8. Sinfoniekonzert

Palmsonntagskonzert

© Oliver Killig
Daniele Gatti, Dirigent
© Robert Recanatesi
Sara Blanch, Sopran
© Matthias Creutziger
Christa Mayer, Alt
© Matthias Creutziger
Georg Zeppenfeld, Bass

gespielte Werke

Richard Strauss

  • »Metamorphosen«

Ludwig van Beethoven

  • Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

Mitwirkende

  • Daniele Gatti Dirigent
  • Sara Blanch Sopran
  • Christa Mayer Alt
  • Bernard Richter Tenor
  • Georg Zeppenfeld Bass
  • Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Ludwig van Beethoven:
Sinfonie Nr. 9

»Es ist der Beginn des vierten Satzes, der Celli und Bässen eine besondere Aufgabe gibt. Die 45 Minuten zuvor erscheinen mir wie ein Gebirge, dessen schroffe Spitzen über die Wolken ragen – große Schönheit neben rauen Felsen. Doch nach einem so unvermittelten wie heftigen Ausbruch beginnt das Rezitativ, dessen Motiv alles verändert, wenn Celli und Bässe spielen, als wären sie eine Stimme, die in einen Dialog mit allem eintritt, was zuvor gewesen ist und welches in die berühmte Melodie mündet, die wahrscheinlich jeder mitsingen kann.«

Matthias Wilde
Cellist

  • Sonntag
    21.3.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
  • Montag
    22.3.27
    19:00 Uhr
    Semperoper

Daniele Gatti

Seit der Saison 2024/25 ist Danielle Gatti Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Sein Debüt am Pult des Orchesters gab er bereits im Februar 2000 mit Werken von Mendelssohn Bartholdy, Hindemith und Brahms. 

In seiner zweiten Saison findet der erste vollständige Mahler-Zyklus der Staatskapelle mit den »Wiener Jahren« seine Fortsetzung, der die Schaffensperiode des Komponisten während seiner Zeit in Wien als Hofoperndirektor beleuchtet. Zudem wird Daniele Gatti mit den Neuproduktionen von Verdis »Falstaff« und Wagners »Parsifal« in der Semperoper zu erleben sein.

Neben seiner Position in Dresden ist Daniele Gatti designierter Musikdirektor des Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, Musikdirektor des Orchestra Mozart und seit 2016 als künstlerischer Berater des Mahler Chamber Orchestra aktiv.

Gatti studierte Komposition und Orchesterdirigieren am Conservatorio Guiseppe Verdi in seiner Heimatstadt Mailand. Bereits mit 27 Jahren gab er sein Debüt an der Mailänder Scala. Es folgten erste Festengagements bei wichtigen Musikinstitutionen wie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem Royal Opera House in London. Er gastiert regelmäßig bei den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks und dem Orchestra Filarmonica della Scala. Auch als Operndirigent genießt er international Anerkennung: Dirigate führen ihn unter anderem in die Mailänder Scala, die Royal Opera in London sowie zu den Bayreuther Festspielen.  

Insgesamt dreimal wurde Daniele Gatti mit dem Premio »Franco Abbiati« der italienischen Musikkritik als bester Dirigent ausgezeichnet, 2016 wurde ihm für seine Arbeit als Musikdirektor des Orchestre National de France der Titel Chevalier de la Légion d’honneur der Französischen Republik verliehen. In seinem Heimatland wurde er außerdem mit dem Großen Verdienstorden geehrt.

Sara Blanch

Die in Darmós (Spanien) geborene lyrische Sopranistin Sara Blanch begann ihre künstlerische Laufbahn als Tänzerin (klassisch und spanisch), Pianistin und Chorsängerin. Im Alter von 14 Jahren begann sie ihr Gesangsstudium und trat mit 16 Jahren erstmals in einer zeitgenössischen Oper am Teatre Nacional de Catalunya auf. Sie schloss ihr Gesangsstudium am Conservatori Superior de Música del Liceu in Barcelona ab. 2013 gab sie ihr Operndebüt beim Rossini Festival in Pesaro in der Rolle der Folleville (»Il Viaggio a Reims«). Nach Preisen bei mehreren Wettbewerben, darunter der Concurs Internacional de cant Montserrat Caballé 2014, der Wettbewerb Josep Mirabent i Magrans de Sitges 2015 und der Wettbewerb Tenor Viñas 2016, bei dem sie gleich acht Preise erhielt, folgten Einladungen an renommierte Theater und zu wichtigen Festivals wie das Gran Teatro del Liceu (Barcelona), das Teatro Real (Madrid), das Teatro de la Zarzuela (Madrid), das Teatro Campoamor (Oviedo), das Teatro Regio (Turin), das Teatro Verdi (Salerno), das Teatro de la Maestranza (Sevilla), das Palau de la Música (Barcelona), das Tschaikowski-Theater (Perm), das Teatro del Maggio (Florenz), das Teatro Massimo (Palermo), das Palau de les Arts (Valencia), zu den Salzburger Festspielen, dem Donizetti Opera Festival (Bergamo), dem Castell de Peralada Festival, an das Théâtre antique d’Orange (Musiques en Fête), das Théâtre des Champs-Élysées (Fauteuils d’Orquestre) und zu Rossini in Wildbad.

Sara Blanch hat bereits mehr als 27 Opernrollen gesungen. Besondere Erfolge feierte sie unter anderem als Norina (»Don Pasquale«), Lucia (»Lucia di Lammermoor«), Matilde (»Matilde di Shabran«), Fiorilla (»Il turco in Italia«), Adina (»L’elisir d’amore«), Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«), Adèle (»Le comte Ory«), Marie (»La Fille du Régiment«), Zerbinetta (»Ariadne auf Naxos«). Ihre Operntätigkeit geht einher mit einer bedeutenden Konzerttätigkeit, die sich auch auf sinfonisches Repertoire, Oratorien, Lieder und Liederabende erstreckt. Demnächst ist sie unter anderem am Gran Teatre del Liceu (Barcelona), dem Théâtre National de Nice, dem Teatro Campoamor (Oviedo), dem Teatro Filarmonico di Verona, dem Teatro del Maggio Musicale Fiorentino und dem Teatro Real (Madrid) zu hören.

Christa Mayer

Die deutsche Mezzosopranistin Christa Mayer studierte Gesang an der Bayerischen Singakademie und der HMT München. 2000 war sie Preisträgerin der Richard Strauss Gesellschaft München sowie beim Internationalen Robert Schumann Wettbewerb Zwickau und beim ARD-Wettbewerb München. Seit 2001 ist Christa Mayer Ensemblemitglied der Semperoper Dresden. Dort singt sie große Rollen ihres Fachs wie Erda, Fricka und Waltraute (Der Ring des Nibelungen), Brangäne (Tristan und Isolde), Didone (Les Troyens), Amneris (Aida), die Händelpartien Orlando, Bradamante und Cornelia, Mrs. Quickly (Falstaff), Gaea (Daphne) oder Herodias (Salome). 2005 wurde ihr der Christel-Goltz-Preis der Stiftung Semperoper verliehen. Gastspiele führen die Sängerin an große Opernhäuser in Europa und Asien wie die Münchner Staatsoper, Venedigs La Venice, das Liceu in Barcelona, die Wiener Staatsoper, das Opernhaus Zürich oder das NNT Tokyo. Nach ihrem Bayreuther Festspieldebüt 2008 als Erda und Waltraute unter dem Dirigat von Christian Thielemann ist sie regelmäßiger Gast auf dem grünen Hügel in Partien wie Fricka, Waltraute, Brangäne und Magdalene (Die Meistersinger von Nürnberg). Eine enge Zusammenarbeit verbindet die Sängerin seit 2014 mit den Salzburger Osterfestspielen. Konzerte und Liedgesang bilden für Christa Mayer einen wichtigen Gegenpol zu ihrem Bühnenschaffen. Neben Liederabenden mit Helmut Deutsch am Klavier, war sie mit führenden Orchestern in London, Mailand, Amsterdam, Paris, Wien, Athen, Lissabon, Berlin, Dallas, Abu Dhabi und Seoul sowie beim Rheingau und Schleswig-Holstein Musikfestival, bei der Schubertiade Schwarzenberg und beim Lucerne Festival zu erleben. Auf dem Konzertpodium arbeitet die Künstlerin mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Semyon Bychkov, Marek Janowski, Jonathan Nott, Sir Colin Davis, Herbert Blomstedt, Simone Young, Zubin Mehta und Christian Thielemann. 2020 wurde Christa Mayer in Dresden der Ehrentitel Kammersängerin verliehen; im selben Jahr wurde sie mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. Projekte in der vergangenen Spielzeit 2023/24 umfassten zahlreiche Aufführungen an der Semperoper u.a. Brangäne sowie ihr Rollendebüt als Kabanicha in Katja Kabanowa und Vorstellungen in Bayreuth im Ring des Nibelungen, ebenso wie Konzertauftritte in Paris, Tokio, Prag, Weimar und Dresden.

Georg Zeppenfeld

Der in Westfalen geborene Bass Georg Zeppenfeld studierte Gesang an der Hochschule für Musik Köln. Engagements führten ihn u.a. an die großen Opernhäuser von München, Berlin, Hamburg, Wien, Mailand, Paris, Barcelona, Lyon, Antwerpen, zu den Bayreuther Festspielen sowie an die Lyric Opera of Chicago, an die Metropolitan Opera New York und nach San Francisco. Im Jahr 2002 gastierte er erstmals bei den Salzburger Festspielen, 2012 sang er dort Sarastro (»Die Zauberflöte«) unter Nikolaus Harnoncourt, 2014 König Karl in Schuberts »Fierrabras«. Von 2001 bis 2005 war Georg Zeppenfeld Ensemblemitglied der Semperoper Dresden. Hier war er in Partien wie Figaro und Bartolo (»Le nozze di Figaro«), König Filippo II. (»Don Carlo«), Zaccaria (»Nabucco«), Banco (»Macbeth«), Eremit und Kaspar (»Der Freischütz«), König (»Aida«), Sarastro (»Die Zauberflöte«), Colline (»La bohème«), Alidoro (»La cenerentola«), Fasolt (»Das Rheingold«), Landgraf Hermann (»Tannhäuser«), König Marke (»Tristan und Isolde«), Gharib (»L’Upupa und der Triumph der Sohnesliebe«), Wassermann (»Rusalka«), Peneios (»Daphne«), Seneca (»L’incoronazione di Poppea«), Sparafucile (»Rigoletto«), Heinrich der Vogler (»Lohengrin«) und Rocco (»Fidelio«) zu erleben. 2013 debütierte er hier neben »Orlando« in der Neuproduktion »Der fliegende Holländer« als Daland. In der Spielzeit 2013/14 sang er die Partie des Don Alfonso in Andreas Kriegenburgs Neuinszenierung »Così fan tutte«. Unter Cornelius Meister war Georg Zeppenfeld 2015 als Sarastro am Royal Opera House Covent Garden in London zu Gast. 2016 sang er bei den Osterfestspielen Salzburg die Partie des Lodovico in »Otello«, 2017 gastiert er dort als Hunding in »Die Walküre«.