrew Manze sowie mit dem Mozarteumorchester Salzburg unter Jörg Widmann. Des Weiteren kehrt er zum Los Angeles Philharmonic und New York Philharmonic unter ihren jeweiligen Chefdirigenten zurück, sowie zum Orchestre National de France mit Cristian Măcelaru und zum Konzerthausorchester Berlin mit Christoph Eschenbach. Als gefragter Solist für Orchestertourneen ist Seong-Jin Cho diese Saison auf mehreren internationalen Konzertreisen zu erleben, unter anderem mit dem Czech Philharmonic Orchestra und Semyon Bychkov sowie dem Philharmonia Orchestra und Santtu-Matias Rouvali.

Mit seinen gefeierten Klavierabenden gastiert Seong-Jin Cho in den namhaftesten Konzertsälen weltweit, wie etwa Carnegie Hall, als Teil der »Keyboard Virtuoso« Konzertreihe, Concertgebouw Amsterdam, als Teil der »Master Pianists« Konzertreihe, Berlin Philharmonie Kammermusiksaal, Suntory Hall Tokio, Walt Disney Hall Los Angeles, La Roque d’Anthéron Festival, Verbier Festival, Gstaad Menuhin Festival und Rheingau Festival. In der nächsten Saison gibt er Solo-Debüts in der Wigmore Hall London, Konzerthaus Wien, Prinzregententheater München, Liederhalle Stuttgart, Auditorium Rainier Monte-Carlo und Konserthuset Stockholm.

Sein erstes Album für die Deutsche Grammophon erschien im November 2016, für das er Chopins Klavierkonzert Nr. 1 mit dem London Symphony Orchestra und Gianandrea Noseda sowie Chopins vier Balladen aufnahm. Es folgten eine Soloaufnahme mit Werken von Debussy im November 2017 und sein Mozart-Album mit dem Chamber Orchestra of Europe und Yannick Nézet-Seguin in 2018. Für seine letzte Aufnahme »The Wanderer«, erschienen im Mai 2020, spielte Seong-Jin Cho Schuberts »Wandererfantasie«, Bergs Klaviersonate op. 1 und Liszts Klaviersonate h-moll ein. Alle Alben erhielten weltweit überschwängliche Kritiken. Seiner jüngste CD Veröffentlichung ist ein Album mit Chopins Klavierkonzert Nr. 2 und den vier Scherzi im August 2021.

1994 in Seoul geboren, begann Seong-Jin Cho im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen und gab sein erstes Solorezital mit elf Jahren. 2009 wurde er zum jüngsten Preisträger der Hamamatsu International Piano Competition Japan und gewann 2011 den dritten Preis des Tschaikowsky-Wettbewerbs Moskau. Von 2012 bis 2015 studierte er mit Michel Béroff am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und wurde Alfred Brendel betreut. Seong-Jin Cho lebt in Berlin.