11. Sinfoniekonzert

Tanz und Glanz der alten Welt

© Todd Rosenberg Photography
Manfred Honeck, Dirigent
© Marco Borggreve
Vilde Frang, Violine

gespielte Werke

Erwin Schulhoff

  • Fünf Stücke (arr. Manfred Honeck / Thomas Ille)

Erich Wolfgang Korngold

  • Violinkonzert D-Dur op. 35

Antonín Dvořák

  • Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Mitwirkende

  • Manfred Honeck Dirigent
  • Vilde Frang Violine

Das letzte Konzert der Saison führt in eine Sphäre voller Eleganz und rhythmischer Beweglichkeit – eine mitteleuropäische Klanglandschaft zwischen Tanz und Glanz. Erwin Schulhoffs »Fünf Stücke« greifen Charakterstücke der Zwischenkriegszeit auf und verbinden Ironie mit virtuoser Leichtigkeit. Erich Wolfgang Korngolds Violinkonzert entstand 1945 im amerikanischen Exil und knüpft an spätromantische Klangkultur an: Der Komponist nimmt Themen aus seinen Filmmusiken auf und verwandelt sie in ein Konzert von üppiger Melodik und leuchtender Orchesterfarbe. Antonín Dvořáks Achte beschwört schließlich eine heitere Natur- und Feststimmung: ein Werk voller melodischer Einfälle und tänzerischer Energie.

Antonín Dvořák:
Sinfonie Nr. 8

»Neben der berühmten Neunten Sinfonie ist es vor allem die Achte Sinfonie, in der man meiner Meinung nach Dvořáks sinfonische Sprache am deutlichsten wiedererkennt, da es ein in sich kompositorisch perfekt geschlossenes Werk im besten Sinne der Romantik ist. Für mich ist der dritte Satz ein Paradebeispiel dafür, mit welcher melodischen Traurigkeit eine Art Vergänglichkeit alles Schönen auf eine typisch slawische Art beweint wird. Ein zutiefst menschlicher Komponist.«

Federico Kasík
Stellv. 1. Konzertmeister

  • Sonntag
    4.7.27
    11:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    13 – 82 €
  • Montag
    5.7.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    13 – 82 €
  • Dienstag
    6.7.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
    Ticket-Preis:
    13 – 82 €

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller der Semperoper.
Concert Lounge im Foyer der Semperoper im Anschluss an das Konzert am 6.7.27.

Manfred Honeck

Manfred Honeck hat sich als einer der weltweit führenden Dirigenten etabliert, dessen unverwechselbare und richtungsweisenden Interpretationen international große Anerkennung erfahren. Als Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra, wo sein mehrfach verlängerter Vertrag bis zum Ende des Saison 2027/2028 läuft, geht er in seine achtzehnte Spielzeit und prägt weiterhin mit großem Engagement und Leidenschaft die künstlerische Identität des Orchesters. Unter seiner Leitung wird das Orchester sowohl in Pittsburgh als auch im Ausland gefeiert und hat sich durch zahlreiche Tourneeauftritte als kultureller Botschafter der Stadt Pittsburgh etabliert. Gemeinsame Auftritte fanden in der Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York ebenso statt wie in den bedeutendsten europäischen Musikmetropolen und bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, den BBC Proms, dem Musikfest Berlin, dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Beethovenfest Bonn und dem Grafenegg Festival. Letztes Jahr führte eine Festivaltournee durch neun europäische Städte. Die Reise begann bei den Salzburger Festpielen - wo man als einziges amerikanisches Orchester zu Gast war - und endete im Wiener Konzerthaus.

In Österreich geboren, absolvierte Manfred Honeck seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine langjährige Erfahrung als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters war nachhaltig prägend für seine Arbeit als Dirigent. Maßgeblich für seine Interpretationen ist die Entschlossenheit, sich tief unter die Oberfläche der Musik zu begeben. Seine Laufbahn begann er als Assistent von Claudio Abbado in Wien sowie als Leiter des Jeunesse Orchesters Wien. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet, wo er 1993 den Europäischen Dirigentenpreis erhielt. Er wirkte seither als einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig, als Musikalischer Leiter der Norwegischen Nationaloper, als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra und der Tschechischen Philharmonie sowie als Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra
in Stockholm. Im November 2023 wurde er von den Bamberger Symphonikern, mit denen ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet, zum Ehrendirigent ernannt.

Jenseits des Dirigentenpults hat er eine Reihe von symphonischen Suiten konzipiert, die auf szenischen Werken basieren, darunter Janáčeks Jenůfa, Strauss' Elektra, Dvořáks Rusalka und Puccinis Turandot. Diese Arrangements, die er fast alle mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra aufgenommen hat, bringt er auch regelmäßig mit Orchestern auf der ganzen Welt zur Aufführung. Die neueste Bearbeitung, eine Symphonische Fantasie aus Strauss' Oper Arabella, fand 2025 ihre Premiere in Pittsburgh. Als Gastdirigent steht Manfred Honeck am Pult aller führenden internationalen Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Berliner Philharmoniker,
das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Tonhalle-Orchester Zürich, Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Accademia Nazionale di Santa Cecilia Rom sowie die Wiener Philharmoniker. In den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra und San Francisco Symphony. Er ist außerdem seit mehr als dreißig Jahren Künstlerischer Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte.

Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er mit dem Berufstitel Professor gewürdigt. Die Fachjury der International Classical Music Awards zeichnete ihn 2018 als »Artist of the Year« aus.

Vilde Frang

Vilde Frang wurde 2012 einstimmig mit dem Credit Suisse Young Artist Award ausgezeichnet und gab daraufhin ihr Debüt mit den Wiener Philharmonikern unter Bernard Haitink beim Lucerne Festival. Zu den Höhepunkten ihrer jüngsten und kommenden Solo-Engagements zählen Auftritte mit den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony, dem Concertgebouw Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Budapest Festival Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Orchestre de Paris, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem New York Philharmonic, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Los Angeles Philharmonic, Israel Philharmonic, Sydney Symphony und dem NHK Symphony in Tokio, mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Zubin Mehta, Manfred Honeck, Ivan Fischer, René Jacobs, Teodor Currentzis, Daniel Harding, Vladimir Jurowski, Philippe Herreweghe, Kirill Petrenko, Esa-Pekka Salonen, Paavo Järvi, Gustavo Dudamel und Sir Simon Rattle. Regelmäßig tritt Vilde Frang bei den Festivals in Salzburg, Verbier, Luzern, London Proms, Rheingau, Mecklenburg- Vorpommern, Lockenhaus, Mostly Mozart Festival, Prager Frühling und George Enescu Festival Bukarest auf. 

Als Solistin und mit Rezitalen ist die Geigerin in Konzertsälen wie dem Concertgebouw, dem Musikverein, der Wigmore Hall, der Royal Albert Hall, der Tonhalle Zürich, dem Bozar Brüssel, dem Rudolfinum, bei den Vancouver Recital Series, den Boston Celebrity Series, den San Francisco Performances und in der Carnegie Hall regelmäßig zu erleben. 

Vilde Frang ist eine Exklusivkünstlerin von Warner Classics, und ihre Aufnahmen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Grand Prix du Disque, der Edison Klassiek Award, der Deutsche Schallplattenpreis, der Diapason d’Or und der Gramophone Award. Die 1986 in Norwegen geborene Vilde Frang wurde im Alter von zwölf Jahren von Mariss Jansons engagiert und debütierte beim Oslo Philharmonic Orchestra. Sie studierte am Barratt Due Musikinstitut in Oslo, bei Kolja Blacher an der Musikhochschule Hamburg und bei Ana Chumachenco an der Kronberg Academy. Als Stipendiatin des Borletti-Buitoni Trust arbeitete sie 2007 mit Mitsuko Uchida und war von 2003 bis 2009 Stipendiatin der Anne-Sophie Mutter Stiftung. Vilde Frang spielt die Guarnerius »Rode« von 1734, eine großzügige Leihgabe eines europäischen Sponsors.