Symposium »Beethoven: unser Zeitgenosse«

© Oliver Killig
Daniele Gatti, Dirigent
© Markenfotografie
Jörg Widmann, Klarinette

gespielte Werke

Eine Podiumsdiskussion.

Mitwirkende

unter anderm mit

  • Daniele Gatti Dirigent
  • Jörg Widmann Klarinette

Brahms schrieb einmal:  »Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zu Mute ist, wenn er immer so einen Riesen (Beethoven) hinter sich marschieren hört.« Wie ist es überhaupt möglich, nach Beethoven Musik zu komponieren?

Eine Podiumsdiskussion mit Daniele Gatti und Capell-Compositeur Jörg Widmann über die Resonanz Beethovens in unserer heutigen Welt, seinen anhaltenden Einfluss sowie die Herausforderung, in seinem Schatten Musik zu schaffen.

  • Samstag
    10.4.27
    16:00 Uhr
    Semperoper

Daniele Gatti

Seit der Saison 2024/25 ist Danielle Gatti Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Sein Debüt am Pult des Orchesters gab er bereits im Februar 2000 mit Werken von Mendelssohn Bartholdy, Hindemith und Brahms. 

In seiner zweiten Saison findet der erste vollständige Mahler-Zyklus der Staatskapelle mit den »Wiener Jahren« seine Fortsetzung, der die Schaffensperiode des Komponisten während seiner Zeit in Wien als Hofoperndirektor beleuchtet. Zudem wird Daniele Gatti mit den Neuproduktionen von Verdis »Falstaff« und Wagners »Parsifal« in der Semperoper zu erleben sein.

Neben seiner Position in Dresden ist Daniele Gatti designierter Musikdirektor des Teatro del Maggio Musicale Fiorentino, Musikdirektor des Orchestra Mozart und seit 2016 als künstlerischer Berater des Mahler Chamber Orchestra aktiv.

Gatti studierte Komposition und Orchesterdirigieren am Conservatorio Guiseppe Verdi in seiner Heimatstadt Mailand. Bereits mit 27 Jahren gab er sein Debüt an der Mailänder Scala. Es folgten erste Festengagements bei wichtigen Musikinstitutionen wie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem Royal Opera House in London. Er gastiert regelmäßig bei den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks und dem Orchestra Filarmonica della Scala. Auch als Operndirigent genießt er international Anerkennung: Dirigate führen ihn unter anderem in die Mailänder Scala, die Royal Opera in London sowie zu den Bayreuther Festspielen.  

Insgesamt dreimal wurde Daniele Gatti mit dem Premio »Franco Abbiati« der italienischen Musikkritik als bester Dirigent ausgezeichnet, 2016 wurde ihm für seine Arbeit als Musikdirektor des Orchestre National de France der Titel Chevalier de la Légion d’honneur der Französischen Republik verliehen. In seinem Heimatland wurde er außerdem mit dem Großen Verdienstorden geehrt.

Jörg Widmann

Jörg Widmann ist einer der bemerkenswertesten und vielseitigsten Künstler seiner Generation. Seit 2026 ist er der neue Künstlerische Leiter der Lucerne Festival Academy. Er ist weltweit in all seinen Facetten als Klarinettist, Dirigent und Komponist zu erleben, unter anderem in seiner dritten Saison als Erster Gastdirigent der NDR Radiophilharmonie, als Associated Conductor des Münchener Kammerorchesters und als Artistic Partner der Sinfonietta Riga. Weitere Gastdirigate führen ihn zum Oslo Philharmonic, Finnish Radio Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, Radio Filharmonisch Orkest, National Symphony Orchestra Taiwan, Budapest Festival Orchestra und zu den Bamberger Symphonikern. Im Februar 2026 spielte Jörg Widmann das ihm gewidmete Klarinettenkonzert »Zones of Blue« von Olga Neuwirth mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle. Weitere ihm gewidmete und für ihn geschriebene Klarinettenkonzerte sind Wolfgang Rihms »Musik für Klarinette und Orchester« (1999) und Aribert Reimanns »Cantus« (2006). Dirigenten wie Daniel Barenboim, Daniel Harding, Kent Nagano, Franz Welser-Möst, Christian Thielemann, Iván Fischer, Andris Nelsons und Sir Simon Rattle bringen seine Musik regelmäßig zur Aufführung mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic, Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Cleveland Orchestra, Orchestre de Paris sowie dem London Symphony Orchestra. Mit Isabelle Faust, Pierre-Laurent Aimard, Carolin Widmann, dem Hagen Quartett, dem Signum Quartett und dem Amabile Quartet verbindet Widmann eine langjährige kammermusikalische Zusammenarbeit. Seit 2017 bekleidet Widmann einen Lehrstuhl für Komposition an der Barenboim-Said Akademie Berlin.