5. Sinfoniekonzert

Wehmütige Gesänge

© Oliver Killig
Daniele Gatti, Dirigent
© Genevieve LeSieur
Marie-Nicole Lemieux, Alt
© Harald Hoffmann
Klaus Florian Vogt, Tenor

gespielte Werke

Jörg Widmann

  • »Lied« für Orchester

Gustav Mahler

  • »Das Lied von der Erde«

Mitwirkende

  • Daniele Gatti Dirigent
  • Marie-Nicole Lemieux Alt
  • Klaus Florian Vogt Tenor

Gustav Mahler:
»Das Lied von der Erde«

»›Das Lied von der Erde‹ ist weder nur ein Liederzyklus, noch nur eine Sinfonie – und doch weit mehr als beides zugleich! Man muss sich Gustav Mahler vorstellen, wie er im Angesicht seiner tiefsten persönlichen und gleichzeitig schlimmsten beruflichen Krise in Toblach im Wald in einer Holzhütte sitzt, seinem ›Komponierhäusl‹, und sich mit chinesischer Lyrik beschäftigt. Dort entsteht, auf Grundlage dieser Gedichte, ein Werk, das alle Aspekte des menschlichen Daseins bis ins Kleinste auslotet: Jugend, Schönheit, Frühling, Natur, Herbst, Jammer, Rausch. Und am Ende: Abschied. Abschied von der Welt.«

Julius Rönnebeck
2. Hornist

  • Sonntag
    17.1.27
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • Montag
    18.1.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
  • Dienstag
    19.1.27
    19:00 Uhr
    Semperoper

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn
im Opernkeller der Semperoper

Daniele Gatti

Seit der Saison 2024/25 ist Danielle Gatti Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Sein Debüt am Pult des Orchesters gab er bereits im Februar 2000 mit Werken von Mendelssohn Bartholdy, Hindemith und Brahms. 

In seiner zweiten Saison findet der erste vollständige Mahler-Zyklus der Staatskapelle mit den »Wiener Jahren« seine Fortsetzung, der die Schaffensperiode des Komponisten während seiner Zeit in Wien als Hofoperndirektor beleuchtet. Zudem wird Daniele Gatti mit den Neuproduktionen von Verdis »Falstaff« und Wagners »Parsifal« in der Semperoper zu erleben sein.

Neben seiner Position in Dresden ist Daniele Gatti designierter Musikdirektor des Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, Musikdirektor des Orchestra Mozart und seit 2016 als künstlerischer Berater des Mahler Chamber Orchestra aktiv.

Gatti studierte Komposition und Orchesterdirigieren am Conservatorio Guiseppe Verdi in seiner Heimatstadt Mailand. Bereits mit 27 Jahren gab er sein Debüt an der Mailänder Scala. Es folgten erste Festengagements bei wichtigen Musikinstitutionen wie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem Royal Opera House in London. Er gastiert regelmäßig bei den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks und dem Orchestra Filarmonica della Scala. Auch als Operndirigent genießt er international Anerkennung: Dirigate führen ihn unter anderem in die Mailänder Scala, die Royal Opera in London sowie zu den Bayreuther Festspielen.  

Insgesamt dreimal wurde Daniele Gatti mit dem Premio »Franco Abbiati« der italienischen Musikkritik als bester Dirigent ausgezeichnet, 2016 wurde ihm für seine Arbeit als Musikdirektor des Orchestre National de France der Titel Chevalier de la Légion d’honneur der Französischen Republik verliehen. In seinem Heimatland wurde er außerdem mit dem Großen Verdienstorden geehrt.

Klaus Florian Vogt

Klaus Florian Vogt ist einer der herausragenden Wagner-Tenöre der Gegenwart. Zu seinem Repertoire gehören vor allem dramatische Partien wie Lohengrin, Tannhäuser, Parsifal, Stolzing und Siegmund, aber auch Florestan (»Fidelio«), Paul (»Die tote Stadt«) und Hoffmann (»Les Contes d’Hoffmann«). Darüber hinaus singt er mit großem Erfolg lyrisch-dramatische Rollen wie Erik (»Der fliegende Holländer«), Andrej (»Chowanschtschina«), Prinz (»Rusalka«), Bacchus (»Ariadne auf Naxos«) und Faust (»La Damnation de Faust«).

Klaus Florian Vogt ist gefragter Gast an allen großen Opernhäusern der Welt sowie bei den Bayreuther Festspielen, Salzburger Festspielen und weiteren Festivals. Engagements führten ihn unter anderem an die Opernhäuser in München, Berlin, Hamburg, Paris, London, Barcelona, Wien, Madrid, Mailand, Toulouse, Helsinki, New York und Tokio. 2005 gab er sein Japan-Debüt als Hoffmann (»Les Contes d’Hoffmann«) in Tokio, 2006 folgte sein Amerika-Debüt als Lohengrin an der Metropolitan Opera in New York. 2007 sang er erstmals an der Mailänder Scala (Lohengrin). Besonders in der Rolle des Lohengrin gastiert Klaus Florian Vogt auf der ganzen Welt. Es gibt derzeit keinen anderen Sänger, der in der Rolle von Wagners Gralsritter künstlerisch so erfolgreich ist.

Auch als Konzert- und Liedsänger hat sich Klaus Florian Vogt einen Namen gemacht. Auftritte führten ihn unter anderem mehrmals nach Wien, New York, zum Tanglewood Festival, zum Schleswig-Holstein Musik Festival, nach London, Athen, Berlin und Leipzig sowie zu den Salzburger Festspielen. Sein Repertoire umfasst unter anderem Werke von Mozart, Beethoven, Mahler, Verdi, Flotow und natürlich Wagner. Einen großen Erfolg verbuchte er 2019 mit der Erstaufführung einer kammermusikalischen Fassung von Franz Schuberts „Die schöne Müllerin“ in der Hamburger Elbphilharmonie. Auf dem Konzertpodium arbeitet er unter anderem mit den Wiener Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Concertgebouworkest und den Münchner Philharmonikern zusammen und mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Antonio Pappano, Christian Thielemann und Simone Young. Als Liedsänger interpretiert er unter anderem mit großem Erfolg Werke von Haydn, Schubert, Brahms, Mahler und Strauss.

Von Klaus Florian Vogt liegen zahlreiche Einspielungen und Soloalben vor. Bei SONY Classical erschienen seine drei Solo-CDs »Helden« (2012) mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Peter Schneider, »Wagner« (2013) mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott. Weiterhin liegen unter anderem eine Einspielung von Korngolds »Die tote Stadt« aus der Oper Frankfurt unter Sebastian Weigle vor (Oehms Classics) sowie eine CD und eine DVD mit Hits von Berlin bis Broadway mit Renée Flemming unter der Leitung von Christian Thielemann (Deutsche Grammophon). Im Januar 2016 ist eine Aufnahme von Franz Schmidts »Das Buch mit sieben Siegeln« aus der Hamburger Laeiszhalle unter Simone Young erschienen (Oehms Classics). Von den Bayreuther Festspielen liegen unter anderem »Lohengrin«, »Parsifal« und »Die Meistersinger von Nürnberg« als DVD vor, letztere wurde im Oktober 2019 mit dem OPUS Klassik ausgezeichnet. 2012 erhielt Klaus Florian Vogt den ECHO-Klassik als Künstler des Jahres. 2019 verlieh ihm der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Ehrentitel »Hamburger Kammersänger«.

Der aus Norddeutschland stammende Klaus Florian Vogt begann seine musikalische Karriere als Hornist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Parallel begann er ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Lübeck. 1997/98 war er am Landestheater Flensburg engagiert, von 1998 bis 2003 gehörte er zum Ensemble der Semperoper Dresden. Seit 2003 ist er freischaffend tätig.