7. Sinfoniekonzert

West-östliche Romanzen

Tugan Sokhiev, Dirigent
© PR
Jean-Yves Thibaudet, Klavier

gespielte Werke

Camille Saint-Saëns

  • Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur op. 103 »Ägyptisches«

Sergej Rachmaninow

  • Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27

Mitwirkende

  • Tugan Sokhiev Dirigent
  • Jean-Yves Thibaudet Klavier

Sergej Rachmaninow:
Sinfonie Nr. 2

»Von Anfang an taucht man beim Spielen direkt ein in Rachmaninows Melancholie und Dramatik und fühlt sich gleichzeitig geborgen in der Wärme des dichten sinfonischen Klanges. Die Musik ist geprägt von einer virtuos verflochtenen und intensiven, hochromantischen Sinfonik – mal schwelgerisch-gesanglich, mal tänzerisch-pulsierend und immer mitreißend, so dass man im Konzert mit Leichtigkeit durch dieses Werk hindurch fliegen kann.  Ein besonderer Moment geschieht mitten im zweiten Satz, wenn die 2. Violinen aus dem Nichts heraus im ›forte molto marcato‹ ein brisantes Fugenthema vorstellten, das dann nach und nach von den anderen Instrumentengruppen aufgenommen und weiterentwickelt wird.«

Johanne Klein
Mitglied der 2. Violinen

  • Samstag
    27.2.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
  • Sonntag
    28.2.27
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • Montag
    1.3.27
    19:00 Uhr
    Semperoper

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn
im Opernkeller der Semperoper

Tugan Sokhiev

Der aus Nordossetien stammende Dirigent Tugan Sokhiev war von 2014 bis 2022 Musikdirektor und Chefdirigent am Moskauer Bolschoi-Theater und leitete von 2008 bis 2022 das Orchestre National du Capitole de Toulouse. Von 2012 bis 2016 war er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

Als Gastdirigent steht Tugan Sokhiev regelmäßig am Pult der prominentesten Orchester, darunter das Concertgebouworkest Amsterdam, die Wiener und Berliner Philharmoniker, das Boston und Chicago Symphony Orchestra, New York Philharmonic, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Philadelphia Orchestra, das Orchestre National de France und die Münchner Philharmoniker.

Als einer der letzten Schüler von Ilja Mussin am Sankt Petersburger Konservatorium feierte Tugan Sokhiev bereits kurz nach seinem Studium erste Erfolge an der Welsh National Opera, am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg, an der Metropolitan Opera in New York und an der Houston Grand Opera mit einer Aufführung von »Boris Godunov«. Seinem gefeierten Dirigat der »Liebe zu den drei Orangen« beim Festival in Aix-en-Provence 2004 folgten Wiederaufnahmen in Luxemburg und am Teatro Real in Madrid sowie zahlreiche weitere Produktionen.

2005 wurde er von der französischen Kritikervereinigung für sein Konzert mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse im Théâtre des Champs-Elysées in Paris als »musikalische Entdeckung des Jahres« geehrt. Bereits vor seiner Ernennung zum Musikdirektor des Orchesters im Jahr 2008 war Tugan Sokhiev dort drei Jahre als Erster Gastdirigent und musikalischer Berater tätig. Unter seiner Leitung erlangte das Orchester internationale Bedeutung, unter anderem auch mit mehreren Uraufführungen und der von ihm ins Leben gerufenen Conducting Academy.

Tugan Sokhievs Diskographie umfasst Aufnahmen mit dem Orchestra National du Capitole de Toulouse für Naïve Classique und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin für Sony Classical. CD-Produktionen unter seiner Leitung wurden unter anderem vom Gramophone Magazin als »Editor’s Choice« gewürdigt. Bei EuroArts erschien Beethovens Violinkonzert mit Vadim Gluzman auf DVD. Die Aufnahme von Schostakowitschs Achter Sinfonie mit dem Orchestre National du Capitole de Toulouse wurde 2020 mit einem Diapason d’Or ausgezeichnet.

Jean-Yves Thibaudet

»Jede Note die er formt, ist eine Perle«, schwärmte die New York Times über Jean-Yves Thibaudet, »die Freude, Brillanz und Musikalität seines Spiels kann man nicht überhören«. Keine Frage, der Ausnahmepianist aus Lyon hat die seltene Fähigkeit, poetisches Feingefühl und interpretatorische Tiefe mit blendenden technischen Fähigkeiten zu kombinieren. Seine Karriere führt ihn seit 30 Jahren um die ganze Welt und spiegelt sich in über 40 Alben wieder, für die er hochkarätige Preise entgegennehmen konnte, darunter der Diapason d’Or, der Choc du Monde de la Musique, ein Gramophone Award, zwei Echos und der Edison Prize. 2007 wurde Jean-Yves Thibaudet bei den Victoires de la Musique für sein Lebenswerk mit dem Victoire d’Honneur ausgezeichnet, 2010 ehrte ihn die Hollywood Bowl für seine Verdienste durch die Aufnahme in ihre Hall of Fame.