9. Sinfoniekonzert

Sommernachtsträume

© Oliver Killig
Riccardo Minasi, Dirigent
© Matthias Creutziger
Rudolf Buchbinder, Klavier
Damen des Sächsischen Staatsopernchores Dresden,

gespielte Werke

Paul Wranitzky

  • Ouvertüre zum Singspiel »Oberon, König der Elfen«

Wolfgang Amadeus Mozart

  • Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467

Felix Mendelssohn Bartholdy

  • »Ein Sommernachtstraum«

Mitwirkende

  • Riccardo Minasi Dirigent
  • Rudolf Buchbinder Klavier
  • Damen des Sächsischen Staatsopernchores Dresden

Felix Mendelssohn Bartholdy:
»Ein Sommernachtstraum«

»Die zauberhaften Klänge Mendelssohns und die sprudelnde Energie des ›Sommernachtstraums‹ versetzen mich als Orchestermusikerin beim Spielen in eine festliche Stimmung; Leichtigkeit, Natürlichkeit, Freude, aber auch Melancholie geben dieser Musik eine besondere Erhabenheit. Die Durchsichtigkeit der Partitur erfordert absolute Konzentration auf das Zusammenspiel in seiner rhythmischen und klanglichen Raffinesse. Wenn dabei dieses prickelnde gemeinsame Musizieren entsteht, fühlt es sich wunderschön an, als Musikerin Teil eines Ganzen zu sein.«

Susanne Branny
Mitglied der 1. Violinen

  • Sonntag
    16.5.27
    11:00 Uhr
    Semperoper
  • Montag
    17.5.27
    19:00 Uhr
    Semperoper
  • Dienstag
    18.5.27
    19:00 Uhr
    Semperoper

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn
im Opernkeller der Semperoper

Riccardo Minasi

Riccardo Minasi ist Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg, Artist in Residence des Ensembles Resonanz an der Elbphilarmonie Hamburg sowie regelmäßiger Gastdirigent des Orchesters »La Scintilla« am Opernhaus Zürich. Zu seinen kommenden Engagements zählen Gastdirigate bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Concertgebouwekrest, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem Teatro Carlo Felice Genova, , dem Netherlands Chamber Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Paris, dem Scottish Chamber Orchestra und dem Orchestre National de Belgique.

In den letzten Jahren hat er zahlreiche Orchester und Ensembles geleitet, u.a. das Tokyo Metropolitan Orchestra, das hr - Sinfonieorchester, das City of Birmingham Symphony Orchestra, die Academy of Ancient Music, das Konzerthausorchester Berlin, die Philhamonia Zürich, das Orchestre National de Lyon, das Orchestre de Chambre de Lausanne, das London Chamber Orchestra, das Kammerorchester Basel, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das Los Angeles Chamber Orchestra, das Orquestra Sinfónica Portuguesa, das Stavanger Symfoniorkester, das Portland Baroque Orchestra, das Attersee- Akademie Orchester, „Il Complesso Barocco“, das Orquesta Barroca de Sevilla, das Recreation Orchester Graz, das Kammerorchester Potsdam und das Helsinki Baroque Orchestra. Mit letzterem verband ihn eine dauerhafte Zusammenarbeit als »Associate Conductor« von 2008 bis 2011.

Seine jüngsten Opernengagements führen ihn an verschiedene Häuser, darunter »Les Pêcheurs de perles« bei den Salzburger Festspielen; »Don Giovanni«, »Die Entführung aus dem Serail«, »Orlando Paladino«,»Il Viaggio a Reims«, »Il turco in Italia« und Ballette von Christian Spuck zu Musik von Schnittke, Schumann und Monteverdi am Opernhaus Zürich; »Iphigénie en Tauride«, »Alcina«, »Le Nozze di Figaro« und »Agrippina« an der Hamburger Staatsoper; »Carmen« an der Opéra National de Lyon, »Rinaldo« am Theater an der Wien sowie »Rodelinda« an der Dutch National Opera.

Zusammen mit Maurizio Biondi hat er 2016 die kritische Ausgabe von Bellinis »Norma« bei Bärenreiter herausgegeben. 2012 bis 2015 war er Mitbegründer und musikalischer Leiter des Ensembles »Il Pomo d’Oro«. 2004 bis 2010 hat er am Konservatorium »Vincenzo Bellini« Palermo unterrichtet. Er hat Seminare, Meisterkurse und Unterricht in Violine, Kammermusik und historischer Aufführungspraxis gegeben, u.a. an der Juilliard School of Music New York, der Longy School of Music of Cambridge (USA), der Sibelius Academy Helsinki, der Hochschule für Musik Hannover, dem Antwerp Conservatory, der Chinese Culture University of Taipei (Taiwan), dem Opernhaus Zürich, der Kùks Residence (Tschechien), der Scuola di Musica di Fiesole, dem Sydney Conservatory (Australien), beim European Union Barock Orchester (EUBO). Beim Montréal Symphony Orchestra (Canada) war er als “historical advisor” tätig.

Seine Einspielungen wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, unter denen folgende zu erwähnen sind: Album »Rosenkranz Sonaten« Biber (Finalist des Midem Classical Award Cannes als Album des Jahres 2009), »Stella di Napoli« mit Joyce Di Donato (Diapason d’Or des Jahres 2015, BBC Music magazine Award, Grammophone Choice, Grammy Award Nomination 2015), »Agrippina« mit Ann Hallenberg (International Opera Award 2016) und »Haydn concertos« (Echo-Klassik-Preis 2016), Haydns »Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze« mit dem Ensemble Resonanz (Diapason d’Or des Jahres 2018), Konzerte für Violoncello von C.P.E.Bach mit Jean- Guhien Queyras (Diapason d’Or des Jahres 2019).

Rudolf Buchbinder

Rudolf Buchbinder zählt zu den legendären Interpreten unserer Zeit. Die Autorität einer mehr als 60 Jahre währenden Karriere verbindet sich in seinem Klavierspiel auf einzigartige Weise mit Esprit und Spontaneität. 

Als maßstabsetzend gelten insbesondere seine Interpretationen der Werke Ludwig van Beethovens. 60 Mal führte er die 32 Klaviersonaten auf der ganzen Welt bisher zyklisch auf und entwickelte die Interpretationsgeschichte dieser Werke über Jahrzehnte weiter. Als erster Pianist spielte er bei den Salzburger Festspielen sämtliche Beethoven Sonaten innerhalb eines Festspiel-Sommers.

Anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens widmete der Wiener Musikverein Rudolf Buchbinder in der Saison 2019/20 einen eigenen Zyklus der fünf Beethoven Klavierkonzerte. Als Solist spielt er diese mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons, den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti sowie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern und der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter ihren Chefdirigenten Mariss Jansons, Valery Gergiev und Christian Thielemann.

Buchbinders Repertoire reicht von Bach bis zu zeitgenössischen Werken, welches er in über 100 Aufnahmen, viele von ihnen preisgekrönt, dokumentierte. Als maßstabsetzend gelten insbesondere seine Interpretationen der Werke Ludwig van Beethovens. Mit seinen zyklischen Aufführungen der 32 Beethoven Sonaten entwickelte er die Interpretationsgeschichte dieser Werke über Jahrzehnte weiter.

Damen des Sächsischen Staatsopernchores Dresden

Der Dresdner Opernchor wurde am 8. Oktober 1817 per königlichem Dekret durch Friedrich August I. gegründet. Die Erlassung dieses Dekrets war vor allem ein Verdienst Carl Maria von Webers, des neu engagierten Hofkapellmeisters. Er hatte als neu engagierter Hofkapellmeister 1817 den Auftrag erhalten, neben der traditionsreichen italienischen Oper in Dresden auch eine deutsche Operngesellschaft ins Leben zu rufen. Weber forderte die Einrichtung eines »stehenden Theaterchors«, der den gestiegenen Anforderungen des dafür neu zu schaffenden Opernrepertoires gewachsen sein würde. In der Folge entwickelte sich der Sächsische Staatsopernchor dank hervorragender Persönlichkeiten, die ihn künstlerisch umsichtig und traditionsbewusst leiteten, zu einem erstklassigen und gefragten Klangkörper.

Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten und pflegten u.a. Joseph Metzner, Wilhelm Fischer, Karl Maria Pembaur, Ernst Hintze, Gerhart Wüstner, Hans Peter Müller-Sybel, Hans-Dieter Pflüger und Matthias Brauer bis heute ein spezielles, diesem Staatsopernchor zugehörendes Klangideal, das besonders auch durch die rege Konzerttätigkeit des Chores beeinflusst wurde. Homogenität des Klangs, klangliche Noblesse, kultivierter Pianogesang bei gleichzeitiger Klangdichte und -fülle sind wesentliche Attribute, die für den Sächsischen Staatsopernchor stehen.