Adventskonzert des ZDF

Marie Jacquot Dirigentin
Diana Damrau Sopran
Piotr Beczała Tenor

Vorweihnachtliche Festmusik

Es ist für Klassikfreunde in ganz Deutschland der traditionelle Start in die Vorweihnachtszeit: Am Vorabend des Ersten Advent erstrahlt die Frauenkirche in ihrem barocken Glanz und bie­tet mit internationalen Gästen und der Sächsi­schen Staatskapelle ein prachtvolles festliches Erlebnis. Gestaltet wird der Abend in diesem Jahr erstmals von der französischen Dirigentin Marie Jacquot, die ab 2024 die Musikalische Leitung des Königlich Dänischen Theaters in Kopenhagen übernimmt – eine aufstrebende Musikerin mit außergewöhnlicher Mehrfachbe­gabung. Denn zunächst stand die heutige Erste Kapellmeisterin der Deutschen Oper am Rhein als Tennistalent auf den Center Courts der Welt, ehe sie sich doch für das Musikstudium entschied.

Eine Veranstaltung des ZDF in Koproduktion mit der Stiftung Frauenkirche Dresden, gefördert von der Sparkassen-Finanzgruppe. 

Kartenvorverkauf über den Ticketservice der Stiftung Frauenkirche Dresden. 

Sendetermin: 11. Dezember 2022, ab 17.55 Uhr im ZDF
  • 26.11.2022
    18:00 Uhr
    Frauenkirche Dresden

Marie Jacquot

Seit der Spielzeit 2019/20 ist sie erste Kapellmeisterin an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf / Duisburg, wo sie u.a. »Samson et Dalila«, »Roméo et Juliette«, »La traviata« und »La Clemenza di Tito« sowie Konzerte der Düsseldorfer Symphoniker wie der Duisburger Philharmoniker dirigiert. In 2021/22 ist sie u.a. in den Neuproduktionen »Orpheus in der Unterwelt« und »Der Nussknacker« zu erleben.

In den vergangenen Spielzeiten erlebte Marie Jacquot mit Begeisterung aufgenommene Debüts beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, an der Staatsoper Stuttgart (Cherubinis »Medea«), beim MDR-Musiksommer, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Rhode Island Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Luxembourg, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Münchner Rundfunkorchester, den Wiener Symphonikern und dem Orchester der Opéra national de Lorraine. Von der Bayerischen Staatsoper wurde sie nach ihrer Assistenz des GMD Kirill Petrenko bei der Uraufführung von »South Pole« als Leiterin zweier Uraufführungen (»Tonguecat«, »Die Vorübergehenden«) im

Rahmen der Münchner Opernfestspiele eingeladen.
In der Spielzeit 2021/22 debütiert sie bei der Dresdner Philharmonie und Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, an der Royal Danish Opera in Kopenhagen (Faust) und an der Semperoper Dresden (»Carmen«, »Der goldene Drache«).
Zwischen 2016 und 2019 war Marie Jacquot erste Kapellmeisterin und Stellvertreterin des GMD am Mainfranken Theater Würzburg. Hier leitete sie u.a. die Neuproduktionen »Nabucco«, »Die Csardasfürstin«, »King Arthur«, »Il barbiere di Siviglia« und »Hänsel und Gretel« und die Wiederaufnahme »Idomeneo«.

Nach einem Posaunenstudium in Paris studierte sie Dirigieren in Wien und Weimar (Nicolas Pasquet) und besuchte diverse Meisterkurse.
Seit 2019 ist sie in der zweiten Förderstufe des Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. Zu ihren Auszeichnungen zählt der »Ernst-von-Schuch-Preis« in 2019, sowie eine Nominierung als »Newcomer of the year« bei den International Opera Awards.

Diana Damrau

Seit ihrem Bühnendebüt ist die Sopranistin Diana Damrau nunmehr schon 20 Jahre ständiger Gast bei international führenden Opern- und Konzerthäusern sowie renommierten Musikfestivals.

Ihr umfangreiches Repertoire liegt im Lyrischen und Koloraturfach und beinhaltet Titelrollen u.a. in »Lucia di Lammermoor« (La Scala di Milano, Bayerische Staatsoper München, Metropolitan Opera, Royal Opera House), »Manon« (Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera) und »La Traviata« (La Scala, Metropolitan Opera, Royal Opera House Covent Garden, Opéra National de Paris und Bayerische Staatsoper) sowie die Königin der Nacht in »Die Zauberflöte« (Metropolitan Opera, Salzburger Festspiele, Wiener Staatsoper, Royal Opera House Covent Garden, Bayerische Staatsoper).

Seit ihrem Hausdebüt als Zerbinetta in 2005 hatte Diana Damrau an der Metropolitan Opera sieben bedeutende Rollendebüts und war mehrfach in live HD cinema broadcasts weltweit zu erleben. Highlights waren die neuen Produktionen von »Rigoletto« (Gilda), »Il barbiere di Siviglia« (Rosina), »Le comte Ory« (Adèle) und »Les pêcheurs des perles« (Leïla). Weitere Engagements beinhalteten die Titelrollen in »La Sonnambula«, »La Fille du Régiment« und »Roméo et Juliette«.

Sie war die erste Sängerin in der Geschichte der Metropolitan Opera, die sowohl Pamina als auch die Königin der Nacht in verschiedenen Vorstellungen derselben Serie der »Zauberflöte« gesungen hat.

Die Sopranistin ist immer wieder mit zeitgenössischem Repertoire auf der Opernbühne zu erleben. Speziell für sie komponiert wurden die Titelrolle in Iain Bell’s Adaption von Hogarth’s »A Harlot’s Progress« (Theater an der Wien 2013) und die beiden Rollen der Drunken Woman und Gym

Instructress in Lorin Maazels Oper »1984« (Royal Opera House 2005).

Diana Damrau ist auch eine der wichtigsten Liedinterpretinnen unserer Zeit. Eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet sie mit dem Pianisten Helmut Deutsch und dem Harfenisten Xavier de Maistre.

Darüber hinaus debütierte Diana Damrau 2018 in der Titelrolle in »Maria Stuarda« am Opernhaus Zürich und gastierte in der Titelpartie von »La Traviata« in einer Neuproduktion an der Metropolitan Opera sowie als Ophélie am Gran Teatre del Liceu und an der Deutschen Oper Berlin in »Hamlet«.

In der Saison 2019/20 gastierte sie bei den Silvesterkonzerten der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Kirill Petrenko. Des Weiteren gab sie Liederabende mit Sir Antonio Pappano. An der Scala di Milano war sie in »Roméo et Juliette« und an der Bayerischen Staatsoper in »I Masnadieri« zu erleben.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet Damrau mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Neben der »Artist in Residence« am Barbican Centre London gastierte sie 2019 u.a. in der Carnegie Hall New York.

Als Exklusivkünstlerin von Warner Classics/Erato gab Diana Damrau ihr Debütalbum mit Arie di Bravura, einer Sammlung von Mozart- und Salieri-Arien. Es folgten weitere Soloalben, die verschiedene Auszeichnungen erhielten, darunter den ECHO und den OPUS Klassik. Diana Damraus Arbeit ist auf diversen Oper-Gesamtaufnahmen und DVDs dokumentiert.

Diana Damrau ist Kammersängerin der Bayerischen Staatsoper (2007), Trägerin des Bayerischen Maximilian-Ordens für Kunst und Wissenschaft (2010) und Trägerin des Deutschen Verdienstkreuzes für kulturelle und gesellschaftliche Verdienste (2021).

Piotr Beczała

Piotr Beczała ist einer der gefragtesten Tenöre und ständiger Gast in den führenden Opernhäusern der Welt. Er wird gleichermaßen von Kritikern, als auch von Publikum gefeiert: Zum einen für die Schönheit seiner Stimme, zum anderen für die Hingabe, mit welcher er jeden Charakter porträtiert. Er wurde in Czechowice-Dziedzice in Südpolen geboren und erhielt seinen ersten Gesangsunterricht unter anderem bei Pavel Lisitsian und Sena Jurinac.

Seit seinem Debüt als Duca 2006 ist Piotr Beczała regelmäßiger Gast an der Metropolitan Opera. Hier sang er seither Lenski (»Eugen Onegin«), Prinz (»Rusalka«), Edgardo (»Lucia di Lammermoor«), Rodolfo (»La Bohème«), Vaudémont (»Iolanta«), Riccardo sowie die Titelpartien in »Roméo et Juliette« und »Faust«. 2011 begleitete er die Met nach Japan und gab 2012 sein Rollendebüt als des Grieux in Massenets »Manon«.

Auch an den Staatsopern in München und Wien sowie der Mailänder Scala ist der Tenor regelmäßig zu erleben. Bei den Münchner Festspielen war er zuletzt als Riccardo zu hören, u.a. gastierte Piotr Beczała bereits am Royal Opera House Covent Garden, dem Gran Teatre del Liceu, der San Francisco Opera, an der Nederlandse Opera, dem Théâtre de la Monnaie

Brüssel, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Unter den Linden, dem Grand Théâtre de Genève, dem Teatr Wielki Warschau, dem Mariinsky Theater in St. Petersburg sowie bei den Salzburger Festspielen, wo er zuletzt u.a. als Rodolfo, Vaudemont, Faust und als Werther zu hören war. 2016 gab er sein Debüt als »Lohengrin« an der Semperoper Dresden unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann.

Zusätzlich zu seiner Opernkarriere ist Piotr Beczała ein gefragter Konzert- und Liedsänger. 2011, 2012 und 2021 wirkte er bei den Silvesterkonzerten in der Semperoper Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann mit. Weitere Konzertauftritte führten ihn u.a. nach Baden-Baden, Amsterdam, Madrid, Budapest, Wien, Mailand und in den Oman.

Piotr Beczała ist auf dutzenden CDs und DVDs mit einem breitgefächerten Repertoire repräsentiert und veröffentlichte drei Solo-Alben bei Orfeo. Bei der Deutschen Grammophon veröffentlichte er 2013 sein erstes Album »Mein ganzes Herz« und 2015 das zweite Album »The French Collection«. Sein Debütalbum »Vincerò!« beim niederländischen Label Pentatone erschien im Mai 2020. Im Jahr 2014 erhielt er den ECHO Klassik als »Sänger des Jahres«.