11. Sinfoniekonzert

Tanz und Glanz der alten Welt

© Todd Rosenberg Photography
Manfred Honeck, Dirigent
© Marco Borggreve
Vilde Frang, Violine

gespielte Werke

Erwin Schulhoff

  • Fünf Stücke (arr. Manfred Honeck / Thomas Ille)

Erich Wolfgang Korngold

  • Violinkonzert D-Dur op. 35

Antonín Dvořák

  • Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Mitwirkende

  • Manfred Honeck Dirigent
  • Vilde Frang Violine

Antonín Dvořák:
Sinfonie Nr. 8

»Neben der berühmten Neunten Sinfonie ist es vor allem die Achte Sinfonie, in der man meiner Meinung nach Dvořáks sinfonische Sprache am deutlichsten wiedererkennt, da es ein in sich kompositorisch perfekt geschlossenes Werk im besten Sinne der Romantik ist. Für mich ist der dritte Satz ein Paradebeispiel dafür, mit welcher melodischen Traurigkeit eine Art Vergänglichkeit alles Schönen auf eine typisch slawische Art beweint wird. Ein zutiefst menschlicher Komponist.«

Federico Kasík
Stellv. 1. Konzertmeister

  • Sonntag
    4.7.27
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • Montag
    5.7.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
  • Dienstag
    6.7.27
    19:00 Uhr
    Semperoper

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller der Semperoper.
Concert Lounge im Foyer der Semperoper im Anschluss an das Konzert am 6.7.27.

Manfred Honeck

Manfred Honeck ist seit der Saison 2008/2009 Music Director beim Pittsburgh Symphony Orchestra. Seine weithin gefeierten Konzerte und richtungsweisenden Interpretationen gemeinsam mit diesem Orchester erfahren international große Anerkennung. Umjubelte Gastspiele führen regelmäßig in zahlreiche Musikmetropolen sowie zu den großen Musikfestivals, darunter die BBC Proms, Musikfest Berlin, Lucerne Festival, Rheingau Musik Festival, Beethovenfest Bonn, Grafenegg Festival, die Carnegie Hall und das Lincoln Center in New York. Eine enge Beziehung pflegen Manfred Honeck und sein Orchester zum Wiener Musikverein. Nach einer einwöchigen Residenz im Jahr 2012 folgten im Frühjahr 2016 drei weitere Konzerte im Rahmen einer ausgedehnten Europa-Tournee. Im Sommer 2017 führte eine weitere Tournee zu Europas bedeutendsten Musikfestivals.

Manfred Honecks erfolgreiche Tätigkeit in Pittsburgh wird durch zahlreiche Einspielungen umfassend dokumentiert. Sämtliche der SACDs für Reference Recordings, darunter Tondichtungen und Suiten von Richard Strauss, Beethovens Symphonien Nr. 5 und 7 sowie Tschaikowskys 6. Symphonie erhielten eine Vielzahl an hervorragenden Rezensionen. Nach zwei Grammy-Nominierungen für Dvořáks Achte Symphonie und die von Manfred Honeck selbst konzipierte Symphonische Suite aus Jenůfa von Janáček sowie für Bruckners Symphonie Nr. 4 wurde die aktuelle Aufnahme, Schostakowitschs Symphonie Nr. 5, im Januar 2018 mit einem Grammy als "Best Orchestral Performance" ausgezeichnet.

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. Seine Arbeit als Dirigent wurde durch Erfahrungen geprägt, die er über lange Jahre als Mitglied der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters sammeln konnte. Seine Dirigentenlaufbahn begann Manfred Honeck als Assistent von Claudio Abbado in Wien sowie als Leiter des Jeunesses Musicales Orchesters Wien. Anschließend wurde er als Erster Kapellmeister an das Opernhaus Zürich verpflichtet und erhielt dort 1993 den Europäischen Dirigentenpreis. Zu weiteren frühen Stationen seiner Karriere zählen Leipzig, wo er von 1996 bis 1999 einer der drei Hauptdirigenten des MDR Sinfonieorchesters Leipzig war und Oslo, wo er nicht nur 1997 für ein Jahr kurzfristig die musikalische Leitung der Norwegischen Nationaloper übernahm, sondern auch für mehrere Jahre als Erster Gastdirigent des Oslo Philharmonic Orchestra verpflichtet wurde. Von 2000 bis 2006 war er Chefdirigent des Swedish Radio Symphony Orchestra Stockholm, von 2008 bis 2011 sowie erneut von 2013 bis 2016 war er Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie in Prag.

Von 2007 bis 2011 wirkte Manfred Honeck als Generalmusikdirektor der Staatsoper Stuttgart. Dort dirigierte er unter anderem Premieren von Berlioz' Les Troyens, Mozarts Idomeneo, Verdis Aida, Poulencs Dialogues des Carmélites, den Rosenkavalier von R. Strauss, die Fledermaus von Johann Strauß, Wagners Lohengrin und Parsifal sowie zahlreiche Symphoniekonzerte mit dem Staatsorchester Stuttgart. Gastspiele im Bereich der Oper führten ihn an die Semperoper Dresden, an die Komische Oper Berlin, an die Königliche Oper in Kopenhagen, zum White Nights Festival nach St. Petersburg und zu den Salzburger Festspielen. Er ist darüber hinaus seit über zwanzig Jahren Künstlerischer Leiter der Internationalen Wolfegger Konzerte.

Als Gastdirigent stand Manfred Honeck am Pult aller führenden internationalen Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle Dresden, Royal Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Accademia di Santa Cecilia Rom sowie die Wiener Philharmoniker; in den USA leitete er das Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, The Cleveland Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Philadelphia Orchestra und San Francisco Symphony. Er ist darüber hinaus gern gesehener Gast beim Verbier Festival. In der Saison 2017/2018 dirigiert er das Neujahrskonzert beim Shanghai Symphony Orchestra, kehrt zum Orchestre de Paris, Chicago Symphony Orchestra, Danish National Symphony, Israel Philharmonic und den Wiener Symphonikern zurück und setzt seine regelmäßige Zusammenarbeit mit New York Philharmonic, den Bamberger Symphonikern und der Accademia di Santa Cecilia fort.

Manfred Honeck wurde von mehreren US-amerikanischen Universitäten zum Ehrendoktor ernannt. Im Auftrag des österreichischen Bundespräsidenten wurde er 2016 mit dem Berufstitel Professor gewürdigt. Die Fachjury der International Classical Music Awards zeichnete ihn 2018 als "Artist of the Year" aus. 

Vilde Frang

Im Jahr 2012 wurde Frang Vilde einstimmig mit dem Credit Suisse Young Artists Award ausgezeichnet, der zu ihrem Debüt mit den Wiener Philharmonikern unter Bernard Haitink am Lucerne Festival führte.

Im Jahr 2016 gab Vilde, die regelmässig mit den führenden Orchestern der Welt auftritt, ihr gefeiertes Debüt bei den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle im Rahmen des Europa-Konzerts; in der Saison 17-18 kehrte sie für Abonnementskonzerte in der Philharmonie und die Baden-Badener Osterfestspiele mit Ivan Fischer zurück. Weitere Höhepunkte der letzten Zeit waren Auftritte mit den San Francisco und Pittsburgh Symphonikern, den Münchner und LA Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Orchestre de Paris und dem Radio-Sinfonieorchester Frankfurt sowie ausgedehnte Europatourneen mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin und dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg.

In der Saison 2019-20 gibt Vilde mehrere mit Spannung erwartete Debüts mit dem Bayerischen Staatsorchester, Les Siècles und dem London Symphony Orchestra mit Antonio Pappano. Außerdem wird sie eine Tournee mit den Rotterdamer Philharmonikern und Lahav Shani unternehmen, die ihre Rückkehr zum Lucerne Festival einschließt. Weitere Höhepunkte der Saison sind Engagements mit dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Cleveland Orchestra, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem BBC Symphony Orchestra sowie dem Budapest Festival Orchestra unter Mark Elder. In dieser Saison wird Vilde zweimal mit dem Oslo Philharmonic Orchestra auftreten und Konzerte mit Wassili Petrenko sowie Herbert Blomstedt mit dem Elgar-Violinkonzert und dem Beethoven-Violinkonzert geben. Außerdem wird Vilde im Rahmen einer Tournee mit den Bamberger Symphonikern mit Jakub Hrůša nach China zurückkehren.